Eine Generation, die mehr versteht, als wir denken - 4 GenZ's bei mir zu Gast
Shownotes
Heute ist alles anders gelaufen als geplant.
Eigentlich wollten wir über ein Schulprojekt sprechen – ein Kochbuch mit Omas Lieblingsrezepten. Entstanden ist ein ehrliches, ungefiltertes Gespräch mit vier 17- und 18-jährigen Schülerinnen über das, was sie wirklich beschäftigt.
Wir sprechen über: – Leistungsdruck in der Schule – Respekt zwischen Lehrern und Schülern – das Gefühl, schnell abgestempelt zu werden – Social Media, FOMO und Erfolgsdruck – sechs Stunden TikTok am Tag – Snapchat-Flammen und digitale Freundschaften – zwei Instagram-Accounts und die Frage: Wer bin ich wirklich?
Was mich besonders bewegt hat: wie reflektiert diese jungen Frauen über ihre eigene Generation sprechen – und wie viel Druck sie spüren, ohne dass wir Erwachsenen das immer verstehen.
Eine Folge für Eltern. Für Lehrer. Für Jugendliche. Und für alle, die wissen wollen, wie es sich gerade wirklich anfühlt, jung zu sein.
Kapitelübersicht: 00:01:35 Spontaner Start – Vier Schülerinnen im Studio 00:02:58 Das Schulprojekt: Eine echte Firma mit CEO & CFO 00:07:51 „Herz & Herd“ – Wie Omas Rezepte zum Business wurden 00:13:19 Was macht einen guten Lehrer aus? 00:20:36 Fairness, Verständnis & Leistungsdruck in der Schule 00:27:23 Respekt, Mobbing & Klassendynamik 00:30:11 Social Media: Nutzung, Diskussion & Generationenfrage 00:33:13 „Ich bin handysüchtig“ – 6 Stunden TikTok & FOMO 00:42:59 Snapchat-Flammen, Erfolgsdruck & digitale Identität 00:55:44 Individualität, Selbstbewusstsein & was junge Menschen wirklich brauchen
Links: Karin Teigl Georg Teigl Herz & Herd
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00:00:00: Es folgt jetzt eine Podcast-Folge, die total ungeplant war, vollkommen spontan, aber ich find, dass man vor allem jungen Menschen und das sage ich immer wieder, dass ich mit Vorbildfunktion vorangehen will und möchte, aber man kann auch voll geil von jungen voll viel lernen und deshalb hat sich das Gespräch so geil entwickelt.
00:00:18: Und es war so lustig, weil am Anfang waren voll verspielt, die Mädels, logisch, siebzehn und achtzehn Jahre jung, haben so ein bisschen erzählt über ein tolles Schulprojekt, wo sie was richtig Geiles umgesetzt haben. Dazu mehr in der Podcast-Folge. Aber dann auch im Verlauf des Gespräches sich voll viel gesprochen haben, ehrlich reflektiert und das in so jungen Jahren, ja, was Social Media mit ihnen macht.
00:00:38: Und wir haben auch dieses Verbot diskutiert und die Antwort hat mich wirklich verblüfft. Also dranbleiben lohnt sich auf alle Fälle. Ich finde das großartig, dass sich die vier Mädels da drüber getraut haben. Natürlich waren wir alle ein bisschen nervös am Anfang, ich inklusive, aber es ist eine wirklich, wie ich finde, richtig erfrischende, schöne Podcast-Folge geworden.
00:00:55: Viel, viel Spaß. Ich geb's ehrlich zu, ich bin handysüchtig. Ich kann nicht ohne mein Handy. Meine Bildschirmzeit hat TikTok sechs Stunden am Tag betragen. Wenn das jeder machen würde, wäre die sofort dabei, dass ich sage, würde mein Handy mal für ein, zwei Wochen wegnehmen. Boah, über was reden die gerade?
00:01:10: Ich wäre auch jetzt gern dabei. Also ich finde, FOMO ist durch Social Media sehr, sehr präsent. Und ich glaube, viele versuchen halt auch gerade rauszufinden, was sie danach wollen. Und man kriegt da sehr wenig Unterstützung, finde ich, teilweise auch von den Lehrern.
00:01:35: Herzlich willkommen. Ich habe keine Ahnung, ob das jemals eine Podcast-Folge wird oder nicht, aber ich finde es irgendwie cool und, ähm, es spiegelt eher so ein bisschen das nieder, äh, oder wider, was ich mache in meinem Leben oder gemacht habe, weil die Mädels, die heute da sitzen und mich verbindet vor allem eines und das ist die Ausbildung.
00:01:50: Und ich finde das so cool, wenn ich jetzt da die vier jungen Dirndln, wenn ich das so sagen darf, vor mir sitzen sehe, weil es mich ein bisschen an mich erinnert, wie ich früher war in dem Alter, wo eigentlich alles offen steht. Und, ähm, ja, das ist eine spontane Kiste, was wir da jetzt machen mit dem Podcast. Aber ich glaube, das ist auch wieder voll schön zu sehen für alle, die jetzt zuhören.
00:02:09: Ich habe ganz viele Mamas, die auch zuhören, aber jetzt nicht so viel an Eiernötern. Aber bei mir sitzen heute die Elena, die Marilena, die Emma und die Lea, alle aus Salzburg angereist, und zwar mit einem Ziel, nämlich ein richtig cooles Projekt vorzustellen.
00:02:24: Über das werden wir jetzt sprechen, nämlich ein Prole, Projekt, wo ganz, ganz viel Herz reingeflossen ist und ganz viel Tradition auch. Und etwas, was ich mir schon oft gedacht habe, hätte ich auch machen sollen. Und ihr habt es gemacht und das finde ich großartig und deshalb müssen wir da heute drüber reden. Ähm, willkommen Mädels in Wien, aus Salzburg angereist.
00:02:40: Wie geht's euch? Seid's nervös? Bissl. Ein bisschen. Bisschen. Ja, schon. Wir haben so was noch nie gemacht. Das macht überhaupt nichts. Ähm, wir sprechen heute ein bisschen. Ihr habt's-- Ihr geht alle in eine Schule, die ziemlich cool ist.
00:02:58: Vielleicht könnt ihr ein bisschen erzählen, wie die Schule heißt, was ihr da lernt und, ähm, generell, ihr seid siebzehn, achtzehn, so was, oder? Ja, genau. Also 2017, 2018. Okay. In was für Schule geht's ihr? Wir gehen in die Tourismusschule in Kleßheim. Das ist eine Hotelfachschule, wo man viel über die Gastronomie lernt, auch über das Hotelmanagement.
00:03:15: Und da haben wir dieses Jahr, das müssen die Vierten immer machen, ein Projekt gemacht. Das ist die JC, wo man a Übungsfirma gründet und da haben wir eben ein Kochbuch gemacht. Voll cool. Also jetzt müssen wir ganz kurz ausholen. Was willst du sagen? Was willst du ausholen?
00:03:31: Sag das. Mach Na, mich würde das voll interessieren: Was haben andere getan? Also JC heißt, jeder muss eine, eine Firma gründen. Da gibt's wahrscheinlich mehrere, die das mach, gemacht haben. Ja, genau. Ihr habt euch für das entschieden. Was macht man da so normalerweise? Also normalerweise, was man eigentlich immer findet, ist irgendwas mit Müsli oder so.
00:03:49: Das machen wir da ziemlich viel. Getränke auch. Also heuer gibt's zum Beispiel welche, die was Eistee selber machen oder Limoncello oder Ingwer Shots. Gin machen auch welche selber, genau. Es haben auch welche a Kooperation mit einem Weingut, die machen zum Beispiel, äh, Traubensaft.
00:04:05: Es gibt, es gibt Honig, Honig, es gibt Lavendelhonig, Ingwerhonig. Ja, genau. Es gibt aber welche, die was zum Beispiel Ohrringe machen, also diese bekannten Perlenohrringe, da was eigentlich jeder gerade hat. Es machen auch welche so, was ist denn das eigentlich, so eventmäßig.
