Warum wir uns viel zu selten sagen: Ich bin stolz auf dich
Shownotes
Ich glaub, ich hab in den letzten Tagen mehr gespürt als in den letzten Monaten zusammen.
Dieses Buch ist draußen (Hier der Link) – und plötzlich schreiben mir Menschen Dinge, die mich komplett erwischen. Menschen, die ich nicht kenn. Und gleichzeitig denk ich mir: Warum sagen wir uns das eigentlich im echten Leben so selten? So einfache Sachen eigentlich. Dass man stolz ist. Dass man sich freut. Dass man jemanden wirklich sieht.
Warum fällt uns das oft bei Fremden leichter als bei den Menschen, die uns am nächsten sind?
Und dann gibt’s die andere Seite auch – dieses schnelle Urteilen, dieses Einordnen, dieses „ich weiß eh schon, wie du bist“, ohne einmal wirklich hinzuhören.
Ich merk grad für mich: Das eine macht alles leichter. Das andere macht alles kaputt.
Und vielleicht geht’s genau darum.
Kapitelübersicht: 00:00:44 Buchlaunch & erster Moment 00:01:39 Warum es 1000% du sein muss 00:02:30 Erste Lesung & echte Emotion 00:03:10 Miteinander statt Gegeneinander 00:04:22 Hinter den Kulissen eines Events 00:05:31 Community & ehrlicher Zuspruch 00:06:54 Warum echte Komplimente so viel bewirken 00:07:28 „Ich bin stolz auf dich“ – warum sagen wir das so selten? 00:10:12 Sei gut zu Menschen – es kommt zurück 00:14:15 Schubladendenken, Hate & echte Learnings
Links: Karin Teigl Georg Teigl
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00:00:00: Großer Fehler, weil man den ganzen Tag dann traurig, weil ich mir gedacht hab, da wird mir so Unrecht tun. Reagier jetzt auf das so wie du es eigentlich möchtest, indem ich, dass ich mich schlechter fühl. Ich geb dir sicher nicht die Macht über mich. Das hab schon ich zu entscheiden. Und das ist das, was ich mir für alle wünsch, dass ihr nicht nur zu mir nett seids, ähm, weil ihr jetzt das grad feiert, was ich mach und mit dem Buch und so weiter, sondern dass man sagt: „Okay, ich sag mal mein, mein Partner, meiner Partnerin: ,Hey, du hast das gut gemacht.
00:00:25: Ich bin stolz auf dich." Weil dieses Wort, ich bin stolz auf dich, mit dem sparen wir manchmal Vollgas bei Menschen, die einem nahestehen. 16.03.2026 und es steht bei uns in der Mitte.
00:00:44: Bin heut nicht allein, nämlich der Georg ist auch da. Mein Buch. Träum dich mutig seit heute im Handel und es ist unglaublich, dass jetzt da ist und da steht und da ist. Es ist hier faszinierend, oder?
00:00:59: Ja. Wann, wann hast du noch mal begonnen mit, mit, äh, mit dem ganzen Prozess, sag ich mal? Ich glaub, vor einem Jahr. Vor einem Jahr hab begonnen. Da hab ich das erste Mal einen Anruf gekriegt von der Sarah vom Verlag, die, ich glaub, quasi ihre Idee gepitcht hat, beziehungsweise ich dann eigentlich in weiterer Folge gesagt hab, so möchte ich gern schreiben und sie das wirklich Vollgas sofort verstanden hat, wie ich's machen will.
00:01:20: Und dann hab ich gedacht: „Fuck, das könnt jetzt was werden. Jetzt könnt's wirklich was werden." Und dann hab ich's am 9. September abgeben und jetzt ist der 16.3. es ist da. Ich weiß, ich kann mich genau erinnern. Crazy. Und du hast ja schon, ich glaub, vor zwei, drei Jahren, das ja auch schon mal eigentlich in Angriff genommen, aber dann hast du mit jemandem geredet, der es nicht ganz so verstanden hat, gell?
00:01:39: Und jetzt hast du jemanden gefunden, der es richtig verstanden hat, dass der Unterschied riesig war, Voll. Ja, die waren richtig, richtig lieb, aber das hat auch nicht gepasst. Und ich glaub, wenn das nicht passt und du gibst was raus, wo dein Name oben steht, das muss zu tausend Prozent du sein. Das war so arg, weil das Feedback, was ich jetzt am Wochenende schon gekriegt hab vom Buch. Ich glaub, eine hat mir geschrieben, die hat das in einem Tag ausgelesen.
00:01:57: Eine andere hat gesagt, sie hat zweihundert Seiten durchballert und der Tenor war wirklich immer so, dass sie geschrieben haben, ich schreib so, wie rede. Und genau das wollte ich immer, aber das ist so schwierig oft, glaub, für vor allem für einen Verlag oder für jemanden, der das mit dir gemeinsam macht, das so umzusetzen, wie du dir das vorstellst.
