Muttersein, Job, Mental Load – und ich mittendrin

Shownotes

Kinder, Job, Organisation, Ansprüche von außen – und irgendwo dazwischen auch noch ich. In dieser Folge spreche ich mit Lisa über genau diesen Balanceakt: den Wiedereinstieg ins Berufsleben nach der Karenz, die Realität hinter Teilzeitmodellen und das ständige Gefühl, mehreren Welten gleichzeitig gerecht werden zu müssen. Wir reden über Druck, über Vorurteile, über Selbstverwirklichung und darüber, warum ein Familienmodell nicht perfekt sein muss, sondern passend.

Viel Spaß beim Zuhören

Kapitel: 00:00:00 Einstieg: zurück ins Berufsleben als Zweifach-Mama 00:00:37 Dank an die Community und Gedanken zum Buchlaunch 00:01:41 Lisa als Gästin: Arbeit, Familie und alles unter einen Hut bringen 00:03:42 Der schwierige Wiedereinstieg nach der Karenz 00:05:33 Teilzeit, Vorurteile und fehlende Rückmeldungen im Bewerbungsprozess 00:08:19 Unterstützung im Umfeld und warum Teilzeit nicht weniger Leistung bedeutet 00:10:54 Von 20 auf 30 Stunden: Karrierewunsch, Familie und Selbstverwirklichung 00:13:40 Verantwortung im Job: Management, Druck und tägliche Organisation 00:18:45 Was beim Wiedereinstieg wirklich hilft: Offenheit, Lernbereitschaft und Ehrlichkeit 00:22:38 Balance im Alltag: Kommunikation, Kinderbetreuung und präsent sein ohne schlechtes Gewissen

Links: Karin Teigl

Mein Buch Träum dich mutig

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00:00:00: Ja, die ist ja eh faul, die will ja eh nicht mehr arbeiten. Irgendwie war es richtig schwer, als Zweifach Mama wieder ins Berufsleben zu starten. Mich dann da einfach auch wirklich wieder gesehen gefühlt neben meiner Mama Rolle und einfach auch die Selbstverwirklichung als Frau, dass man sagt, okay, ich kann in dem Job wirklich was erreichen und ich kann mich da auch selber entfalten, war für mich ganz wichtig.

00:00:36: Hallo, wir sind wieder da und ich starte gleich mit einem Dankeschön an euch alle, die uns so unterstützt haben, In dem Fall mich die letzten Wochen beim Buchlaunch. Ihr postet es jeden Tag, ihr verlinkt mich, ihr supportet und ich weiß gar nicht, wie gesagt, wenn ich viel darüber nachdenke und eure Nachrichten jeden Tag lese, dann werde ich sehr emotional und da bin ich unglaublich dankbar.

00:00:59: Wisst ihr, was jetzt noch voll geil war? An alle, die das Buch gelesen Hinterlasst mir gern eine Review, weil das hilft mir und ich freue mich jedes Mal. Jetzt habe ich schon drei bei Thalia und ich schau jeden Tag eine hat wer neu kommentiert. Das hilft unglaublich generell fürs Ranking, aber das ist mir eigentlich mehr wurscht, sondern einfach nur, dass man sagt, okay, wenn man ein bisschen seine Gedanken teilt, können wir vielleicht mehr Leute dazu motivieren, dass sie sich auch drüber trauen, dass sie es durchlesen.

00:01:22: Und dann ich Idealfall, das war halt mein nicht worst Case, best Case in dem Fall, dass wir noch ganz viel Leute zum Umdenken bewegen können. Also an der Stelle danke für euren Support und danke für die Reviews, die hoffentlich eintrudeln auf allen Plattformen und viel Spaß beim Lesen.

00:01:40: Heute habe ich ganz besondere

00:01:46: Podcast Gästin. So wow, Georg, jetzt habe ich ein bisschen reingeschrien und zwar jemand, den ich immer wieder erwähne, wenn es Vorbild sein geht, wenn es wie kriege ich alles unterm Hut sein geht, wenn es wie ich finde, Erziehung geht, wie man es besser nicht machen kann, aber nicht nur die Erziehung mit Kindern oder ihrer Kinder, sondern auch generell, wie sie das Leben lebt, dass sie das Leben lebt, dass sie, ich sage immer Social Butterfly, die hat Leid sich die ganze Zeit, die macht Ausflüge, sie trifft Menschen und ist eben nicht nur Mama unter Anführungszeichen, ist ja nicht nur meine Managerin, sondern sie ist alles, was dazugehört und ich ziehe meinen Hut.

00:02:30: Und bei jedem Vortrag, bei jedem Podcast, Lisa Dein Name fällt immer wieder, weil ich dich so bewundere, wie du das alles machst. Du bist mittlerweile bald vier Jahre an meiner Seite und ich kann mich noch erinnern, du hast angefangen als meine Assistentin im Management ja noch nicht so richtig vor vier Jahren.

00:02:48: Und heute sitzen wir da und sprechen über ein ganz wichtiges Thema, nämlich wie das ist für dich als Mama zu arbeiten, berufstätig zu sein und wie du das alles unterm Hut kriegst. Und ich glaube, das ist wichtig, dass man da mal ein bisschen Tacheles redet und ein bisschen ehrlich ist. Ich freue mich in erster Linie, dass du dir die Zeit nimmst. Ich weiß, du bist immer sehr engagiert.

00:03:06: Gestresst würde ich nicht sagen, ist ein negatives Wort, aber ich nehme da jetzt ein bisschen von deinem Freitagvormittag, der eh noch bis 12 dauert, damit wir da sitzen können und hoffentlich auch Einblick geben können. Es sind immer alles so, so super ist aber dann doch wieder. Herzlich willkommen, Lisa Luxbacher im Podcast.

00:03:23: Hallo. Es freut mich sehr, dass ich da sein darf und die Zeit, die kostbar ist und die begrenzt ist, nehme ich mir aber super gerne und es ist eine große Ehre, dass ich da sein darf. Ich glaube, du sprichst heute stellvertretend für ganz, ganz viele Frauen da draußen. Ich kann mich nur erinnern, vielleicht kannst du ein bisschen erzählen über deine Reise, wie du begonnen hast.

00:03:42: Vielleicht erzählst du ein bisschen über das Vorstellungsgespräch und wie das alles zustande gekommen ist. Und es war ja dann gar nicht einmal so leicht, einen Job zu finden. Vielleicht kannst du es ein bisschen abholen zu deiner Person, wie das war, bevor du bei uns gestartet hast. Also bevor ich bei euch gestartet habe, war ich in Karenz mit meiner zweiten Tochter und war so ein bisschen so, in welche Richtung will ich, was will ich machen, Habe die unterschiedlichsten Bewerbungsgespräche gehabt, aber irgendwie war es richtig schwer, als Zweifach Mama wieder ins Berufsleben zu starten, weil natürlich jeder gesehen hat, okay, zwei Kinder, die Zeit, die man arbeiten könnte, ist ein bisschen begrenzt.