00:04:22: So, also genau, das heißt Plated. Da geht man, bucht man sich-- Das ist eigentlich so Time Slots, oder? Ja. Es gibt alles. Also es ist eigentlich alles dabei von-- Also die meisten machen halt so Sachen wie Getränke und so, weil das, ähm... Nahe liegt, kann man sagen. Ja, genau.
00:04:37: Und genau. Aber es ist alles dabei. Und was man sagen muss, ich glaub, dass man das auch kapiert. Wir haben ja schon mal gesprochen in einem der vorigen Podcasts, dass es so wichtig ist, dass die Schülerinnen heutzutage auch lernen, wie das im echten Leben funktionieren kann. Umso cooler finde ich das eigentlich, wenn man sagt: "Okay, passt, du lernst Hands on." Und das ist jetzt nicht irgendwie so, ihr habt euch dann entschieden, ein Kochbuch zu machen und ich rede jetzt, ich sage jetzt nicht über was, weil das finde ich nämlich genial, über was ihr gemacht habt, sondern dass man sagt, okay, wir haben im Vorfeld gesprochen.
00:05:04: Es hat eben einen CEO, einen CFO, ähm, jemanden, der für Sales zuständig war und jemanden, der für Marketing zuständig war. Und im Vierergespann quasi habt's ihr spielerisch, aber doch auch mit Ernst, weil man, das ist nichts, es ist keine Blödsinn. Ich habe ein haptisches Buch vor mir.
00:05:19: Alle, die jetzt zusehen auf YouTube, ich kann das, ich kann das reinzeigen in die Kamera, weil, ähm, das ist jetzt nicht irgendwie so, wir machen eine Firma, die fiktiv irgendwie besteht, sondern die Firma gibt's wirklich und die wird dann auch nach diesem Schulprojekt geschlossen.
00:05:35: Da werden dann alle Investoren ausbezahlt. Ich mein, wie geil ist das? Und das ist ja das, was ich immer gesagt habe, auch wenn ich spreche über Schulbildung heutzutage, dass ich das so schade finde. Und deshalb liebe ich die Tourismusschule und das wollte ich eigentlich zuerst sagen, dass uns das verbindet. Ich bin selber Tourismusschule gegangen, ihr macht es jetzt auch.
00:05:50: Ähm, und das finde ich so großartig, dass du praxisch, prak, pra, in der Praxis und praktisch etwas lernst, weil da lernst wirklich, wie strukturiere ich eine Firma, wie handle ich meine Ausgaben? Wie kann ich mir das überhaupt leisten? Weil für das brauche ich einen Plan. Da habt's ihr eine eigene CFO gehabt in der Firma.
00:06:07: Was waren denn deine Herausforderungen beim, beim, beim Finanzieren? Oder wie geht man da überhaupt an, wenn ihr sagt, ihr schreibt ein Buch? Ähm, wir haben also-- Weil ich möchte mit dem CFO reden. Die Elena, man merkt, ich muss die Rollen da jetzt ein bisschen verteilen, weil die Elen-Die Elena macht Sales und man merkt das, sie ist da sehr, sehr stark, aber ich muss natürlich mit jedem reden.
00:06:25: Kauft es alle. Und die Marilena, ähm, ist, ähm, die redet nicht gern, das sehe schon. Aber da musst jetzt durch, weil als CFO muss man sehr, sehr viel reden. Und, ähm, erzähl mal ganz kurz: W-was waren die Herausforderungen?
00:06:41: Also wir haben uns Sponsoren gesucht. Wir haben insgesamt acht, acht Sponsoren, zwei Hauptsponsoren, die sind hinten am Buch oben und die anderen sind auf dem Lesezeichen oben. Und die haben uns halt Geld, also dafür haben wir Geld kriegt, unterstützt.
00:06:58: Und damit haben wir die Bücher kaufen können. Und ja, Buchhaltung ist, ja. Wir müssen einen Jahres, also Halbjahresabschluss und einen Jahresabschluss am Ende machen. Da war eine kleine Krise. Warum war Krise? Ja, weil wir das nicht-- Also wir haben's nicht so gemacht von Anfang an, wie es gehört hätte mit Excel-Dateien und so.
00:07:18: Aber wie cool ist das? Weil da finde ich, ist das schon das erste perfekte und geile Learning. Du lernst es ja nur dann, wenn du's echt einmal versemmelst. Und ich finde, wenn du, das machst du dann nicht mehr, weil wenn du jetzt die Übungsfirma noch mal machen würdest, würdest gleich Excel machen, nehme ich mal an, oder? Ja, jetzt machen wir es auch gleich beim Jahresabschluss.
00:07:35: Sehr, das ist gescheit. Das ist gescheit. Du, und, äh, wer ist jetzt, wer war für Marketing zuständig? Die Emma. Du, die Emma. Emma, wie seid ihr auf das gekommen? Weil du bist die Marketingfrau, dass ihr sagt, ihr macht's Herz und Herd, Omas Lieblingsrezepte.
00:07:51: Und das bringt mich jetzt zum Titel des Buches. Ihr habt's das gemacht, wo wir immer wieder gesagt haben, wie wir noch oder jetzt auch, bei der Oma schmeckt's einfach am besten. Und ihr habt genau diesen Need erkannt und das ist euer USB, dass ihr gesagt habt, ihr packt das in ein Buch. Wie seid ihr drauf gekommen?
00:08:07: Also wir sind halt- Das Mikrofon musst du dir behalten, so dein Mund. Wir haben die Idee schon im Kopf gehabt, aber wir haben uns auch ein bisschen von ChatGPT helfen lassen. Aber im Endeffekt war es dann schon unsere Idee. Jetzt warte mal.
00:08:23: Jetzt sagst du ChatGPT, aber die ChatGPT kann nicht ersetzen, wenn die Oma sagt, du musst ein, ein Kilo Butter reinhauen, weil das ist ja oft einmal der Fall, oder ein Kilo Zucker. Wo wäre euch ChatGPT da geholfen, zum Beispiel? Nein, wir haben jedes einzelne Rezept vom Buch mit der Oma oder alleine halt nachgekocht.
00:08:40: Und wenn wir's halt nicht gewusst haben, haben wir nachgefragt, weil eine Prise weiß ich halt was eine Prise ist. Gescheit. Aber schau, das ist so, man muss ja nur zu helfen wissen. Ich find, und man merkt auch, hat jetzt nicht ChatGPT geschrieben. Also für alle, die jetzt zuschauen. Da haben die einmal so eine Überschrift gemacht.
00:08:55: Okay. Ja. Am Titel. Da habt ihr euch bisschen helfen lassen am Titel. Okay, verstehe. Ja gut, das passt ja, das kann man ja machen. Aber ich glaub, so, dass da die Sahne so lange mit dem Handrührgerät schlagen, bis sich der Schnee, bis sich die Sahne in Butterklumpen und Buttermilch aufteilt und ba, ba, das ist von der Oma.
00:09:11: Das kann ChatGPT so nicht sagen, das muss man ganz klar sagen. Ähm, aber richtig, richtig cool. Wenn ich mir das anschaue, nämlich auch mit Bildern von den Omas. Ist eine, eine, eine Widmung quasi. Ähm, ja, okay. Und entstanden ist ein großartiges Buch, nämlich mit Omas Lieblingsrezepten.
00:09:30: Und was ist eure Mission? Was war euer Idealszenario? Wer ist eure Zielgruppe? Wem wollt es verkaufen? Warum ist das ein cooles Geschenk? Ähm, jetzt spricht, d-die CEO der Firma Lea. Die Lea nimmt jetzt das Mikrofon in die Hand und sagt uns: Warum ist das ein No-Brainer?
00:09:47: Warum sollen sich die Leute das kaufen? Äh, weil ich finde, dass uns eigentlich alle das Essen von der Oma einfach am besten schmeckt. Und also unsere Zielgruppe ist eigentlich, unsere Zielgruppe war eigentlich schon, jetzt nicht unsere Eltern, das muss man schon sagen, sondern so- Die Alten.