00:02:14: Und es ist einfach genauso geworden, wie ich jetzt mit euch rede. Und das ist echt geil. Das ist wirklich, wirklich schön. Und ich war ja am Freitag auf der ersten Lesung auch schon. Du warst da im Publikum, die Leonie war mit, die Annika und ihre Mama. Es war richtig schön und dann stehst du da oben und liest das erste Mal von deinem Buch vor.
00:02:30: Für mich ganz eine schräge Erfahrung, sag ich dir ehrlich. Und du hast auch gesagt, brauche nicht immer einen Kasperl mir abreißen. Das war es auch nicht, aber ich, ich sag immer zum Georg: „Hey, hat die Lesung gepasst? Kann ich was anders machen?" Oder der Vortrag an sich, weil es war eine Lesung Slash Keynote. Und dann hast du gesagt: „Du kannst auch mal ernst bleiben", gell? Und beim, beim Thema, ich hab zwei Kapitel vorgelesen, beim Thema Zeit war ich eh voll ernst, da war ich dann auch sehr emotional, aber, na, ich tendier halt dazu, dass ich alles so ein bissl immer der Kasperl bin.
00:02:54: Ja. Ähm, passt ja, du bringst Leute zum Lachen, aber du darfst vergessen, dass du, ähm, auch eine Tiefe hast in deiner Message einfach und die kann man ruhig mal ein bissl ernst da rüberbringen. Das hast du eh supergeil gemacht. Die Leute waren begeistert. Das war generell eine richtig coole Veranstaltung.
00:03:10: Ich glaub, ich war, ja, ich glaub, von, von zweihundert Frauen oder was da waren, war ich wahrscheinlich- Ich glaub, zwei, drei Männer oder so gesehen ... Einzige. Also war eigentlich total positiv und schöne Veranstaltung, weil sich alle so mit gefreut haben einfach oder generell einfach mit-miteinander waren und gar nicht so irgendwie, äh, weiß ich nicht, so gegeneinander.
00:03:30: Das war recht, echt schön. Also noch mal, ähm, Glückwunsch an diese Veranstaltung auch. Ich glaub, es war vom- Vom LOOK-Magazin. LOOK-Magazin, wo du ja auch drauf warst sogar. Stimmt, das Cover. Ja, es ist so viel passiert letzte Wochen. Also danke an der Stelle an dich, liebe Uschi. Die Uschi Fellner macht das und das ist so witzig, weil die Uschi Fellner war vorher die Chefredakteurin von der Woman, gell?
00:03:48: Und die Woman war eins der ersten Magazine, das was wir, die wir als Familie, ähm, abonniert gehabt haben und da ist vorne immer die Chefredakteurin vorgestellt worden. Ich hab mir immer gedacht: „Boah, das ist so eine fesche Frau." Sie und die damalige Chefin von Ihren Namen hab ich vergessen, die hab auch mal kennengelernt. Voll die geile Frau.
00:04:04: Und die zwei waren für mich immer so wow. Also die, die haben für mich so viel Charisma gehabt und irgendwie, ich weiß nicht warum, auf dem Land, da hab ich mir gedacht, das sind zwei absolute Powerfrauen und jetzt sitzt die Uschi bei mir im Büro vor eineinhalb Monaten oder so und sagt: Sie wollen mich aufs Cover bringen im Zuge des Buchlaunches." Da hab gedacht: Was ist das für ein schräger Moment jetzt gerade?
00:04:22: Die hab ich so bewundert, ich bewundere sie immer noch. Und, ähm, ja, jetzt darf ich auf dem Cover sein. Und halt echt cool, du merkst dann einfach auch, mit wie viel Herzblut sie in so was reinsteckt und du musst einmal die Tickets verkaufen, die Sponsoren aufstellen, das Line-up aufstellen. Von Bus and Beyond weiß ich, wie viel Hacken das ist und wie viel, ja, Schweiß und Ding du da reinstecken musst, dass du so was auf die Beine stellst.
00:04:42: Und dann s-sind da ein paar hundert Frauen, die alle, find ich, am selben Strang ziehen. Also ich hab mich jetzt von keiner irgendwie, ähm, komisch gefühlt oder so, weil das ist schon oft so, wenn ich zu anderen Veranstaltungen gehe, dass die von oben bis unten noch mal scannen und noch mal schauen. Wir Frauen kennen ja nie, sind ja nicht immer so nett zueinander, aber das war wirklich auffallend positiv.