00:04:20: Und mir ist schon noch vorkommen, dass immer wieder auch so das Vorurteil mitgeschwungen ist, so Mama von zwei Kindern, die sind jung. Es könnte vielleicht dann auch natürlich Kinder krank werden. Man ist dann oftmals vielleicht nicht so flexibel, wie jemand ohne Kinder Und dann hat sich eigentlich ganz unerwartet ein Gespräch mit dir ergeben beim Nägel machen, wo wir nebeneinander gesessen sind und ins Gespräch gekommen sind und und ich eben erzählt habe, dass es gerade ein bisschen schwierig ist und dass ich gerne einen Job suche, wo ich eben wieder anders gefordert werde neben meinem Mama Alltag.

00:04:54: Und dann hast du gesagt, weißt was, schick einfach deine Bewerbung. Wir suchen zufällig jemand ab Oktober und das machen wir. Und aus diesem das machen wir sind dann wirklich vier Jahre mittlerweile geworden, wo ich schon bei euch bin und einfach unglaublich dankbar auch bin, dass ich von dir die Chance bekommen habe und dass du auch etwas in mir gesehen hast, wo du gesagt hast, du kannst Hey, mit der Person, der geben wir die Chance und die holen wir zu uns.

00:05:17: Und das Bewerbungsgespräch war irgendwie, ich weiß gar nicht mehr, wie ich das beschreiben soll, aber es war ich bin da reingekommen und gewusst, okay, da will ich hin. Und einfach auch so die Stimmung, die da war, war eine ganz besondere und was sich seitdem getan hat, ist einfach unglaublich.

00:05:33: Jetzt hast du kurz erwähnt, wenn wir nochmal ganz zurückgehen zu diesem Bewerbungsprozess, wie du gestruggelt hast. Du hast auch angesprochen, hast du dann auch so dieses Gefühl bekommen von möglichen Arbeitgeber innen, die wirklich das Gefühl gegeben he ich weiß nicht, was ich mit dir unter Anführungszeichen, wie wir das machen geben dir dann auch wirklich dieses Gefühl dich in Frage stellen, obwohl du dich ja bewirbst für die Stelle, die ja da ist, 20 Stunden oder für wie viele Stunden hast du dich beworben?

00:06:01: Was war da möglich in dem Fall? Also damals war es wirklich eine bewusste Entscheidung, dass es 2 20 Stunden sind, weil meine Kinder zu dem Zeitpunkt noch recht jung waren und es war wirklich eine bewusste Entscheidung, die 20 Stunden als Teilzeit zu suchen. Natürlich ist es jetzt nie angesprochen und ausgesprochen worden, dass vielleicht die Kinder der Grund sein könnten, aber das Gefühl, das ist immer schon so mitgeschwungen vom Gefühl her, dass es dann ein bisschen bei der Entscheidung oder auch bei den Absagen dann mitunter ein Grund war.

00:06:27: Hast du viel Absagen bekommen? Ich sage jetzt einmal, es waren drei, vier Absagen, wo ich dann einfach Wie viele Bewerbungen hast du geschickt? Zehn Und hast da oft einmal gar nichts gehört. Ja, also das ist dann auch oft wirklich das im Bewerbungsprozess gewesen, wo ich mir gedacht habe, ich bin bereit, ich will arbeiten, ich will wieder ins Berufsleben einsteigen und oftmals hat man auch einfach gar keine Rückmeldung bekommen.

00:06:49: Deshalb ist mir das auch so wichtig. Natürlich geht das ein oder andere Mal was unter, aber ich finde dieser Respekt der Person gegenüber, die sich die Zeit nimmt und sich bewirbt, dass man da einfach auch schaut, was krass ist. In Österreich arbeitet jede, ungefähr jede zweite Frau in Teilzeit und bei Müttern mit Kindern unter 15 sind es sogar drei Viertel der Frauen.

00:07:07: Das heißt, das Modell, das was du erlebst, ist eigentlich die Realität für ganz ganz viele da draußen. Wie fühlt sich das für dich an, wenn du sagst, okay, im Vergleich sehr, sehr viele Frauen leben ein ähnliches Leben und trotzdem musst du dich immer noch rechtfertigen für das, dass du und jetzt kommst du das bewusst unter Anführungszeichen für alle, die zuhören.

00:07:26: Zuerst waren es nur 20 Stunden, mittlerweile sind es nur 30 Stunden. Ich glaube, das weiß ich auch von dir, weil wir unterhalten uns immer wieder, dass da trotzdem noch dieses mitschwingt. Warum arbeitest du nicht Vollzeit oder keine Ahnung, einfach dieses Gefühl geben, du bist nicht, weiß ich nicht, Beschreib es von deiner Warte.

00:07:45: Also ich glaube, dass der Begriff Teilzeit generell ein bisschen verschrien ist, weil die Gesellschaft das dann oft nur so in einem Stempel abstempelt und wo man ja, die ist ja eh faul, die will ja eh nicht mehr arbeiten. Dabei sind da so viele andere Faktoren, die da mitschwingen, was es dazu bringt, dass man Teilzeit arbeitet.

00:08:03: Und ich glaube, dass am Ende des Tages, wenn ich weiß, ich arbeite meine 30 Stunden in Teilzeit, dass ich so organisiert und strukturiert bin, dass ich in den 30 Stunden so viel weiter bekomme. Und ich finde, da sollte ein bisschen mehr darüber auch Bewusstsein geschaffen werden, dass es unterschiedliche Gründe gibt.

00:08:18: Ich persönlich bin in einer extrem privilegierten Lage und und habe so viel Unterstützung in meinem Umfeld, in meiner Familie von meinem Arbeitgeber, die mir das einfach auch ermöglichen, dass ich 30 Stunden arbeiten kann. Aber oftmals, wenn auf der einen Seite dann alleinerziehende Elternteile sind, die gar nicht die Unterstützung haben, dann gibt es gar nicht erst die Möglichkeit, dass man mehr arbeiten kann, weil natürlich auch die Kinder irgendwann abgeholt werden müssen, betreut werden müssen und da gibt es dann oftmals gar keinen anderen Weg.

00:08:44: Das ist so krass, weil ich habe eine Bekannte, die in Schweden ist, die Carla, die schreibt mir dann auch immer wieder, wie das in Schweden so funktioniert. Und die haben ganz anderes System. Du kannst die Kinder bis in die Nacht einen abholen, du kannst an der Gastro arbeiten, weil da wird drauf geschaut. Es gibt gewisse Karenztage, Monate, Wochen, die sich beide Elternteile nehmen können.

00:09:04: Bei uns ist ja oft gar nicht einmal die Wahl, dass du sagst, okay, der Mann bleibt zu Hause. Es wird ja schon fast belächelt. Das haben wir eh schon mal gesprochen in einem Podcast davor, den können wir gerne nochmal in den Shownotes verlinken. Aber du hast die Wahl gehabt, dass du sagst, du arbeitest Teilzeit. Und ich kann mich noch erinnern, ich glaube in deiner ersten Woche an einer von deinen ersten Tagen war gleich, ich weiß nicht, ob es die liebe die Maja war, ich glaube, es war die Maja krank, gell?