00:10:03: Die bisschen Älteren. Aber einfach, ne, also es ist ziemlich unterschiedlich. Das merkt man schon. Man merkt halt auch jetzt beim Verkauf, dass jetzt so der Altersdurchschnitt zwischen dreißig und fünfzig so was liegt. Es schauen sich aber voll viel Omas das wirklich an und sind auch voll begeistert.
00:10:19: Das hat, hat uns eigentlich gewundert, weil wo wir zum Beispiel unseren Verkaufsstand gehabt haben, sind so viele Omas stehen geblieben und die waren alle voll begeistert. Die haben gemeint, sie wissen das alles schon im Kopf aus. Okay, dann stell's hin wieder. Ja. Nee. Frage: Wo kann man das kaufen?
00:10:36: Weil ich weiß nicht, macht ihr das online? Macht ihr das irgendwo draußen? Macht ihr das in Geschäften? Das würde mich interessieren. Ja genau, also bei uns jetzt bis jetzt der Verkauf eigentlich immer so persönlich mit uns abgesprochen. Also wir haben jetzt im Europark in Salzburg einen Stand gehabt oder beim Tag der offenen Tür oder Elternsprechtag bei uns in der Schule.
00:10:54: Aber so, es spricht sich schon herum. Also es erfahren ziemlich viel von unserem Kochbuch jetzt in der Salzburg-Umgebung und dann wird es meistens bei uns bestellt und wir nehmen es dann zum Beispiel mit in die Schule. Aber auch einfach, wenn man uns eine DM über Insta schickt. Habt ihr eine Instagram-Seite? Ja, genau.
00:11:10: Wie heißt die? HerzundHerd.jc. Okay. Und das werden wir natürlich in den Show-Notes verlinken oder wo auch immer wir das jetzt posten, ob das das Reel ist oder nicht. Auf jeden Fall werden wir das verlinken. Es ist natürlich alles limitiert. Das wird die Elena sicher noch sagen, weil ihr müsstet schnell sein.
00:11:25: Die Elena schiebt sich die Sichel schon den Nadeln. Mrs. Sales, Elena Sadlo, the stage is yours. Ähm, das heißt, es ist limitiert. Es gibt nicht mehr so viel, man muss ja dazu sagen, das Projekt läuft in der vierten Klasse. Habe das richtig verstanden? Genau, ja. Und das läuft jetzt schon seiten, seiten, also das erste Semester ist jetzt vorbei.
00:11:43: Und hört uns ein bisschen, wie, wie funktioniert das jetzt? Jetzt habt ihr das gemacht, ein halbes Jahr lang. Und wie ist jetzt das bis zum Schulende? Wir haben jetzt Februar, habt das Zeugnis gekriegt. Alles Einser natürlich alle. Und, oder auch nicht. Ähm, aber das spielt keine Rolle, weil es schaut sich keiner an.Aber wie, wie, wie ist jetzt der Fahrplan quasi bis zum Sommer, bis zum Zeugnis?
00:12:00: Also die Übungsfirma wird in zwei Monaten geschlossen, weil dann im April eben die HoFa beginnt und dann wird es uns alles zu stressig. Erklär, was die, was das ist. Das ist die Hotelfachausbildungsprüfung. Da macht man eben im Service und im Kochen seine Prüfung, dass man dann eben die Ausbildung hat. Und damit hat man gleichzeitig, wie heißt das?
00:12:17: Gewerbeberechtigung. Gewerbeberechtigung, damit man sein eigenes Restaurant oder Hotel aufmachen kann. Und genau dann wird das geschlossen, die Firma und wir haben nur noch hundertfünfzig Stück auf Lager. Also müssen schnell sein. Und das Coole ist, die Mädels schicken das auch selbst und es gibt ein cooles Goodie auch noch.
00:12:33: Also das Buch kostet wie viel Elena, Frau Selz? Das normale Buch kostet sechsundzwanzig Euro neunzig und es gibt einen Kochlöffel mit Herz in der Mitte wegen Herz und Herd. Das ist für neunundzwanzig Euro neunzig. Inklusive mit dem Kochlöffel quasi. Inklusive Kochlöffel. Ja. Und, ähm, es ist ja jetzt kein Geheimnis, dass, müssen die Kamera halten, dass jetzt dann Ostern vor der Tür steht.
00:12:53: Muttertag steht vor der Tür und ich finde, das ist schon ein tolles Geschenk, wo man sagt- Es gibt eine Osteraktion. Dann schau, Frau Selz. Zwei plus eins gratis. Wirklich? Ja, genau. Das ist ja geschenkt. Ja. Okay, das heißt, kannst es an, an, an drei Freundinnen, an Tanten, Onkeln, Cousinen, am besten an vier Männer, viele Männer, dass die, dass die auf die Idee kommen noch mal zum Kochen, ähm, schenken.
00:13:19: Ich habe schon gesehen, es gibt Germknödel. Ich liebe Germknödel. Ist ein eigenes Rezept drinnen. Finde ich, finde ich sehr, sehr gut. Ähm, was mich interessieren würde noch, äh, vielleicht nicht nur speziell auf das Projekt, was ihr habt. Was muss ein guter Lehrer für euch sein?
00:13:34: Was muss er euch beibringen? Wie muss er sein? Das würde mich sehr interessieren, was ihr denkt, was einen guten Lehrer ausmacht. Dürfen wir den Herrn Guschlbauer erwähnen? Du darfst jeden erwähnen. Ich spüre überhaupt Das ist unser Kochlehrer und das ist einer unserer Lieblingslehrer. Für uns alle vier, glaube ich.
00:13:49: Warum? Weil er, er ist, er ist ein herzensguter Mensch und er ist, er ist, ist lustig. Er zeigt uns, wie es geht. Er hilft uns. Mit ihm kann man Spaß haben. Er hat uns beim, genauso wie der Herr Möstl, unser Kochlehrer, die haben uns beim Kochbuch auch sehr viel geholfen.
00:14:05: Haben uns, da haben sie da wirklich auch bemüht, dass sie die Rezepte durchlesen, kontrolllesen. Also die waren alle voll dabei. Da wollten wir uns auch noch bedanken bei denen, weil das war wirklich... Die gibt's ja nicht gerne. Und ich glaube der Herr Guschlbauer, der nimmt das eigentlich alles nicht so ernst. Wenn ich jetzt zum Beispiel an die erste Kochstunde bei ihr denke, wie die Butter mit der Verpackung in die Mikrowelle dort und es hat zum Brennen angefangen.
00:14:30: Passiert. Es passiert, aber er hat das einfach mit Spaß eigentlich genommen und man lernt da, finde ich, kochen ziemlich gut. Aber ist auch genauso bei unserem Servierlehrer, glaube der Herr Fitz zum. Das ist a, der ist auch ziemlich weit oben bei die Topfavoriten, muss ich sagen. Es ist wichtig, dass du jetzt genau die Fächer ansprichst, die auch praxisch sind.
00:14:48: Ja. In der Praxis praxi, praktisch. Oh, der Schwede kann das Wort nicht sagen, ähm, die praktisch sind, wo man einfach das Hackeln lernt, sage ich jetzt einmal, es auf gut Deutsch zu sagen. Und das ist ja das Spannende, weil ich finde, ich, ich bekritzel ja oft ein bisschen in meine Podcasts und auch wenn ich sprich die Schulsysteme ein bisschen, weil ich sage, es fehlt mir so ein bisschen dieses Hands on.
00:15:07: Was sind zum Beispiel Fächer, wo ihr sagt, das würdet ihr euch wünschen im Schulsystem, dass da mehr, ähm, drüber geredet wird? Jetzt habt ihr eh schon dieses Coole, ihr könnt eine Firma machen, aber gibt es irgendwas, wo ihr sagt, warum gibt es das nicht? Redet ihr da, redet ihr da untereinander? Ja, also ich finde persönlich, was jetzt für mich ist.
00:15:23: Wir sind zum Beispiel im zwei Hotelmanagement und digitales Marketing. Aber ich persönlich würde zum Beispiel cooler finden, wenn es wirklich fokussiert auf Eventmarketing und Social Media Marketing gibt. Ja. Weil Social Media ist jetzt voll präsent und da finde würde ich das cool finden. Oder wenn es zum Beispiel jetzt ein extra Zweig Nummer gibt, wo es sich wirklich auf das bezieht, weil wir haben zwar digitales Marketing dabei, aber so viel Marketing ist es halt jetzt auch nicht.
