Frauen, Geld und die Realität der Pension

Shownotes

Geld. Ein Thema, über das wir viel zu selten offen sprechen – obwohl es unser Leben massiv beeinflusst. Rund um den Weltfrauentag wollte ich genau darüber reden: über finanzielle Bildung, über Unabhängigkeit und über die Frage, warum Frauen am Ende ihres Lebens oft deutlich weniger Pension bekommen als Männer.

Gemeinsam mit Yasmine Mesloub von FemmeFinance spreche ich darüber, wie stark alte Rollenbilder bis heute wirken, warum Care-Arbeit ein riesiger – aber unsichtbarer – Faktor für Vermögensverlust ist und warum wir uns viel früher mit unserer Altersvorsorge beschäftigen sollten. Wir reden über das Pensionssystem, über Geldgewohnheiten im Alltag, über kleine Entscheidungen, die langfristig große Auswirkungen haben – und darüber, warum finanzielle Unabhängigkeit für mich nichts mit Luxus zu tun hat, sondern mit Selbstschutz.

Eine Folge, die vielleicht ein bisschen unbequem ist. Aber genau deshalb so wichtig.

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Viel Spaß beim Zuhören!

Kapitel: 00:00:47 Warum wir über Geld sprechen müssen 00:01:20 Rollenbilder, die bis heute nachwirken 00:04:05 Arbeiten, Familie und finanzielle Abhängigkeit 00:06:12 Warum Frauen sich beim Thema Geld oft zurückhalten 00:08:03 Social Media, Tradwives und romantisierte Realität 00:10:14 Unsichtbare Arbeit: Der Preis von Care-Arbeit 00:13:34 Die Wahrheit über die Pensionslücke 00:17:27 Der erste Schritt zur finanziellen Klarheit 00:20:24 Wie unser Pensionssystem wirklich funktioniert 00:27:01 Warum Zeit beim Investieren alles verändert

Links: Karin Teigl FemmeFinance

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00:00:00: Kriegen wir eine Pension ja oder nein? Das Thema ist, dass es sich aktuell einfach nicht ausgeht mit den Pensionen. Die Gender-Pensions-Gap liegt bei vierzig Prozent. Vierzig Prozent. Das heißt, und jetzt muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Frauen bekommen im Schnitt rund vierzig Prozent weniger Pension als die Männer.

00:00:18: Wie arg ist das? Wenn du zwanzig ungefähr hundert, hundertzwanzig Euro, äh, investierst, bist du Millionär mit fünfundsechzig. Allein mit diese hundert Euro.

00:00:51: Willkommen zurück zu einer neuen Podcast-Folge Constantly Changing, Constantly K. Die Folge erscheint rund den Weltfrauentag und alle, die mich kennen, wissen, dass ich immer frei Schnauze rede und einfach versuche auch, mit gutem Beispiel voranzugehen einfach immer wieder meine Werte zu predigen, die mir wichtig sind.

00:01:11: Und eine, eine Sache, eine ganz große Sache, die mir wirklich seit Jahren am Herzen liegt, ist das Thema Geld, ist das Thema, Thema finanzielle Bildung. Und das war so witzig, weil wir haben mit meiner heutigen Gästin habe ich vor paar Wochen schon einen Podcast aufgenommen, nämlich genau zu dem Thema.

00:01:30: Und wir haben da geschwatzt und geredet und im Nachhinein habe ich voll viele Nachrichten auch gekriegt und die haben gesagt: „Okay, bitte mehr davon. Und es ist so wichtig und ihr müsst mehr drüber reden." Und deshalb freut's mich extrem, dass die Jasmin wieder da ist vom Fem Finance und uns heute Rede und Antwort steht zum Thema Frauen und Geld.

00:01:47: Willkommen zurück. Vielen Dank. Ich freue mich riesig. Mega. Du, mach zu. Wir haben ja so ein bisschen Vorgespräch geführt und dann haben wir so geredet, über was reden wir heute alles. Und ich glaube, wir müssen so ein bisschen diese Timeline durchmachen, wie wir groß worden sind, ähm, versus wie das heutzutage ist.

00:02:03: Und es ist schon so, dass ich bis zum Schluss, also mein Opa ist letztes Jahr verstorben, ja, letztes Jahr war das, war das schon so und da habe ich das halt auch mitgekriegt, zwei Geldtaschel, beziehungsweise wenn die Oma sich ein Geld genommen hat, ist zuerst vom Opa sein Geldtaschel genommen, hat sie da zwanzig Euro rübergetan und mit das dann einkaufen gegangen.

00:02:19: Beziehungsweise meine Oma hat vermietet, dann hat sie schon ein bisschen was gehabt, aber es war schon immer so eine klare Rollenverteilung, ähm, wie das so gehandhabt wird. Vielleicht kannst du uns ein bisschen abholen, ähm, über diesen geschichtlichen Aspekt früher versus heute. Beziehungsweise ich glaube auch nicht, dass früher alles besser war.

00:02:35: Sagen hört man ja auch immer wieder diesen Satz und der ist in dem Fall, ja, nicht so gut, finde ich jetzt einmal. Ja, super, super Einstiegsfrage. Ähm, vielleicht ein bisschen zu meinem Kontext oder damit die Leute ein bisschen besser verstehen, warum ich auch zu dem Thema Bildung komme, in dem Fall Finanzbildung.

00:02:53: Ähm, ich habe eine Oma, die, meine Oma kann nicht lesen und nicht schreiben. Das kann man sich, glaube ich, schwer vorstellen heutzutage. Ist dem geschuldet, dass damals, äh, der Unabhängigkeitskrieg war und man weiß, Kriegsverbrechen vergeht man an, an Kindern und dann haben meine Urgroßeltern gesagt: „Die schicken wir nicht in die Schule." Und das heißt, ich habe eine sehr junge Oma, die nicht lesen und schreiben kann und, ähm, die aber das Glück gehabt hat, einen Mann zu haben.

00:03:17: Also mein Opa hat da ein kleines Schreibwarengeschäft gehabt in, in dem Dorf, ähm, und hat sie beteiligt. Und das war für damalige Verhältnisse eigentlich super progressiv. Und meine Großeltern waren zwar, mein Opa sehr wenig in der Schule, meine Oma gar nicht, aber die haben immer den Wert von Bildung gesehen.

00:03:33: Und ich sehe heute, auch wenn die Beziehung super ist und auch eine Vorbildsbeziehung, wie abhängig meine Oma ist. Jetzt im Alter auch. Du kannst nicht lesen und schreiben. Es muss dir immer der Mann die Medikamente vorlesen. So, jetzt geht's Lesen und Schreiben. Was hat das mit Bildung zu tun? Genauso wie früher der Mann nur ein Konto haben durfte.

00:03:50: Du hast die Erlaubnis vom Mann gebraucht. Das ist ja alles erst fünfzig Jahre her. Musst du mal vorstellen. Nicht arg. Es ist erst fünfzig Jahre her, dass wir als Frauen überhaupt ein eigenes Konto aufmachen dürfen, dass wir einem Beruf nachgehen dürfen, ohne dass wir die Unterschrift vom Ehemann brauchen. Ähm, und da hat sich einfach viel getan.

00:04:06: Das Ding ist, man vergleicht sich ja immer mit den Vorgängergenerationen, glaube ich, oder macht irgendwie jeder. Ja, Und das ist schwierig, weil die haben anders gelebt und wir haben zwar jetzt heute alle die Rechte, die Vorgängergenerationen haben von den Rechten nicht wirklich Gebrauch gemacht und dann bist du ein bisschen in so einem: Wo sind die Vorbilder?

00:04:24: Ähm, deshalb ist so wichtig, dass wir heute drüber reden. Wir haben die Rechte, nützen wir's. Wir haben diese Privilegien. Wir dürfen uns als Frauen alleine ein Haus kaufen, eine Wohnung kaufen, ähm, ein eigenes Konto haben, selbst bestimmen. Es ist einfach gesellschaftlich schwieriger, weil man, ja, weil uns einfach die Vorbilder fehlen, finde ich.

00:04:40: das ist eigentlich voll gute Punkt, finde ich, dass uns die Vorbilder fehlen, weil das ist wirklich so, und ich kann mich erinnern, meine Oma war schon immer voll das Vorbild, weil die war die ärgste Hacklerin. Also die hat eine Frühstückspension gemacht, hat die Zimmer bis vor ein paar Jahren noch, die ist jetzt mittlerweile Mitte achtzig, selber putzt. Also ich glaube, bis zweiundachtzig hat die sicher jedes Zimmer bei jedem Wechsel – und früher war das ja Samstag, Samstag.

00:05:01: Alle, die uns jetzt zuhören, wissen von der Gastro, Samstag war Bettenwechsel. Das hat sich mittlerweile verändert, weil die wenigsten Leute können sich eine, es können sich eine Woche Skiurlaub leisten. Dann ist man flexibler geworden, aber sie hat nie Hilfe gehabt, sie hat immer jedes Zimmer selbst geputzt, ähm, und hat nebenbei im Sommer, das weiß ich auch noch, immer die Fußballtressen gewaschen von allen umliegenden Fußballvereinen bei uns in der Region, also ob das Flachau war, Bischofshofen und so weiter.

00:05:25: Und ich kann mich noch erinnern, im Sommer hat die Oma dann immer gesagt: „So, jetzt tun wir wieder Stutzen zusammenlegen", und dann haben wir die Socken von den Fußballern zusammengelegt und die Tressen und so. Da hat's eine eigene Falttechnik gegeben und da bin ich im Garten immer gesessen. Das hat mich irgendwie voll gefreut, weil ich mir gedacht habe: „Hey, cool, die zeigt mir halt, wie man, wie sie tut", und dann bin ich mit dem Opa die Tressen liefern gefahren, also dann zu die, zu die Zeugwarte, aber immer privat nach Hause, also nicht zu die Fußballvereine direkt.

00:05:46: Und ich habe gesehen einfach, wie viel sie gekackelt hat. Und das Arge war, und meine Oma war immer voll transparent, da was das Geld anbelangt, weil mein Opa war auch selbstständig, der war Schneidermeister-Die haben früher eine Putzerei gehabt, das ist dann irgendwie in insolvent oder Privatkonkurs gegangen, glaube das haben sie nicht geschafft.

00:06:01: Long story short, sie waren beide das ganze Leben selbstständig und haben dann gemeinsam eine Pension gehabt, gemeinsam von unter tausend Euro. Und zu zweit, die haben aber Haus zum Erhalten und trotzdem haben wir Kinder oder wir Enkelkinder immer a Geschenk kriegt zu Weihnachten und haben wir immer, es war immer Schlaraffenland bei der Oma.

00:06:19: Ich weiß nicht, wie sie das gemacht hat. Also sie, sie hat dann irgendwann habe ich das mal gehört so durch die Blume, hat eher nur Kartoffeln gegessen. An sich selbst gespart. Genau. grad sagen. Damit sie's uns dann ermöglichen können. Aber was ich damit sagen will, sie war so ein geiles Vorbild, weil von ihr habe ich früh gelernt, was es heißt, arbeiten zu müssen.

00:06:35: Aber halt trotz alledem war's so, dass trotzdem mein Opa derjenige war, der der Herr im Haus war. Ja. Und das muss man einfach ganz klar sagen. Und, ähm, das ist was, was leider Gottes bis zur heutigen Zeit durchzieht. Warum ist das so? Das ist mal die erste Frage an dich gestellt.

00:06:52: Woran liegt es, dass da einfach so wenig Change ergibt, auch in, in, in Hinblick auf Carearbeit? Weil das, das ist ja auch so ein-- da gehen wir dann danach hin. Aber vielleicht zuerst die erste Frage: Woran liegt es, dass das immer noch so eine arge Gap ist? Ich hab dann ein paar Statistiken mit, aber jetzt mal allgemein gesprochen.

00:07:08: Na ja, es gibt so viele Gründe. Fangen wir mal an, wenn wir klein sind. Ähm, wenn du überlegst, was man dir als Mädel gesagt hat, du hast einen Bruder. Im Vergleich zum Bruder, also sei nicht zu laut, sei nicht, sei vorsichtig, ähm, immer brav bleiben, am besten immer lauter Einser schreiben, immer nach diesem Schema vorgehen.

00:07:24: Ähm, und ich rede total oft drüber, aber es ist, es ist einfach ein Thema, das Frauen viel zu wenig zugemutet wird. Risiko ist nichts für dich, ähm, Geld ist nichts für dich. Und dass wir, dass wir, ich mein, wenn du dir anschaust, auch Statistiken, mit wie viel weniger Wissen sich oder wie viel weniger Erfahrung sich Männer auf Jobs bewerben, zum Beispiel als Frauen.

00:07:43: Wir Frauen, wir brauchen gefühlt hundertzwanzig Prozent von dem, was in der Job Description steht. Und dann schaust du dir Männer an, die vielleicht dreißig Prozent haben und sagen: "Wurscht, ich probier's." Ähm, weil's ihnen hier und da auch aufgeht. Also da sind wir nicht wirklich selbst schuld. Das ist einfach die Konditionierung. Ähm, und dann natürlich, äh, unter uns gesagt, das Patriarchat, ja.

00:08:01: Wir bekommen Kinder ab dem Zeitpunkt Carearbeit. Du wirst Statistiken haben, aber man kann jetzt schon sagen, ähm, ungefähr zwei Drittel mehr Carearbeit passiert, also bei Frauen. Man muss dir mal vorstellen, was das in Zeit bedeutet. Wo hab ich da die Zeit, für mich finanziell vorzusorgen? Wo hab ich Zeit, mich auszubilden?

00:08:17: Ähm, und durch die Carearbeit kommen wir einfach viel zu wenig zu uns. Wir sparen, wir, wir, wir kümmern uns. Also das ist, das ist diese Kümmerfalle. Wir kümmern uns Angehörige, Kinder, Haushalt und wir kommen zu kurz. Über das werd ich heut auf jeden Fall oder über das möcht ich noch ganz, ähm, ausführlich sprechen jetzt dann a.

00:08:34: Ähm, aber jetzt gehen wir noch mal ganz kurz zurück von was du vorher auch gesagt hast, dieses, diese alten Wege, wo sie einschleichen und also dieses, wir trauen uns nichts zu. Das Krasse ist, es hat ja diese feministische Bewegung gegeben und die gibt's ja immer noch, die war ja ganz krass vor paar Jahren, ist immer noch da.

00:08:49: Aber jetzt kommt mir vor und das ist ganz, ganz schlimm zu beobachten auf Social Media vor allem, geht ja der Weg wieder zurück. Da gibt's ja ein eigenes Wort dafür. Jedes Mal wieder frag ich, was das Wort ist. Ich hab's schon wieder vergessen. Tradwife. So. Genau, weil ich wehr mich gegen das, weil ich mir denk so und ich merk das ja selber, wenn ich Umfragen mach bei meinen Followerinnen und sag: "Hey, das sind junge Mädels teilweise, aber in meinem Alter und so weiter, wer macht was daheim?" Dann sagt sie, sie, sie kocht und sie räumt Geschirrspüler aus, weil er macht's einfach nicht.

00:09:14: Und er sagt dann auch, wenn er nach Hause kommt: "Warum soll ich das jetzt machen?" Und für mich ist das eigentlich keine Diskussion, weil für uns war das immer so, dass das aufgeteilt war, weil eine Beziehung ist nicht fünfzig, fünfzig oder in dem Fall fünfzig und zu die fünfzig Prozent gehört bei der Frau putzen, waschen, was auch immer. Nein, ist nicht, weil ich komm oft hin, ich komm heim und von sieben Tagen kocht der Georg fünfmal, weil's halt einfach jetzt so ist.

00:09:34: Dann ist's so und dann gibt's aber wieder Wochen, da ist es andersrum, ja. Mein Gott, das kann man an der Hand abzählen, wie oft ich das tue. Leider Gottes. Aber nein, Ernst bei Seite. Und das ist ja auch bedenklich, dass man sagt, jetzt haben wir uns das so erarbeitet, all diese Rechte, und jetzt geht der Trend wieder in die andere Richtung. Ja, ich, ich find's auch bedenklich.

00:09:50: Ich schreib da auch regelmäßig drüber. Das Einzige, was ich den Tradwives in dem Sinn wünsche, ist, dass sie schon mit TikTok und Instagram so viel Geld verdienen, dass sie den Mann nicht brauchen. Ich glaub, man, du sagst das ja eh auch oft, diese Blenderwelt. Man zeigt, wie man selber den Kakao macht für die Schokolade und das dauert dann alles drei Wochen.

00:10:06: Man verdient mit diesen Videos ja hoffentlich auch, auch Geld und ich wünsche mir dann immer, wenn ich diesen Content reingespielt bekomme, dass die Frauen zumindest privat finanziell unabhängig sind, ich ehrlich sagen. Ja. Es ist ein bisschen so mein... Voll, aber das Ding ist halt, selbst wenn die gut's Geld verdienen, die haben einen Einfluss. Ja klar. Und da muss man einfach auch wieder darauf hinweisen.

00:10:23: Alle, die jetzt zuhören, das ist immer mein, mein Standardsatz, aber das sind immer so diese Key Take Aways, die ich ja mitgeben will. Die kriegen schon ein Geld dafür, Leute. Also das ist jetzt nicht so, dass die jetzt daheim sind und dann Mrs. Perfect Housewife und Mom und was auch immer sind, sondern die kriegen ein Geld dafür.

00:10:38: wegen dem heißt es nicht, dass ihr das jetzt automatisch machen müsst. Beziehung ist immer, ähm, oder soll ein Miteinander sein, ja. Wenn ich alleinerziehend bin, hab ich's eh schwer genug. Das ist eine andere Geschichte und ein anderer Kaffee. Aber wenn ich jetzt wirklich in einer funktionierenden Beziehung bin, dann sollte das auf keinen Fall so sein. Und das liegt dann schon auch ein bisschen an uns, das zu steuern und diese Stigmas und diese ganzen Schubladen, ähm, auszuräumen und neu einzusortieren, würd ich jetzt mal sagen.

00:11:01: Jetzt hast du ganz kurz, also zuerst eben über Carearbeit gesprochen. Ähm, du hast gesprochen über Kinder, Haushalt, wir müssen Angehörige pflegen und das ist alles unsichtbar bezahlt. Und das, du sagst selber, dass diese Carearbeit einer der größten Vermögensverluste sind von uns Frauen.

00:11:19: Ja. Warum ist das so? Na ja, da gibt's zum Beispiel das Buch, äh, Invisible Women, das ich empfehlen kann, allen, die sich interessieren. Generell, wo Frauen außer, ähm, wie soll ich sagen, außer Acht gelassen werden, sei das in der Wissenschaft, ähm, sei das bei, durch Carearbeit, was du da für Nachteile hast. Also ein ganz tolles Buch von Caroline, ähm, Criates.

00:11:37: Und- Das verlinken wir in den Show Notes. Können wir verlinken. Das ist, kann man auch als Hörbuch hören. Und, ähm, da wird geschätzt in dem Buch, dass, ähm, die zehn Billionen, äh, US-Dollar durch Carearbeit, die wir gratis verrichten. Das ist ja einfach alles Leistung, dass uns da entgeht. Ähm, und das war immer schon selbstverständlich, dass das Frauen machen.