00:09:25: Ja. Und wie war das für dich? Also ich hab mir gedacht, Gottes willen, was müssen die jetzt von mir denken? Es ist mein zweiter Arbeitstag. Ich glaube, das war Magen Darm, irgendwas, wo man wirklich daheim bleiben musste. Und ich hab mir gedacht, was müssen die jetzt von mir denken, dass ich gleich am zweiten Tag daheim bleibe, weil ich eben bei meinen Kindern bleiben muss.

00:09:43: Und eure Reaktion war einfach so wertschätzend. Es war für euch so selbstverständlich, dass ich dann natürlich daheim bleibe und bei meinen Kindern bleibe, was glaube ich auch nicht immer die Regel ist, weil gerade wenn es in Bezug auf Kinder und Arbeiten gibt, gibt es so viele Vorurteile und so viele Leute bilden sich eine Meinung und haben einfach immer was dazu zu sagen, dass man sich dann oftmals auch ein bisschen schlecht fühlt.

00:10:03: Was sind zum Beispiel so Vorurteile oder was sagen die Leute so? Also ich persönlich bekomme jetzt nicht so viel mit, aber ich bekomme natürlich auch im Freundes und Bekanntenkreis mit, dass immer wieder so Aussagen kommen. So viel arbeitest du deine armen Kinder? Wie lange sind die Kinder im Kindergarten, in der Schule?

00:10:19: Und dann wird oftmals vergessen. Es ist natürlich auch ein zweites Elternteil da. Wenn ich lang arbeite, werden meine Kinder oftmals von meinem Mann abgeholt oder von Oma und Opa abgeholt. Also ich glaube oftmals die Gesellschaft drückt dir eben einen Stempel auf, wenn du als Mutter arbeitest, aber wiederum, wenn du nicht arbeitest, hast du dann auch einen Stempel.

00:10:38: Also es bilden sich die Leute immer eine Meinung und drücken dir auch oftmals ungefragt einfach so ihre Meinung auf. Wie gehst du mit sowas wenn zu dir wer, weil du sie dann aufgestockt hast von 20 auf 30 Stunden. Ich weiß nicht, wann war das? Ich kann mich das gar nicht mehr erinnern. Wie lange warst du da schon bei uns?

00:10:53: Ich glaube, zuerst war Der Schritt von 20 auf 24 Stunden und dann ist die Umstellung gewesen bei uns von einer 5 Tages Woche auf 4 Tages Woche, wo dann bei mir auch der Switch gekommen ist von 24 auf 30 Stunden, wo wir einfach dann vereinbart haben, wenn ich aufstocke, dann habe ich die Möglichkeit auf 5 Tage auszuweichen, weil für mich war es ganz wichtig, die 30 Stunden bringe ich in vier Tagen nicht unter.

00:11:14: Da haben wir dann ein Gespräch gehabt, dass wir gesagt okay, die 30 Stunden können wir auf fünf Tage aufteilen. Aber ich bin mittlerweile in so einer Sache selbstbewussten Situation, wo ich solche Kommentare gar nicht an mich heranlasse. Was ist zum Beispiel gekommen, wie du gesagt hast, du steckst auf oder muss jetzt nicht unmittelbar, weil ich weiß ja, dass bei dir die Familie eh supportiv ist.

00:11:34: Aber trotzdem glaube ich, kann ich mir vorstellen, dass das nicht immer so leicht ist, weil es ist natürlich Eine Ansage von 24 auf 30 sind einmal 6 Stunden mehr. Und ich kann mich noch erinnern, du hast immer gesagt, der Freitag ist eigentlich dein heiliger Freitag, aber das war so ein bisschen der Tag auch für dich und für deinen Mann, wo ihr am Vormittag vielleicht einmal frühstücken gegangen seid.

00:11:50: Über das können wir dann auch noch sprechen, dass das auch so wichtig ist in einer Beziehung, dass ihr das aufrechterhaltet. Das spüre ich halt bei euch immer wieder voll, dass ihr da einfach auch Wert legt drauf. Aber wie war das und wie war das auch für deinen Partner, also für deinen Mann, dass du dann gesagt hast, okay, den Freitagvormittag gehen wir nicht mehr frühstücken, ich gehe jetzt hackeln.

00:12:06: Also wir haben da natürlich offen und ehrlich drüber gesprochen und haben auch dann die Vor und Nachteile abgewägt und haben uns dann auch gemeinsam dazu entschieden, dass es die Möglichkeit gibt, dass ich eben die Stunden auch aufstocke. Und ich sage auch ganz Ich wollte es auch persönlich für mich, weil ich bin natürlich Mama von zwei Kindern, aber ich bin auch jemand, der sich auch privat und auch persönlich entfalten möchte und einfach da noch einmal mich auf einen nächsten Schritt bringen möchte und einfach auch im Job Verantwortung übernehmen möchte.

00:12:32: Und deswegen war es dann auch eine gemeinsame Entscheidung unter Abwägung aller anderen Aspekte, dass der Schritt für mich auch möglich ist. Findest du, ist dir gesagt worden, vielleicht anders formuliert, dass das schon ein bisschen Ego ist, dass du sagst, du willst auf die schauen und Karriere machen? Nein. Gut, das wollte ich jetzt nur hören, weil ich glaube, dass viel Frauen in dem Fall jetzt auch strugglen, dass sie sagen okay, ich nehme mir das jetzt raus, ich bestehe jetzt drauf, ich will mich wieder ein bisschen an erster Stelle.

00:12:57: Das heißt, deine Kinder werden immer an erster Stelle stehen und wahrscheinlich dein Partner auch. Ich habe keine Kinder, die so Pause nicht, wie da die Verteilung ist. Aber ich glaube, dass man bei all dem, was los ist, Familienleben nie auf sich selbst vergessen soll. Und ich kann mich noch erinnern, du hast einmal zu mir ganz was Tolles, Schönes gesagt. Du hast Du hast mir wieder das Gefühl gegeben, dass ich mehr bin als wie eine Mama.

00:13:16: Und wenn ich dich jetzt so anschau, das ist unglaublich. Deine Reise. Weißt du, wie du dich entwickelt hast? Du bist reingekommen, du warst am Anfang ein Wahnsinn. Die erste Woche habe ich mir Wie soll ich das jemals alles schaffen? Unter einen Hut bringen, weil ich war so natürlich, du bist in Karenz und dann kommst du daher und willst abliefern.

00:13:39: Aber am Anfang habe ich nicht gewusst, wie soll ich das schaffen? Ich war so, dann habe ich noch die Charity Box bekommen, das war sowieso das erste Projekt. Und dann habe ich schon am Anfang auch sehr gezweifelt, ob ich das alles schaffen, damit die Leute ein bisschen spüren, was du wirklich machst.