00:15:48: Marketing, Marketinglehrerin. Da machen wir nicht erst für das, dass wir das eigentlich nicht als Fach haben, ziemlich viel mit Social Media. Die Frau Meier kann man. Ja. Da machen, lernen wir immer viel. Ja. Willst du noch was sagen? Es sind, sind halt vor allem die Lehrer, wo die Schule spezifisch drauf, äh, spezialisiert ist.
00:16:05: Also Kochen, Service und auch zum Beispiel die Frau Meier jetzt mit Hotelmanagement, die sind so engagiert und sind so dabei. Wir haben die zum Beispiel bei der Diplomarbeit als Lehrerin auch gewählt, ähm, die, die schaut sich das mit uns an, die macht das ganz genau durch. Die sind einfach, die wollen, dass wir das, äh, schaffen, dass wir das verstehen, dass wir das wirklich, also dass uns das einfach Spaß macht.
00:16:25: Und ich glaube, dass da das auch zählt. Also dass es vor allem die Klessheim, die Tourismusschule ausmacht. Ja. Auch Hofgastein bitte, weil ich bin in Bad Hofgastein in die Schule gegangen. wollte jetzt Klessheim nicht so sehr erwähnen. Nein, Ernst beiseite, auch Spaß beiseite, Ernst zurück.
00:16:41: Ich glaube, und deshalb feiere ich die Schule immer so und deshalb ist es halt so cool, dass ihr da sitzt, weil das verbindet uns definitiv. Ist dieses, diese Praxis und das muss ich wirklich sagen, das war für mich immer Game Changer, weil es ist ein Unterschied, ob du lernst, äh, in der, in der Theorie Unter- Obergriff oder wie, wie man mit Leuten umgeht.
00:16:58: Du musst das lernen. Du gehst im Sommer raus, du musst drei Teller tragen können und du musst zum Gast freundlich sein, weil du kannst nicht sagen: "Du Trottel, geh scheißen." Ich darf so reden, weil es ist mein Podcast. Aber, und du musst höflich werden und, und höflich sein und wissen, wie du mit Menschen umgehst, auch wenn sie blöd sind, weil manchmal sind sie's.
00:17:14: Aber Kunde ist oder Gast ist König. Das lernen wir auch einfach. Ja. Und das ist das, was ich so großartig finde an dem Schulsystem. Aber wie ihr sagt, man muss halt und ich finde, oft steckt, bleibt man so ein bisschen stecken und, und hängen in diesen alten Mustern. Und ich kann mich erinnern, ich habe vor eineinhalb Jahren nach Gastein fahren dürfen, nach Hofgastein, weil die Doris, die war früher mit mir Schülerin, ein bisschen älter wie die ist jetzt Lehrerin dort und die gesagt: "Hey Karin, komm vorbei und erzähl von deinem Werdegang." Und ich bin vor alle Abschlussklassen gesessen habe erzählen dürfen über wie ich Constell K gegründet habe, wie die Agentur gegründet habe und wie das bei mir war, dass ich früher ins Ausland gegangen bin, was ich gelernt habe und so weiter.
00:17:49: Ich meine, das ist ja voll cool, oder? Wenn du sagst, als Schüler, ähm, von einer Schule da sitzt wer, der hat dasselbe gemacht und der ist den Weg gegangen. Das ist doch viel motivierender als wie es sitzt jetzt ein Mathe-Lehrer da, Mathematik oder Französisch oder so und dann denkst du nur so: "Ja, eh."Aber mit dem konni, da, da krieg ich, das sind keine Emotionen.
00:18:06: Da denke ich mir: Ja, gehört dazu. Und deshalb ist das voll cool, dass ihr das ähnlich seht wie ich, dass euch genau das zahrt, nämlich dieses Praktische, dieses Hands on. Weil ich glaube, das zeichnet schon diese Schule auch aus, oder? Was sagt Ja, ja, voll. Es ist, also man muss schon sagen, man lernt, finde ich, vor allem in der Oberstufe viel unnötige Sachen, die man- Nein, es ist so.
00:18:24: Du kannst es ja sagen. nie wieder danach im Leben. Also ich glaube nicht, dass ich irgendwelche Formeln brauche, damit Also ich will ja kein Mathelehrer werden. Ähm, ich glaube, so was brauche ich einfach nicht. Aber ich glaube halt, diese ganzen praktischen Sachen, auch wenn man das dann nachher nicht macht, in die Gastronomie gehen oder ins Marketing oder in die Richtung, dass man, dass, dass dir das fürs Leben viel gebracht hat, wenn du das einfach lernst, weil, ja.
00:18:47: Es ist, ich, ich sage immer, egal wer mich fragt, es ist für mich die perfekte Lebensschule und es gibt kein besseres Fundament, weil ich muss auch sagen, ich war fünf Jahre im Ausland und bin mit einundzwanzig nach Amerika gegangen. Ich habe immer einen Job gefunden. Ja. Ich war ein Jahr auf Weltreise und mein damaliger Freund, der war aus London, der hat Gymnasium gemacht, der, der hat keinen Job gefunden.
00:19:05: Der hat dann irgendwo am Bau hackeln gemissen. Ich bin in der Rezeption gearbeitet, ich bin im Service gearbeitet, in Neuseeland. Ich, das, ich habe keine Probleme gehabt. Ich habe immer, wir haben es genommen mit offenen Händen, weil wir waren schnell, wir haben gewusst, wie, wir haben einen Schmäh gehabt und wir haben einfach arbeiten können. Und ich glaube, das ist das, warum ich diese Schulbildung und genau diesen Zweig so feiere.
00:19:23: Das muss ich ganz ehrlich sagen. Aber du hast was ganz was Wichtiges angesprochen und das ist einfach so dieses, du brauchst Sachen einfach nicht fürs Leben. Und ich glaube, oft nehmen sich Lehrer sehr ernst und selber sehr wichtig. Und das war bei mir, ich bin, ich habe Lehrer gehabt, die mich überhaupt nicht mögen. Und ich habe in meinem Buch, ähm, heute habe mein Buch gekriegt, also kurz bevor ihr gekommen seid, und das macht mich dann schon emotional, weil ich schreibe in meinem Buch ganz viel drüber, wie unrecht mir Menschen getan haben in, in meiner Schulausbildung.
00:19:48: Weißt, ich bin schikaniert worden. Lehrer haben zu mir gesagt: "Du wirst das nie zu was bringen." Und ich finde, das macht was mit einem in den jungen Jahren, wenn man, wenn dir das immer wieder gesagt worden ist, weil irgendwann, schau, bin jetzt vierzig oder über vierzig und ich denke mir, ich denke jetzt noch manchmal an das. Ich kann nicht schreiben, weil mir ist gesagt worden in Deutsch, ich bin scheiße.
00:20:04: Ich bin in Mathe, habe ich- Oh, das ist unser. Ja, aber- Das unser. Na ja, es ist schwierig, weißt du. Und ich glaube halt einfach, warum muss ich jemanden-- Und ich war auch immer anders und ich war anstrengend. Keine So, keine, keine Frage, ich war sicher anstrengend. Aber ich glaube, es ist so ein Unterschied, wie mit diesen Personen umgehe.
00:20:20: Und, w-was macht für euch einen guten Lehrer aus? Und was, gibt es vielleicht irgendwas, wo ihr sagt, das, das könnte man und ich will gar nicht Lehrer bashen, das machen nicht. Wir nennen auch keine Namen. Aber was, was, wenn ihr so, solche Lehrer habt, was wünscht ihr euch? Weil ihr habt jetzt die Möglichkeit, dass ihr das einmal ansprecht.
00:20:36: Was würde anders laufen? Oder, oder in der Kommunikation? Oder, oder wenn ein Lehrer schwierig ist, warum sind die, glaubt ihr, schwierig? Und w-was würdet ihr euch wünschen? Weil ihr seid jetzt in der Position, dass wir da drüber reden. Also ich verstehe die Lehrer irgendwo. Das ist auch bei uns in der Klasse gerade ein großes Thema.