00:11:55: So, jetzt war's früher so, wenn du ein bisschen drüber nachdenkst, wie es bei den Großeltern war. Du hast gesagt, die Oma hat immer gearbeitet, hat aber kein Geld dafür gekriegt oft. Oder wenig. Oder wenig, genau. Bei mir ist auch so, meine hat acht Kinder gehabt, hat eigentlich nie aufgehört zum Arbeiten und immer nebenbei was gemacht. Ähm, aber verdient hat halt immer der Opa.Und das war klar, man hat früher mit einem Gehalt ist man irgendwie ausgekommen, gell?

00:12:16: Und das ist aber heutzutage nicht mehr so. Das ist, wir haben die Care Bytes, die fast genauso ist wie früher. Nur dass heute zwei Leute arbeiten gehen müssen, damit du dir das erhalten kannst. Da stimmt irgendwas nicht. Da müssen die Omas einspringen und so weiter. Nehmen wir die rot. Ist ja das nächste. Wenn man die hat. Genau.

00:12:31: Und i-ich mach das halt immer so, auch in meiner Arbeit. Ähm, i-ich werd wirklich so oft gefragt: "Wie machst du das?" Ich hab keine Kinder, ich, ich bin Tante, glückliche Tante. Ähm, aber dass ich echt sag: "Schreib dir mal auf, was du machst und dann gibst du dem einen Wert." Weil ich glaub, Männer brauchen oft oder Pa-- Menschen brauchen Zahlen.

00:12:49: Und dann sage ich: "Okay, ich putz fünf Stunden die Woche, rechne mal zwanzig Euro die Stund. Dann habe ich die Kinder so und so viel allein. Gib dem einen Wert und red einmal drüber, was das an Care Byte kostet. Und wenn ihr dafür weniger arbeite, dann heißt's für mich einfach eine Art Ausgleich zu fordern.

00:13:08: Und da bin ich wirklich, äh, relativ hart. Das kann man, das ist dann Geld, das muss jetzt nicht eins zu eins bezahlt werden. Überhaupt nicht. Aber dass man sagt, die hundert Euro, die zweihundert Euro, man einigt sich auf einen Betrag, das investierst du in deine Zukunft, weil dir entgeht das bei der Pension.

00:13:23: Wir werden wahrscheinlich eh über das Thema sprechen. Dir entgeht das. Du, also, ähm, ich auch wirklich, da, da ermu-da ermutige ich vor allem echt auch die Frauen, die, die dazuhören, mit Kindern zu Hause. Bitte nehmt euch Zeit, schreibt's euch auf. Eure Arbeit ist was wert. Nur weil's nicht bezahlt ist, heißt nicht, dass nichts wert ist.

00:13:40: Das ist so wichtig. Das ist voll wichtig, was du sagst. Aber ich glaub das oft. Und jetzt bin ich wieder, sprich von einer anderen Brille, nämlich von meiner außenstehenden Brille. Du sprichst jetzt von hundert, zweihundert Euro und ich weiß genau, dass da jetzt Leute zuhören und sagen: "Ja, eh nicht. Mein Mann arbeitet. Und wenn der, wenn ich sag, gib mir hundert Euro von deinem Gehalt, wird er sagen, geht sich nicht aus." Wo setzt man an?

00:13:58: Also wenn du jetzt wirklich sagst, okay, ähm, in der Zeit von zum Beispiel, ich bin in Karenz, man muss ja sagen, in Österreich, ähm, arbeiten rund siebenundvierzig Prozent der Frauen in Teilzeit und bei Männern sind's unter dreizehn Prozent, das ist arg. Also laut das ist schon erschreckend, dass siebenundvierzig Prozent der Frauen Teilzeit und nur Männer nehmen das dreizehn Prozent in Anspruch.

00:14:18: Und die, die Gender Pay Gap liegt bei circa achtzehn bis zwanzig Prozent, hat's mir ausgespuckt. Und, und jetzt kommt's: Die Gender Pensions Gap liegt bei vierzig Prozent. Vierzig Prozent. Das heißt, und jetzt muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, Frauen bekommen im Schnitt rund vierzig Prozent weniger Pension als die Männer.

00:14:36: Wie arg ist das? Die sind aber teilweise jahrelang in Karenz. Und das ist, ähm, ja, das sind harte Zahlen. Und wenn ich jetzt überlegt einmal, wenn ich zwanzig Jahren Teilzeit arbeite, verliere nicht nur Geld heut, sondern auch morgen. Und ich glaub, das muss in die Köpfe rein. Aber wenn man sich jetzt diese ganzen Zahlen anschaut, die erschreckend sind, gibt's diesen ultimativ ...

00:14:56: Also wenn ich jetzt zum Beispiel sag dann die zu und sag: "Ja, eh nicht, dass du mir das jetzt sagst, aber wo soll die hundert Euro hernehmen? Wo fange ich an?" Okay, machen wir's mal so: Die, die Basis für alles ist immer, nennen wir's Kassasturz. Man kennt's von der-- Ich hab auch, ich hab auch in der Gastro gearbeitet.

00:15:12: Am Ende schaust, was in der Kassa ist. Was ist reingekommen, was ist rausgegangen. Und das nicht nur im letzten Monat, sondern wirklich: Was hab ich das ganze Jahr mit meiner Kohle gemacht? Weil da beginnt's. Und ich sage jetzt nicht, dass jeder zweihundert Euro findet. Überhaupt nicht. Ich weiß sehr gut, dass, ähm, ich hab auch für mein, für mein Geld oder ich arbeite auch hart für mein Geld.

00:15:30: Ich war auch Studentin und ich weiß sehr gut, wie viel zehn Euro wert sind am Ende des Monats. Aber mal überlegen und draufkommen: Hey, war ich vielleicht letztes Monat fünfmal beim Mecki, unter uns gesagt, kann ich stattdessen dreimal gehen? Ähm, kann ich statt zehnmal ...

00:15:46: Es einfach ein Bewusstsein zu bekommen. Ähm, man kann hier und da, das glaubt man gar nicht, hier Abo einsparen, da ein Abo einsparen. Dann ist man bei zehn, dann ist man bei zwanzig Euro. Und so beginnt man. Und man verändert durch diese Finanzinventur, wenn du so willst, verändert man einfach so sein Konsumverhalten.

00:16:02: Es motiviert dich auch, mehr zu verdienen. Also das hat irgendwie ganz viele Effekte und da würd ich ansetzen. Und weniger ausgeben. Also wisst ihr, jetzt mache? Das ist ja das Beste. Ähm, ich hab eine Ausgaben-App mir runtergeladen. So. Und das ist irgendeine null acht fünfzehn, kann gern verlinken, aber ich würd jetzt nicht empfehlen, weil da gibt's sicher bessere.

00:16:20: Und vielleicht hast du dann noch mal eine Empfehlung für so was. Und da hab ich, quasi, da geb ich alles ein, meinen Daily Coffee. Ich hab das also benannt jetzt, weil ich geh jeden Tag und das ist auch das, was ich mir gönne in der Früh, meinen Kaffee, den könnt ich mir schon mal als Erstes sparen, da fang ich schon mal an. So. Ähm, wurscht. Aber da sehe das und ich hab letztens zum Georg gesagt: "Fuck my life.

00:16:36: Ich hab schon so viel Geld das Monat ausgegeben, aber mit Spaß." Also jetzt nicht, dass ich sag, das waren Dinge mit Mehrwert. Das war nicht mal Bildung, sondern es war wirklich nur Blödsinn. Und ich splitte da so einen schönen Kreis auf und dann siehst du genau, wie viel Ze-- wie viel Geld gibst du für Fetzen aus, also in dem Fall Gewand und so Blödsinn, wie viel Geld gibst du für Lebensmittel aus und so weiter.

00:16:53: Diese App beinhaltet bei mir nicht einmal die Fixkosten. Wenn ich die reintue, wird mir ganz schlecht im Sinne von Miete, Büro, Personalkosten, das Ganze, das hab ich jetzt mal außen vor. Da geht's nur mich privates, Karin. Und ich sag euch, wenn ihr das macht, das ist brutal. Also du bist so, das, das in your face, das tut schon weh auch.

00:17:10: Ja. Aber ich glaub, es muss wehtun, damit du checkst: Hey, du schleuderst Geld raus oder du machst das gut, wie auch immer. Aber Fakt ist, wir haben das schon ein bisschen selber in der Hand, dass wir das steuern. Du hast Apps angesprochen. Ich glaub, das hört man immer wieder raus. Über das haben wir letztens schon gesprochen, glaub ich, bei den Top fünf Takeaways, was du den Leuten mitgeben kannst, dass man sagt: "Okay, schaut euch mal eure Abos an." Ähm, ich hab ja letztens auch wieder, ich hab RTL Plus oder RTL irgendwas, zwölf Euro im Monat.

00:17:35: Dann hab ich das mal kündigt. Da hab gedacht, für was brauche das Scheißdreck? Das hab noch nie, das hab ich einmal gemacht bei Dschungelcamp, das schau ich jetzt nicht mehr. Also zahl ich zwölf Euro jetzt Monat. Und ich kann mich noch erinnern, mein erster Bausparer waren zwanzig Euro und mein Banktyp hat mich angeschaut, der Roman, der ist super, aber da, ich glaub, in dem Moment hat er sich gedacht so: "Nein, Eli, aber jetzt machst du einen Bausparer für zwanzig Euro." Wurscht.

00:17:54: Super. den Jahre später rausgekriegt und das ist halt zu dem Zeitpunkt sind nur zwanzig Euro möglich gewesen. Fertig, aus, Basta. Und ich glaub, das sind so, so Dinge, die ich euch empfehlen kann. Und-Dieser Kassensturz, diese Finanzinventur, wie du sie genannt hast, die ist essenziell und ich glaub, das ist mal der Erste Schritt.

00:18:12: Ja. Und dass ich dann sag: „Hey, Husband, Wife", wer auch immer dann dafür zuständig ist, dass es halt equal ist, der, was halt daheim bleibt, ähm, dass man sich da einfach, glaub ich, auch brutal das ehrlich ins Gesicht sagt und sagt: „Okay, so schaut's aus. Das sind die Stunden. Wir müssen da irgendwie einen Weg finden, egal in was für einer Form." Und dass du dann sagst: „Okay, man investiert das." Genau, ich würd, also wenn man sich's leisten kann, ich würde einen Teil, wenn möglich alles, für, für die Altersvorsorge investieren.

00:18:35: Das ist dann das, was dir entgeht. Ähm, du hast Kosten angesprochen. Ich glaub, w-worüber wir viel zu wenig sprechen, ist auch das Thema, ähm, wie wir durch die ganze, äh, Industrie auch als Frauen vor allem dazu gebracht werden, Geld auszugeben, das wir nicht haben. Ähm, alle zwei Wochen Nägel machen gehen muss man nicht.

00:18:51: Ich versteh, hi-- man will gut ausschauen, das hat auch was mit Selbstwert zu tun. Aber hier und da auch zu überlegen, wie viel ist wirklich notwendig, wie viel Kosmetik ist notwendig und so weiter. Ich versteh, ich bin selber eine Tussi, hab auch viele Lippenstifte. Ich versteh das schon. Aber, ähm, im Großen und Ganzen sich da echt zu überlegen, wie viel passt, wie viel brauch ich.

00:19:08: Ähm, und Thema Pink Tax. Weiß nicht. ist das? Hast du da schon mal über das gesprochen? Was ist das? Dass wir Frauen einfach dafür, dass was pink verpackt ist, ähm, sehr viel mehr zahlen. Und jetzt gehst du in den DM oder gehst in BIPA und schaust dir mal an, ähm, wie viel du für Frauenrasierer zahlst und wie viel du für Männerrasierer zahlst.

00:19:25: Aha. Und wie viel, wie viel schlechter Frauenrasierer sind. Pink Tax? Und das nennt man Pink Tax, ja. Pink. Also Pink. wie die Farbe. Egal ob's jetzt ein Duschgel ist, ähm, Shampoo. Ähm, ich nehm immer gern das Beispiel mit den Rasierern, weil die funktionieren einfach schlecht.

00:19:41: Man kann stattdessen zu den Männerprodukten gehen, spart sich was. Es schaut halt nicht so süß aus. Aber ja. Schau her. Also Pink Tax ist tatsächlich auch was. Das ist auch wieder a guter Tipp. Das sind so Dinger, das, das, was man im Alltag ja einfach tut, weil man's tut. Ich liebe ja alles, was irgendwie so cute ist, aber ja, cute ist teuer.

00:19:58: Ich Und das ist natürlich schon der erste Sch, ähm, Schritt, dass man sagt: „Okay, vielleicht schauen wir da mal mehr hin." Ähm, wir sprechen sehr viel über den Jetztstand. Du hast da zuerst dieses Pensionsthema angesprochen und das ist was, da müssen wir, das ist ein bisschen eine unbequeme Wahrheit und deshalb war das mir halt ein großes Anliegen, dass ich das mit reinnehme, dieses Thema.

00:20:17: Du hast auch gesagt, für Altersvorsorge und da möchte ich jetzt auf jeden Fall, ähm, ähm, reinspringen in dieses Thema, weil wenn ich mit den Mädels im Büro rede oder auch ich, lang bevor mich damit auseinandergesetzt habe, jetzt setz ich mich mehr schon damit auseinander. Wenn ich frag: „Hey, habt ihr, tat ihr vorsorgen?

00:20:34: Habt ihr irgendwas auf der Seite? Irgendeinen Bauspar, irgendeine Vorsorge dann auch fürs Alter?" Sagen w-- ganz oft, die, die, und da bin ich auch nicht einmal böse, ist die Aussage: „Ich zahl eh ein. Ich zahl ein und ich krieg immer was raus." Vielleicht kannst du da mal ein bisschen aufklären und dass von deinem Mund kommt, weil wenn ich red, ist das immer moi g'scheit.

00:20:52: Du bist der Profi. Wie schaut's wirklich aus? Und rede mal Tacheles. Kriegen wir eine Pension, ja oder nein? Gute Frage. Da muss man, glaub ich, äh, den Finanzminister oder Ministerin hoffentlich in zwanzig Jahren fragen. Na, ähm, das Thema ist, dass sich's aktuell einfach nicht ausgeht mit den Pensionen.

00:21:08: Also ich glaub, viele Leute- hört man immer wieder. Das musst jetzt genau erklären, weil- Das erklär ich gern. Viele Leute glauben, dass das, was sie, ähm, Pensionsbeitrag zahlen, dass sie das bekommen. Ja, das würde sozusagen wie so ein Sparbuch auf die Seite legen. In Wahrheit finanzieren wir jetzige Pensionistinnen und Pensionisten.

00:21:23: Das ist einfach aus dem System gewachsen, dass die arbeitende Bevölkerung praktisch die Pensionisten finanziert. Das geht sich dadurch, dass Menschen in Österreich immer weniger Kinder bekommen, nimmer aus mit dem. Wir haben viel mehr Alte als Junge und das, äh, die Zah, also die Entwicklung, es geht in diese Richtung, dass wir viel weniger Geburten haben, ähm, und dass der Staat heute schon sehr viel zuschießen muss zu den Pensionen.

00:21:46: So, wie lang sich das ausgeht, wissen wir nicht. Plus ich glaube, jetzt kommt ein ganzer Schwung dann. Ich weiß jetzt nicht in wie viel Jahren, aber gestern am Abend haben wir über das gesprochen, wo dann quasi, ähm, die Älteren und das waren die ganzen Arbeitenden, die jetzt dann alle in Pension gehen.

00:22:03: Und dann kommen da noch mal, ich weiß jetzt nicht, wie viel Millionen das waren, ob das zwei Millionen sind irgendwann noch mal. Ich weiß nicht mehr, da hätte ich besser recherchieren sollen, aber ein Haufen. Ich bin ja jetzt eh kein Stats-Podcast, aber das ist schon das Bedenkliche, die dann quasi in Pension gehen und dann ist schwierig hinten nach, wie du schon sagst, weil das geht sich ja dann im Kopf schon nimmer aus.

00:22:19: Geht sich nicht aus. Wir müssen heute schon sehr viel, also der Staat Österreich muss sehr viel investieren, damit sich das heute schon ausgeht. Und ich glaub einfach, es ist so wichtig, ähm, du hast es am Anfang gesagt, finanzielle Unabhängigkeit ist ja auch der Grund, weshalb ich mache, was ich mache. Und, ähm, Unabhängigkeit auch vom Staat ein bissl.

00:22:38: Ich mein, nett, wenn ich's krieg, noch besser, wenn ich mein eigenes Ding mach und das ein Nice to have ist, das ein zusätzliches Ding ist. Wenn du dir zum Beispiel die Schweiz anschaust, ist das ganz normal. Die dritteln das ein bissl. Also das ist eine normale Pension, ähm, eines, einer Schweizerin oder eines Schweizers, kommt, ähm, also da ist ein Drittel betriebliche Pension, ein Drittel private Vorsorge und ein Drittel staatliche Pension.

00:23:00: Und mit dem können die Schweizer und die Schweizerinnen besser leben. Und bei uns ist ja so: neunzig Prozent, von der Pension, die wir haben oder die aktuell Pensionistinnen Pensionisten haben, ist die staatliche Pension. Und die ist schon so niedrig. Und das heißt, wenn ich heute schon beginne, ich bin Anfang dreißig, da muss ich wirklich nicht, äh, jetzt tausend Euro haben, das zu machen.

00:23:19: Dann kann ich mir ab sechzig, ab fünfundsechzig monatlich was auszahlen, so eine Zusatzrente, Zusatzpension, damit ich meinen Lebensstandard erhalte. Dann bin ich nicht abhängig vom Mann, da bin ich nicht abhängig. Und ich glaube, über das denkt man auch nicht nach. Man denkt sich: „Ja, Mann, wurscht", aber auch von den Kindern. Ich hab Freunde, die, die jetzt sagen: „Ich muss auf Mama und Papa schauen", und hier auch einfach zu denken: „Wie kann ich meine Kinder morgen entlasten, äh, die mich ...

00:23:44: auf mich schauen?" Das ist auch irgendwie Selbstrespekt. Selbstliebe ist ja auch das, das Wort irgendwie ist total trendy, aber ist es ja auch. Wenn ich mi, wenn ich mich mich kümmere, mein morgiges Ich kümmere, vorsorge, dann ist das auch ein Zeichen, dass ich mich schätze. Und, ähm, da gibt's heutzutage Gott sei Dank ganz, ganz viele Möglichkeiten.

00:24:02: Wie ich angefangen hab, musste man mindestens fünfzig Euro investieren. Mittlerweile gibt's ja die Möglichkeit, mit einem Euro zu beginnen.Und sich dort ein bisschen zu spielen und sich da reinzufinden. Und du musst es nicht perfekt, perfekt gibt's überhaupt nicht. Du und ich, wir können im selben Haushalt aufgewachsen sein, sind Zwillinge, ja, genau gleich alt und wir werden ganz unterschiedlich investieren, weil du an ganz anderen, das ist, glaube ich, oft, dass Leute, vor allem wir Frauen, wir warten darauf, dass wir diesen Leitfaden bekommen.