00:05:01: Das war echt geil, gell? Ja, voll. Hab auch total spannende Gespräche gehabt dann auch mit, mit Frauen, die ich noch nie getroffen hab oder, oder irgendwie durch gemeinsame Geschichte dann doch irgendwie, ähm, von einer, einer Dame, die ihren Sohn zum Beispiel, total witziger Connect irgendwie.
00:05:16: Äh, also wilde, wilde Wochen für dich auch und du warst ja dann auch noch davor bei Frühstück bei mir. Im Magazin oben. Ich mein, das ist schon ein bissl, eigentlich ziemlich viel und das geht erst irgendwie gefühlt los. Na ja, jetzt launchen wir erst das Bu-das Buch. Jetzt kommen noch ein paar Auftritte.
00:05:31: Äh, es ist wirklich arg. was ich wirklich sagen muss und das, das, das möchte ich jetzt an der Stelle echt einmal zurückgeben, wie schön, das das ist. Und da weiß ich einfach, dass ich was richtig mach und dass ich einfach, dass die Community, die Constanze und die Kay folgt und ich sprech jetzt bewusst in dritter Person, also der, der Persona da auf Instagram, dass das geile Leute sind, weil ich hab so viel Zuspruch gekriegt von Menschen und das ist voll arg, die ich nicht kenne.
00:05:56: Die sind, ich kenn die ja nicht. Also sie, also sie kennen mich wahrscheinlich mehr logischerweise, wie ich sie, weil sie folgen mir und ich krieg jeden Tag zig Nachrichten. Also bei Frühstück bei mir war schon arg und voll viel Frauen, so vierundfünfzig, zweiundsechzig, sechsundfünfzig, die wirklich sagen: „Hey, sie waren so beeindruckt von meiner Ehrlichkeit, von meinen ehrlichen Worten bei Frühstück bei mir." Und das hat, das, das find ich richtig geil.
00:06:20: Und dann denk ich mir wieder: „Hey, schau, ich predig das seit Jahren. Freut euch miteinander.Unterstützt euch gegenseitig. Und bei der Community, da muss ich wirklich sagen, das spür ich aktuell jeden fucking Tag. Ich hab noch nicht eine geschissene Nachricht gekriegt.
00:06:35: Ähm, natürlich sagt man mir das jetzt nicht und sagt: „Du gehst mir am Arsch", oder sonst irgendwas. Das, weil das passiert meistens auf Facebook. Aber das muss ich wirklich sagen, das ist so geil, wenn man das kann. Ist a schöne Eigenschaft und ist, glaub i, nur a Zeugnis für dich, dass du einfach a, a cool bist mit die Leut und du kümmerst dich immer ständig drum.
00:06:54: Du, du bist so ständig im Austausch mit, mit Menschen eigentlich, die du gar nicht kennst, aber dann irgendwie lernst du sie kennen oder sie kennen dich natürlich mehr. Eh logisch, aber das ist, ist schon das Schönste, Zuspruch zu widerfahren, ist, glaub ich, ähm, das, das hilft uns so irgendwie für die nächsten Monate gefühlt und das müssen gar nicht viele Leute sein.
00:07:13: Teilweise reicht's nur, wenn jemand zu dir, der dir nahesteht, sagt: „Ich bin so froh, dass es dich gibt. Danke, dass du so bist, wie du bist." Keine Ahnung, ein aufrichtiges Kompliment gibt für was auch immer, du was gut gemacht hast oder einfach nur, weil du gut bist und du bist, wie du bist und viel für sie bedeutest.
00:07:28: Und das alleine lässt dich immer wieder so ein bisschen fliegen. Also das ist schon- Ist schon. faszinierend. Aber was a faszinierend ist, weil du das gerade ansprichst, ist, wie oft, ähm, wir eher was Negatives sagen oder irgendwie unseren Stress an die Menschen, die uns nahestehen, auslassen oder keine Ahnung, ähm, ja, wir viel zu wenig was Nettes sagen zu Menschen, die uns nahestehen, aber a generell.
00:07:50: Weißt, kann ja a da, und das tu ich so gern, zum Beispiel Unbekannten, wie die Dame bei der Wurstabteilung unten beim Spar. Die ist so lieb und die hat uns einmal Lungenbraten verkauft und dann hab ich, hab ich ihr a Woche später gesagt: die Empfehlung von dir war so gut, der-- ich hab keinen Lungenbraten", dann war's irgendwas anderes, weiß ich nicht einmal mehr.
00:08:06: Irgendeine andere Fleischart, ich kenn mich da nicht aus. Und dann ich gesagt: „Das war a super Empfehlung. Das war richtig, richtig gut." He, die hat gestrahlt übers ganze Gesicht, weil ich hab ihr Bestätigung geben. Weißt, was ich meine? Und das ist das, was ich mir für alle wünsche, dass ihr nicht nur zu mir nett seids, ähm, weil ihr jetzt das grad feiert, was ich mach und mit Buch und so weiter, sondern dass man auch sagt: „Okay, ich sag einmal meinem Partner, meiner Partnerin: Hey, du hast das gut gemacht.