00:13:57: Weil ich glaube schon, dass man da ein bisschen aufklären muss, weil ich glaube, du kommst oft heim und das ist wie bei mir. Jetzt habe ich das Buch einmal geschrieben, Jetzt glaube ich, checken Sie mal, okay, vielleicht hat es doch irgendwie. Das ist, was sie macht, hat schon irgendwie was so. Aber ich glaube schon, dass es bei dir oft ist, wenn du dann sagst, am Anfang hast du mein Management gemacht und meine ganzen To Dos oder das war doch die Ureinstellung, so hat es begonnen.

00:14:17: Was tust du denn da den ganzen Tag? Das wirst du ja auch jetzt glaube ich noch gefragt teilweise. Wahrscheinlich ist es ein bisschen besser, aber vielleicht kannst du kurz beschreiben. Und dann hast du halt auch, weil es war Oktober, die Charity Box kriegt und die Charity Box, damals haben wir noch, glaube ich, mehrere Stückzahlen gemacht. Das war Fuchsteufelsüd.

00:14:32: Vielleicht kannst du kurz sagen, was genau deine To Dos waren und wie schwierig das am Anfang ist, weil mein Management ist ja nicht gleich mein Management. Du musst ja so viel tun. Vielleicht kannst du da ein bisschen was drüber erzählen. Ich glaube, das interessiert dich leider. Also am Anfang war, da muss ich jetzt auch die Annika ganz kurz erwähnen, die Annika einfach so so wichtig und so viel Wert, weil ich so viel von der Annika gelernt habe, was die ganze Struktur angeht, was die ganzen Todos angeht, was das Priorisieren angeht.

00:15:00: Weil am Anfang bin ich hergekommen und habe halt so ein paar E-Mails geschrieben und ein paar Anfragen abgesagt oder halt Sachen zugesagt und dann ist es immer mehr in die Verantwortung gegangen und da habe ich gemerkt, okay, ich kriege die Chance, ich kriege die Verantwortung und ich kriege gleich so ein großes Projekt.

00:15:18: Natürlich habe ich mir am Anfang gedacht, die Charity Box, die Charity Box, wie soll sich das ausgehen? Aber es ist sich dann alles so gut ausgegangen und natürlich habe ich am Anfang gezweifelt und Ist das jetzt das Richtige, dass ich so rein starte in den Job?

00:15:34: Aber es war einfach die beste Entscheidung, weil die ganzen Aufgaben haben sich dann immer weiterentwickelt. Und von einer Assistenzrolle habe ich dann die Möglichkeit bekommen, dein Management komplett zu machen. Dann ist noch das Management von drei wunderbaren anderen dazugekommen und jetzt sitze ich da und mache das Management von vier Leuten.

00:15:52: Es ist verrückt. Und plus, man muss jetzt echt sagen, ich arbeite teilweise auch für vier Leute. Also das ist jetzt nicht so, dass jetzt die Lisa, dass ich als eine Person zähle, sondern ich würde mir sagen, mich kostet schon doppelt und dreifach zahlen, schätze ich mal. Und Management ist nicht gleich Management. Vielleicht kannst du auch da kurz erklären, was es heißt, ein Management zu machen.

00:16:07: Weil es ist nicht einfach, Ich schreibe eine E Mail, die Karin kostet, 2,50 für Posting, sondern vielleicht ganz kurz erklären, was dahintersteckt, auch rechtlich. Du hast eine riesen Verantwortung, wenn du was unterschreibst, dann biegt das. Vielleicht kannst du das einmal kurz noch sagen, weil Job ist nicht gleich Job.

00:16:24: Also bei dir ist es so, dass wir einen Anspruch haben, der ist anders als bei anderen. Wir hauen so viele Anfragen proaktiv einfach raus, dass wir sagen, wir wollen Partner anschreiben, aber bei dem Partner anschreiben bleibt es ja nicht.

00:16:39: Es ist dann einfach auch, es sind Verhandlungen, die geführt werden, es sind Angebote, die gemacht werden, es sind Verträge, die durchgelesen werden müssen, es sind Timings, die gecheckt werden müssen. Und eine Kooperation geht schon einmal, sage ich jetzt einmal, 10, 15 E Mails hin und her, bevor es dann überhaupt wirklich fix ist.

00:16:54: Da muss der Content zur Freigabe geschickt werden, es muss gereported werden, es muss eine Rechnung geschickt werden. Also da hängt so viel dran, dass es eigentlich wirklich sehr, sehr umfangreich ist. Und das Ganze für dich und dann noch für drei andere ist wirklich ein sehr, sehr gefüllter Alltag, den ich aber extrem liebe und wirklich super gern mach.

00:17:11: Und es ist schon so, dass ich, also wenn man natürlich motiviert ist, machen wir das für alle, aber andere sagen, für mich kannst du es ganz normal machen. Ich habe diesen Anspruch, dass ich halt wachsen will. Und du musst sagen, du kriegst schon auch den Druck von mir zu spüren. Und ich bin ja immer voll transparent mit euch, was wirklich dahintersteckt.

00:17:28: Ich glaube, eine Sache ist, dass ich einfach voll offen bin und sage, ich hab einen Druck und ich muss abliefern. Wir müssen schauen, was reinkommt, damit ich auch das alles am Laufen halten kann, damit das auch alles so funktioniert, wie das funktioniert. Stresst sich das manchmal oder denkst du da besser so, als es wird alles verschönert und wir können das Geld beim Fenster raushauen?

00:17:46: Wie gehst du damit mit diesem Druck? Ich glaube, dass ich ein Mensch bin, der auch einfach immer, egal ob privat oder beruflich, 100 Prozent geben will, wenn nicht sogar im Beruf 120 Prozent, weil es mir einfach so wichtig ist. Natürlich gibt es ab und zu eine Drucksituation, aber ich mache das so gerne, dass ich einfach da so gern abliefere und dass ich einfach auch weiß, dass ich es für jemanden mache, den ich so schätze.

00:18:12: Und ich schätze dich einfach extrem, wie du als Person bist und wie du auch deine Rolle als Chefin einnimmst. Und über die Jahre hinweg habe ich so viel von dir auch als Person lernen können, dass ich einfach weiß, worauf es ankommt und für was ich das alles mach.

00:18:28: Was würdest du jemandem raten, wenn er sagt, okay, er bewirbt sich jetzt vier Stellen, also er ist gerade aus der Karenz draußen und dann in weiterer Folge auch im Berufsalltag. Was waren so deine größten Learnings die letzten Jahre? Also erstens mal im Bewerbungsprozess und dann auch, wenn du sagst, wie du angekommen bist.

00:18:45: Was waren so die wichtigsten Eigenschaften, die man mitbringen muss oder sollte? Also mir war von Anfang an einfach wichtig, dass wenn ich wieder arbeiten gehe, dann muss es ein Job sein, den ich zu 100 Prozent fühle und auch lebe, weil ich habe zwei kleine Kinder. Und wenn ich dann in der Arbeit bin bei einem Job, der mir einfach keinen Spaß macht, wo ich mir jeden Tag denke, Gottes willen, wann ist das endlich vorbei?