00:24:27: Bitte gib mir den Leitfaden wie in der Schule. Ich lerne das auswendig, dann kotz ich's bei der Prüfung wieder hin, ähm, weil ich weiß, das gibt's nicht. Wir müssen uns ein bisschen spielen, zu uns finden. Lebenssituationen verändern sich. Morgen bin ich in Karenz, dann kann ein bisschen weniger investieren, ähm, dann verdiene mehr, dann kann ich mehr investieren. Und deshalb auch diese regelmäßigen Money Check-ups, Money Dates, wo ich mir, wo ich mich reinhöre: Passt der Status quo?

00:24:48: Passt das? Und ich glaube, wie du gesagt hast, es gibt keinen Leitfaden. Es einfach tun, mal beginnen und das ist ein bisschen Arbeit und das ein bisschen reflektieren. Aber es gibt mittlerweile so viele Anlaufstellen, wenn man sich ein bisschen reinliest, dass man sagt: „Okay, da kann ich starten." Aber ich glaube, Fakt ist und das müssen wir ganz klar ansprechen, das war mir auch ein Anliegen, auf das verlassen, was wir da jetzt dann da einzahlen irgendwie oder uns abgezwackt wird, das wird nicht funktionieren.

00:25:11: Also wenn man jetzt sagt, okay, jetzt glaube ich, kriegt man wie viel, kann man das im Schnitt sagen? Was kriegt man jetzt Pension? Ob sage, Bei Frauen, bei Frauen ist aktuell, i, ich hab's im Kopf ungefähr tausendfünfhundert brutto, also Bruttopension, vierzehnmal im Jahr und je nachdem, sagen wir, das sind tausenddreihundert netto, müsste man nachschauen, oder tausendzweihundert netto.

00:25:30: Und jetzt muss man sich überlegen, wenn eine Mietwohnung hast, meine, in Wien, in Salzburg, ähm, und du wohnst allein, ähm, wie, wie geht sich das aus? Ich kann mich noch erinnern, meine erste Wohnung in Salzburg habe meinem Bruder geteilt. Das war ganz, ganz lustig eigentlich. Ähm, haben wir gezahlt, glaube ich, einen Tausender.

00:25:46: In der Alpenstraße war das. Fünfhundert Euro hat jeder gezahlt. Ich glaube, ein bisschen mehr, weil da kommt ja dann, ist ja nicht nur das, du brauchst ja dann Strom, dann Internet und Fernsehen den ganzen Schas. Dann kommst du auf sechshundertfünfzig irgendwas Euro. Damals habe ich verdient tausendachthundert Euro brutto bei Red Bull und das war arg. Ich habe zwar das Auto gekriegt, weil das war dabei, weil Sachbezug gezahlt, aber nichtsdestotrotz, das waren so tausenddreihundert Euro.

00:26:04: Wenn ich damals nicht schon zusätzlich gearbeitet hätte, hätte ich mir bei Weitem nie das alles leisten können, unter Anführungszeichen. Und mit leisten meine ich jetzt nicht eine Dolce&Gabbana Jean, ich sage irgendwas, sondern fortgehen, einmal was essen und so weiter. Jetzt bin ich allein, dann krieg tausendzweihundert Euro, wohne in der Wohnung allein wahrscheinlich dann auch noch, weil da werde ich kein WG mehr haben, nehme ich mal an.

00:26:22: Und dann wird das knapp und dann rutscht man rein in diese Altersarmut. Und ich glaube, das dürfen wir auf keinen Fall unterschätzen. Schaut's mal auf die Straßen oft. Da sind so viele alte Leute. Am liebsten würde jeden nehmen und irgendwie, weil das ist so, die haben in Wahrheit ihr ganzes Leben gehackelt wie meine Großeltern, kriegen gemeinsam einen Tausender Pension als Selbstständige.

00:26:41: Das ist krass. Zu zweit, bitte. Zu zweit. Also wenn die nicht den Support hätten von meinen Onkel, Tanten und so weiter oder, oder was auch immer, dann hätten die, das, das ginge sich hinten und vorne nicht aus. Und ich glaube, da, und das ist halt die brutale Wahrheit und das müssen wir uns einfach immer wieder, ich glaube, wir sind schon Meister auch im Schönreden von Dingen da in unserer Gesellschaft und deshalb will ich auch diese Plattform nutzen und deshalb bist du da, damit wir Tacheles reden und wir sagen: „Hey, Leute", und je früher ihr anfangt, umso besser.

00:27:09: Also alle, die jetzt zuhören, die vielleicht im Studium fertig sind oder von mir aus auch in der Schule sind oder halt dann egal, dreißig, zweiunddreißig, fünfunddreißig, vierzig, zweiundvierzig wie ich, warten wir nicht so lange. Weil du hast da so ein paar Sachen gesagt, so, ähm, investieren dreißig, vierzig, fünfundvierzig, aber selbst mit fünfzig, das ist dir auch ein Anliegen gewesen, im Vorgespräch haben wir gesprochen, ähm, es ist wurscht wann.

00:27:29: Und vielleicht kannst du das vielleicht ein bisschen bildlich erklären, wie sich das auswirkt auf meine Pension, wenn man sagt, okay, man zwackt ein bisschen Geld ab. Ja, sehr gern. Na ja, es ist, es ist nie zu spät. Und ich habe ja auch Leute, die in ihren Sechzigern sind und zu mir kommen. Es ist einfach nicht zu spät. Ähm, und man kann jederzeit beginnen.

00:27:45: Vielleicht so ein bisschen ein Beispiel: Wenn du mit zwanzig, habe ich auch nicht gehabt, den extra Hunderter, sage ich jetzt auch an der Stelle. Wenn mit zwanzig ungefähr hundert, hundertzwanzig Euro, äh, investierst, dann, ähm, hast du mit fünfundsechzig, also rechne mit sechs bis sieben Prozent Rendite im Jahr, das, ähm, bist du Millionär mit fünfundsechzig.

00:28:02: Allein mit diese hundert Euro. Arg. Wenn ich jetzt, ähm, fünfunddreißig bin, sind das schon vierhundert Euro, die ich investieren muss. Und wenn ich fünfundfünfzig bin, sind es dreitausendfünfhundert Euro im Monat, wohl gesprochen. Hui. Ähm, und ich will einfach nur zeigen und jetzt weiß ich, dass viele der Hörerinnen nicht mehr zwanzig sind, es ist überhaupt kein Problem.

00:28:21: Einfach ins Tun kommen und nicht warten, bis man perfekt ist. Ganz wichtig ist auf jeden Fall Finanzbildung. Ähm, da ist man einfach, ohne Finanzbildung ist man abhängig, ähm, von Leuten, die einem was einreden, was gar nicht zu einem passt. Also das muss, braucht man und da auch die Zeit einplanen, aber dann loslegen, dann ausprobieren und nicht wieder vier Jahre warten.

00:28:38: Und was ich oft höre: „Ja, nach den Kindern in fünf Jahren und nach der, der Hochzeit in drei Jahren." Und einfach einmal ausprobieren. Du musst es nicht perfekt machen. Mein Bruder sagt das immer, dass der Zins ist Zins, der liebt frühe Entscheidungen. Genau. Dein bester Freund ist Zeit. Ist so.

00:28:54: Und jetzt, ich meine, ich glaube, wenn ich Kind hätte, das Erste, was ich machen würde, ich würde irgendwas anlegen, gleich einmal, weil dann ist das so cool, weil das ist wurscht, das Kind achtzehn ist, hat das schon so viel Geld auf der Seite, weil das arbeitet ja für mich. Und ich glaube, das muss irgendwie rein. Und bitte kein Sparbuch. Also das, das gibt wirklich mittlerweile, ich würde dann, es ist keine Anlage, da gibt's irgendwie, so müssen wir vielleicht einen Disclaimer reingeben.

00:29:14: Keine Anlageempfehlung. Genau. Wertpapiere bergen Risiken. Danke. Muss man dazu sagen. Super, dass du das jetzt sagst. Das müssen wir bitte in die Show Notes reinpacken, nicht, dass wir dann noch auf den Deckel kriegen. Ihr könnt's ja machen, was ihr wollt. Das muss ja jeder selber wissen, aber Fakt ist, dass alle, die jetzt zuhören, je früher, umso besser investieren in Altersvorsorge, weil wir wollen ja ein geiles Leben haben.

00:29:34: Und weißt, ich kenne ja diesen Satz, dieser Satz ist ganz bekannt: „Das mache ich dann, wenn ich alt bin", oder „Wenn ich dann in Pension bin, dann gönne ich mir das." Das ist halt jetzt mit Jetztstand. Da gibt es nicht viel zum Gönnen, vor allem wenn du, also außer du machst dich schlau und, und legst das an. Aber wenn wir, wenn ich das nicht mache, habe ich ein Problem.

00:29:50: Weil wie ist denn jetzt wirklich so der Forecast, wenn man sagt: Okay, erstens einmal, wie lange müssen jetzt arbeiten? Sind wir realistisch? Weil über das haben wir gestern am Abend auch gesprochen. Ich war, ich habe eine Zahl gehört, aber jetzt will ich von dir auch hören. Das ist das Erste. Und das Zweite: Mit Jetztstand, wie viel kriege ich wirklich raus?

00:30:07: Super spannende Frage. Ähm, meinst du jetzt, wenn ich privat vorsorge? Nein, wenn ich jetzt mich auf dich verlasse. Pension. Staatliche Pension.Ich will mich nicht drauf verlassen. Ich, ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Wir werden, äh, ein ganz wichtiges Thema ist auch das, äh, Thema Inflation, Geldwert oder Kaufkraftverlust.

00:30:24: Und, ähm, wir haben's letztes Jahr gesehen, ab am gewissen, ähm, ab einer gewissen Pension is, hat man das nicht mehr an die Inflation adaptiert und das bedeutet einen Realpensionsverlust für die, die das nicht verstehen. In Wahrheit wird dein Geld weniger wert, ähm, und das wird nicht angepasst die Pension.

00:30:40: Das heißt, zweitausend Pen, Euro Pension heute ist super und in dreißig Jahren ist das aber total wenig. Und deshalb ist es so schwer, auch diese Frage so direkt- Aber glaubst, kriegen wir überhaupt was? Weil ich denk mir, das ist ja für mich, das ist eine Hausverstandesrechnung. Weil wenn jetzt so viel dann der nächste Schwung von die ganzen Boomers, ist jetzt sonst früh, weil da gehör zu ja fast dazu, aber die, was noch vorher waren, die jetzt dann in Pension gehen, die richtigen Hackler und die auch Kinder krieg, kommen noch drei, vier, fünf, was auch immer, die, die sind jetzt dann in Pension.

00:31:07: So, jetzt müssen wir mit unserem Geld, unser Geld liegt ja nicht irgendwo und da steht oben in einem Schließfach Karin Zeigl und die ist 1984 geboren und in zwanzig Jahr mit zweiundsechzig krieg i das dann, sondern, ähm, ich zahle die Pension von, was weiß ich, meine Ältern, Georgs Ältern, deine Ältern, einen Teil halt.

00:31:26: Ich sag jetzt irgendwas. Ja. Und ich glaub, das muss in die Köpfe rein. Also i, i frag mich, äh, und, und das ist jetzt ein Circle, der jetzt grad in, in, in die Gänge kommt und irgendwann gibt's ja kein Geld mehr, weil wenn nur mehr wenig Leute nachkommen und jetzt geht der ganze Schwung in Pension. Ja, wie geht das? I red, i denk ja allein schon an die ganzen, an die ganzen ...

00:31:43: Nein, ich möcht da gar nicht, da wird mir ganz- Es gibt, es gibt also volkswirtschaftlich ganz, ganz viele spannende Thesen. Man kann sich da stundenlang einlesen. Es gibt Leute, die sagen, es wird das bedingungslose Grundeinkommen kommen müssen. Ähm, gibt's, es gibt Leute, die sagen, man könnte das mit Migration ausgleichen.

00:31:59: Wenn wir uns anschauen, starten wir in Nigeria. Wir haben in Österreich unter zwei Kindern, also eins Komma irgendwas, weiß jetzt nicht, das ist eins und paar zerquetschte, ähm, Kinder. Ähm, ähm, und Nigeria weiß nicht, ist das vier, fünf. Also Kinder in, äh, also Familien in, in Afrika ist es, der af, afrikanische Kontinent ist recht jung und da gibt's einfach schon auch Leute, die sagen, man könnte das mit Migration, ähm, ausgleichen.

00:32:23: Deshalb sage ich, wir wissen nicht, wie sich die Zukunft entwickeln wird. Das Einzige, was ich weiß, ist, ich muss mich mich selber kümmern, wenn ich will, dass es mir gut geht. Und das ist echt auch die Message: Wir wollen alle ein gutes Leben und i, ich hör total oft, gerade wenn's dann Kinder geht und ich versuch dann noch Leute zu motivieren und sagen: „Macht's das für euch." Das, das, das ist nicht abstrakt, Finanzen.

00:32:43: Das, das, da geht's dein Leben. Was willst du schaffen? Was, w-w-wie soll's dir gut gehen? Willst mit achtzig noch vierzig Stunden arbeiten müssen? Ich glaub nicht. Ähm, ich glaube, es wird, da gibt's ein Buch auch. Sorry, ich hab jetzt heute mehrere Buchempfehlungen, aber ich find das wirklich für Leute, die sich interessieren.

00:32:59: The 100 Year Life von Judy Gratton von der LSI. Und die sagt, dass Kinder, die vor zehn Jahren auf die Welt gekommen sind, jedes zweite Kind wird hundertfünf. So, jetzt werden wir weniger. Stimmt, älter werden wir auch. Jetzt werden wir älter. Auch unsere Eltern werden älter. Wir werden älter werden.

00:33:15: Wer, wie erhält man das? Die hat auch unterschiedliche Thesen gehabt und die sagt zum Beispiel: „Man werden, wir werden uns generell dran gewöhnen müssen, dass wir uns währenddessen ausbilden. Es wird normaler sein, dass wir eine Zeit in Teilzeit arbeiten. Dieses Drei-Stufen-Modell, Ausbildung bis zwanzig oder dreißig, ähm, arbeiten und dann mit sechzig in Pension.

00:33:34: Das hat funktioniert, weil die Leute fünfundsiebzig geworden sind oder dreiundsiebzig, aber das geht sich nicht mehr aus. Und ich glaub, da müssen sich einfach unsere Staaten, ich bin froh, dass ich, ähm, mir das nicht überlegen muss. Das wird richtig viel Arbeit, müssen sie überlegen, ähm, wie sie da, wie sie da ein bissl umdenken. Was ist denn jetzt das Pensionsalter?

00:33:51: Das aktuelle? Was ist aktuell und was ist der Forecast, wenn wir zum Beispiel in Pension gehen? Pff, gute Frage. Gibt's ja schon in Frankreich, ähm, die Richtung siebzig. Siebenundsechzig hab ich gestern gehört. Ja, genau. Bei jetzt. Knapp siebzig bei uns. Dann gibt's in Frankreich auch so, dass man bis siebzig arbeitet und du, du bist ja erst Anfang vierzig.

00:34:08: Also was in zwanzig Jahren ist. Du, wenn wir hundert werden, wer sagt, dass wir nicht bis achtzig arbeiten? Das ist so arg. war damals so schockiert. Ich bin auf Weltreise gewesen mit Mitte zwanzig. Das ist jetzt schon über fünfzehn Jahr her, auch siebzehn Jahr her. Und i hab eingecheckt in a Hotel und da war der Rezeptionist zweiundachtzig.

00:34:24: Und der war's wirklich in meinen Augen war das er kurz vorm Sterben, was ein Blödsinn ist, weil mit zweiundachtzig halt bist auch noch mal anders wie vor fünfundzwanzig Jahr oder fünfzehn oder zwanzig Jahr. Aber ich hab mir gedacht, wie arg. Und dann hab ich gesagt: „Ja, warum er da arbeitet noch?" dann hat er gesagt: „I have no choice. I have to work." Und bin ich gespannt, wie das bei uns wird, weil das ist halt schon heftig.

00:34:43: Und ich glaub, deshalb ist umso wichtiger, dass man sagt: „Okay, schafft's euch jetzt, macht's es smart, etwas fürs Leben, für die Altersvorsorge und so weiter. Ähm, ich schau mir das heute auch noch mal an, weil das hat mir jetzt eh schon wieder zum Denken gegeben, ob das eh alles passt, wie ich das da so mach. Ähm, die Frage ist immer, find ich, und da struggle ich wirklich und das hab ich lang: Wem kann ich vertrauen?

00:35:06: Ja. Weißt e, das ist schon so. Es ist so ein Urwald. Du hast so viele Angebote und ich weiß gar nicht, woran erkenne ich eine gute Beratung? Vielleicht kannst du uns da ein paar Tipps geben. Ja, ähm, es kommt immer ganz drauf an. Zunächst einmal: Will ich's selber machen? Ähm, dann werde ich mir vielleicht eher ein Mentoring suchen, zum Beispiel wie ich das mach.

00:35:23: Ähm, oder ich will, dass das jemand anderer für mich macht. Dann suche ich, ich mir einen Finanzberater, einen Vermögensberater. Also sich erst einmal zu überlegen: Will ich die Zeit investieren, das selber machen? Das ist einfach viel günstiger und wir wissen, wenn man aufs Kosten sparen schaut am Ende ein bissl mehr Gewinn raus.

00:35:39: Auf der anderen Seite, wenn ich mich nicht be-beschäftigen will. Ähm, und dann geht's einfach darum: Es ist nicht überall, wo unabhängig draufsteht, äh, jemand Unabhängiger dahinter. Das ist einfach das Gemeine von Social Media und es macht meinen Job wirklich schwer. Ähm, wie unterscheidest du ...

00:35:56: Es gibt so viele Blender. Du hast das letztes Mal eh so schön gesagt: „Es gibt so viele Blender auf Social Media. Wie erkenne ich wen?" Ich würde immer schauen, was für Ausbildungen hat die Person gemacht. Ähm, ich mein, ich hab das studiert. Ich hab bei der Wiener Börse, in meinem Fall jetzt, Wiener Börse gearbeitet, Börsenhändlerkurs besucht, mit siebzehn schon Finanzakademie gemacht. Ähm, ich, ich versteh schon, von was ich red, ähm, aber dann gibt's Leute, die wollen einfach mit billigen Webinaren verdienen und die spamen dich mit Insta-Werbung voll.

00:36:18: Ich glaub-Grad die Männer, ich grad auf den Georg schaue, die Männer kriegen das besonders stark mit. Ähm, das ist nicht das Wahre, nur weil du da viel Werbung bekommst. Also wirklich drauf zu schauen, was für Ausbildungen hat die Person gemacht. Ähm, und genauso Sachen wie Trustpilot.

00:36:35: Ähm, ja, primär das ist das, das, was ich jetzt so mitgeben kann. Du hast auch geschrieben, also haben wir im Vorgespräch besprochen, aber auch bei Honoraren hast du geschrieben Honorarberatung statt Provision. Gibt's da welche, die da Provision wollen oder was?