00:20:52: Ich verstehe die Lehrer irgendwo, dass, dass sie sagen, okay, Schule, aber sie müssen uns auch verstehen. Wir sind jung und sie waren selber auch jung, dass wir halt andere Interessen als die Schule auch noch haben. Und ich glaube, wir würden uns alle viel mehr Verständnis von den Lehrern wünschen.
00:21:07: Aber ja. Ja, also eben wie die Lena gesagt hat, Verständnis. Aber ich finde da ein bisschen Fairheit, das muss man schon sagen. Inwiefern? Lieblingsschüler. Ja, das. Also ich meine, es sagt jetzt keiner wirklich, aber ich glaube, jeder Lehrer hat so was.
00:21:23: Aber halt auch generell, wenn jetzt zum Beispiel auf andere, weil bei uns gibt es ja die Schulkleidung und da wird halt oft auf andere mehr geachtet wie auf, also das wird halt unterschiedlich beachtet. Weil wenn ich jetzt sage, die Emma und die, wir haben auch jetzt nicht immer, das muss man sagen, das ist leider so.
00:21:38: Und bei uns wird aber jetzt nicht so geachtet wie jetzt bei anderen Leuten in der Klasse. Und auch Respekt finde ich. Also wir haben Respekt vor allen unseren Lehrern, auch wenn das oft nicht gezeigt wird, aber im Endeffekt, keiner würde sich irgendwie trauen, was zu sagen. Aber dass das auch zurückkommt, dass wir auch einen Respekt von den Lehrern kriegen oder eben auch Verständnis.
00:21:58: Wenn man jetzt zum Beispiel krank ist, zum Beispiel drei Tage vor der Schularbeit, man liegt und dann ist halt die Schularbeit dann vierer und da ist man gleich als schlechtmäßig abgestempelt. Aber wenn halt andere Lehrer krank sind, dann kann das verschoben werden, dann ist wurscht, dann hat man länger Zeit zum Verbessern und das ist unfair.
00:22:15: Ich finde auch, weil wir haben jetzt eben gerade bisschen, bisschen, bisschen, bisschen Krise, Krise in unserer Klasse eben und es gibt dann, dann so Lehrerkonferenzen über die Probleme in der Klasse und wie sie das regeln wollen. Was sind zum Beispiel so Probleme in der Klasse? Oh Gott, Emma.
00:22:32: Ne, aber du musst ja nicht genau das sagen, aber halt zum Beispiel, was sind so Herausforderungen? Wie kann man sich denn die vorstellen? Das ist schon so lange her. Die Priorität liegt halt gerade nicht in der Schule bei vielen. Man versucht ja, das, äh, es ist halt gerade die, die Lebensphase, wo man sich halt auch ein bisschen probiert, ähm, selber zu finden, weil nächstes Jahr, wir sind fertig und danach ist man halt aus der Schule raus und dann fängt eigentlich das Leben wirklich an.
00:22:57: Und ich glaube, viele versuchen halt auch gerade rauszufinden, was sie danach wollen. Und man kriegt da sehr wenig Unterstützung, finde ich teilweise auch von den Lehrern, sondern es geht wirklich immer nur Schule, Schule, Schule. Und eben einfach dieses, dieses Verständnis für uns auch, dass man halt sagt: „Okay, es ist einfach gerade schwer.
00:23:14: Wir sind in unserem jugendlichen Alter und ja. Aber was zum Beispiel sind jetzt gerade eure Prioritäten? Wenn du sagst, ähm, die sind jetzt nicht so viel in der Schule, was sind die dann? Fortgehen? ich finde, du musst ja unterscheiden zwischen gehe ich jedes Wochenende Vollgas von Freitag bis Sonntag in, in, was weiß ich was, City Beats, ich sage jetzt irgendwas in Salzburg und lasse mich volllaufen oder und, und, und weiß nicht und gehe vier in der Früh voll zu Hause.
00:23:36: Oder sind die Prioritäten, ich will Sport machen, ich will Leute treffen. Ich weiß es nicht, weil ich finde, es gibt einfach Regeln, das sage ich ganz ehrlich und an die muss man sich halten. Aber ich glaube, es ist voll, du musst immer so eine Mittelmaß finden und keiner darf sich zu wichtig nehmen. Und das möchte ich jetzt verstehen, was du, was du meinst mit: Ihr habt andere Prioritäten.
00:23:54: Also bei mir ist es so, ich versuche, äh, einen Weg zu finden, wie ich alles unter einen Hut kriege, wo ich die Schule sage, weil es ist einfach die vierte, ist richtig zach, man muss richtig viel lernen, dass ich das unter einen Hut kriege, dass meine Noten bleiben, dass ich trotzdem fortgehe und meinen Spaß habe, dass ich meinen Sport mache und dass halt auch Freunde und Familie und alles nicht zu kurz kommen.
00:24:12: Und das ist, glaube ich-Schwer, dass man das alles unter einen Hut kriegt. Du hast voll recht. Weißt du, arg ist ich hab heut noch, wenn ich oft so und das ist kein Schmäh, ich lieg oft im Bett und wir haben einen Lehrer gehabt, der extrem streng, streng war in Rechnungswesen. Aber der war so gut, weil jetzt, weißt du, wenn du drei Firmen hast oder jetzt sind es noch mal zwei bei mir und du machst auf einmal Buchhaltung alles selber und Jahresabschlüsse und den ganzen Scheiß, was man jetzt so lernt.
00:24:35: Jetzt macht das voll Sinn und der war so streng und ich hab viel mitgenommen fürs Leben. Aber ich hab heut noch, wache auf in der Nacht und denk mir, so deppert, wie es klingt, wie schaffe ich das alles? Ich muss noch so viel lernen. Ich habe die Schularbeit und da und da muss ich schummeln und Schummelzettel schreiben und das muss ich machen. Und wie kriege das alles in meinen Kopf? Weil ich nämlich immer last minute lerne, weil unter Druck ist es am besten gegangen.
00:24:52: Aber es ist und ich glaube, das unterschätzt man, wenn du in der Schule hast du ja Praxis, ich mein, wir müssen ja kochen, servieren, haben in Gastein getan und dann hat es, weiß nicht, war das am Vormittag und am Nachmittag sitzt du in der Schule bis dreiviertel sieben am Abend und dann hast eine Studierstunde und dann musst noch lernen. Und das ist, glaube ich, schon ein Stress. Aber noch mal, ich bin voll dankbar über die Ausbildung.
00:25:08: Aber ich glaube, was oft unterschätzt wird, auch, was das mit einem macht, dass du sagst, du musst allen gerecht werden. Und ich glaube, das ist oft für einen Lehrer schwierig zu verstehen in der Phase, in der ihr seid, dass man sagt, okay, wie macht man das? Und da beneide Lehrer eh nicht, weil ich glaube, das ist richtig schwer, dass du sagst, du, du hältst da die Mitte.
00:25:25: Ich glaube, das können nur wenige von den Lehrern. Viele glauben einfach nur, dass er nur ein Fach gibt und das war's. Oder dass ihr Fach das Wichtigste ist. Also ich würde jetzt euch wünschen, dass man sagt, man hat ein bisschen mehr Verständnis fürs Fortgehen. Nein, halt für das, dass man nicht nur sein Fach hat, sondern voll für andere.
00:25:42: Weil wenn sie viel zu tun haben, wird es auch respektiert und wenn wir voll viel Tests haben, wird es halt oft nicht respektiert. Ist auch einer wurscht. Aber ich glaube, das ist auch so eine besondere Phase, in der ihr jetzt gerade seid. So im letzten Jahr glaube ich. Es kommt halt viel zusammen. Oder vorletzten Jahr. Man wird älter, wie du sagst, es gibt andere Interessen, ist ganz wichtig, ähm, im Leben dann auch wird es das aber geben.