00:19:06: Dann hätte sich das alles für mich nicht richtig angefühlt. Deswegen war es für mich auch im Bewerbungsprozess wichtig, dass ich einfach abwäge und schau was will ich? Wo ist einfach auch die Work Life Balance und auch meine Familie vereinbar? Weil das ist, glaube ich, schon ganz wichtig, dass man einfach als Familie auch seinen Raum bekommt und das auch einfach vom Arbeitgeber her die Chance gegeben ist, dass einfach, ich sage jetzt ein Beispiel, die Liebe und die Maja, meine Kinder haben oftmals Auftritte in der Schule oder im Kindergarten und da ist es einfach so, dass du mir immer gesagt hey, wenn es sowas gibt, dann komm zu mir, dann besprechen wir das und dann kannst du dort hingehen.

00:19:44: Also einfach die Wertschätzung vom Arbeitgeber ist unglaublich an dieser Stelle. Aber was würdest du zum Beispiel jemandem raten, der jetzt in einem Arbeitsverhältnis ist und ja, das ist eh nett, du hast die Karin, die ist natürlich ein Freifahrtschein oder was weiß ich, Das kann man ja sehen, wie man will. Bin ich zu locker?

00:20:00: Bin ich zu streng, was auch immer. Für jemanden, der da struggelt, gibt es da einen Tipp? Also ich glaube, dass man sich ganz ehrlich und offen vor Augen halten muss, was man möchte. Und ich habe ganz klar gewusst, okay, ich möchte wieder arbeiten, Dass man einfach auch schaut, was bringt der Job?

00:20:21: Und ist es einfach auch, bringt es mich persönlich auch weiter oder gibt es mir auch persönlich irgendwie dann die Herausforderung? Weil das, was du angesprochen hast, ich habe mich dann da einfach auch wirklich wieder gesehen gefühlt neben meiner Mama Rolle und einfach auch die Selbstverwirklichung als Frau, dass man sagt, okay, ich kann in dem Job wirklich was erreichen und ich kann mich da auch selber entfalten, war für mich ganz wichtig.

00:20:43: Ich glaube, was wir den Leuten mitgeben können, die jetzt zuhören ist und das ist das, was so wichtig ist in jedem Job. Du hast ja überhaupt nicht gewusst, was auf dich zukommt. Also es ist jetzt nicht so, dass Elisa da reingekommen ist und gewusst Das ist mein Warum Ich weiß, was ich will, Weißt du, was du weißt? Und das ist das, was ich vielen Menschen da draußen wü Du warst offen und du warst gierig zu lernen.

00:21:04: Und das ist das, wie ich die beschreiben würde, wenn ich und natürlich loyal, herzlich, lustig und du kommst rein mit morgen, aber wenn ich den beschissensten Tag hab, bin ich dann schon instant gut drauf, weil ich mir Wie schön ist dieser Mensch? Weil du versuchst einfach immer das Gute auch zu sehen. Und ich glaube, das war eine bewusste Entscheidung.

00:21:20: Und über das schreibe ich ja ganz viel Buch, weil das haben wir schon alle selber in der Hand. Und ich glaube einfach auch, dass man kann ja immer sehen, wie man will. Man kann jetzt da zuschauen, kann Naja, die hat es gut, die hat Familie da, die hat einen Typen. Du arbeitest, du bist bei CYK Collective, aber das hätte auch ganz anders sein können, weil wir haben das so ins kalte Wasser geschmissen am Anfang und du hast einfach diesen Anspruch an dich selbst gehabt.

00:21:44: Du bist offen, du lässt dich pushen und du lässt dich ein bisschen führen. Und das ist das, glaube ich, was wir den Leuten heute mitgeben können, die jetzt zuhören, dass man sagt, okay, passt, dann hau ich mich mal rein. Aber ich glaube, du hast halt zumindest probiert. Viele Leute lassen das, probieren schon gar nicht zu, ist meine Meinung.

00:22:01: Wie siehst du das? Ich habe auch am Anfang ganz ehrlich überlegt, dass ich alles hinwerfe, weil ich hab mir gedacht, das geht sich einfach nicht aus. Ich bin überfordert Aber ich habe dem Ganzen einfach eine Chance gegeben und habe einfach versucht, Step für Step einfach wieder in die Berufswelt reinzufinden. Und natürlich hat es dann auch wieder da gegeben, wo ich mir gedacht habe, das ist mal alles zu viel.

00:22:19: Wie geht sich das aus? Wie kriege ich das unter einen Hut? Zwei Kinder bringen, Privatleben, Berufsleben, Wie lässt sich das alles vereinbaren? Aber wie du sagst, ich war einfach, habe mir dann auch die Zeit gegeben, in die Rolle reinzufinden und habe von euch dann auch eben die Möglichkeit bekommen, dass ich da wachse und einfach auch die Chance bekomme.

00:22:37: Wie schaffst du den Spagat? Jetzt haust du dich so rein und sagst 120 Prozent, du gibst aber daheim auch 120 Prozent. Wie schaffst du das auch gedanklich, dass du okay, du bist da, du hast aber die Familie und bist daheim und hast aber den Job. Vielleicht hast du noch einen Tipp, wo man Wie schafft man die Balance? Also es ist schon so, dass wenn ich in der Arbeit bin, einfach gedanklich rund die Uhr auch bei den Kindern bin.

00:22:58: Also das ist einfach so, man denkt die ganze Zeit, ich denke die ganze Zeit an die Kinder, Geht es ihnen gut? Passt alles in der Schule, alles in Ordnung. Aber ich glaube, dass es einfach wichtig ist, dass man dann einfach fokussiert und auch strukturiert bleibt und einfach auch viel mit dem Partner kommuniziert und einfach auch die Wochen bespricht, dass man sagt okay, ich arbeite an dem Tag länger, an dem Tag machst du bitte die Nachmittagsbeschäftigung von den Kindern?

00:23:21: Dass wir da einfach schauen, dass wir da einfach immer die Kommunikation an erster Stelle bringen, dass einfach die Arbeit und auch das Familienleben sich vereinbaren lässt. Ich glaube, weil du jetzt Kommunikation angesprochen hast, das ist ja in jeder Beziehung so. Das ist aber auch in unserem Verhältnis so, dass wir immer voll offen geredet haben.

00:23:39: Und ich glaube halt auch, wenn man okay, man ist jetzt Mama, man kehrt zurück aus der Karenz, dass man auch vielleicht im Bewerbungsgespräch, also ich als Unternehmer wünsche mir das sogar, dass wenn man sich zusammensitzt und redet, dass man offen ist. Ich find Bullshit ganz schlimm. Und wenn ich am Anfang schon so dummfantasiere und ich mache das so und so und so und dann kommt das ganz anders, dann ist das schwierig.

00:23:58: Wenn ich aber von Anfang an immer voll transparent bist und he, da kommen Sommerferien. Ich muss neun Wochen eine Beschäftigung finden für zwei kleine Wesen. Ich weiß nicht, ob ich das schaffe. Und da warst du immer voll ehrlich. Und ich glaube, das ist aber so wichtig, dass man das irgendwie gleich anspricht.