00:36:51: Ja, ja. Also es ist schon so, dass Leute sagen, sie machen's unabhängig und es geht ihnen nur darum, dir zu helfen und dann verchecken sie da eine Versicherung. Okay. Und das sage ich, deshalb sage ich, ich sag das immer dazu: Bei mir gibt's keine Versicherung, keine Anlage. Das ist ein ganz anderes Business und i, ich find, man muss das einfach von Anfang an klar, klar dezidiert nennen.

00:37:10: Ich arbeite mit einer Bank zusammen, ich arbeite mit einer Versicherung zusammen. Nicht den Leute, die Leute im Glauben lassen, äh, man macht's, ähm, unabhängig, aber du willst ja am Ende des Tages durch die Produkte verdienen. Okay, verstehe. Ähm, und auf das eben bitte zu achten. Grundsätzlich, ähm, wirklich einfach wach zu bleiben.

00:37:29: Ich würd jedem empfehlen, sich zu überlegen oder aus dem Autopilot rauszukommen. Du hast es vorhin so schön gesagt: Wir warten, bis wir alt sind. Wir s-- So viele von uns funktionieren im Autopilot und checken nicht, warum wir eigentlich arbeiten, warum wir das machen. Und Finanzen hat super viel mit Psychologie zu tun.

00:37:46: Ähm, und sich einfach zu überlegen, w-warum mache ich das? Wie viel brauche ich in meinem Leben? Wie viel brauche ich, wenn ich in Pension bin, ist schwierig, wenn ich dreißig bin, aber ich kann's schätzen. Will ich so ungefähr so leben wie jetzt? Will ich auf einer Jacht sein? Muss ich ein bisschen mehr auf die, auf die Seite legen. Viel, mehr. Vielleicht irgendwann so finden und dann verkaufen.

00:38:01: Genau. Aber nein, glaube, das ist so der Anspruch auch. Und in Wahrheit ist ja a, a Rechnung. Ja. Es war damals schon knapp mit tausendachthundert Euro brutto bei mir. Es ist sich ausgegangen, weil einen zweiten Job nebenbei gehabt. Also ich muss mir jetzt selber, glaube ein Ziel setzen, wie viel wär cool, wenn ich Monat hätt.

00:38:17: Sind das tausendfünfhundert Euro? Sind das zweitausend Euro? Sind das tausend Euro on top zu vielleicht einer staatlichen Pension? Who knows? I rechne da mal nicht damit. I rechne, dass ich da umsonst reinbezahlt habe und dass es weg ist, weil i weiß, für mich meinem Hirn geht sich das einfach nicht aus, aber ich lass mich gerne des Besseren belehren, aber ich verlasse mich nicht drauf.

00:38:32: Und ich glaub, da ist einfach eigene Bildung essenziell und, ähm, eigene Bildung und was würde jetzt noch sagen, nie auf andere verlassen. Also im Sinne von auch es tun und in die Gänge kommen. Ich glaub, das ist auch ganz wis, wichtig. Also das ist ganz, ganz klar.

00:38:47: Finanzielle Unabhängigkeit ist glaube ich auch noch ein, ein, ein Riesenthema. Vielleicht kannst du uns auch dort Tipps geben, wie, wie, wie man es angeht, sage ich jetzt einmal. Ähm, ja, super spannend. Zunächst einmal ist das Thema finanzielle Unabhängigkeit was, was ich vererben kann.

00:39:04: Das heißt, wenn ich das für mich mache und ich habe jetzt Kinder, ich glaube, es hören viele mit Familien zu, dann, ähm, nehme ich das für mein Kind gleich mit, die Ausbildung und dass ich's mach. Eine kurze Rechnung vielleicht: Wenn mein Kind heute acht ist und ich will, dass mit achtzehn ein bissel Geld hat und ich investiere hundert Euro im Monat.

00:39:20: Okay, dann habe ich nach zehn Jahren, wenn ich das Geld bar auf die Seite lege, zwölftausend Euro. Und wenn ich das in ein breit gestreutes Produkt zum Beispiel investiere bei sechs Prozent Rendite, äh, also Gewinn im Jahr, ähm, sch-, sind das schon über sechzehntausend Euro.

00:39:35: mein, wie cool ist das? Dann ist der, der Achtzehnjährige hat sechzehntausend statt zwölftausend Euro. Ist schon was Nettes. Und, ähm, das kann ich für mich machen, da einfach auch frühzeitig dir zu überlegen. Ich glaub, viele in dem Alter ab dreißig kriegt man diesen Pensionsbescheid und, d-die Zahl, die draufsteht, erschreckt einen oft.

00:39:53: Aber das ist gut, das ist, das rüttelt euch wach. Und noch mal zu überlegen: Was ist deine Pensionslücke? Das mache ich auch oft, ähm, dir anzuschauen, wie viel wird da vermutlich im Alter fehlen? Da gibt's Rechnungen, kann man sich bei mir auf der Website auch anschauen. Ach, kann man das vielleicht reingeben? Das können wir reingeben. Ja. Das können wir gerne reingeben.

00:40:08: Und dann wirst du zum Beispiel, als Beispiel jetzt, ähm, wenn deine Pensionslücke neunhundert Euro sind, das heißt, dir fehlt ab sechzig neunhundert Euro im Monat auf deinen Lebensstandard, dann musst du aber nicht mit dreißig neunhundert Euro investieren, sondern ich hab mir das jetzt ausgerechnet ungefähr zweihundertneunzig.

00:40:26: Wenn du jetzt diese neunhundert Euro erreichen willst mit sechzig. Wenn du's mit fünfundsechzig erreichen willst, reichen vielleicht zweihundert Euro. Pro Monat, was auf die Seite lege, damit ich das decken kann. Genau. Und das einfach die Awareness. Desto früher ich beginne, desto mehr kann ich mir später auszahlen. Und das ist die Unabhängigkeit, die ich habe.

00:40:42: Ich habe dann diesen Topf, habe dann diesen Betrag, diesen, dieses Kapital mit sechzig, fünfundsechzig erreicht und nehme mir dann im Monat dreihundert, neunhundert, was auch immer ich dann brauche, zusätzlich zur staatlichen raus und das Geld wächst ja weiter. Das ist ja das. Und du, du lebst einfach so dahin und, ähm, ich glaub, das ist eine schöne Sache.

00:41:00: Wir zahlen alle durch unsere Arbeitskraft in das System ein. Wir dürfen auch was davon haben, wenn wir uns daran beteiligen. Das ist ein bissel oder das ist mir ganz wichtig, dass das die Leute heute mitnehmen. Was könn, kann man heute als Zuhörer:in abschließend tun? Schieß einmal los. Du hast mir noch ein paar Sachen zusammengeschrieben.

00:41:15: Ja. Ja. Wo man beginnt? Ja, genau. Reinschau-- Als Erstes einmal schauen, was reinkommt. Was ist am Konto? Was ist am Konto? Wie, äh, einfach dein Finanzverhalten. Ja, was sind so deine Gewohnheiten, die du vielleicht ein bisschen optimieren magst?

00:41:31: Hast du eine App, die du empfehlen kannst? Ja, ich habe ... Meine ist nämlich ein Schaß, glaube ich. Ja, also ich verwende, ähm, ganz gern, Zeit zu sparen, Finanzguru. Kann ich, kann ich empfehlen. Ähm, ich mag das ganz gerne. Ich habe da meine Priv, also nicht die Firmenkonten, sondern Privatkonto. Ähm, kann man Kredit, da kann man sein PayPal auch drin speichern und, ähm, das zeigt dir auch ganz gut die Budgets und wie gut du die Budgets einhältst.

00:41:52: Aber ist das auch so eine App, wo ich eingebe, ich weiß, für zwei Euro neunzig beim Kaffee? Das musst du gar nicht eingeben, sondern du hast deine Karte, die, die du verbindest. Da muss man, das ist eben wieder das Thema, wie viel, wo will ich, ähm, die Berechtigung hergeben? Es ist auch immer, es ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

00:42:08: Ich bin da sehr offen und sage: „Passt schon, schaut's ruhig in mein Konto rein." Und dann ist der Kaffee als Restaurant oder als Kaffeehaus eingespeichert und du, Karin, hast dir zum Beispiel jetzt vorgenommen, maximal dreißig Euro im Monat. Schaust du in die App rein: ähm,Weiß ich nicht, dritten des Monats bin ich schon bei dreißig, muss ich das Budget erhöhen.

00:42:25: Aha, so ist mein Verhalten. Und man hat so viele Aha-Momente und das geht's. Und von den Aha-Momenten lernst du und du, du investierst bewusster, du gehst bewusster mit Geld und dann bleibt da automatisch mehr über. Und dann ist das Nächste, was i, was ich vornehmen würd, ähm, Finanzbildung, Bücher lesen, Podcasts.

00:42:42: Ähm, wie gesagt, gibt alle möglichen Angebote und, ähm, hier auch, auch wirklich aufpassen, von wem man die Finanzbildung genießt. Es gibt, ähm, ganz viel amerikanische, deutsche Anbieter. Es ist bei uns in Österreich, wir haben ein anderes, wir müssen andere Steuern zahlen, ein bissl ein anderes System.

00:42:58: Das heißt am besten auch, äh, immer darauf zu achten, dass jemand Österreich-Bezug hat. Hast du eine österreichische Podcast-Empfehlung in dem Bereich? Ehrlich gesagt nicht. Oder deutsche? Ehrlich gesagt, äh-- Du kannst es dir überlegen, weil falls dir im Nachhinein noch eine einfällt, dann würde die auch dazu geben, weil ich finde, vielleicht ist ja da wer dabei, wo du sagst, jetzt auf, auf die Garchen.

00:43:18: Ja. Weißt eh, du musst immer dann schnell ablegen, du hast tausend Sachen in deinem Schädel. Aber wenn man dann im Nachhinein redet, vielleicht fällt uns noch irgendein Podcast ein, weil ich finde, das hilft immer. Auf jeden Fall. Du, i, i, i werd mich schlau machen. Ähm, auf jeden Fall. Cool. Ich eher nicht, P-Podcast höre ich eher mehr so health wise. Und, ähm, Finanzen lese ich mir ganz viel deshalb.

00:43:35: Okay, dann dieses, kommen die Buchempfehlungen alle rein. Die geben wir auf jeden Fall in die Show-Notes. Dann hast du zuerst gesagt, also Weiterbildung, also Konto checken noch mal, Ist-Stand checken. Dann, ähm, hast du gesagt, ähm, die Bildung. Ähm, dann hast du gesagt, ganz wichtig, die Finanzinventur- Ja. -um das noch mal zu wiederholen.

00:43:52: Im Sinne von einen Kassensturz machen, sich hinsetzen, so wie ich das jetzt auch mache, einfach ein bissl tracken und auf diese Aha-Momente warten oder auf die, wie ich sie nenne, imaginären Watschen. Reality Checks. Aber das ist so wichtig, weil ich schwör's euch, ich bin sonst fuchsteufelswild, weil dann ist das alles irgendwie, dann steht das und dann, dann kaufe ich da was ein und ich finde das sehr wichtig zu wissen, was was alles kostet.

00:44:14: Lieferdienste. So ist Beispiel bei mir, ich bin draufgekommen, wie viel ich für Lieferdienste ausgebe oder Restaurants. Ähm, das war unglaublich. Also die Summe will ich gar nicht nennen, weil man halt einfach so socialized. Oder Taxi. Ich habe eine Phase gehabt, da bin ich immer mit dem Taxi gefahren und dann habe ich da einmal reingeschaut.

00:44:29: Das ist Jahre her. Ich glaube, das war, bevor ich mit BMW den Deal gehabt habe. Da haben wir nur ein Auto gehabt, das haben wir uns geteilt und das hat meiste Zeit der Georg zum Training gefahren anno dazumal war das noch so. Und dann habe da mal reingeschaut in diese App und ich glaube, da ist da gestanden am Ende des Monats zweitausendfünfhundert Euro für Taxis. Das war ein ganz ein schlimmes Monat.

00:44:45: Und da habe ich fast, du, du nickst, du, tust so: „Arg", oder? Und dann so ein normales Monat waren so fünfzehnhundert. Und dann habe ich mir gedacht: „Das kann nicht sein." Zu Karin: „Aber das ist, weil ich's verdrängt habe. Ist eh wurscht. Zehn Euro da, fünf Euro da, fünfzehn Euro da, von mir daheim zwanzig Euro, babababa." Und das war mir dann alles so wurscht.

00:45:01: Aber das darf nicht sein. Und dann habe ich gesagt: „Okay, jetzt muss was ändern." Und dann bin ich wieder öffentlich gefahren, wie jeder normale Mensch mit hundertfünfundvierzig Taschen, weil ich so viel Scheiße immer mithabe. Aber w-warum bequem sein? Es geht ja anders auch. Aber du brauchst dieses Slap in your face. Du brauchst diesen in die Magengrube eine, dass mir schlecht wird, wie viel Geld gebe aus?

00:45:19: Nur so kannst du's machen. Ist nicht geil, aber es hilft. Das hat jeder. Also das ist auch wichtig. Du bist da, dadurch, dass man nicht über Geld redet, glaubt jeder, er ist, grad wir Frauen, wir schämen uns da, glaube ich, ganz gern. Ähm, jeder hat auf jeden Fall sein, sein Laster zu tragen. Wie gesagt, bei mir ist auf jeden Fall essen gehen, äh, ein Riesen-, ein Riesenthema.

00:45:37: Die ganzen Streaminganbieter, da wird's auch reduziert. Ähm, das Nächste ist, ähm, dein Risiko, wissen, was für Risiko du packst. Wenn ich sechzig bin, äh, werde ich ganz anders investieren. Da geht's mir darum, dass ich das Geld erhalte, möglichst risikoavers nennt man das, also mit wenig Risiko investiere.

00:45:54: Wenn ich zwanzig bin, ähm, dann habe ich so viel Learnings, habe so viel vor mir, dann werde ich risikofreudiger sein. Und es ist auch total wichtig, dass du weißt, was für Risikotyp du bist. Da gibt's Tests, mache zum Beispiel auch bei mir im Programm, ähm, weil du dann einfach anders investierst. Gell?

00:46:09: Wenn ich dir morgen – mache ich nicht – aber wenn ich dir was empfehle und das passt nicht zu deiner Risikotoleranz, ähm, dann wird deine mentale Gesundheit darunter leiden- Voll. -wenn's rauf und runter geht. Wenn du aber weißt, dass du das in Kauf nimmst. Ich bin voll der Risikofreudige, der Georg nicht.

00:46:25: Siehst du. Aber das ist gut, wir ergänzen uns gut. Na ja, schon auch, aber ich bin halt eher so der, der sagt so: „Ach, hebt sie schon aus." Es ist halt manchmal auch ein bisschen schwierig. Zwischen realistisch sein. Eh und unrealistisch und doppelt sein. Ignorieren mal? Nein, ignorieren tue ich's nicht. Jetzt können wir da diskutieren.

00:46:40: Ignorieren tue ich's nicht, aber ich bin halt oft so, das war bei Georgs erster Wohnung, das weiß er noch. Da war der Georg extrem jung, habe ich gesagt: „Scheiß drauf, wir machen das einfach." Und da war das schon so ein bisschen Thema. Natürlich, der Georg war zwanzig Jahre alt und ich sage zu ihm: „Hey, nimm deinen ersten Bonus und investier ihn das." Das war das Beste, was wir machen haben können. Super.

00:46:56: Aber natürlich, ich war älter und so weiter. Aber ich bin da eher so, dass ich mir denke so: „Was ist denn Worst Case so?" Ich bin in meiner Beziehung auch die Person. Ja? Na, er ist eher vorsichtiger. Du brauchst immer auch einen Counterpart. Das größte, größte Thema ist, dass ich nicht die Bildung hatte, weil meine Eltern das nicht gelehrt haben.

00:47:12: Ja. Bei uns hat niemand irgendwelche Immobilieninvestments gemacht. Deswegen wusste ich auch nicht. Das war nicht mal da. Und durch eben die Nähe mit der Familie, mit Karin ist das halt näher gekommen. Hör dir das an, was du gerade gesagt hast. Glaub ich nicht. Der Georg gesagt, er hat als Kind nie Familie, äh, Finanzbildung genossen im Sinne von Eltern einfach und das war halt nie ein Thema, während mein Bruder und ich schon so aufgewachsen sind mit dreizehn, Ein Hund namens Money, das Buch Fisch, all diese Bücher, die wir gelesen haben als Kinder und schon ganz selbstständig und ganz andere Beziehung zu Gölder gehabt haben.

00:47:41: Wir haben zwar nie Geld gehabt, aber wir haben gewusst irgendwie mehr halt zu dem Thema und deshalb ich das dann gleich gesagt zum Georg: „Hey, kauf die Wohnung. Das war das Beste, was machen haben können." Und deshalb, ich bin, ich bin die ärgste Rowdy, auf so einem wüden Pferd. Das bin ich so. Und der Georg reitet halt so gediegen dahin, aber wir ergänzen uns ganz gut, weil er muss den Rowdy manchmal ein bisschen stoppen und mit dem Lasso einfangen, weil ich war sonst fuchsteufelswild, es in einer, uns bildlich zu erklären, wie das so funktioniert in unserer Beziehung und in unserer Ehe.

00:48:08: Na ja, aber ja, nichtsdestotrotz, wir haben jetzt schon fast eine Stunde. Wir werden auf jeden Fall Teil zwei machen, weil das ist notwendig. Also Teil drei in dem Fall dann, dass wir uns noch mal treffen. Ähm, sonst wird das nämlich überlang.Ich glaub, es war anlässlich des Weltfrauentags wieder mal eine tolle Erinnerung, dass wir, ja, nicht nur unsere Stärke feiern vielleicht, sondern auch vielleicht ein bissl Verantwortung übernehmen und dann auch ins Tun kommen.

00:48:33: Ich glaub, das ist ganz, ganz wichtig. Danke dir für deine Zeit, dass du extra hergekommen bist wieder, weil das ist schon auch nicht selbstverständlich. Das muss ich ganz ehrlich sagen, weil du hast einen, einen vollen Tag und i, i, weiß das sehr zu schätzen, weil wir machen das alle für euch da draußen, die zusehen und das machen wir gern.

00:48:49: Und in diesem Sinne vielen, vielen Dank, dass du da warst und, ähm, ja, uns auch gezeigt hast, dass diese finan-finanzielle Unabhängigkeit, es ist kein Luxus. Es ist einfach ganz klar, es auf den Punkt zu bringen, Selbstschutz im jetzigen Moment. Und, ähm, ja, ich freue mich jetzt schon auf, auf die nächste Folge mit dir, die schon bald hoffentlich sein wird.

00:49:08: Das machen wir fix wieder und sag danke für deine Zeit. Danke, Karin. Vielen lieben Dank. So toll, dass du deine Reichweite für wichtige Themen nützt. Danke euch fürs Zuhören. Einen wunderbaren Weltfrauentag. Ich weiß nicht, ob es davor ist oder danach ist. Wurscht, wir sind die Geilsten. Lasst euch nichts gefallen, stellt euch auf die Haxen und übernehmt Verantwortung.