00:08:27: Ich bin stolz auf dich." Weil dieses Wort „Ich bin stolz auf dich", mit dem sparen wir manchmal Vollgas bei Menschen, die einem nahestehen. Das ist irgendwie faszinierend, gell? Dass das so ist. Fällt sich manchmal schwerer als, ja, weiß ich nicht, in deinem Fall, dass vielleicht du das widerfährst, ähm, oder, oder ich weiß auch nicht, warum das so ist genau.
00:08:47: Wobei das ja auch bewiesen ist, wirklich wissenschaftlich bewiesen, dass, ähm, wenn man Menschen zu guten Zuspruch, ähm, gibt über längere Zeitraum, dass die dann auch besser werden mit sich und, und glücklicher sind mit dem, was sie tun. Ja, und nicht nur die anderen Menschen, sondern du ja auch.
00:09:03: Und über das schreibe ich ja ein Buch, über dieses Karma. Und ich, mein ganzes Leben lebe ich ja schon so, dass ich ehrlich jemandem sag: „Hey, das hast geil gemacht." Und das war so witzig, weil am, am Freitag beim Buchlaunch war die Christina da, mit der bin ich in die Schule gegangen in St. Johann im Pongau, gell, vor Jahren. Und die ist vor kurzem, ähm, promoted worden und ich glaub, sie ist jetzt Chefeinkäuferin vom Steffl und ich hab das gelesen auf LinkedIn und hab dann ihre private WhatsApp-Nummer herausgesucht, weil die hat sie mir irgendwann einmal geschickt und hab geschrieben: „Hey, Chrissi, bin so stolz auf dich, dass du jetzt diesen Job hast als Pongauerin, also Salzburg und wir müssen zusammenhalten und find ich saugeil." Und ich schwör's dir, sie ist dann am Freitag zu meinem Buchlaunch gekommen und hat gesagt: „Hey, ich bin in meiner Mittagspause jetzt hergegangen.
00:09:40: Ich wollt dich unbedingt supporten, weil du hast mir so a liebe Nachricht geschrieben." Und, ähm, das sind so diese Dinge, die die Leute freuen, die einen Unterschied machen. Und das kommt ja auch zurück. Es kommt ja zu mir auch zurück. Und wenn ich das aber nicht kann, dann heißt das ja auch was über mich, oder?
00:09:55: Ich denk mir dann immer so: Bist du dann unzufrieden mit dir oder unsicher, wenn du dir so schwer tust, weißt? Und du tust oft bei Fremden leichter als über Leute, die du kennst, aber ich hab das Problem zum Beispiel nie gehabt und ich glaub einfach, trotz-- und über das schreibe ich, das wollte ich eigentlich sagen, im Buch, dass das so einfach ist.
00:10:12: Und das Buch ist ja ganz einfach geschrieben, weil ich den Leuten einfach mitgebe, sag: „Hey, es ist kein Coaching und du musst jetzt nicht etliche Listen und dir tausendmal am Tag auf Spiegel irgendwas aufschreiben", sondern das Buch ist wirklich watschen einfach und das ist: Sei gut zu Leuten, dann kommt dir auch Gutes zurück. Das ist so.
00:10:28: Das ist, das ist, das ist ja kein- Problem ist, es wächst nicht jeder so auf und lernt das auch, wenn er klein ist. Wenn du in einer Familie aufwächst, wo das einfach nicht gemacht wird- Voll ... bemerkst du aber auch nicht erstens mal, wie es sich anfühlt und du, du hast auch kein Training dabei, wie du's, wie es ist, wenn du es jemandem sagst. stimmt.
00:10:43: Viele wachsen damit einfach nicht auf. Ich glaub, das darf man auch vergessen, aber man kann's lernen auf jeden Fall. Ja, und ich glaube halt auch, Georg, das ist immer, was du dir erwartest vom Leben, weil ich freue mich auch, wenn mir das widerfährt. Also dann tu ich's doch auch und dann im Gegenzug werd ich's ja öfters hören. Weißt du? Und ich glaube halt einfach, manchmal sind wir so festgefahren in alte Muster, in wie wir ab, wie wir groß worden sind, dass wir einfach sagen: „Hey, das ist halt so." Das ist aber nicht so.