00:26:02: Ich glaube, das ist auch so ein bisschen eine Schule für danach. Ähm, was ich schon feiern, feiern würde, wenn es halt mehr vielleicht Runden gibt, wo einfach die Lehrer mit euch reden und sagen: "Hey, was ist los?" Keine Ahnung. "Was interessiert euch gerade? Womit habt ihr gerade zu kämpfen?" Oder keine Ahnung was. Ich finde das, ich war im Internat, im Gymnasium und da war es ein bisschen leichter für mich, weil wir haben dann so Erzieher gehabt und da haben wir auch mit uns geredet zum Beispiel und so ein paar Sachen abgefangen.
00:26:27: Also das, das kann ich verstehen bei euch, ähm, dass ihr das, dass ihr euch das mehr wünscht, sage mal. Und ich glaube, die Lehrerinnen und die sind mir heute noch in Erinnerung und das war jetzt, wie nach Gastein gefahren bin, die das gemacht haben. Und da gibt es ja immer wieder paar, die uns inkludiert haben in Unterhaltungen, die uns inkludiert haben in Diskussionen.
00:26:45: Das sind die Geilsten, weil das und das sind mir in Erinnerung geblieben, weil die haben mir einen Respekt gezollt, indem dass sie sich hingesetzt haben. Und ich habe viele Lehrerinnen gehabt, die gesagt haben: "Hey Kara, du bist nicht leicht, reiß dich ein bisschen zusammen, weil ich finde das cool, wie du bist. Du bist anders wie die anderen. Aber du musst halt jetzt schauen, dass wir oder wir müssen schauen, nicht nämlich du und wir und ich, sondern wir müssen schauen, wie machen wir das jetzt am besten." Und ich glaube, das ist das.
00:27:06: Kommunikation ist Key. Aber ich glaube auch, dass diese Phase, in der ihr jetzt seid, die euch einfach ein bisschen vorbereiten aufs echte Leben. Weil ich glaube, und da lernt man entweder ein bisschen, sich für sich einzustehen und aber dann auch sagen hey und ich muss mich ein bisschen fügen, weil seid immer noch in einem System drinnen, wo man sich auch fügen muss.
00:27:23: Aber man darf auch anders sein. Ich glaube, es ist immer, ähm, so ein bisschen Geben und ein Nehmen und ich glaube und das passt ja, ich sage immer bei uns in meiner Welt, in der Unternehmerwelt, im Erwachsenenleben, du musst ja nicht mit jedem können. Aber glaube, das Allerwichtigste ist, dass du immer jedem eine Chance gibst und dass ihr auf Augenhöhe miteinander seid.
00:27:41: Weil ich finde, das ist ganz schlimm, wenn du glaubst, du bist da oben und die anderen sind da unten, weil es Trottel sind und für Hausaufgaben einen Stempel haben. Und ich glaube, jeder kann sein Ding machen. Du musst ja nicht mit jedem können, aber ich glaube, Respekt, das ist das Allerallerwichtigste und nicht halt so wir gegen die.
00:27:56: Du willst sicher auch noch sagen. Nein, also ja, ich finde, das Wichtigste ist, was man auch fürs Leben lernt, ähm, an dich wird man sich nie erinnern, wenn du hinterrücks über jemanden redest. Das ist, finde ich, das Schlimmste, was du machen kannst. Wie du sagst, das ist das Wichtigste und wird auch immer im Leben wichtig sein.
00:28:14: Wenn du ein Problem hast oder jemand, dann bitte in einem Rahmen einfach mit jemandem diskutieren oder sage ich mal so klarkommen, aber nicht andere schlecht machen vor anderen. Das ist, glaube ich, das Schlimmste, was du machen kannst. Ja. Und das wird auch immer wieder zurückkommen. Also das könnt ihr euch schon mal auf, auf die, auf die Fahne schreiben, dass das halt absolutes No-Go ist.
00:28:34: Ja. Und es bringt dir nichts, weißt eh. Man ist halt jünger, man macht sich schnell einmal lustig, aber irgendwann merkt man, hey, es tut dem anderen weh. Weißt, also wenn ich dich jetzt in einer Gruppe fertig mache vor alle, dann tut dir das viel mehr weh, als wenn nur wir zwei allein sind. Das ist ganz wichtig. Das war im Sport auch so, wenn der Trainer einen rausgehauen vor alle Leute, dann hat es den fertig gemacht.
00:28:52: Weißt, wie ich meine. Das ist hart. hart, doch. Das ist hart. Und, und das ist halt nur so, so ein Ding, was ich voll, voll wichtig finde. Und dass man einfach darauf schaut, dass das nicht so ist. Ich wollte noch anderes Thema ansprechen, aber vielleicht, wenn du noch zu dem was hast. Ich würde gern- Nein.
00:29:07: Ja, passt. Social? Ja. Ja, ich wollte das genau fragen. Genau, weil ja, es kommt jetzt dieses Social Media Verbot soll ja angeblich kommen ab vierzehn. Ähm, ab sechzehn. Okay. Ähm, weiß nicht, was mich interessieren würde, wie verwendet ihr Social Media?
00:29:25: Welche Plattformen verwendet ihr? Wie, wie würde es euch gehen ohne? Könnt ihr ohne? Wie viel macht ihr damit? Was macht ihr damit? Das würde mich total interessieren. Und macht es für euch Sinn, dass man das quasi, ja euch mal wegnimmt bis sechzehn? Ja, das war mal eine richtig große Diskussion vor Kurzem bei uns in der Klasse, weil wir eben das Thema angesprochen haben und wie viel unterschiedliche Meinungen es gibt.
00:29:48: Aber ich glaube bei uns die Hauptnutzungsplattformen sind halt wirklich TikTok, Instagram und Snapchat. Also wenn ich jetzt schaue heutzutage, keiner schreibt mir fast mit WhatsApp, außer halt, außer halt die Eltern, die Familie. Die Alten. Aber so untereinander oder auch Anrufe.
00:30:04: Wird, wird unter uns, wir rufen uns nicht normal an, sondern wir rufen uns über Snapchat an oder so. Also jetzt mir persönlich, ich bin schon, das muss ich schon sagen, ich bin schon ziemlich oft auf TikTok. Also ich glaube, das ist meine meistgenutzte App. Ich sage aber auch, ich glaube, es würde mir nicht schlecht gehen, wenn, also es würde mir nicht schlecht gehen-Da, wenn ich jetzt mal verzicht.
00:30:24: Also ich würd grundsätzlich würd ich für mich so eine Woche Social Media Pause, glaub ich, mal richtig gut finden. Einfach weil dann sehe ich mal, dann hätte ich mal Zeit mehr zum Lernen, weil es ist zum Beispiel auch beim Lernen so, das lenkt voll ab. Wann hast du oder habt ihr generell, wir können dann mehr drüber reden, mit Social Media begonnen?
00:30:40: Wann habt ihr Handy gekriegt und wann war die erst das erste Mal, dass du sagst, du hast die App jetzt am Handy, egal ob Snapchat, Instagram oder TikTok? Ich glaub, mein erstes Handy hab ich in der vierten Klasse Volksschule gekriegt. Wie alt ist man da? Da ist zehn. Zehn. Genau, aber das war halt auch mit so einer SIM-Karte, was du halt aufladen hast müssen und so.
00:30:58: Und ich glaub, dann aber dann, das war Diskussion mit meinen Eltern. Ich glaub, das hab ich mit zwölf dann gekriegt. Ja, dreizehn. Zwölf, dreizehn am Ende. Was war die erste bei dir zum Beispiel? Musical.ly.
00:31:13: Hat es nur, war das noch. Und ich Insta früh, glaube Ich glaube, ich habe Snapchat am Schluss gehabt. Ja, ja, aber von Social Media war es, glaube ich. Ich glaube, Musical.ly und Instagram und dann Snapchat habe ich dann erst am Ende gekriegt.
00:31:29: So mit zwölf circa. Zwölf, dreizehn. Ja, habe ich das dann haben dürfen. War aber auch lange Diskussion. Aber du hast geschafft. Ja. Und zwölf ist schon sehr jung. Findet ihr jetzt im Nachhinein, jetzt seid ihr alle siebzehn, achtzehn, war das zu früh? Ganz ehrlich, seid mal reflektiert.