00:49:26: Es ist Selbstschutz. Ich mag das. Ja. Das ist ein cooles Wort. Oder Selbstliebe. Oder so. Noch besser. Das klingt positiver. Ähm, in dem Fall, wie immer, ihr wisst das Spiel, kommentiert zu unserem Podcast auf Spotify direkt. Ich freue mich immer, wenn ich auf Spotify auf die App, wenn ich gehe und dann schaue ich da, was da drunter steht.

00:49:43: Ihr schreibt da immer fleißig. kommentiert zu unsere Clips immer auf Instagram. Das freut mich auch sehr. Also empfehlt es weiter, vor allem Folgen wie diese. Ich glaub, die helfen auch vor allem schon junge Menschen. Wir haben alle Verantwortung. Gehen wir mit gutem Beispiel voran, weil nur so können wir was verändern. In diesem Sinne ciao, servus und bis bald. Tschüss.

00:51:02: Kriegen wir eine Pension ja oder nein? Das Thema ist, dass es sich aktuell einfach nicht ausgeht mit den Pensionen. Die Gender-Pensions-Gap liegt bei vierzig Prozent. Vierzig Prozent. Das heißt, und jetzt muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Frauen bekommen im Schnitt rund vierzig Prozent weniger Pension als die Männer.

00:51:21: Wie arg ist das? Wenn du zwanzig ungefähr hundert, hundertzwanzig Euro, äh, investierst, bist du Millionär mit fünfundsechzig. Allein mit diese hundert Euro.

00:51:54: Willkommen zurück zu einer neuen Podcast-Folge Constantly Changing, Constantly K. Die Folge erscheint rund den Weltfrauentag und alle, die mich kennen, wissen, dass ich immer frei Schnauze rede und einfach versuche auch, mit gutem Beispiel voranzugehen einfach immer wieder meine Werte zu predigen, die mir wichtig sind.

00:52:14: Und eine, eine Sache, eine ganz große Sache, die mir wirklich seit Jahren am Herzen liegt, ist das Thema Geld, ist das Thema, Thema finanzielle Bildung. Und das war so witzig, weil wir haben mit meiner heutigen Gästin habe ich vor paar Wochen schon einen Podcast aufgenommen, nämlich genau zu dem Thema.

00:52:33: Und wir haben da geschwatzt und geredet und im Nachhinein habe ich voll viele Nachrichten auch gekriegt und die haben gesagt: "Okay, bitte mehr davon und es ist so wichtig und ihr müsst da mehr drüber reden." Und deshalb freut's mich extrem, dass die Jasmin wieder da ist vom Fem Finance und uns heute Rede und Antwort steht zum Thema Frauen und Geld.

00:52:50: Willkommen zurück. Vielen Dank. Ich freue mich riesig. Mega. Du, mach zu. Wir haben ja so ein bisschen Vorgespräch geführt und dann haben wir so geredet, über was reden wir heute alles. Und ich glaube, wir müssen so ein bisschen diese Timeline durchmachen, wie wir groß worden sind, ähm, versus wie das heutzutage ist.

00:53:06: Und es ist schon so, dass ich bis zum Schluss, also mein Opa ist letztes Jahr verstorben oder ja, letztes Jahr war das, war das schon so und da habe ich das halt auch mitgekriegt, zwei Geldtascherl beziehungsweise wenn die Oma sich ein Geld genommen hat, ist zuerst vom Opa sein Geldtascherl genommen, hat sie da zwanzig Euro rübergetan und mit das dann einkaufen gegangen.

00:53:22: Beziehungsweise meine Oma hat vermietet, dann hat sie schon ein bisschen was gehabt, aber es war schon immer so eine klare Rollenverteilung, ähm, wie das so gehandhabt wird. Vielleicht kannst du uns ein bisschen abholen, ähm, über diesen geschichtlichen Aspekt früher versus heute. Beziehungsweise ich glaube auch nicht, dass früher alles besser war.

00:53:37: Sagen hört man ja auch immer wieder diesen Satz und der ist in dem Fall, ja, nicht so gut, finde ich jetzt einmal. Ja, super, super Einstiegsfrage. Ähm, vielleicht ein bisschen zu meinem Kontext oder damit die Leute ein bisschen besser verstehen, warum ich auch zu dem Thema Bildung komme, in dem Fall Finanzbildung.

00:53:56: Ähm, ich habe eine Oma, die, meine Oma kann nicht lesen und nicht schreiben. Das kann man sich, glaube ich, schwer vorstellen heutzutage. Ist dem geschuldet, dass damals, äh, der Unabhängigkeitskrieg war und man weiß, Kriegsverbrechen vergeht man an, an Kindern. Und dann haben meine Urgroßeltern gesagt: "Die schicken wir nicht in die Schule." Und das heißt, ich habe eine sehr junge Oma, die nicht lesen und schreiben kann und, ähm, die aber das Glück gehabt hat, einen Mann zu haben.

00:54:20: Also mein Opa hat da ein kleines Schreibwarengeschäft gehabt in, in dem Dorf, ähm, und hat sie beteiligt. Und das war für damalige Verhältnisse eigentlich super progressiv. Und meine Großeltern waren zwar, mein Opa sehr wenig in der Schule, meine Oma gar nicht, aber die haben immer den Wert von Bildung gesehen.

00:54:35: Und ich sehe heute, auch wenn die Beziehung super ist und auch eine Vorbildsbeziehung, wie abhängig meine Oma ist. Jetzt im Alter auch, du kannst nicht lesen und schreiben. Es muss dir immer der Mann die Medikamente vorlesen. So, jetzt geht's Lesen und Schreiben. Was hat das mit Bildung zu tun? Genauso wie früher der Mann nur a Konto haben durfte.

00:54:53: Du hast die Erlaubnis vom Mann gebraucht. Das ist ja alles erst fünfzig Jahre her. Musst du mal vorstellen. Es ist erst fünfzig Jahre her, dass wir als Frauen überhaupt ein eigenes Konto aufmachen dürfen, dass wir einem Beruf nachgehen dürfen, ohne dass wir die Unterschrift vom Ehemann brauchen. Ähm, und da hat sich einfach viel getan.

00:55:09: Das Ding ist, man vergleicht sich ja immer mit den Vorgängergenerationen, glaube ich, oder macht irgendwie jeder. schon. Und das ist schwierig, weil die haben anders gelebt und wir haben zwar jetzt heute alle die Rechte, die Vorgängergenerationen haben von den Rechten nicht wirklich Gebrauch gemacht und dann bist du ein bisschen in so einem: Wo sind die Vorbilder?

00:55:26: Ähm, deshalb ist so wichtig, dass wir heute drüber reden. Wir haben die Rechte, nützen wir's. Wir haben diese Privilegien. Wir dürfen uns als Frauen alleine ein Haus kaufen, eine Wohnung kaufen, ähm, ein eigenes Konto haben, selbst bestimmen. Es ist einfach gesellschaftlich schwieriger, weil man, ja, weil uns einfach die Vorbilder fehlen, finde ich.

00:55:43: das ist eigentlich voll gute Punkt, finde ich, dass uns die Vorbilder fehlen, weil das ist wirklich so und ich kann mich erinnern, meine Oma war schon immer voll das Vorbild, weil die war die ärgste Hacklerin. Also die hat eine Frühstückspension gemacht, hat die Zimmer bis vor ein paar Jahren noch und die ist jetzt mittlerweile Mitte achtzig, selber putzt. Also ich glaube, bis zweiundachtzig hat die sicher jedes Zimmer bei jedem Wechsel und früher war das ja Samstag Samstag.

00:56:03: Alle, die uns jetzt zuhören, wissen von der Gastro, Samstag war Bettenwechsel. Das hat sich mittlerweile verändert, weil die wenigsten Leute können sich eine, können sich eine Woche Skiurlaub leisten. Dann ist man flexibler geworden, aber sie hat nie Hilfe gehabt, sie hat immer jedes Zimmer selbst geputzt, ähm, und hat nebenbei im Sommer, das weiß ich auch noch, immer die Fußballtressen gewaschen von allen umliegenden Fußballvereinen bei uns in der Region.

00:56:24: Also ob das Flachau war, Bischofshofen und so weiter. Und ich kann mich noch erinnern, im Sommer hat die Oma dann immer gesagt: "So, jetzt tun wir wieder Stutzen zusammenlegen." Und dann haben wir die Socken von den Fußballern zusammengelegt und die Tressen und so. Da hat es eine eigene Falttechnik gegeben und da bin ich im Garten immer gesessen. Das hat mich irgendwie voll gefreut, weil ich mir gedacht habe: „Hey cool, die zeigt mir halt, wie man das tut." Und dann bin ich mit dem Opa die Tressen liefern gefahren.

00:56:44: Also dann zu die, zu die Zeugwarte, aber immer privat nach Hause, also nicht zu die Fußballvereine direkt. Und ich habe gesehen einfach, wie viel sie gekackelt hat. Und das Arge war und meine Oma war immer voll transparent, da wo es das Geld anbelangt, weil mein Opa war auch selbstständig, der war Schneidermeister-Die haben früher eine Putzerei gehabt, das ist dann irgendwie in insolvent oder Privatkonkurs gegangen, glaube das haben sie nicht geschafft.

00:57:04: Long story short, sie waren beide das ganze Leben selbstständig und haben dann gemeinsam eine Pension gehabt, gemeinsam von unter tausend Euro. Und zu zweit, die haben aber Haus zum Erhalten und trotzdem haben wir Kinder oder wir Enkelkinder immer a Geschenk kriegt zu Weihnachten und haben wir immer, es war immer Schlaraffenland bei der Oma.

00:57:21: Ich weiß nicht, wie sie das gemacht hat. Also sie, sie hat dann irgendwann habe ich das mal gehört so durch die Blume, hat eher nur Kartoffeln gegessen. An sich selbst gespart. Genau. gerade sagen. Damit sie's uns dann ermöglichen können. Aber was ich damit sagen will, sie war so ein geiles Vorbild, weil von ihr habe ich früh gelernt, was es heißt, arbeiten zu müssen.

00:57:38: Aber halt trotz alledem war's so, dass trotzdem mein Opa derjenige war, der der Herr im Haus war. Ja. Und das muss man einfach ganz klar sagen. Und, ähm, das ist was, was leider Gottes bis zur heutigen Zeit durchzieht. Warum ist das so? Das ist mal die erste Frage an dich gestellt.

00:57:55: Woran liegt es, dass da einfach so wenig Change ergibt, auch in, in, in Hinblick auf Carearbeit? Weil das, das ist ja auch so ein-- da gehen wir dann danach hin. Aber vielleicht zuerst die erste Frage: Woran liegt es, dass das immer noch so eine arge Gap ist? Ich hab dann paar Statistiken mit, aber jetzt mal allgemein gesprochen.

00:58:11: Na ja, es gibt so viele Gründe. Fangen wir mal an, wenn wir klein sind. Ähm, wenn du überlegst, was man dir als Mädel gesagt hat, du hast einen Bruder. Im Vergleich zum Bruder, also sei nicht zu laut, sei nicht, sei vorsichtig, ähm, immer brav bleiben, am besten immer lauter Einser schreiben, immer nach diesem Schema vorgehen.

00:58:27: Ähm, und ich rede total oft drüber, aber es ist, es ist einfach ein Thema, das Frauen viel zu wenig zugemutet wird. Risiko ist nichts für dich, ähm, Geld ist nichts für dich. Und dass wir, dass wir, ich mein, wenn du dir anschaust, auch Statistiken, mit wie viel weniger Wissen sich oder wie viel weniger Erfahrung sich Männer auf Jobs bewerben, zum Beispiel als Frauen.

00:58:46: Wir Frauen, wir brauchen gefühlt hundertzwanzig Prozent von dem, was in der Job Description steht. Und dann schaust du dir Männer an, die vielleicht dreißig Prozent haben und sagen: "Wurscht, ich probier's." Ähm, weil's ihnen hier und da auch aufgeht. Also da sind wir nicht wirklich selbst schuld. Das ist einfach die Konditionierung. Ähm, und dann natürlich, äh, unter uns gesagt, das Patriarchat, ja.

00:59:04: Wir bekommen Kinder ab dem Zeitpunkt Carearbeit. Du wirst Statistiken haben, aber man kann jetzt schon sagen, ähm, ungefähr zwei Drittel mehr Carearbeit passiert, also bei Frauen. Man muss dir mal vorstellen, was das in Zeit bedeutet. Wo hab ich da die Zeit, für mich finanziell vorzusorgen? Wo hab ich Zeit, mich auszubilden?

00:59:19: Ähm, und durch die Carearbeit kommen wir einfach viel zu wenig zu uns. Wir sparen, wir, wir, wir kümmern uns. Also das ist, das ist diese Kümmerfalle. Wir kümmern uns Angehörige, Kinder, Haushalt und wir kommen zu kurz. Über das werde heute auf jeden Fall oder über das möchte noch ganz, ähm, ausführlich sprechen jetzt dann a.

00:59:36: Ähm, aber jetzt gehen wir noch mal ganz kurz zurück von was du vorher auch gesagt hast, dieses, diese alten Wege, wo sie einschleichen und also dieses, wir trauen uns nichts zu. Das Krasse ist, es hat ja diese feministische Bewegung gegeben und die gibt's ja immer noch, die war ja ganz krass vor paar Jahren, ist immer noch da.

00:59:52: Aber jetzt kommt mir vor und das ist ganz, ganz schlimm zu beobachten auf Social Media vor allem, geht ja der Weg wieder zurück. Da gibt's ja ein eigenes Wort dafür. Jedes Mal wieder frage ich, was das Wort ist. Ich habe es schon wieder vergessen. Tradwife. So. Genau, weil ich wehre mich gegen das, weil ich mir denke so und ich merke das ja selber, wenn ich Umfragen mache bei meinen Followerinnen und sage: "Hey, das sind junge Mädels teilweise, aber in meinem Alter und so weiter, wer macht was daheim?" Dann sagt sie, sie, sie kocht und sie räumt Geschirrspüler aus, weil er macht's einfach nicht.

01:00:17: Und er sagt dann auch, wenn nach Hause kommt: "Warum soll ich das jetzt machen?" Und für mich ist das eigentlich keine Diskussion, weil für uns war das immer so, dass das aufgeteilt war, weil eine Beziehung ist nicht fünfzig, fünfzig oder in dem Fall fünfzig und zu die fünfzig Prozent gehört bei der Frau putzen, waschen, was auch immer. Nein, ist nicht, weil ich komme oft hin, ich komme heim und von sieben Tagen kocht der Georg fünfmal, weil es halt einfach jetzt so ist.

01:00:37: Dann ist's so und dann gibt's aber wieder Wochen, da ist es andersrum, ja. Mein Gott, das kann ich an der Hand abzählen, wie oft ich das tue. Leider Gottes. Aber nein, Ernst bei Seite. Und das ist ja auch bedenklich, dass man sagt, jetzt haben wir uns das so erarbeitet, all diese Rechte, und jetzt geht der Trend wieder in die andere Richtung. Ja, ich, ich find's auch bedenklich.

01:00:53: Ich schreibe da auch regelmäßig drüber. Das Einzige, was ich den Tradwives in dem Sinn wünsche, ist, dass sie schon mit TikTok und Instagram so viel Geld verdienen, dass sie den Mann nicht brauchen. Ich glaube, du sagst das ja eh auch oft, diese Blenderwelt. Man zeigt, wie man selber den Kakao macht für die Schokolade und das dauert dann alles drei Wochen.

01:01:09: Man verdient mit diesen Videos ja hoffentlich auch, auch Geld und ich wünsche mir dann immer, wenn ich diesen Content reingespielt bekomme, dass die Frauen zumindest privat finanziell unabhängig sind, ich ehrlich sagen. Ja. Es ist ein bisschen so mein... Voll, das Ding ist halt, selbst wenn die gut das Geld verdienen, die haben einen Einfluss. Ja klar. Und da muss man einfach auch wieder darauf hinweisen, alle, die jetzt zuhören, das ist immer mein, mein Standardsatz, aber das sind immer so diese Key Take Aways, die ich ja mitgeben will.

01:01:33: Die kriegen schon ein Geld dafür, Leute. Also das ist jetzt so, dass die jetzt daheim sind und dann Mrs. Perfect Housewife und Mom und was auch immer sind, sondern die kriegen ein Geld dafür. wegen dem heißt es nicht, dass ihr das jetzt automatisch machen müsst. Beziehung ist immer, oder sollte ein Miteinander sein. Ja, wenn ich alleinerziehend bin, habe ich es eh schwer genug.

01:01:49: Das ist andere Geschichte und ein anderer Kaffee. Aber wenn jetzt wirklich in einer funktionierenden Beziehung bin, dann sollte das auf keinen Fall so sein. Und das liegt dann schon auch ein bisschen an uns, das zu steuern und diese Stigmas und diese ganzen Schubladen, ähm, auszuräumen und neu einzusortieren, würde ich jetzt mal sagen. Jetzt hast du ganz kurz, also zuerst eben über Carearbeit gesprochen.

01:02:07: Ähm, du hast gesprochen über Kinder, Haushalt. Wir müssen Angehörige pflegen und das ist alles unsichtbar bezahlt. Und das, du sagst selber, dass diese Carearbeit einer der größten Vermögensverluste sind von uns Frauen. Ja. Warum ist das so?

01:02:23: Na ja, da gibt's zum Beispiel das Buch, äh, Invisible Women, das ich empfehlen kann, allen, die sich interessieren. Generell, wo Frauen außer, ähm, wie soll ich sagen, außer Acht gelassen werden, sei das in der Wissenschaft, ähm, sei das bei, durch Carearbeit, was du da für Nachteile hast. Also ein ganz tolles Buch von Caroline, ähm, Criatesse.

01:02:40: Und- Das verlinken wir in den Show Notes. Können wir verlinken. Das ist, kann man auch als Hörbuch hören. Und, ähm, da wird geschätzt in dem Buch, dass, ähm, die zehn Billionen, äh, US-Dollar durch Carearbeit, die wir gratis verrichten. Das ist ja einfach alles Leistung, dass uns da entgeht. Ähm, und das war immer schon selbstverständlich, dass das Frauen machen.

01:02:58: So, jetzt war's früher so, wenn du ein bisschen drüber nachdenkst, wie es bei den Großeltern war. Du hast gesagt, die Oma hat immer gearbeitet, hat aber kein Geld dafür gekriegt oft. Oder wenig. wenig, genau. Bei mir ist auch so, meine hat acht Kinder gehabt, hat eigentlich nie aufgehört zum Arbeiten und immer nebenbei was gemacht. Ähm, aber verdient hat halt immer der Opa.Und das war klar, man hat früher mit einem Gehalt ist man irgendwie ausgekommen, gell?

01:03:19: Und das ist aber heutzutage nicht mehr so. Das ist, wir haben die Care Bytes, die fast genauso ist wie früher. Nur dass heute zwei Leute arbeiten gehen müssen, damit du dir das erhalten kannst. Da stimmt irgendwas nicht. Da müssen die Omas einspringen und so weiter. Nehmen wir die rot. Ist ja das nächste. Wenn man die hat. Genau.