00:11:06: Oder wir kriegen mit, dass die Umgebung vielleicht so oder so das mehr macht. Vielleicht machen wir es mehr so: „Na, sagen wir lieber nichts", oder: „Ich, ich möchte das eigentlich nicht, weil eigentlich möchte ich den, den, das haben, was die hat und deswegen tu ich mir schwer damit." Deswegen müssen wir voll achtsam sein und, und drüberstehen über so was und uns doch ehrlich freuen, weil das macht einfach was mit einem, mit dir selber, mit dem anderen.
00:11:31: Und es kommt dann immer so rüber, weil du gesagt hast, du hast ihr geschrieben. Klar, ihr kennt sie schon lang, aber du hast ihr geschrieben einfach nur: „Hey, ich freue mich für dich." Voll. Und that's it. Ja. Und du wolltest nichts dafür. Gar nichts. Aber es kommt dann plötzlich was zurück. So ist es. Das Verrückte, gell? Voll, und dann steht sie da und kauft das Buch und sitzt in meinem Vortrag drinnen, kommt dann her, ich unterschreibe das Buch.
00:11:48: Ich kenn die seit 30 Jahren. Wie arg ist das? Und zum Beispiel heute, die Mädels haben mir zum Buchlaunch so was Tolles geschenkt, und zwar einen QR-Code mit Videos von meinen engsten Leut. Und die Jay hat so was Geiles gesagt und das hab ich, glaub ich, eh schon mal erwähnt, aber sie hat auch gesagt, sie ist so dankbar, weil jeder Freund, jede Freundin hat ein Kapitel benennen dürfen über unsere Freundschaft oder über unser Leben.
00:12:08: Und die Jay hat auch ein Kapitel genannt „Respekt", weil sie das gelernt hat, oder „Wertschätzung", glaub ich, war's, ähm, den anderen Menschen gegenüber. Nein, glaub, es war Respekt, dass sie einfach sagt, und so bin ich einfach und das hat sie von mir gelernt, dass ich Menschen mich herum immer wahrnehme und dass ich denen immer ein gutes Gefühl gebe. Und nicht, weil ich, ähm-toxisch positiv bin, sondern weil ich jedem einfach Respekt gebühre und zolle und zuhöre und wahrnehme, ob das die Köhnerin ist, ob das der Dachsler ist, egal wer das ist.
00:12:36: Und die Jay hat gesagt, und das hat sie von mir gelernt über die Jahre und sie ist so dankbar, dass ich das gelernt habe, weil früher ist sie durchs Leben gegangen und hat halt nicht nach links und rechts geschaut. Und deshalb schließt sich der Kreis zu dem, was du gerade gesagt hast, dass sagst, du kannst das lernen und das kannst du machen, egal ob du so groß worden bist oder nicht, du musst halt offen sein.
00:12:51: Und ich glaube, das ist was, was so mein Learning jetzt auch war von den letzten Tage, dass man, dass das so ein schönes Gefühl ist. Das ist so positiv, wenn sich Leute mit dir freuen. Das muss ich echt sagen. Und ja, das, ähm, tut viel besser.
00:13:07: Und vielleicht können wir uns da alle jetzt was mitnehmen und sagen: „Hey, heute mal sind wir noch mal zu irgendwem, der was bei uns in unserer Umgebung ist und wenn es die Arbeitskollegin ist, einfach noch mal extra freundlich, aber ehrlich. Weißt du, ich glaube, das spürt ja das Universum, wenn du ehrlich was Gut meinst, weil dann passiert da was Gutes. Und ich glaube und ich bin fest davon überzeugt, dass mir deshalb einfach auch viele gute Dinge passieren, weil ich mich wirklich ehrlich bemühe und freue.
00:13:29: Das muss ich echt sagen. Ja, du hast auch deine Macht, die Macht der Gedanken, sagst du immer. Und es ist wie ein Boomerang, das Leben passiert für dich. Es passiert aber auch für dich. Oder nicht eben für dich. Voll. Wenn du daran denkst, dass es nicht für dich passiert, dann wird es auch nicht für dich passieren. Fertig. Voll.
00:13:45: Und ich glaube, dass viele Leute aber dann von Haus aus sagen: „Ja, du tust leicht reden. Ähm, du hast- begonnen. Warte, eh, ich möchte jetzt die Geschichte verlenden, dass man sagt: „Du hast leicht reden und du hast jetzt so viel von dem und dem und du hast es nie schwer gehabt. Und ich sage euch eins: Wenn ihr das Buch lest, sonst werdet ihr sehr wohl checken, dass es nicht immer so war und dass ich wirklich auch immer wieder dazu aufrufe, Dinge zu hinterfragen, weil es schaut jetzt alles schön aus, aber ich schwöre es euch, diesen Rucksack, den ich jeden Monat zum Tragen habe, jeden Tag zum Tragen habe, das ist Hardcore.