00:31:45: Denkt mal drüber nach. War das zu früh? Schau mal. Ja? Ja, ich glaube, es liegt. Ich glaube, es kommt auf viel an, auf die Persönlichkeit an, wie man es verwendet. Man merkt halt jetzt vor allem die, man merkt vor allem jetzt die ganzen Kinder, die sind ja jetzt teilweise mit zehn schon acht Stunden am Handy.
00:32:04: Und ich muss auch sagen, ich geb's ehrlich zu, ich bin handysüchtig. Ich kann nicht ohne mein Handy. Ich habe Bildschirmzeit, also bei mir sind meine Eltern gerade sehr dahinter, dass das runtergeht. Meine Bildschirmzeit hat TikTok sechs Stunden am Tag betragen. Ähm, und ich glaube, dass es, wenn das jeder machen würde, wäre ich sofort dabei, dass ich sage, ich würde mein Handy mal für ein, zwei Wochen wegnehmen und Social Media Pause machen, weil ich glaube, dass es deinem Kopf auch so gut tut, weil das beeinflusst, da wird dir ja das perfekte Bild gezeigt, was du sein sollst und was du sein müsstest.
00:32:33: Und wenn du, da hast du einen innerlichen Druck, den merkt, glaube, den merkt man gar nicht so, aber der ist da. Und ich, also ich würde es gut finden, wenn man sagt, Social Media und solche Apps ab vierzehn, ab sechzehn finde ich ein bisschen zu spät, weil da ist man halt schon voll in dem drinnen. Aber man hat ja früher- Aber glaubt ihr nicht, warte, jetzt muss ich euch was fragen.
00:32:50: Wenn man jetzt wirklich sagt ab sechzehn, dann hast du ja eigentlich voll das geile Leben bis sechzehn, weil du hast keinen Vergleich. Du wachst in der Früh auf und denkst dir: "Ui, ich stehe auf und ich kann schlafen und ich habe nicht als Erstes..." Bitte? Ja, FOMO. Warte, geht's, bitte geh noch mal, warte, krieg die Gänsehaut, wenn wir über das reden.
00:33:05: Beschreib das. Aber wieso? Es gibt ja dann kein FOMO, wenn du sechzehn bist und keiner hat's. Ja, deswegen. Ich glaube, wenn man Social Media erst später hat, hat man, finde ich, nicht so FOMO. Weil wenn man jetzt zum Beispiel bei uns schaut, Freundinnen oder so gehen jetzt, keine Ahnung, fort oder sind wo unterwegs und dann siehst du zum Beispiel aus einer Story auf Instagram oder so und ich zum Beispiel liege jetzt daheim im Bett, dann denke ich mir: "Boah, über was reden die gerade?
00:33:28: Ich wäre auch jetzt gern dabei." Also ich finde, FOMO ist durch Social Media sehr, sehr präsent. Also für alle, die nicht wissen, was FOMO ist: Fear of Missing Out. Sprich, passt schon. Sprich, ähm, du willst dabei sein, aber du bist nicht dabei und es triggert automatisch ein schlechtes Gefühl.
00:33:44: Ja. Ist auch wahrscheinlich, wenn man dann denkt, man sieht irgendwie coole Leben oder bessere Leben und Anführungszeichen besser. Das heißt nicht, dass das besser ist, wenn man mehr hat oder so. Also das muss ich gleich mal sagen, das müsst ihr euch ganz aufschreiben, weil wichtig ist, was man tut, wie man ist. Weil man kann alles wegnehmen.
00:34:00: Man kann, man kann die schönen Ohrringe wegnehmen, die Ketten wegnehmen, die Uhren wegnehmen, unsere Autos, unsere Häuser. Aber was bleibt dann übrig am Schluss? Das ist das, was entscheidet. FOMO, glaube ich, wenn du ein, ein Leben siehst, ein perfektes Leben, dann denkst du wahrscheinlich: okay, mein Leben ist nicht so geil. Ich habe FOMO, ich muss irgendwas machen, dass es besser wird." Ich weiß nicht, oder kann das auch sein?
00:34:17: Spielt das auch mit? Oder auf Insta und auf TikTok sieht man so viel, was man halt von Urlaub fahren und Influencer vor allem machen ja viel mehr oder fahren viel mehr auf Urlaub und ich glaube, das ist schon... Sei ehrlich.
00:34:33: Ja, ich glaube, wenn man jetzt in der Schule sitzt und so was sieht, denkt man sich: "Schau mal, wäre lieber gern woanders" oder "Man würde wieder gern auf Urlaub fahren." Ja. Ich glaube, es ist auch viel, wenn zum Beispiel, wenn wir, uns geht's halt allen gut. Und ich glaube, wenn man dann, da hat man diesen innerlichen Druck, also bei mir ist es zumindest so, dass ich später auch erfolgreich werde, dass ich mir das später auch leisten kann, was sich halt meine Eltern erarbeitet haben.
00:34:57: Und, ähm, das ist, glaube ich, das finde ich das Schlimmste. Der Druck, erfolgreich zu sein. Der Druck, erfolgreich zu sein. Weil man, es, es ist einfach so, ich finde, das Geld spielt eine große Rolle, weil du kannst mit dem-- wie willst du auf Urlaub fahren, wenn du das nicht hast? Und ich glaube, wenn du das als Kind hast und wenn du dieses Privileg hast, dann, ich glaube, bei uns allen ist der Erfolgsdruck schon sehr vorhanden.
00:35:20: Aber macht das die Eltern und weil sie das, weil sie jetzt immer Urlaub hat? Oder ist das Social Media, weil ihr euch denkt und macht, wollt das für euch? Wichtige Frage: Wollt ihr das für euch erreichen, dieses Erfolgreiche, dieses finanziell Unabhängige oder für Social Media? Das ist aber relativ erfolgreich, wenn, ich glaube, eine Familie wollen wir alle haben.
00:35:40: Also ja. Ich finde, das ist beides. Warte, sorry, ja sorry. Mikrofon. Tut mir leid. Es ist beides. Es ist was, was halt privat dann später ist. Natürlich, ich würde, man würde- Aber für wen willst du's? Willst du das wirklich für dich oder willst du das oder für Social Media?
00:35:56: Und da müsst ihr jetzt wieder voll ehrlich sein zu euch. Ja, ist nicht für mich. Nein, aber da müsst ihr voll ehrlich sein zu euch, weil ich glaube schon, dass der Druck da ist, dass du jetzt was abliefern kannst. So wie heute seid's da in Wien und gestern wart's Topgolf. Man macht Dinge. Ja. Wie viel von hundert Prozent, ihr müsst es, könnt ihr es ganz ehrlich beantworten, macht ihr für euch selber?
00:36:16: Und ihr müsst jetzt wirklich ehrlich sein. Und wie viel gefällt euch und geil euch und denkt sich: "Boah, cool, ich bin die Beste" für Social Media? Ich sag, bei mir ist es fünfzig, fünfzig. Ich glaube, manches denkt man sich schon: Schaut cool aus, wenn man das postet, wo man ist, glaube ich.Ja, es gibt fünf.
00:36:35: Emma, was hast du zum sagen? Also wir waren halt auf einer Geburtstagsfeier in Großarl. Toni. Toni Limoni und dann sind wir eben am Tag zu welcher, wie heißt denn die jetzt? Wolke sieben, genau. Wolke sieben hochgefahren und da war halt das Bussi Babá Event und für mich es halt ein typisches Insta Reel oder Insta Story Post.
00:37:01: Also ich finde, das muss man halt posten. Tue ich ja selber auch, aber das ist für mich für Insta. Also ihr denkt schon in quasi nicht, also ich mache es für Insta, damit das gesehen wird und da muss man dann sagen, da überwiegt das mehr. Aber habt ihr dann Spaß vor Ort oder?
00:37:17: Ja, schon. Aber ihr habt immer im Hinterkopf, ich muss jetzt. Marlena, was willst du sagen? Ich glaube, dass voll viele Events, was mir auf Insta cool ausschauen, wo ich war, dass die nicht so cool waren wie Sachen, wo ich gar nichts gepostet habe. Also ich glaube, dass das schade ist.