01:03:34: Und i-ich mach das halt immer so, auch in meiner Arbeit. Ähm, i-ich werd wirklich so oft gefragt: "Wie machst du das?" Ich hab keine Kinder, ich, ich bin Tante, glückliche Tante. Ähm, aber dass ich echt sag: "Schreib dir mal auf, was du machst und dann gibst du dem einen Wert." Weil ich glaub, Männer brauchen oft oder Pa-- Menschen brauchen Zahlen.

01:03:52: Und dann sage ich: "Okay, ich putz fünf Stunden die Woche, rechne mal zwanzig Euro die Stund. Dann habe ich die Kinder so und so viel allein. Gib dem einen Wert und red einmal drüber, was das an Care Byte kostet. Und wenn ihr dafür weniger arbeite, dann heißt's für mich einfach eine Art Ausgleich zu fordern.

01:04:10: Und da bin ich wirklich, äh, relativ hart. Das kann man, das ist dann Geld, das muss jetzt nicht eins zu eins bezahlt werden. Überhaupt nicht. Aber dass man sagt, die hundert Euro, die zweihundert Euro, man einigt sich auf einen Betrag, das investierst du in deine Zukunft, weil dir entgeht das bei der Pension.

01:04:26: Wir werden wahrscheinlich eh über das Thema sprechen. Dir entgeht das. Du, also, ähm, ich auch wirklich, da, da ermu-da ermutige ich vor allem echt auch die Frauen, die, die dazuhören, mit Kindern zu Hause. Bitte nehmt euch Zeit, schreibt's euch auf. Eure Arbeit ist was wert. Nur weil's nicht bezahlt ist, heißt nicht, dass nichts wert ist.

01:04:43: Das ist so wichtig. Das ist voll wichtig, was du sagst. Aber ich glaub das oft. Und jetzt bin ich wieder, sprich von einer anderen Brille, nämlich von meiner außenstehenden Brille. Du sprichst jetzt von hundert, zweihundert Euro und ich weiß genau, dass da jetzt Leute zuhören und sagen: "Ja, eh nicht. Mein Mann arbeitet. Und wenn der, wenn ich sag, gib mir hundert Euro von deinem Gehalt, wird er sagen, geht sich nicht aus." Wo setzt man an?

01:05:01: Also wenn du jetzt wirklich sagst, okay, ähm, in der Zeit von zum Beispiel, ich bin in Karenz. Man muss ja sagen, in Österreich, ähm, arbeiten rund siebenundvierzig Prozent der Frauen in Teilzeit und bei Männern sind's unter dreizehn Prozent. Das ist arg. Also laut diesem ist schon erschreckend, dass siebenundvierzig Prozent der Frauen Teilzeit und nur Männer nehmen das dreizehn Prozent in Anspruch.

01:05:21: Und die, die Gender Pay Gap liegt bei circa achtzehn bis zwanzig Prozent, hat's mir ausgespuckt. Und, und jetzt kommt's: Die Gender Pensions Gap liegt bei vierzig Prozent. Vierzig Prozent. Das heißt, und jetzt muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, Frauen bekommen im Schnitt rund vierzig Prozent weniger Pension als die Männer.

01:05:39: Wie arg ist das? Die sind aber teilweise jahrelang in Karenz. Und das ist, ähm, ja, das sind harte Zahlen. Und wenn ich jetzt überlegt einmal, wenn ich zwanzig Jahren Teilzeit arbeite, verliere nicht nur Geld heut, sondern auch morgen. Und ich glaub, das muss in die Köpfe rein. Aber wenn man sich jetzt diese ganzen Zahlen anschaut, die erschreckend sind, gibt's diesen ultimativ ...

01:05:59: Also wenn ich jetzt zum Beispiel sag dann die zu und sag: "Ja, eh nicht, dass du mir das jetzt sagst, aber wo soll die hundert Euro hernehmen? Wo fange ich an?" Okay, machen wir's mal so: Die, die Basis für alles ist immer, nennen wir's Kassasturz. Man kennt's von der-- Ich hab auch, ich hab auch in der Gastro gearbeitet.

01:06:15: Am Ende schaust, was in der Kassa ist. Was ist reingekommen, was ist rausgegangen. Und das nicht nur im letzten Monat, sondern wirklich: Was hab ich das ganze Jahr mit meiner Kohle gemacht? Weil da beginnt's. Und ich sage jetzt nicht, dass jeder zweihundert Euro findet. Überhaupt nicht. Ich we-weiß sehr gut, dass, ähm, ich hab auch für mein, für mein Geld oder ich arbeite auch hart für mein Geld.

01:06:33: Ich war auch Studentin und ich weiß sehr gut, wie viel zehn Euro wert sind am Ende des Monats. Aber mal überlegen und draufkommen: Hey, war ich vielleicht letztes Monat fünfmal beim Mecki, unter uns gesagt, kann ich stattdessen dreimal gehen? Ähm, kann ich statt zehnmal ...

01:06:49: Es ist einfach ein Bewusstsein zu bekommen. Ähm, man kann hier und da, das glaubt man gar nicht, hier Abo einsparen, da ein Abo einsparen, dann ist man bei zehn, dann ist man bei zwanzig Euro. Und so beginnt man. Und man verändert durch diese Finanzinventur, wenn du so willst, verändert man einfach so sein Konsumverhalten.

01:07:05: Es motiviert dich auch, mehr zu verdienen. Also das hat irgendwie ganz viele Effekte und da würd ich ansetzen. Und weniger ausgeben. Also wisst ihr, jetzt mache? Das ist ja das Beste. Ähm, ich hab eine Ausgaben-App mir runtergeladen. So. Und das ist irgendeine null acht fünfzehn, kann gern verlinken, aber ich würd jetzt nicht empfehlen, weil da gibt's sicher bessere.

01:07:22: Und vielleicht hast du dann noch mal eine Empfehlung für so was. Und da hab ich, quasi, da geb ich alles ein, meinen Daily Coffee. Ich hab das also benannt jetzt, weil ich geh jeden Tag und das ist auch das, was ich mir gönne in der Früh, meinen Kaffee, den könnt ich mir schon mal als Erstes sparen, da fang ich schon mal an. So. Ähm, wurscht. Aber da sehe das und ich hab letztens zum Georg gesagt: "Fuck my life.

01:07:39: Ich hab schon so viel Geld das Monat ausgegeben, aber mit Spaß." Also jetzt nicht, dass ich sag, das waren Dinge mit Mehrwert. Das war nicht mal Bildung, sondern es war wirklich nur Blödsinn. Und ich splitte da so einen schönen Kreis auf und dann siehst du genau, wie viel Ze-- wie viel Geld gibst du für Fetzen aus, also in dem Fall Gewand und so Blödsinn. Wie viel Geld gibst du für Lebensmittel aus und so weiter.

01:07:56: Diese App beinhaltet bei mir nicht einmal die Fixkosten. Wenn ich die reintue, wird mir ganz schlecht im Sinne von Miete, Büro, Personalkosten, das Ganze, das hab ich jetzt mal außen vor. Da geht's nur mich privates, Karin. Und ich sag euch, wenn ihr das macht, das ist brutal. Also du bist so, das, das in your face, das tut schon weh auch.

01:08:13: Ja. Aber ich glaub, es muss wehtun, damit du checkst: Hey, du schleuderst das Geld raus oder du machst das gut, wie auch immer. Aber Fakt ist, wir haben das schon ein bisschen selber in der Hand, dass wir das steuern. Du hast Apps angesprochen. Ich glaub, das hört man immer wieder raus. Über das haben wir letztens schon gesprochen, glaub ich, bei die Top fünf Takeaways, was du den Leuten mitgeben kannst, dass man sagt: "Okay, schaut euch mal eure Abos an." Ähm, ich hab ja letztens auch wieder, ich hab RTL Plus oder RTL irgendwas, zwölf Euro im Monat.

01:08:38: Dann hab ich das mal kündigt. Da ich gedacht: Für was brauche das Scheißdreck? Das hab noch nie, das hab ich einmal gemacht bei Dschungelcamp. Das schau ich jetzt nicht mehr. Also zahl ich zwölf Euro jetzt Monat. Und ich kann mich noch erinnern, mein erster Bausparer waren zwanzig Euro und mein Banktyp hat mich angeschaut, der Roman, der ist super, aber da, ich glaub, in dem Moment hat er sich gedacht so: "Nein, Eli, aber jetzt machst du einen Bausparer für zwanzig Euro." Wurscht.

01:08:57: Super. den Jahre später rausgekriegt und das ist halt zu dem Zeitpunkt sind nur zwanzig Euro möglich gewesen. Fertig, aus, Basta. Und ich glaub, das sind so, so Dinge, die ich euch empfehlen kann. Und-Dieser Kassensturz, diese Finanzinventur, wie du sie genannt hast, die ist essenziell und ich glaub, das ist mal der Erste Schritt.

01:09:14: Ja. Und dass ich dann sag: „Hey, Husband, Wife", wer auch immer dann dafür zuständig ist, dass es halt equal ist, der, was halt daheim bleibt, ähm, dass man sich da einfach, glaub ich, auch brutal das ehrlich ins Gesicht sagt und sagt: „Okay, so schaut's aus. Das sind die Stunden. Wir müssen da irgendwie einen Weg finden, egal in was für einer Form." Und dass du dann sagst: „Okay, man investiert das." Genau, ich würd, also wenn man sich's leisten kann, ich würde einen Teil, wenn möglich alles, für, für die Altersvorsorge investieren.

01:09:37: Das ist dann das, was dir entgeht. Ähm, du hast Kosten angesprochen. Ich glaub, w-worüber wir viel zu wenig sprechen, ist auch das Thema, ähm, wie wir durch die ganze, äh, Industrie auch als Frauen vor allem dazu gebracht werden, Geld auszugeben, das wir nicht haben. Ähm, alle zwei Wochen Nägel machen gehen muss man nicht.

01:09:54: Ich versteh, hi-- man will gut ausschauen, das hat auch was mit Selbstwert zu tun. Aber hier und da auch zu überlegen, wie viel ist wirklich notwendig, wie viel Kosmetik ist notwendig und so weiter. Ich versteh, ich bin selber eine Tussi, hab auch viele Lippenstifte. Ich versteh das schon. Aber, ähm, im Großen und Ganzen sich da echt zu überlegen, wie viel passt, wie viel brauch ich.

01:10:11: Ähm, und Thema Pink Tax. Weiß nicht. ist das? Hast du da schon mal über das gesprochen? Was ist das? Dass wir Frauen einfach dafür, dass was pink verpackt ist, ähm, sehr viel mehr zahlen. Und jetzt gehst du in den DM oder gehst in BIPA und schaust dir mal an, ähm, wie viel du für Frauenrasierer zahlst und wie viel du für Männerrasierer zahlst.

01:10:28: Aha. Und wie viel, wie viel schlechter Frauenrasierer sind. Pink Tax? Und das nennt man Pink Tax, ja. Pink. Also Pink. wie die Farbe. Egal ob's jetzt ein Duschgel ist, ähm, Shampoo. Ähm, ich nehm immer gern das Beispiel mit den Rasierern, weil die funktionieren einfach schlecht.

01:10:44: Man kann stattdessen zu den Männerprodukten gehen, spart sich was. Es schaut halt nicht so süß aus. Aber ja. Schau her. Also Pink Tax ist tatsächlich auch was. Das ist auch wieder a guter Tipp. Das sind so Dinger, das, das, was man im Alltag ja einfach tut, weil man's tut. Ich liebe ja alles, was irgendwie so cute ist, aber ja, cute ist teuer.

01:11:00: Ich Und das ist natürlich schon der erste Sch, ähm, Schritt, dass man sagt: „Okay, vielleicht schauen wir da mal mehr hin." Ähm, wir sprechen sehr viel über den Jetztstand. Du hast da zuerst dieses Pensionsthema angesprochen und das ist was, da müssen wir, das ist ein bisschen eine unbequeme Wahrheit und deshalb war das mir halt ein großes Anliegen, dass ich das mit reinnehme, dieses Thema.

01:11:20: Du hast auch gesagt, für Altersvorsorge und da möchte ich jetzt auf jeden Fall, ähm, ähm, reinspringen in dieses Thema, weil wenn ich mit den Mädels im Büro rede oder auch ich, lang bevor mich damit auseinandergesetzt habe, jetzt setz ich mich mehr schon damit auseinander. Wenn ich frag: „Hey, habt ihr, tat ihr vorsorgen?

01:11:37: Habt ihr irgendwas auf der Seite? Irgendeinen Bauspar, irgendeine Vorsorge dann auch fürs Alter?" Sagen w-- ganz oft, die, die, und da bin ich auch nicht einmal böse, ist die Aussage: „Ich zahl eh ein. Ich zahl ein und ich krieg immer was raus." Vielleicht kannst du da mal ein bisschen aufklären und dass von deinem Mund kommt, weil wenn ich red, ist das immer moi g'scheit.

01:11:55: Du bist der Profi. Wie schaut's wirklich aus? Und rede mal Tacheles. Kriegen wir eine Pension, ja oder nein? Gute Frage. Da muss man, glaub ich, äh, den Finanzminister oder Ministerin hoffentlich in zwanzig Jahren fragen. Na, ähm, das Thema ist, dass sich's aktuell einfach nicht ausgeht mit den Pensionen.

01:12:10: Also ich glaub, viele Leute- hört man immer wieder. Das musst jetzt genau erklären, weil- Das erklär ich gern. Viele Leute glauben, dass das, was sie, ähm, Pensionsbeitrag zahlen, dass sie das bekommen. Ja, das würde sozusagen wie so ein Sparbuch auf die Seite legen. In Wahrheit finanzieren wir jetzige Pensionistinnen und Pensionisten.

01:12:26: Das ist einfach aus dem System gewachsen, dass die arbeitende Bevölkerung praktisch die Pensionisten finanziert. Das geht sich dadurch, dass Menschen in Österreich immer weniger Kinder bekommen, nimmer aus mit dem. Wir haben viel mehr Alte als Junge und das, äh, die Zah, also die Entwicklung, es geht in diese Richtung, dass wir viel weniger Geburten haben, ähm, und dass der Staat heute schon sehr viel zuschießen muss zu den Pensionen.

01:12:49: So, wie lang sich das ausgeht, wissen wir nicht. Plus ich glaube, jetzt kommt ein ganzer Schwung dann. Ich weiß jetzt nicht in wie viel Jahren, aber gestern am Abend haben wir über das gesprochen, wo dann quasi, ähm, die Älteren und das waren die ganzen Arbeitenden, die jetzt dann alle in Pension gehen.

01:13:06: Und dann kommen da noch mal, ich weiß jetzt nicht, wie viel Millionen das waren, ob das zwei Millionen sind irgendwann noch mal. Ich weiß nicht mehr, da hätte ich besser recherchieren sollen, aber ein Haufen. Ich bin ja jetzt eh kein Stats-Podcast, aber das ist schon das Bedenkliche, die dann quasi in Pension gehen und dann ist schwierig hinten nach, wie du schon sagst, weil das geht sich ja dann im Kopf schon nimmer aus.

01:13:22: Geht sich nicht aus. Wir müssen heute schon sehr viel, also der Staat Österreich muss sehr viel investieren, damit sich das heute schon ausgeht. Und ich glaub einfach, es ist so wichtig, ähm, du hast es am Anfang gesagt, finanzielle Unabhängigkeit ist ja auch der Grund, weshalb ich mache, was ich mache. Und, ähm, Unabhängigkeit auch vom Staat a bissl.

01:13:40: Ich mein, nett, wenn ich's krieg, noch besser, wenn ich mein eigenes Ding mach und das ein Nice to have ist. Das ein zusätzliches Ding ist. Wenn du dir zum Beispiel die Schweiz anschaust, ist das ganz normal. Die dritteln das ein bissl. Also das ist eine normale Pension, ähm, eines, einer Schweizerin oder eines Schweizers, kommt, ähm, also da ist ein Drittel betriebliche Pension, ein Drittel private Vorsorge und ein Drittel staatliche Pension.

01:14:03: Und mit dem können die Schweizer und die Schweizerinnen besser leben. Und bei uns ist ja so: Neunzig Prozent, ähm, von der Pension, die wir haben oder die aktuell Pensionistinnen Pensionisten haben, ist die staatliche Pension. Und die ist schon so niedrig. Und das heißt, wenn ich heute schon beginne, ich bin Anfang dreißig, da muss ich wirklich nicht, äh, jetzt tausend Euro haben, das zu machen.

01:14:22: Dann kann ich mir ab sechzig, ab fünfundsechzig monatlich was auszahlen, so eine Zusatzrente, Zusatzpension, damit ich meinen Lebensstandard erhalte. Dann bin ich nicht abhängig vom Mann, da bin ich nicht abhängig. Und ich glaube, über das denkt man auch nicht nach. Man denkt sich: „Ja, Mann, wurscht", aber auch von den Kindern. Ich hab Freunde, die, die jetzt sagen: „Ich muss auf Mama und Papa schauen", und hier auch einfach zu denken: „Wie kann ich meine Kinder morgen entlasten, äh, die mich-- auf mich schauen?" Das ist auch irgendwie Selbstrespekt.

01:14:49: Selbstliebe ist ja auch das, das Wort irgendwie ist total trendy, aber ist es ja auch. Wenn ich mi, wenn ich mich mich kümmere, mein morgiges Ich kümmere, vorsorge, dann ist das auch ein Zeichen, dass ich mich schätze. Und, ähm, da gibt's heutzutage Gott sei Dank ganz, ganz viele Möglichkeiten.

01:15:04: Wie ich angefangen hab, musste man mindestens fünfzig Euro investieren. Mittlerweile gibt's ja die Möglichkeit, mit einem Euro zu beginnen.Und sich dort ein bisschen zu spielen und sich da reinzufinden. Und du musst es nicht perfekt, perfekt gibt's überhaupt nicht. Du und ich, wir können im selben Haushalt aufgewachsen sein, sind Zwillinge, ja, genau gleich alt und wir werden ganz unterschiedlich investieren, weil du an ganz anderen-- Das ist, glaube ich, oft, dass Leute, vor allem wir Frauen, wir warten darauf, dass wir diesen Leitfaden bekommen.

01:15:30: Bitte gib mir den Leitfaden wie in der Schule. Ich lerne das auswendig, dann kotz ich's bei der Prüfung wieder hin, ähm, weil ich weiß, das gibt's nicht. Wir müssen uns ein bisschen spielen, zu uns finden. Lebenssituationen verändern sich. Morgen bin ich in Karenz, dann kann ein bisschen weniger investieren, ähm, dann verdiene mehr, dann kann ich mehr investieren. Und deshalb auch diese regelmäßigen Money Check-ups, Money Dates, wo ich mir, wo ich mich reinhöre: Passt der Status quo?