00:14:15: Und das bringt mich zu zu einem Thema, das ich auch noch ansprechen wollte, dass wir einfach sagen, okay, wenn wir jetzt sagen, wir offen, dass man sagt, man ist nett zueinander, man supportet sich gegenseitig, dann passiert auch automatisch viel weniger in Schubladen stecken. Weil das ist, was, das ist mir vor allem beim Frühstück bei mir danach aufgefallen, so dieses, die Influencerin am Weltfrauentag, da habe ich schon mal von Haus aus rausgeschissen bei voll viel, vor allem in der Facebook-Community, was ich zufällig gelesen habe, weil mich wer verlinkt hat.
00:14:41: Großer Fehler, weil war ich den ganzen Tag dann traurig, weil ich mir gedacht hab, da wird man so Unrecht tun mit selbst verliebt und unsympathisch und sie machen die und die Charity und die werden nicht eingeladen und ich tue nichts, außer mein Ziel ist ein Cover und mein Ziel ist, bei Frühstück bei mir zu sein.
00:14:58: Und dabei habe ich aufgerufen, dass ich sage: egal wie utopisch der Ziel ist und wenn es der Halbmarathon ist, wenn es jeden Tag eine Seite lesen ist, wenn es das Cover ist oder Frühstück bei mir, ist doch scheißegal. Wichtig ist, dass man im Leben Ziele hat und das wollte ich damit sagen.
00:15:13: Und wenn dir das dann so ausgelegt wird, als wie: „Du bist so oberflächlich, du bist so", und sie gäbe dem Gegenüber gar keine Chance, dann ist das so schade und das verletzt mich wirklich, weil mir denke: Warum sind wir Menschen so? Und dann weiß ich aber, dass für dich und du sagst immer zu mir, weil das hast du vom Sport gelernt, beim Fußball: „Lies den Scheiß gar nicht." Und du hast vollkommen recht, weil was da über dich oft geschrieben worden ist, da habe ich mich eher schützen müssen als Frau, weil ich habe, ich habe, das hat mich teilweise so getroffen.
00:15:38: Ähm, deshalb da habe ich von dir voll viel gelernt. Ja, nein, es hat aber keinen Sinn gemacht und ich habe das, wie ich jünger war, schon gemacht, so ein bisschen, aber dann irgendwann bin ich draufgekommen: „Hey, das tut mir nicht gut. Also wozu soll ich es lesen? Weil warum soll ich jemandem, den ich nicht kenne, der einfach was in die Welt setzt, warum soll ich dem Macht über mich geben?
00:15:59: Ich gebe quasi, ich gebe, ich liefere mich ja komplett dem aus und sage: „Hey, ich reagiere jetzt auf das, so wie du es eigentlich möchtest, indem ich, dass ich mich schlechter fühle. Ich gebe dir sicher nicht die Macht über mich. Deshalb bin schon ich zu entscheiden. Stimmt. Genau die Macht, die Gedanken, die du hast, dass du beeinflussen kannst, ob was erreichst oder nicht oder, oder was auch immer, kannst du das aber genauso.
00:16:19: Das liegt immer bei uns, die Entscheidung, die Reaktion, die können wir immer steuern, immer, egal bei was. Aber das ist teilweise leichter gesagt als wird getan, logischerweise. Du bist dann jedes Wochenende nach jedem Spiel bist du ja beurteilt worden und dann aber oft einmal verurteilt, weil aus was weiß ich was alles. Und ich muss dir ehrlich sagen, ich konnte das nicht.
00:16:35: Also wenn das bei mir jeden Tag wäre und das ist ja überhaupt nicht der Fall, ganz und, ganz und gar nicht, dann, ähm, würde mir auch wirklich der Spaß an dem Ganzen fehlen und deshalb hat das bei mir, äh, überwiegt diese Community, dieses wir supporten uns gegenseitig. Auf das bin ich wirklich stolz. Das ist echt nicht selbstverständlich, weil viele kriegen immer wieder irgendeinen Scheiß und ich kriege das überhaupt nicht.
00:16:54: Das ist bei mir ganz wenig. Und Facebook ist ja nicht meine Zielgruppe und ich glaube, du kannst dann nicht jedermanns, jederfraus Freundin sein. Das passt auch. Weißt du, das ist, das ist auch vollkommen fein. Das Einzige, was ich euch jetzt mitgeben kann, wenn wir das anhören, dass wir trotzdem sagen, egal wer gegenüber ist, dass man offen ist, den Menschen und einfach dem eine Chance gibt.