00:24:18: Ich kann mich noch ganz genau an das erste Gespräch erinnern. Die Maja war in der ersten Klasse und ich habe gewusst, okay, jetzt kommen neun Wochen Sommerferien. Was machen wir da? Und da hast du und die Annika gleich weißt du was, wir machen uns einen Termin, wir machen einen Plan, wir schauen, wann du wie wo Urlaub nehmen könntest, aber auch die Möglichkeit hast fürs Homeoffice.

00:24:37: Und dann haben wir da wirklich als einen Plan gemacht und das hat mir einfach die Sicherheit gegeben und einfach auch gezeigt, dass die Wertschätzung so extrem gegeben ist, was mir dann auch einfach die Möglichkeit gegeben hat, dass ich einfach die Betreuung von den Kindern sicherstellen kann, weil es hat dann die Möglichkeit gegeben, dass man sich für eine Ferienbetreuung anmeldet über ein Tool, wo man einfach darauf hoffen musste, dass man da einen Platz bekommt.

00:24:59: Das ist ein Tag, habe ich gelernt und da muss man ganz schnell sein, weil da gibt es Kurse für den Sommer und da musst du, weil die sind auch relativ OK vom Preis her, weil alles andere kostet ja so scheiß viel Geld. Das habe ich auch gelernt, dass alles so teuer ist. Ich frag dann auch immer die Lisa was kostet eine Wochenbetreuung? Was kostet Karate?

00:25:15: Was kostet das alles, wo deine Kids sind? Und das lämpert sich unglaublich zusammen. Und da gibt es diesen einen Stichtag. Wann ist der? Der ist glaube ich jetzt dann irgendwann im April. Heuer ist nicht so tragisch bei dir, gell? Heuer ist es nicht so tragisch. Wir haben jetzt das Glück, dass der zweite O Bauch in Pension ist. Opa Willi ist und der ist aber der unterstützt uns, wo es noch geht.

00:25:38: Und dieses Jahr ist es nicht so schlimm. Aber letztes Jahr zum Beispiel hätte ich eine Woche gebraucht für die Maya als Betreuung von der Schule aus und da habe ich die Woche einfach nicht bekommen. Ich war zu spät dran und hatte dann Pech. Und dann waren wir aber gesprochen da wieder. Dann hat es Homeoffice gegeben, dann war es in einem Gartenhäus und dann kann ich mich noch erinnern, da haben wir gefacetime, die Kinder waren gerade beim Schwimmen und dann du bist im Garten gesessen und wir haben uns auch für dich gefreut.

00:26:01: Aber weißt du, was, glaube ich, der Unterschied ist? Wir können uns aufeinander verlassen. Und ich glaube, wenn du anfangs das Schindluder treibst, wenn du anfängst, dass du das Vertrauen deines Arbeitgebers ausnutzt, dann habe ich ein Problem. Aber das habe ich bei dir nicht eine Sekunde jemals gehabt. Und deshalb funktioniert das auch. Und ich glaube, wenn man, und da sind wir wieder beim Thema, auf Augenhöhe und respektvoll miteinander kommuniziert und ist und sich behandelt, dann funktioniert das.

00:26:25: Nur ich glaube einfach, dass manchmal Grippe kommen und dann einfach einen Schritt 2 gehen oder Grenzen austesten. Und am Ende des Tages, ich bin nicht da zum Grenzen austesten, sondern wir wollen gemeinsam wachsen, Du genauso wie wir. Das funktioniert nur, wenn man an einen Strang zieht. Das ist so mein Learning auch von den letzten Jahren.

00:26:41: Und das merke ich einfach zu 100 Prozent, dass wir an einem Strang ziehen, weil einfach, wenn irgendwas ansteht, wenn ein Fest ansteht, dann komme ich zeitgerecht zu dir, informiere dich darüber und dann findet man da auch eine Möglichkeit. Und dann gibt es auch die Chance. Oder wenn dann einmal einen Tag vor Weihnachten, ich keine Betreuung für meine jüngere Tochter habe, weil der Kindergarten schon zu hatte, dann kriege ich von euch die Möglichkeit, dass die Livia mitgenommen wird.

00:27:04: Ja, das ist die schönste. Ich weiß nicht, warum die Lisa da immer so rumscheisst, aber das sind die schönsten Tage. Letztes Jahr war es einmal da, da war ich leider schon Kapstadt. Der Tag hat mich richtig angefeuert, dass ich nicht da war. Sie hat viereckige Augen gehabt, Spaghetti hat's gegeben und was weiß ich was. Aber dann ist das halt so mit uns da.

00:27:22: Das ist so cool. Aber warum nimmst du es eigentlich nicht mehr mit? Ist ewig schade, weil ich auch arbeiten muss. Beide sägen uns noch vorm Fernseher gegessen, ich weiß nicht, was da los war. 23. Dezember. Land unter, keine Ahnung. Und die Liebe mittendrin hat halt ein bisschen Netflix geschaut, ist auch wurscht, Ist halt so.

00:27:41: Dann ist es halt einmal so. Wie oft bist du flexibel oder wie streng bist du als Mama? Wie kann man sich deine Erziehung vorstellen, wenn man jetzt die nicht kennt? Also ich glaube, dass meine Erziehung sehr auf Augenhöhe ist, weil ich will einfach, dass meine Kinder gewisse Werte mitbekommen.

00:28:00: Und deswegen ist es mir auch so wichtig, dass ich sie immer wieder auch zu Veranstaltungen oder einfach auch zu Sachen mitnehmen kann, die beruflich irgendwie einen Kontext haben, weil sie einfach sehen sollen, was die Mama auch macht, weil für sie ist das manchmal gar nicht so greifbar. Aber ich habe eine Erziehung, die wirklich sehr auf Augenhöhe ist und wo ich einfach auch meinen Kindern auch den Raum gebe, dass sie sich einfach auch entfalten können, dass sie einfach das Gefühl haben, das habe ich auch ein bisschen von dir gelernt, dass sie alles schaffen können, wenn sie das möchten und dass sie auch alles werden können, was sie möchten, dass ihnen einfach alle Türen offen stehen und wir sie als Eltern zu 100 Prozent unterstützen.

00:28:38: Wenn das heißt, dass man in der Woche viermal in der Sporthalle sitzt und beim Schwimmen sind und beim Karate sind, dann machen wir das, weil wir ihnen einfach alles ermöglichen wollen. Ich meine, es ist für mich immer so schön zu sehen, weil ihr macht es ja am Wochenende immer die Ausflüge und ihr schaut da wirklich und da können jetzt wieder andere sagen, ihr seid so privilegiert.