01:15:51: Passt das? Und ich glaube, wie du gesagt hast, es gibt keinen Leitfaden. Es einfach tun, mal beginnen und das ist ein bisschen Arbeit und das ein bisschen reflektieren. Aber es gibt mittlerweile so viele Anlaufstellen, wenn man sich bisschen reinliest, dass man sagt: „Okay, da kann ich starten." Aber ich glaube, Fakt ist und das müssen wir ganz klar ansprechen, das war mir auch ein Anliegen, auf das verlassen, was wir da jetzt dann da einzahlen irgendwie oder uns abgezwackt wird, das wird nicht funktionieren.

01:16:14: Also wenn man jetzt sagt, okay, jetzt glaube ich, kriegt man wie viel, kann man das im Schnitt sagen? Was kriegt man jetzt Pension? Ob ich da sage, Bei Frauen, bei Frauen ist aktuell, i-ich hab's im Kopf ungefähr tausendfünfhundert brutto, also Bruttopension, vierzehn Mal im Jahr. Und je nachdem, sagen wir, das sind tausenddreihundert netto, müsste man nachschauen, oder tausendzweihundert netto.

01:16:33: Und jetzt muss man sich überlegen, wenn eine Mietwohnung hast, meine, in Wien, in Salzburg, ähm, und du wohnst allein, ähm, wie geht sich das aus? Ich kann mich noch erinnern, meine erste Wohnung in Salzburg habe mit meinem Bruder geteilt. Das war ganz, ganz lustig eigentlich. Ähm, haben wir gezahlt, glaube ich, einen Tausender.

01:16:48: In der Alpenstraße war das. Fünfhundert Euro hat jeder gezahlt. Ich glaube, ein bisschen mehr, weil da kommt dann, ist ja nicht nur das. Du brauchst ja dann Strom, dann Internet und Fernsehen den ganzen Schass. Dann kommst auf sechshundertfünfzig irgendwas Euro. Damals habe ich verdient tausendachthundert Euro brutto bei Red Bull und das war arg. Ich habe zwar das Auto gekriegt, weil das war dabei, weil Sachbezug gezahlt, aber nichtsdestotrotz, das waren so tausenddreihundert Euro.

01:17:07: Wenn ich damals nicht schon zusätzlich gearbeitet hätte, hätte ich mir bei Weitem nie das alles leisten können, unter Anführungszeichen. Und mit leisten meine ich jetzt nicht eine Dolce&Gabbana Jean, ich sage irgendwas, sondern fortgehen, einmal was essen und so weiter. Jetzt bin ich alt, dann kriege tausendzweihundert Euro, wohne in der Wohnung allein wahrscheinlich dann auch noch, weil da werde ich kein WG mehr haben, nehme ich mal an.

01:17:25: Und dann wird das knapp und dann rutscht man rein in diese Altersarmut. Und ich glaube, das dürfen wir auf keinen Fall unterschätzen. Schaut sie mal auf die Straßen oft. Da sind so viele alte Leute. Am liebsten würde jeden nehmen und irgendwie, weil das ist so, die haben in Wahrheit ihr ganzes Leben gehackelt wie meine Großeltern, kriegen gemeinsam einen Tausender Pension als Selbstständige.

01:17:43: Das ist krass. Zu zweit, bitte. Zu zweit. Also wenn die nicht den Support hätten von meinen Onkel, Tanten und so weiter oder, oder was auch immer, dann hätten die, das ginge sich hinten und vorne nicht aus. Und ich glaube, da, und das ist halt die brutale Wahrheit und das müssen wir uns einfach immer wieder, ich glaube, wir sind schon Meister auch im Schönreden von Dingen da in unserer Gesellschaft und deshalb will auch diese Plattform nutzen und deshalb bist du da, damit wir Tacheles reden und wir sagen: „Hey Leute", und je früher ihr anfangt, umso besser.

01:18:11: Also alle, die jetzt zuhören, die vielleicht im Studium fertig sind oder von mir aus auch in der Schule sind oder halt dann egal, dreißig, zweiunddreißig, fünfunddreißig, vierzig, zweiundvierzig wie ich, warten wir nicht so lange. Weil du da jetzt so ein paar Sachen sagst, so, ähm, investieren dreißig, vierzig, fünfundvierzig, aber selbst mit fünfzig, das ist dir auch Anliegen gewesen, im Vorgespräch haben wir gesprochen, ähm, es ist wurscht wann.

01:18:32: Und vielleicht kannst du das vielleicht ein bisschen bildlich erklären, wie sich das auswirkt auf meine Pension, wenn man sagt, okay, man zwackt ein bisschen ein Geld ab. Ja, sehr gern. Na ja, es ist, es ist nie zu spät. Und ich habe ja auch Leute, die in ihren Sechzigern sind und zu mir kommen. Es ist einfach nicht zu spät. Ähm, und man kann jederzeit beginnen.

01:18:47: Vielleicht so ein bisschen ein Beispiel: Wenn du mit zwanzig, habe ich auch nicht gehabt, den extra Hunderter, sage ich jetzt auch an der Stelle. Wenn du mit zwanzig ungefähr hundert, hundertzwanzig Euro, äh, investierst, dann, ähm, hast du mit fünfundsechzig, also rechne mit sechs bis sieben Prozent Rendite im Jahr, das, ähm, bist du Millionär mit fünfundsechzig.

01:19:05: Allein mit diese hundert Euro. Arg. Wenn ich jetzt, ähm, fünfunddreißig bin, sind das schon vierhundert Euro, die ich investieren muss. Und wenn ich fünfundfünfzig bin, sind es dreitausendfünfhundert Euro im Monat, wohl gesprochen. Hui. Ähm, und ich will einfach nur zeigen und jetzt weiß ich, dass viele der Hörerinnen nicht mehr zwanzig sind.

01:19:22: Es ist überhaupt kein Problem. Einfach ins Tun kommen und nicht warten, bis man perfekt ist. Ganz wichtig ist auf jeden Fall Finanzbildung. Ähm, da ist man einfach, ohne Finanzbildung ist man abhängig, ähm, von Leuten, die einem was einreden, was gar nicht zu einem passt. Also das muss, braucht man und da auch die Zeit einplanen, aber dann loslegen, dann ausprobieren und nicht wieder vier Jahre warten.

01:19:41: Und was ich oft höre: „Ja, nach den Kindern in fünf Jahren und nach der, der Hochzeit in drei Jahren." Und einfach einmal ausprobieren. Du musst es nicht perfekt machen. Mein Bruder sagt das immer, dass der Zins ist Zins, der liebt frühe Entscheidungen. Genau. Dein bester Freund ist Zeit. Ist so.

01:19:56: Und jetzt, ich meine, ich glaube, wenn ich ein Kind hätte, das Erste, was ich machen würde, würde irgendwas anlegen, gleich einmal, weil dann ist das so cool, weil das ist wurscht, das Kind achtzehn ist, hat das schon so viel Geld auf der Seite, weil das arbeitet ja für mich. Und ich glaube, das muss irgendwie rein. Und bitte kein Sparbuch. Also das, das gibt wirklich mittlerweile, ich würde dann, es ist keine Anlage, da gibt's irgendwie, so müssen wir vielleicht einen Disclaimer reingeben.

01:20:17: Keine Anlageempfehlung. Genau. Wertpapiere bergen Risiken. Danke. Muss man dazu sagen. Super, dass du das jetzt sagst. Das müssen wir bitte in die Show Notes reinpacken, nicht, dass wir dann auf den Deckel kriegen. Ihr könnt's ja machen, was ihr wollt. Das muss ja jeder selber wissen, aber Fakt ist, dass alle, die jetzt zuhören, je früher, umso besser investieren in Altersvorsorge, weil wir wollen ja ein geiles Leben haben.

01:20:37: Und weißt, ich kenne ja diesen Satz, dieser Satz ist ganz bekannt: „Das mache ich dann, wenn ich alt bin", oder, „Wenn ich dann in Pension bin, dann gönne ich mir das." Das ist halt jetzt mit Jetztstand. Da gibt es nicht viel zum Gönnen, vor allem wenn du, also außer du machst dich schlau und legst das an. Aber wenn ich das nicht mache, habe ich ein Problem.

01:20:53: Weil wie ist denn jetzt wirklich so der Forecast, wenn man sagt: Okay, erstens einmal, wie lange müssen jetzt arbeiten? Sind wir realistisch? Weil über das haben wir gestern am Abend auch gesprochen. Ich war, ich habe eine Zahl gehört, aber jetzt will ich von dir auch hören. Das ist das Erste. Und das Zweite: Mit Jetztstand, wie viel kriege ich wirklich raus?

01:21:10: Super spannende Frage. Ähm, meinst du jetzt, wenn ich privat vorsorge? Nein, wenn ich jetzt mich auf dich verlasse. Pension. Staatliche Pension.Ich will mich nicht drauf verlassen. Ich, ich weiß es ehrlich gesagt nicht. Wir werden, äh, ein ganz wichtiges Thema ist auch das, äh, Thema Inflation, Geldwert oder Kaufkraftverlust.

01:21:27: Und, ähm, wir haben's letztes Jahr gesehen, ab am gewissen, ähm, ab einer gewissen Pension is, hat man das nicht mehr an die Inflation adaptiert und das bedeutet einen Realpensionsverlust für die, die das nicht verstehen. In Wahrheit ist, wird dein Geld weniger wert, ähm, und das wird nicht angepasst die Pension.

01:21:43: Das heißt, zweitausend Pen, Euro Pension heute ist super und in dreißig Jahren ist das aber total wenig. Und deshalb ist es so schwer, auch diese Frage so direkt- Aber glaubst, kriegen wir überhaupt was? Weil ich denk mir, das ist ja für mich, das ist eine Hausverstandesrechnung. Weil wenn jetzt so viel dann der nächste Schwung von die ganzen Boomers, ist jetzt sonst früh, weil gehör zu ja fast dazu, aber die, was noch vorher waren, die jetzt dann in Pension gehen, die richtigen Hackler und die auch Kinder krieg, kommen noch drei, vier, fünf, was auch immer, die, die sind jetzt dann in Pension.

01:22:10: So, jetzt müssen wir mit unserem Geld, unser Geld liegt ja nicht irgendwo und da steht oben in einem Schließfach Karin Zeigl und die ist 1984 geboren und in zwanzig Jahr mit zweiundsechzig krieg i das dann, sondern, ähm, ich zahle die Pension von, was weiß ich, meine Ältern, Georgs Ältern, deine Ältern, einen Teil halt.

01:22:29: Ich sag jetzt irgendwas und ich glaub, das muss in die Köpfe rein. Also i, i frag mich, und, und das ist jetzt ein Circle, der jetzt grad in, in, in die Gänge kommt und irgendwann gibt's ja kein Geld mehr, weil wenn nur mehr wenig Leute nachkommen und jetzt geht der ganze Schwung in Pension. Wie geht das? I red, i denk ja allein schon an die ganzen, an die ganzen ...

01:22:46: Nein, ich möcht da gar nicht, da wird mir ganz- Es gibt, es gibt also volkswirtschaftlich ganz, ganz viele spannende Thesen. Man kann sich da stundenlang einlesen. Es gibt Leute, die sagen, es wird das bedingungslose Grundeinkommen kommen müssen. Ähm, gibt's, es gibt Leute, die sagen, man könnte das mit Migration ausgleichen.

01:23:02: Wenn wir uns anschauen, starten wir in Nigeria. Wir haben in Österreich unter zwei Kindern, also eins Komma irgendwas, weiß jetzt nicht, das ist eins und ein paar zerquetschte, ähm, Kinder. Ähm, ähm, und Nigeria weiß nicht, ist das vier, fünf. Also Kinder in, also Familien in, in Afrika ist es, der af, afrikanische Kontinent ist recht jung und da gibt's einfach schon auch Leute, die sagen, man könnte das mit Migration, ähm, ausgleichen.

01:23:25: Deshalb sage ich, wir wissen nicht, wie sich die Zukunft entwickeln wird. Das Einzige, was ich weiß, ist, ich muss mich mich selber kümmern, wenn ich will, dass es mir gut geht. Und das ist echt auch die Message: Wir wollen alle ein gutes Leben und i, ich hör total oft, gerade wenn's dann Kinder geht und ich versuch dann noch Leute zu motivieren und sagen: „Macht's das für euch." Das, das, das ist nicht abstrakt, Finanzen.

01:23:46: Das, das, da geht's dein Leben. Was willst du schaffen? Was, w-w-wie soll's dir gut gehen? Willst mit achtzig noch vierzig Stunden arbeiten müssen? Ich glaub nicht. Ähm, ich glaube, es wird, da gibt's ein Buch auch. Sorry, ich hab jetzt heute mehrere Buchempfehlungen, aber ich find das wirklich für Leute, die sich interessieren.

01:24:02: The 100 Year Life von Judy Gratton von der LSI. Und die sagt, dass Kinder, die vor zehn Jahren auf die Welt gekommen sind, jedes zweite Kind wird hundertfünf. So, jetzt werden wir weniger. Jetzt werden wir älter. Auch unsere Eltern werden älter. Wir werden älter.

01:24:17: Werden, wie, wie erhält man das? Die hat auch unterschiedliche Thesen gehabt und die sagt zum Beispiel, man werden, wir werden uns generell dran gewöhnen müssen, dass wir uns währenddessen ausbilden. Es wird normaler sein, dass wir eine Zeit in Teilzeit arbeiten. Dieses Drei-Stufen-Modell, Ausbildung bis zwanzig oder dreißig, ähm, arbeiten und dann mit sechzig in Pension.

01:24:37: Das hat funktioniert, weil die Leute fünfundsiebzig geworden sind oder dreiundsiebzig. Aber das geht sich nicht mehr aus. Und ich glaub, da müssen sich einfach unsere Staaten, ich bin froh, dass ich, ähm, mir das nicht überlegen muss. Das wird richtig viel Arbeit, müssen sie überlegen, ähm, wie sie da, wie sie da ein bissl umdenken. Was ist denn jetzt das Pensionsalter?

01:24:54: Das aktuelle? Was ist aktuell und was ist der Forecast, wenn wir zum Beispiel in Pension gehen? Pfff, gute Frage. Gibt's ja schon in Frankreich, ähm, die Richtung siebzig. Siebenundsechzig hab ich gestern gehört. Ja, genau. Knapp siebzig. Bei uns. Dann gibt's in Frankreich auch so, dass man bis siebzig arbeitet und du, du bist ja erst Anfang vierzig.

01:25:11: Also was in zwanzig Jahren ist. Du, wenn hundert werden, wer sagt, dass wir nicht bis achtzig arbeiten? Das ist so arg. war damals so schockiert. Ich bin auf Weltreise gewesen mit Mitte zwanzig. Das ist jetzt schon über fünfzehn Jahr her, auch siebzehn Jahr her. Und i hab eingecheckt in a Hotel und da war der Rezeptionist zweiundachtzig und der war's wirklich in meinen Augen war das a, kurz vorm Sterben, was ein Blödsinn ist, weil mit zweiundachtzig halt bist auch noch mal anders wie vor fünfundzwanzig Jahr oder fünfzehn oder zwanzig Jahr.

01:25:35: Aber i hab mir gedacht, wie arg. Und dann hab ich gesagt: „Ja, warum er da arbeitet noch?" dann hat er gesagt: „I have no choice. I have to work." Und bin ich gespannt, wie das bei uns wird, weil das ist halt schon heftig. Und ich glaub, deshalb ist umso wichtiger, dass man sagt: „Okay, schafft's euch jetzt, macht's es smart, etwas fürs Leben, für die Altersvorsorge und so weiter." Ähm, ich schau mir das heute auch noch mal an, weil das hat mir jetzt eh schon wieder zum Denken gegeben, ob das eh alles passt, wie ich das da so mach.

01:26:00: Ähm, die Frage ist immer, find ich, und da struggle ich wirklich und das hab ich lang: Wem kann ich vertrauen? Weißt e, das ist schon so, es ist so ein Urwald. Du hast so viele Angebote und ich weiß gar nicht, woran erkenne ich eine gute Beratung?

01:26:15: Vielleicht kannst du uns da ein paar Tipps geben. Ja, ähm, es kommt immer ganz drauf an. Zunächst einmal: Will ich's selber machen? Ähm, dann werd ich mir vielleicht eher ein Mentoring suchen, zum Beispiel wie ich das mach. Ähm, oder ich will, dass das jemand anderer für mich macht. Dann suche ich, ich mir einen Finanzberater, einen Vermögensberater.

01:26:32: Also sich erst einmal zu überlegen: Will ich die Zeit investieren, das selber machen? Das ist einfach viel günstiger. Und wir wissen, wenn man aufs Kosten sparen schaut am Ende ein bisschen mehr Gewinn raus. Auf der anderen Seite, wenn ich mich nicht be-beschäftigen will. Ähm, und dann geht's einfach darum: Es ist nicht überall, wo unabhängig draufsteht, äh, jemand Unabhängiger dahinter.

01:26:50: Das ist einfach das Gemeine von Social Media und es macht meinen Job wirklich schwer. Ähm, wie unterscheidest du ... Es gibt so viele Blender. Du hast das letztes Mal eh so schön gesagt: „Es gibt so viele Blender auf Social Media. Wie erkenne ich wen?" Ich würd immer schauen, was für Ausbildungen hat die Person gemacht.

01:27:07: Ähm, ich mein, ich hab das studiert. Ich hab bei der Wiener Börse, in meinem Fall jetzt, Wiener Börse gearbeitet, Börsenhändlerkurs besucht, mit siebzehn schon Finanzakademie gemacht. Ähm, ich, ich versteh schon, von was ich red, ähm, aber dann gibt's Leute, die wollen einfach mit billigen Webinaren verdienen und die spamen dich mit Insta-Werbung voll. Ich glaub-Grad die Männer, ich grad auf den Georg schaue, die Männer kriegen das besonders stark mit.

01:27:27: Ähm, das ist nicht das Wahre, nur weil du da viel Werbung bekommst. Also wirklich drauf zu schauen, was für Ausbildungen hat die Person gemacht. Ähm, und genauso Sachen wie Trustpilot. Ähm, ja, primär das ist das, das, was ich jetzt so mitgeben kann.

01:27:43: Du hast auch geschrieben, also haben wir im Vorgespräch besprochen, aber auch bei Honoraren hast du geschrieben Honorarberatung statt Provision. Gibt's da welche, die da Provision wollen oder was? Ja, ja. Also es ist schon so, dass Leute sagen, sie machen's unabhängig und es geht ihnen nur darum, dir zu helfen und dann verchecken sie da eine Versicherung.

01:28:03: Okay. Und das sage ich, deshalb sage ich, ich sag das immer dazu: Bei mir gibt's keine Versicherung, keine Anlage. Das ist ein ganz anderes Business und i, ich find, man muss das einfach von Anfang an klar, klar dezidiert nennen. Ich arbeite mit einer Bank zusammen, ich arbeite mit einer Versicherung zusammen. Nicht den Leute, die Leute im Glauben lassen, äh, man macht's, ähm, unabhängig, aber du willst ja am Ende des Tages durch die Produkte verdienen.