00:17:11: Ich glaube, das ist das ganz Wichtige. Einfach einmal eine Chance, weil die haben sich es ja teilweise gar nicht angehört, weil wenn sie es angehört hätten, dann hätten sie gleich schon, ne, einer hat gleich geschrieben: „Langweilig, bla, bla, bla, bla, bla, schaue ich mir gar nicht an." Ja, aber ich habe dann wirklich gesprochen aus der Seele heraus, aus dem tiefsten Herzen heraus und habe mein Herz geöffnet, ja, auch was das Kinderthema anbelangt, ja.
00:17:30: Da waren wir uns auch unsicher. Ist das gescheit, ist das nicht gescheit? Aber weißt du was? Wir haben dann auch besprochen, wenn wir eins, zwei, drei helfen können mit dem, mit unserer Geschichte, dann, dann, dann, dann war es für was gut. Weißt? Und ich glaube, das muss man einfach sehen hinter dem Ganzen. Anstatt dass man sagt: „Warum haben sie nicht IVF gemacht?
00:17:46: Warum keine künstliche Befruchtung? Wie egoistisch, ba, ba, ba, ba." Who cares? Eh, eh. Aber ich, ich verstehe halt oft nicht, dieses, dieses judgy sein den anderen gegenüber. Und das ist was einmal mehr, dass man darüber nachdenkt: „Hey, warum habe ich jetzt gerade diese Gedanken? Warum muss ich das jetzt ins Internet hineinschreiben?
00:18:03: Oder warum muss ich da jetzt, ist das jetzt gerade, muss ich das mit irgendeiner Freundin besprechen?", weil du weißt ja nie, was dahinter steckt. Und ich habe viele Leute oft einmal und ich bin ja auch so gewesen. Also dann lernst du Spielerfrauen kennen und dann habe ich die sofort in eine Schublade reingesteckt und das ist einfach Blödsinn, weil das waren so liebe Frauen, Dirndln, die ich kennengelernt habe und die haben mich dann auch eines Besseren belehrt.
00:18:23: Und dann habe ich mich selber erinnern müssen daran und mir gedacht: „Hey, KarinDa warst du falsch. Aber das ist ganz wichtig, dass man offen ist und dann reflektiert und dann auch sagt: war ich vielleicht falsch auch." Reflektieren ist aber, ist aber Arbeit und ist nicht so angenehm manchmal, weil da müsste man ja wirklich ehrlich zu sich sein und das, damit tun sich einfach manche Leute einfach schwer und die gehen dann einfach vorbei.
00:18:48: Das ist wie wenn du, die gehen auf der Straße vorbei an dir sehen ein Schaufenster rein und denken sich: „Ja, schaut scheiße aus. Muss ich jetzt dir sagen?" Sie sehen nichts anderes auf Facebook. Die gehen, die scrollen da, sehen auch- Ja, aber im echten Leben tust du's nicht, Georg. Ja, aber ich sag nur sinnbildlich, gehen die einfach der Straße und müssen einfach ihren Müll da ablagern und denken, das ist okay.
00:19:06: Braucht kein Mensch, macht man nicht. Es wird da nichts Gutes wieder fahren. Äh, und Vorurteile sind schwierig, ich glaub, schwierig für manche abzulegen. Ähm, aber im Grunde hat jeder so seine Geschichte und wenn man sich das mal einfach vor Augen hält, dass der andere oder die andere ja eine Geschichte haben, die kommen woher, die sind eigen von jemand die Tochter und, und der Sohn und die sind irgendwo aufgewachsen, vielleicht nicht so wie ich, aber irgendwo würde ich bestimmt eine gewisse Ähnlichkeit mit ihnen finden und ich würde gesch-- ich würd zu 100 %, wenn ich ihnen zuhören würde ein paar Sätze, dann würde ich mir denken: „Okay, ich war einfach falsch.
00:19:46: Das stimmt einfach so nicht, was ich mir gedacht hab." Ich glaub, in acht von zehn Fällen ist das so und in die anderen zwei ist das aber vollkommen okay, weil es wird immer Leute geben, mit denen du einfach nicht kannst. Es gibt bei mir auch Leute, denk ich mir, das geht sich einfach nicht aus, aber dann bin ich trotzdem noch höflich und denk mir so: „Okay, fair enough. Passt, du bist anders wie ich." Und, ähm, das wollten eigentlich heute mitgeben in dem Podcast, in der Folge, in der kurzen, knackigen, einfach a kur-kurzen Recap von der letzten Woche und was meine Learnings waren.
00:20:10: Und die waren definitiv, dass das Miteinander so geil ist und dass das das beste Gefühl ist. Mich beflügelt das. Die Signierstunde, da bin ich zwei Stunden gestanden und hab signiert und jede einzelne Geschichte von euch zeigt mir einfach auch: Hey, cool. Das, das, das Buch hat eine Daseinsberechtigung.