00:28:56: Ich versuche ja immer beide Seiten zu zeigen. Nicht jeder hat diese Freiheiten, aber wenn man das hat, dann finde ich das großartig. Wir kennen und sind alle Vorbilder und jedes Mal, wenn Livi und Meyer mit sind, auch jetzt wieder bei der Buchtour, das ist für mich das Schönste, weil ich sehe sie wachsen und ich sehe auch, die Meier ist eigentlich ein ruhiger Mensch, aber das steht dann auf dieser Bühne oben, also schon das dritte Mal oben und die rockt das und die steht da und das ist aber, weil ihr mit gutem Beispiel vorangeht.

00:29:20: Und da haben wir sehr wohl, wie sagt man, eine Vorbildfunktion und die erfüllst du zu 1000 Prozent. Und es ist nichts schöner, als du jetzt gerade gesagt hast, dass du einfach auch versuchst, ihnen alles zu ermöglichen, groß zu träumen und an sich zu glauben. Die eine will Handballerin werden und die andere Turnerin will.

00:29:36: Die Maya will Turnerin werden. Genau die Liebe wie Handball erinnern. Das ist herrlich. Du, jetzt müssen wir noch mal ganz zurück auf das Modell. Wenn du jetzt ganz ehrlich auf Dein Modell schaust, 30 Stunden, 2 Kinderjob und Familie, würdest du sagen, das ist ein System, das langfristig auch gut funktioniert oder eins, das was man immer anpassen muss.

00:29:53: Also ich glaube schon, dass es auch immer anpassungsfähig ist, weil nicht jeder hat dieselbe Familienkonstellation und nicht jeder hat auch den Background. Aber ich würde schon sagen, dass das Modell Teilzeit ein paar Vorurteile hat, die einfach aufgeräumt gehören.

00:30:10: Zum Beispiel was Nur weil ich jetzt Teilzeit arbeite, heißt das nicht, dass ich faul bin, sondern einfach, dass ich meine Zeit, die ich im Job habe, einfach bewusst strukturiert und organisiert unterbring und einfach da Vollgas gebe. Ich muss auch ganz ehrlich sagen, Lisa, du mit deinen 30 Stunden kriegst sicher mehr zusammen als ich, die 60 Stunden teilweise da ist in der Woche, weil ich halt so ein bisschen vertrödelt bin.

00:30:31: Dann tue ich es immer dumm und dann gehe ich und dann lache ich wieder und dann gehe ich wieder in mein Lager, dann räume ich da, mir fallen dir tausend Sachen ein in der Dings und du bist aber da und du bist Ramtadidi Bamter. Ich kenne keine Menschen. Die Inbox ist immer leer von der Frau. Die Inbox ist leer. Ich hab, wenn ich jetzt schau, das muss ich jetzt kurz live machen, weil das ist immer ganz lustig, E Mails da in meinem App, aber das ist Gmail und das andere weiß ich nicht, Meine Arbeits E Mail, das habe ich ausgestellt, damit ich es nicht einmal sehe und bei dir ist jeden Tag auf Null.

00:30:59: Wie schaffst du das? Es würde mich einfach stressen, wenn es nicht so ist. Also ich habe einfach den Anspruch an mich, dass ich das einfach strukturiert abarbeite, weil ich genau weiß, wenn es 15 Uhr ist, dann muss ich gehen, weil ich muss meine Kinder abholen. Natürlich scherzt man dann ab und zu auch im Büro, dass ich jetzt schon wieder einen Stress habe und los muss, Aber ich muss halt einfach wirklich los, weil ich dann zu den Nachmittagsaktivitäten muss oder die Kinder einfach abholen muss.

00:31:24: Das heißt, ich weiß, ich habe die und die Stunden am Tag und die muss ich einfach gut fühlen und einfach auch abarbeiten und dass sich einfach alles ausgeht, dass alles unter einen Hut kommt. Was würdest du einer Mama sagen, die jetzt an dem Punkt ist zwischen Wunsch zu arbeiten und Angst, dass alles zu viel ist?

00:31:42: Ich glaube, du bist das Paradebeispiel. Wenn jetzt jemand zuhört, der wieder zurückkommt, was würdest du der Person raten, sich selber am Anfang nicht einen zu großen Druck machen weil es ist eine Umstellung, dass man einfach wieder in den Beruf rein startet und sich selber aber auch die Zeit gibt, dass es einfach auch manchmal dauert.

00:32:01: Keiner kommt in einen neuen Job und weiß gleich, wie es funktioniert. Ich bin da auch reinwachsen müssen, ich habe da auch reinwachsen müssen. Ich habe da auch einfach lernen müssen, dass man einfach auch wieder Fuß fasst im Berufsleben und dass man einfach auch nicht zu streng zu sich selber ist am Anfang, weil ich war am Anfang so streng zu mir und hab mir gedacht, ich muss das alles perfekt machen und ich muss das und das machen und habe mir dann oftmals auch gar nicht den Raum gegeben, einfach zu lernen, sondern weil ich so hohe Erwartungen an mich selber hatte, dass ich dann schon fast ein bisschen zu hohe Erwartungen hatte.

00:32:34: Aber einfach Step für Step Fuß fassen, schauen, dass man einfach auch sich strukturiert und dass man einfach schaut, dass man wieder die Freude am Beruf findet. Thema abschließend Meinungen von außen. Wie schafft man, dass man da damit umgeht?

00:32:50: Jetzt bist du schlagfertig, wenn man dich kennt, aber im ersten Step vielleicht jetzt nicht jemand, der so wie ich drüber fährt. Und was glaubst du eigentlich, wie, was hättest du da abschließend noch für ein Rat? Also ich habe mir am Anfang, als ich Mutter geworden bin, sehr viel zu Herzen genommen. Also ich habe wirklich die Meinungen von außen an mich heranlassen und habe dann auch an mir als Mutter gezweifelt, weil das bekommt beginnt ja schon.

00:33:12: Viele Leute haben immer eine Meinung, egal ob das jetzt Kinder ja oder nein ist oder ob das normale Geburt, Kaiserschnitt ist. Die Leute haben einfach immer eine Meinung. Das ist einfach so. Egal was du machst, die Leute haben eine Meinung. Und ich habe dann einfach über die Jahre hinweg als Mama gelernt, dass es am Ende des Tages für uns als Familie passen muss.

00:33:31: Es muss nicht für XY passen, es muss für uns passen und wir müssen so wie unser Alltag ist oder wie wir auch erziehen, einfach am Ende des Tages damit fein sein. Und das sind wir. Und das habe ich einfach über die Zeit gelernt, dass jeder eine andere Erziehung hat.

00:33:46: Jeder hat eine andere Art und Weise, wie er das ganze Konstrukt Arbeit, Familie und einfach Leben macht. Und so wie es wir machen, passt es für uns. Und das ist einfach das Wichtigste. Letzter Thema. Schlechtes Gewissen, Arbeit versus zu Hause, weil ich glaube, andersrum gut Ich sage ja, wenn du daheim bist, bitte leg das scheiß Handy weg, schau nicht drauf.