01:28:24: Okay, verstehe. Ähm, und auf das eben bitte zu achten. Grundsätzlich, ähm, wirklich einfach wach zu bleiben. Ich würd jedem empfehlen, sich zu überlegen oder aus dem Autopilot rauszukommen. Du hast es vorhin so schön gesagt: Wir warten, bis wir alt sind.

01:28:40: Wir s-- So viele von uns funktionieren im Autopilot und checken nicht, warum wir eigentlich arbeiten, warum wir das machen. Und Finanzen hat super viel mit Psychologie zu tun. Ähm, und sich einfach zu überlegen, w-warum mache ich das? Wie viel brauche ich in meinem Leben? Wie viel brauche ich, wenn ich in Pension bin? Ist schwierig, wenn ich dreißig bin, aber ich kann's schätzen.

01:28:56: Will ich so ungefähr so leben wie jetzt? Will ich auf einer Jacht sein? Muss ich ein bisschen mehr auf die, auf die Seite legen. Viel, viel mehr. Vielleicht irgendwas kaufen und dann verkaufen. Genau. Aber nein, glaube, das ist so der Anspruch auch. Und in Wahrheit ist ja a, a Rechnung. Ja. Es war damals schon knapp mit tausendachthundert Euro brutto bei mir.

01:29:13: Es ist sich ausgegangen, weil einen zweiten Job nebenbei gehabt. Also ich muss mir jetzt selber, glaube ein Ziel setzen, wie viel wär cool, wenn ich einen Monat hätt. Sind das tausendfünfhundert Euro? Sind das zweitausend Euro? Sind das tausend Euro on top zu vielleicht einer staatlichen Pension? Who knows? I rechne da mal nicht damit. I rechne, dass ich da umsonst reinbezahlt habe und dass es weg ist, weil i weiß, für mich meinem Hirn geht sich das einfach nicht aus, aber ich lass mich gerne des Besseren belehren, aber ich verlasse mich nicht drauf.

01:29:35: Und ich glaub, da ist einfach eigene Bildung essenziell und, ähm, eigene Bildung und was würde jetzt noch sagen, nie auf andere verlassen. Also im Sinne von auch es tun und in die Gänge kommen. Ich glaub, das ist auch ganz wis, wichtig. Also das ist ganz, ganz klar.

01:29:50: Finanzielle Unabhängigkeit ist glaube ich auch noch ein, ein, ein Riesenthema. Vielleicht kannst du uns auch dort Tipps geben, wie, wie, wie man es angeht, sage ich jetzt einmal. Ähm, ja, super spannend. Zunächst einmal ist das Thema finanzielle Unabhängigkeit was, was ich vererben kann.

01:30:07: Das heißt, wenn ich das für mich mache und ich habe jetzt Kinder, ich glaube, es hören viele mit Familien zu, dann, ähm, nehme ich das für mein Kind gleich mit, die Ausbildung und dass ich's mach. Eine kurze Rechnung vielleicht: Wenn mein Kind heute acht ist und ich will, dass mit achtzehn ein bissel Geld hat und ich investiere hundert Euro im Monat.

01:30:22: Okay, dann habe ich nach zehn Jahren, wenn ich das Geld bar auf die Seite lege, zwölftausend Euro. Und wenn ich das in ein breit gestreutes Produkt zum Beispiel investiere bei sechs Prozent Rendite, äh, also Gewinn im Jahr, ähm, sch-, sind das schon über sechzehntausend Euro.

01:30:38: mein, wie cool ist das? Dann ist der, der Achtzehnjährige hat sechzehntausend statt zwölftausend Euro. Ist schon was Nettes. Und, ähm, das kann ich für mich machen, da einfach auch frühzeitig dir zu überlegen. Ich glaub, viele in dem Alter ab dreißig kriegt man diesen Pensionsbescheid und, äh, d-die Zahl, die draufsteht, erschreckt einen oft.

01:30:55: Aber das ist gut, das ist, das rüttelt euch wach. Und noch mal zu überlegen: Was ist deine Pensionslücke? Das mache ich auch oft. Ähm, dir anzuschauen, wie viel wird da vermutlich im Alter fehlen. Da gibt's Rechnungen. Kann man sich bei mir auf der Website auch anschauen. Ach, kann man das vielleicht reingeben? Das können wir reingeben. Ja. Das können wir gerne reingeben.

01:31:11: Und dann wirst du zum Beispiel, als Beispiel jetzt, ähm, wenn deine Pensionslücke neunhundert Euro sind, das heißt, dir fehlt ab sechzig neunhundert Euro im Monat auf deinen Lebensstandard, dann musst du aber nicht mit dreißig neunhundert Euro investieren, sondern ich hab mir das jetzt ausgerechnet ungefähr zweihundertneunzig.

01:31:29: Wenn du jetzt diese neunhundert Euro erreichen willst mit sechzig. Wenn du's mit fünfundsechzig erreichen willst, reichen vielleicht zweihundert Euro. Pro Monat, was auf die Seite lege, damit ich das decken kann. Genau. Und das einfach die Awareness. Desto früher ich beginne, desto mehr kann ich mir später auszahlen. Und das ist die Unabhängigkeit, die ich habe.

01:31:45: Ich habe dann diesen Topf, habe dann diesen Betrag, diesen, dieses Kapital mit sechzig, fünfundsechzig erreicht und nehme mir dann im Monat dreihundert, neunhundert, was auch immer ich dann brauche, zusätzlich zur staatlichen raus und das Geld wächst ja weiter. Das ist ja das. Und du, du lebst einfach so dahin und, ähm, ich glaub, das ist eine schöne Sache.

01:32:02: Wir zahlen alle durch unsere Arbeitskraft in das System ein. Wir dürfen auch was davon haben, wenn wir uns daran beteiligen. Das ist ein bissel oder das ist mir ganz wichtig, dass das die Leute heute mitnehmen. Was könn, kann man heute als Zuhörer:in abschließend tun? Schieß einmal los. Du hast mir noch ein paar Sachen zusammengeschrieben.

01:32:18: Ja. Ja? Wo man beginnt? Ja, genau. Reinschau-- Als Erstes einmal schauen, was reinkommt. Was ist am Konto? Was ist am Konto? Wie, äh, einfach dein Finanzverhalten. Ja, was sind so deine Gewohnheiten, die du vielleicht ein bisschen optimieren magst?

01:32:33: Hast du eine App, die du empfehlen kannst? Ja, ich habe ... Meine ist nämlich ein Schaß, glaube ich. Ja, also ich verwende, ähm, ganz gern, Zeit zu sparen, Finanzguru. Kann ich, kann ich empfehlen. Ähm, ich mag das ganz gerne. Ich habe da meine Priv, also nicht die Firmenkonten, sondern Privatkonto. Ähm, kann man Kredit, da kann man sein PayPal auch drin speichern und, ähm, das zeigt dir auch ganz gut die Budgets und wie gut du die Budgets einhältst.

01:32:55: Aber ist auch so eine App, wo ich eingebe, ich weiß, für zwei Euro neunzig beim Kaffee? Das musst du gar nicht eingeben, sondern du hast deine Karte, die, die du verbindest. Da muss man, das ist eben wieder das Thema, wie viel, wo will ich, ähm, die Berechtigung hergeben? Es ist auch immer, es ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

01:33:11: Ich bin da sehr offen und sage: „Passt schon, schaut's ruhig in mein Konto rein." Und dann ist der Kaffee als Restaurant oder als Kaffeehaus eingespeichert und du, Karin, hast dir zum Beispiel jetzt vorgenommen, maximal dreißig Euro im Monat. Schaust du in die App rein. Ähm-Weiß ich nicht, dritten des Monats bin ich schon bei dreißig, muss ich das Budget erhöhen.

01:33:28: Aha, so ist mein Verhalten. Und man hat so viele Aha-Momente und das geht's. Und von den Aha-Momenten lernst du und du, du investierst bewusster, du gehst bewusster mit Geld und dann bleibt da automatisch mehr über. Und dann ist das Nächste, was i, was ich vornehmen würd, ähm, Finanzbildung, Bücher lesen, Podcasts.

01:33:45: Ähm, wie gesagt, gibt alle möglichen Angebote und, ähm, hier auch, auch wirklich aufpassen, von wem man die Finanzbildung genießt. Es gibt, ähm, ganz viel amerikanische, deutsche Anbieter. Es ist bei uns in Österreich, wir haben ein anderes, wir müssen andere Steuern zahlen, ein bissl ein anderes System.

01:34:01: Das heißt am besten auch, äh, immer darauf zu achten, dass jemand Österreich-Bezug hat. Hast du eine österreichische Podcast-Empfehlung in dem Bereich? Ehrlich gesagt nicht. Oder deutsche? Ehrlich gesagt, äh-- Du kannst es dir überlegen, weil falls dir im Nachhinein noch eine einfällt, dann würde die auch dazu geben, weil ich finde, vielleicht ist ja da wer dabei, wo du sagst, jetzt auf, auf die Garchen.

01:34:21: Ja. Weißt eh, du musst immer dann schnell ablegen, du hast tausend Sachen deinem Schädel. Aber wenn man dann im Nachhinein redet, vielleicht fällt uns noch irgendein Podcast ein, weil ich finde, das hilft immer. Auf jeden Fall. Du, i, i, i werd mich schlau machen. Ähm, auf jeden Fall. Cool. Ich eher nicht, Podcasts höre ich eher mehr so health wise. Und, ähm, Finanzen lese ich mir ganz viel deshalb.

01:34:38: Okay, dann dieses, kommen die Buchempfehlungen alle rein. Die geben wir auf jeden Fall in die Show-Notes. Dann hast du zuerst gesagt, also Weiterbildung, also Konto checken noch mal, Ist-Stand checken. Dann, ähm, hast du gesagt, ähm, die Bildung. Ähm, dann hast du gesagt, ganz wichtig, die Finanzinventur- Ja. -um das noch mal zu wiederholen.

01:34:55: Im Sinne von einen Kassensturz machen, sich hinsetzen, so wie ich das jetzt auch mache, einfach ein bissl tracken und auf diese Aha-Momente warten oder auf die, wie ich sie nenne, imaginären Watschen. Reality Checks. Aber das ist so wichtig, weil ich schwör's euch, ich bin sonst fuchsteufelswild, weil dann ist das alles irgendwie, dann steht das und dann, dann kaufe ich da was ein und ich finde das sehr wichtig zu wissen, was was alles kostet.

01:35:17: Lieferdienste. So ist Beispiel bei mir: Ich bin draufgekommen, wie viel ich für Lieferdienste ausgebe oder Restaurants. Ähm, das war unglaublich. Also die Summe will ich gar nicht nennen, weil man halt einfach so socialized. Oder Taxi. Ich habe eine Phase gehabt, da bin ich immer mit dem Taxi gefahren und dann habe ich da einmal reingeschaut.

01:35:32: Das ist Jahre her. Ich glaube, das war, bevor ich mit BMW den Deal gehabt habe. Da haben wir nur ein Auto gehabt, das haben wir uns geteilt und das hat meiste Zeit der Georg zum Training gefahren anno dazumal, war das noch so. Und dann habe da mal reingeschaut in diese App und ich glaube, ist da gestanden am Ende des Monats zweitausendfünfhundert Euro für Taxis. Das war ein ganz ein schlimmes Monat.

01:35:47: Und da habe ich fast, du, du tust so arg, oder? Und dann so ein normales Monat waren so fünfzehnhundert. Und dann habe ich mir gedacht, das kann nicht sein. Zu Karin, aber das ist, weil ich's verdrängt habe. Ja. Ist eh wurscht. Zehn Euro da, fünf Euro da, fünfzehn Euro da, von mir daheim zwanzig Euro, babababa und das war mir dann alles so wurscht.

01:36:04: Aber das darf nicht sein. Und dann habe ich gesagt: „Okay, jetzt muss was ändern." Und dann bin ich wieder öffentlich gefahren, wie jeder normale Mensch mit hundertfünfundvierzig Taschen, weil ich so viel Scheiße immer mithabe. Aber w-warum bequem sein? Es geht ja anders auch. Aber du brauchst dieses Slap in your face. Du brauchst diesen in die Magengrube eine, dass mir schlecht wird, wie viel Geld gebe aus?

01:36:22: Nur so kannst du's machen. Ist nicht geil, aber es hilft. Das hat jeder. Also das ist auch wichtig. Du bist da, dadurch, dass man nicht über Geld redet, glaubt jeder, er ist, grad wir Frauen, wir schämen uns da, glaube ich, ganz gern. Ähm, jeder hat auf jeden Fall sein, sein Laster zu tragen. Wie gesagt, bei mir ist auf jeden Fall essen gehen, äh, ein Riesen-, ein Riesenthema.

01:36:40: Die ganzen Streaminganbieter, da wird's auch reduziert. Ähm, das Nächste ist, ähm, dein Risiko, wissen, was für Risiko du packst. Wenn ich sechzig bin, äh, werde ich ganz anders investieren. Da geht's mir darum, dass ich das Geld erhalte, möglichst risikoavers nennt man das, also mit wenig Risiko investiere.

01:36:57: Wenn ich zwanzig bin, ähm, dann habe ich so viel Learnings, habe so viel vor mir, dann werde ich risikofreudiger sein. Und es ist auch total wichtig, dass du weißt, was für Risikotyp du bist. Da gibt's Tests, mache zum Beispiel auch bei mir im Programm, ähm, weil du dann einfach anders investierst. Gell?

01:37:12: Wenn ich dir morgen, mache ich nicht, aber wenn ich dir was empfehle und das passt nicht zu deiner Risikotoleranz, ähm, dann wird deine mentale Gesundheit darunter leiden- Voll. -wenn's rauf und runter geht. Wenn du aber weißt, dass du das in Kauf nimmst. Ich bin voll der Risikofreudige, der Georg nicht.

01:37:28: Siehst du. Aber das ist gut, wir ergänzen uns gut. Na ja, schon auch, aber ich bin halt eher so der, der sagt so: „Ach, hebt sie schon aus." Es ist halt manchmal auch ein bisschen schwierig. Zwischen realistisch sein. Eh und unrealistisch und doppelt sein. Ignorieren mal? Nein, ignorieren tue ich's nicht. Jetzt können wir da diskutieren.

01:37:43: Ignorieren tue ich's nicht, aber ich bin halt oft so, das war bei Georgs erster Wohnung, das weiß er noch. Da war der Georg extrem jung, habe ich gesagt: „Scheiß drauf, wir machen das einfach." Und da war das schon so ein bisschen Thema. Natürlich, der Georg war zwanzig Jahre alt und ich sage zu ihm: „Hey, nimm deinen ersten Bonus und investier ihn das." Das war das Beste, was wir machen haben können. Super.

01:37:58: Aber natürlich, ich war älter und so weiter, aber ich bin da eher so, dass ich mir denke so: Was ist denn der Worst Case so? Ich bin in meiner Beziehung auch die Person. Ja? Na er ist eher-- Du brauchst immer auch einen Counterpart. Das größte, größte Thema ist, dass ich nicht die Bildung hatte, weil meine Eltern das nicht gelehrt haben.

01:38:14: Ja. Bei uns hat niemand irgendwelche Immobilieninvestments gemacht. Deswegen wusste ich auch nicht. Das war nicht mal da. Und durch eben die Nähe mit der Familie, mit Karin ist das halt näher gekommen. Hör dir das an, was du gerade gesagt hast. Glaub ich nicht. Der Georg gesagt, er hat als Kind nie Familie, äh, Finanzbildung genossen im Sinne von Eltern einfach und das war halt nie ein Thema, während mein Bruder und ich schon so aufgewachsen sind mit dreizehn, Ein Hund namens Money, das Buch, Fisch, all diese Bücher, die wir gelesen haben als Kinder und schon ganz selbstständig und ganz andere Beziehung zu Gölder gehabt haben.

01:38:44: Wir haben zwar nie Geld gehabt, aber wir haben gewusst irgendwie mehr halt zu dem Thema und deshalb ich das dann gleich gesagt zum Georg: „Hey, kauf die Wohnung. Das war das Beste, was machen haben können." Und deshalb, ich bin, ich bin die ärgste Rowdy, auf so einem wüden Pferd. Das bin ich so und der Georg reitet halt so gediegen dahin, aber wir ergänzen uns ganz gut, weil er muss den Rowdy manchmal ein bisschen stoppen und mit dem Lasso einfangen, weil ich war sonst fuchsteufelswild, es in einer, uns bildlich zu erklären, wie das so funktioniert in unserer Beziehung und in unserer Ehe.

01:39:11: Na ja, aber ja, nichtsdestotrotz, wir haben jetzt schon fast eine Stunde. Wir werden auf jeden Fall Teil zwei machen, weil das ist notwendig. Also Teil drei in dem Fall dann, dass wir uns noch mal treffen. Ähm, sonst wird das nämlich überlang.Ich glaub, es war anlässlich des Weltfrauentags wieder mal eine tolle Erinnerung, dass wir, ja, nicht nur unsere Stärke feiern vielleicht, sondern auch vielleicht ein bissl Verantwortung übernehmen und dann auch ins Tun kommen.

01:39:35: Ich glaub, das ist ganz, ganz wichtig. Danke dir für deine Zeit, dass du extra hergekommen bist wieder, weil das ist schon auch nicht selbstverständlich. Das muss ich ganz ehrlich sagen, weil du hast einen, einen vollen Tag und i, i, weiß das sehr zu schätzen, weil wir machen das alle für euch da draußen, die zusehen und das machen wir gern.

01:39:52: Und in diesem Sinne vielen, vielen Dank, dass du da warst und, ähm, ja, uns auch gezeigt hast, dass diese finan-finanzielle Unabhängigkeit, es ist kein Luxus. Es ist einfach ganz klar, es auf den Punkt zu bringen, Selbstschutz im jetzigen Moment. Und, ähm, ja, ich freue mich jetzt schon auf, auf die nächste Folge mit dir, die schon bald hoffentlich sein wird.

1: Das machen wir fix wieder und sag danke für deine Zeit. Danke, Karin. Vielen lieben Dank. So toll, dass du deine Reichweite für wichtige Themen nützt. Danke euch fürs Zuhören. Einen wunderbaren Weltfrauentag. Ich weiß nicht, ob es davor ist oder danach ist. Wurscht, wir sind die Geilsten. Lasst euch nichts gefallen, stellt euch auf die Haxen und übernehmt Verantwortung.

1: Es ist Selbstschutz. Ich mag das. Ja. Das ist ein cooles Wort. Oder Selbstliebe. Oder so. Noch besser. Das klingt positiver. Ähm, in dem Fall, wie immer, ihr wisst das Spiel, kommentiert zu unserem Podcast auf Spotify direkt. Ich freue mich immer, wenn ich auf Spotify auf die App, wenn ich gehe und dann schaue ich da, was da drunter steht.

1: Ihr schreibt da immer fleißig. kommentiert zu unsere Clips immer auf Instagram, das freut mich auch sehr. Also empfehlt es weiter, vor allem Folgen wie diese. Ich glaub, die helfen auch vor allem schon junge Menschen. Wir haben alle Verantwortung. Gehen wir mit gutem Beispiel voran, weil nur so können wir was verändern. In diesem Sinne ciao, servus und bis bald. Tschüss.

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