00:20:26: Ich hab's in dem Fall und wir sind einfach geil, wenn wir gemeinsam am selben Strang ziehen. Das muss ich echt sagen. Das ist, das ist so die Bottomline. Und dass man einfach sagt, okay, vielleicht einmal weniger Schubladendenken, einmal weniger verurteilen, einmal weniger draufhauen.
00:20:42: Das ist 100 Millionen Mal geiler, als wie, ja, die Schubladen aufmachen und gleich wieder zumachen und nicht offen sein. Darf ich noch was sagen, oder? Ja, sicher. Ich dachte, du möchtest es schon beenden. Nein, nein, nein. Ich hab gedacht, wenn wir schon eine halbe Stunde reden, hab ich gedacht. Ja, voll. Nein. Ich hab mir, ich hab das von, von Teddy, den kennt sicher der ein oder andere, Teddy, äh, der, der Comedian, der extrem schlau ist und der hat was gesagt, das fand, das fand ich so passend zu dem, dass mein Normal ist nicht dein Normal, aber deswegen ist mein Normal nicht weniger normal wie dein Normal.
00:21:14: Und deswegen, weißt, du, wie ich mein? Ja. Musst du nicht sagen, dass mein Normal scheiße ist. Stimmt. Und ich sag nicht, dass dein Normal scheiße ist. Ja. Treffen uns irgendwo in der Mitte, jeder zu seiner Welt. Und wir müssen einfach probieren, einander zu verstehen und dann ist, kann sich alles...
00:21:30: Wir können uns alles ausreden, finde ich, wenn wir, wenn wir die Haltung einnehmen, glaube ich, dass jeder sein Normal hat, aber dass deswegen der andere nicht nicht normal ist. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Das ist wirklich, wirklich schön gesagt. Danke dafür. Danke euch fürs Zuhören.
00:21:47: Äh, ein bisschen Fuchstour für so wieder Podcast, aber trotzdem finde ich, dass man was mitnehmen kann. Das ist ja uns immer wichtig und in dem Raum riecht’s nach Lilien, dass ich mich anscheiße, oder? Die Annika hat Geburtstagsblumen gekriegt. Sie liebt Lilien, ja. Ich krieg immer Schädelweh von Lilien. Es, ich weiß nicht, wie es euch geht.
00:22:03: Du packst das auch nicht, oder? Nein. Dank dir, Lilien. Sie sind schön, aber- Aber sie sind so intensiv. Sie riecht viel zu gut. Fuck. Hören tun sie nicht so gut, aber riechen tun sie gut. Ja, stimmt. Er ist ein bisschen schwerhörig, vor allem rechts. Gestern auch wieder. Wir waren laufen- Ich hab Ohr steckt irgendwas drin. Nein, also wahrscheinlich einen Schmalzer Kilo.
00:22:18: Wir waren laufen Richtung Kloster Neuburg raus und jedes Mal hast du schon gehört, die Rennradfahrer, wenn die Ketten so durchgeht und dann hab ich ihn schon rüberschubsen müssen, weil der Hund hört das einfach nicht. Du hörst das einfach nicht. Jetzt ist Möglichkeit. Ja, die hörst, ja, weil einen Vogel hast. Du hast einen Vogel, ist das Lesezeichen übrigens, ähm, vom Buch.
00:22:36: Na ja, wie auch immer. Auf jeden Fall danke, danke tausendfach, ähm, fürs Bestellen, für den Support. Wir sind seit Tagen Platz eins. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Es steht nicht mehr Vorbesteller, sondern Bestseller. Wüt. Bam. Bam. Geil. Dank euch und das werde ich nie als selbstverständlich sehen.
00:22:52: Ich weiß, hab das schon 145.000 Mal gesagt und, ähm, ja, genau, wir machen so weiter in alter ADHS-Manier. Haben sie mich jetzt auch wieder unterstrichen, dass ich das hab. Hab gesagt: „Ja, es ist nicht alles- Wahrscheinlich, ja. es ist nicht alles krankhaft. Ich bin zu stressig. Du hast ADHS." Hat dir das schon mal wer gesagt, hat einer dazugeschrieben bei, bei Instagram oder auf Instagram.
00:23:10: Hab ich gesagt: „Es ist nicht alles ADHS. Es, ich bin einfach nur verpeilt und hab viel die Ohren." Genau. In diesem Sinne, bisschen weniger gescheit reden, bisschen mehr miteinander und ich freue mich, wenn wir uns nächste Woche wieder hören, ähm, Dienstag. Hinterlasst uns Kommentare. Ich weiß nicht, wo, was man da jetzt viel hinterlassen kann an Kommentare.
00:23:27: Ähm, und schreibt uns vielleicht Reviews vom Buch. Ich tät mich freuts rein. Bis dahin, bis bald. Tschüss. Danke, Georg. Tschüss.
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