00:34:07: Wir operieren alle nicht am offenen Herzen. Ich würde wenn du daheim bist, daheim bist. Aber wenn du jetzt in der Arbeit bist versus zu Hause, vielleicht da noch ein Tipp für alle, die jetzt wieder einsteigen oder halt oft einmal genau dieses Gefühl haben, wie gehst du damit Habe ich auch lernen müssen. Also ich habe auch am Anfang bin ich daheim dann zum Teil noch gesessen und habe dann auch noch geschaut, ob noch irgendwie eine E Mail reinkommt.

00:34:28: Und ich war einfach am Anfang daheim nicht wirklich präsent, weil ich einfach mit dem Kopf dann noch in der Arbeit war. Und das hat auch viele Gespräche unter uns gebraucht, dass wir einfach gesagt haben, wenn ich daheim bin, bin ich bei meinen Kindern und dann will ich auch präsent sein. Weil Kinder, die merken das zu 100 Prozent.

00:34:43: Die merken, wenn du nicht da bist, die merken, wenn du am Handy bist. Und das war einfach dann für mich so ein Das will ich nicht. Ich will einfach zu 100 Prozent, wenn ich bei den Kindern bin, einfach anwesend sein und auch am Nachmittag für sie einfach da sein. Das heißt, ich habe einfach wirklich dann das Berufsleben und das Familienleben am Nachmittag einfach getrennt und ich habe okay, ich gebe in der Arbeit Gas.

00:35:03: Ich bin einfach in der Arbeit präsent, wenn ich in der Arbeit bin. Aber wenn ich mit meinen Kindern bin, bin ich zu 100 Prozent bei meinen Kindern. Und das war einfach wichtig. Das ist so wichtig, auch diese Erkenntnis. Und auch da wieder, es fällt und stirbt mit der Kommunikation. Also ich würde niemals von dir verlangen, dass du dann auch wenn du mein Management machst, aber ich habe selber zwei Augen.

00:35:22: Wir haben ein super System und dann schaue ich halt nach. Manchmal finde ich was nicht, dann muss ich da auf den Keks gehen. Ich bemühe mich eh, dass das nicht so oft ist. Und ja, ich wünsche mir halt für dich, dass du das noch viel besser, noch mehr, viel mehr hinkriegst, weil ich will, dass du da bist. Die Zeit vergeht so schnell, die Kinder wachsen so schnell.

00:35:39: Jedes Mal, wenn ich sie denke, sind sie wieder größer geworden und noch mehr bei ihnen. Vor allem. Die liebe ich, die Kleine und nein, aber was ich meine, ist einfach dieses Dasein. Ich glaube, das ist ganz, ganz wichtig. Ich mache es schon so gut und ich kann da gar nicht oft genug danken für das, was du für uns alle machst.

00:35:55: Du bist die Mama des Teams, aber jetzt nicht, weil du alt bist, sondern weil du einfach so einen wunderschönen Ort hast. Und das ist ganz besonders. Ich sage immer zu Annika, ich hoffe, die Lisa geht bei uns in Pension. Das wäre der Idee. Habt ihr es gehört? Nein, aber ich glaube, Mitarbeiterinnen und du bist ja längst mehr als du bist ja Familie.

00:36:18: Also bei uns, das muss ich einfach ganz klar sagen. Es ist so wichtig, dass man sich darum schert und du wirst immer alles von uns haben können, weil du einfach ganz ein besonderer Mensch bist. Und ich bin unglaublich dankbar. Du bist so ein großes Vorbild für so viele, also allen voran für mich. Und ich bin keine Mama, aber trotzdem ziehe ich meinen Hut vor dir.

00:36:35: Das muss ich dir wirklich sagen. Du kannst so stolz sein. Ihr alle könnt so stolz sein. Und ich weiß, die ganze Familie Luxbacher macht ziemlich sicher diesen Podcast. Ich hoffe, wir haben keinen Blödsinn geredet, aber das Support System, das du hast und das sagst du immer wieder von deiner Mama oder deine Eltern angefangen bis Daniels Eltern auch Cousinen, Onkel, Tanten, Schwestern, Schwägerinnen.

00:36:55: Das ist ja, ich sage immer so für Familie, das ist ja Wahnsinn. Und wie die alle zusammenhalten und es ist so besonders und eigentlich sind die alle für mich Einbegriff, wie es funktionieren sollte, nämlich nicht jeder gegen jeden, sondern alle miteinander. Und das zeichnet wirklich den ganzen Clan extrem aus.

00:37:10: Das sage ich dir immer wieder. Das ist wirklich wirklich besonders. Und du sagst es auch. Ich weiß das, dass du da ganz, ganz dankbar bist. Jetzt horchen wahrscheinlich alle. Hast du noch was zu sagen? Abschließend, Das waren jetzt meine Worte, dass die Luxbacher geil sind. Ich würde nur abschließend sagen, dass ich unglaublich dankbar bin für die Möglichkeit, die ich einfach vor vier Jahren von dir bekommen habe und dass wir über die Jahre hinweg einfach gemeinsam gewachsen sind, beruflich, aber auch privat.

00:37:36: Und dass ich einfach so wie ich gerade in Hamburg denke, wissen tue ich. In Hamburg haben wir nämlich gesagt, dass wir uns jetzt endlich wieder ein bisschen besser kennen oder dass wir uns jetzt richtig kennen. Dann habe ich Lisa wir arbeiten seit vier Jahren zusammen, was wir besser kennen. Da sitzt sie da beim signiert und sagt, jetzt lernen wir uns noch besser kennen.

00:37:53: Denk mir, was redet die, aber ich weiß, dass du es gemeint hast. Wieder mehr Zeit miteinander verbringen. Genau, und Zeit ist einfach so kostbar. Und die Zeit, die ich da verbringen kann, ist einfach das Schönste. Weil was gibt es Besseres, wenn man einfach jeden Tag so gerne in die Arbeit geht und mit so tollen Menschen umgeben ist und einfach das machen kann, was man liebt.

00:38:12: Also ich glaube, es gibt nichts Schöneres, als wenn man wirklich sagen kann, man macht das, was man liebt und das jeden Tag mit den besten Menschen auf der Welt. Mei, das geht ja nicht besser. Wären wir schon wieder ganz emotional, aber wir haben nicht geredet bis jetzt. Also nur so ein bisschen. Danke euch fürs Zuhören.

00:38:28: Mal ein etwas anderer Podcast, aber ich glaube, das ist wichtig, dass man das mit aufgreift. Ihr habt wirklich alle das selber in der Hand. Findet vielleicht euer Warum, wie die Lisa das gefunden hat, privat wie auch beruflich. Für das muss man Dinge probieren, aber man muss offen bleiben, nicht gleich aufgeben, weil wenn ihr das Handtuch draufgeschmissen hättet, wäre es ewig Schock gewesen.

00:38:46: Also gebt euch die Zeit, probiert Dinge aus, aber verweilt vielleicht auch nicht zu lange in etwas, was euch todunglücklich macht, weil auch das geht einher. Das Leben ist viel zu kurz. In diesem Sinne, sei ganz, ganz stolz auf dich. Ich bin's sehr, sehr, sehr. Danke euch fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.

00:39:02: Dankeschön.

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