00:37:32: Oft die, was jetzt nicht so ästhetisch oder sonst was ausschauen, so feiern oder zusammensitzen oft viel lustiger ist, weil als irgendwelche Events, die voll cool ausschauen und die man halt auf Insta postet, was eher ausschaut, was voll super und voll toll.
00:37:47: Ich meine, ist nicht immer so, aber. Aber seid ihr ein bisschen so fed up manchmal, das zu sehen, eben wie du sagst, das schaut zwar super cool aus und ist perfekt und keine Ahnung was, aber irgendwie spürst du dabei ja viel weniger. Seid ihr manchmal so fed up auch mit dieser Welt in Social Media? Wenn ich das sehe, denke mir immer: Oida, okay, man muss nicht übertreiben.
00:38:04: Das muss jetzt nicht die perfekte Pflanze sein und, äh, das Auto muss gut sein und das Haus und die Ecke. Und weißt was ich meine, muss nicht immer so inszeniert sein. Ich glaube, es gibt das aber jetzt eh schon, dass es viele Leute auch posten, so Sachen, was jetzt überhaupt nicht ästhetisch sind. Findest du das cool, oder? Findest du das cool? Ja, finde ich schon cool, ja.
00:38:21: Aber würde ich jetzt selber jetzt auch posten. Also ich glaube, also auf meinem, ich habe einen Privataccount, da ja, aber sonst jetzt so auf meinem normalen Account würde ich jetzt nicht irgendwie. Hast du zwei Accounts? Ja, ich glaube sogar wir alle. Okay, auch öffentliches und auch privates? Ja, also wo wirklich nur meine engsten Freunde sind.
00:38:36: Insta? Ja. Aber du hast zwei Profile und dann switcht ihr hin und her. Jetzt hast eins Stalkerprofil, ein normales Profil. Nein, das ist nicht. Das eine. Das war Spaß. Das eine sind nur so, wo wir halt nicht so schön, also eigentlich so Blödsinn eher posten. Also was man jetzt nicht jeder sehen braucht.
00:38:54: Okay. Ja. Meine Mama fragt mich zweimal an, aber. Du lädst es ab. Okay. Okay. Krass. Also das ist schon was, was, was, was voll wichtig ist, dass ihr mal über das redet und ich glaube, und ist auch voll reflektiert. Also ich muss schon sagen, ihr seid siebzehn, achtzehn und ihr redet sehr reflektiert darüber, was die Welt mit euch macht.
00:39:14: Und ich glaube, trotz alledem, ich bleibe dabei und bin eine große Befürworter von dem Handyverbot bis sechzehn. Also nicht Handy, sondern Social Media Verbot. Ein Handy kann jeder haben, aber ich finde, es macht das Leben viel schöner und unkomplizierter und echter, wenn dieses Handy nicht, also wenn dieses Social Media nicht da Weil schau, dann fahrt ihr zum Maier Event oder zum Bussi Babá Event oder, ähm, was auch immer das ist und ihr seid im Moment die Geburtstagsfeier, das Happening und es muss ja nicht immer alles echt sein.
00:39:41: Zum Beispiel meine Philosophie seit Tag eins war auf Instagram, ich habe immer darauf geschissen, weil ich sitze da ohne Make-up, ich sitze da mit fettige Haare, heute einen Kilo trockenen Champagner. Es ist nicht alles so perfekt, aber das Leben ist halt auch nicht so. Seien wir uns ehrlich, das ist einfach nicht so. Und es ist viel cooler, wenn wir irgendwo sind.
00:39:56: Wir waren jetzt auf vielen Events, da habe ich das Handy, ich war in Kitzbühel vier Tage lang am Hahnenkammrennen und ich habe einfach drei Uhr früh siebzig Prozent Akku gehabt, weil ich einfach im Moment war. Ich habe eine coole Zeit mit meinem Bruder verbracht, mit die Freund und so weiter. Und da war meine Priorität nicht, ich muss jetzt die perfekte Story machen. Ich war bei richtig geile Veranstaltungen und das ist das, was ich euch wünsche, nämlich auch im groß werden, im erwachsen werden.
00:40:17: Weil ich bin früher gegangen und dann habe ich gespien und keine Ahnung und es war eine coole Nacht und wir haben nur durchpartyt, gefeiert. Aber das Handy, das hat es ja nicht gegeben. Weißt eh, mein erstes Handy, da war ich sechzehn ohne Social Media. Und das ist das, warum ich euch das wünsche so sehr oder jetzt der nächsten Generation, ihr seid ja da schon wieder raus, damit eben dieses du bist süchtig, du willst das Ästhetische, ihr habt zwei Accounts.
00:40:36: Da musst du mal drüber nachdenken, wie arg das eigentlich ist, dass du sagst, okay, du hast eins, wo ihr euch bemüht, dass ihr jetzt die Pflanzen da schön fotografiert oder das Avocado-Brot oder Matcha. Und dann gibt es das andere Account, wo der Matcha verladen ist und ich habe fettige Haare. Ich bin halt blau. So, aber wie arg ist das, oder?
00:40:53: Also ich habe es jetzt gemerkt, ich habe in Barcelona mein Handy verloren. Also mir nicht verloren, mir ist gestohlen worden. Mir ist aus meiner Jackentasche rausgestohlen worden und es war am ersten richtigen Tag und bin ich ziemlich durchgedreht. Also ich glaube, es interessiert halt dort auch keinen. Ich war bei der Polizei, die haben halt gelacht, weil passiert alle paar Minuten und habe meinem Papa mal sein Handy geben müssen, damit ich mich auf Snapchat einloggen kann, weil ich so geknärft habe.
00:41:17: Ja, ich glaube, das ist auch so ein Ding auf Snapchat, die Flammen. Irgendwas so. Sieh Das ist eigentlich voll, aber es hat mir voll gut getan. Ich war ja dann drei Tage eigentlich ohne Handy, bis auf Snapchat, was ich von meinem Papa manchmal nutzen habe dürfen. Aber eigentlich im Nachhinein war das, ist es viel schöner, weil man viel mehr mitkriegt oder viel weniger, viel mehr Zeit hat.
00:41:35: Und auch wieder redet, oder? Ja. Weil ich glaube schon, ich beobachte das ja. Wir waren jetzt in Kapstadt einen Monat, der Georg und ich, und, ähm, sind dann am Tisch gesessen und war eine Familie da und eine Mama mit zwei Kindern in eurem Alter circa. Da redet keiner miteinander und die beide ganze Zeit Snapchat gesehen. Jetzt bitte erklärt mir das mit die Flammen. Ja. Ich steige da aus.
00:41:50: Du kriegst, wenn man sie hin und her snapt, ich glaube ab drei Tage gibt es dann so drei Flammen und du musst sie jeden Tag oder beziehungsweise wenn man zweimal snapt, dann geht es auch zwei Tage. Aber jeden Tag muss jeder snappen mit die Person. Also wenn wir zwei zusammen snappen, dann muss immer ein Bild geschickt werden und da kriegt man eine Flamme eigentlich voll unnötig, wenn man so drüber redet.
00:42:11: Und wir haben halt dann, ich mit Lei so zweitausend Flammen, also mit meine Freundinnen. Dann ist man cool oder was? Oder wird man dann geraged? aber irgendwie tut es, irgendwie tut es mir weh, wenn ich die verliere, weil ich mir denke, schicke seit zweitausend. Eigentlich wird, wird euer Bond quasi, was sonst schon da ist- Ja. Auf dieser App musst du es bestätigen, weil sonst ist sie quasi dann weg.
00:42:29: Ja. Das ist voll arg.Beste Freunde Plätze. Da hast du dann so deine zehn besten Freunde und wenn du mit den Leuten, mit denen du am meisten Snaps, das sieht man dann, wenn man draufdrückt, die gibt's dann so a, so a Welt, so einen Planeten. Genau und der zeigt dann, auf welchem Platz du bei der anderen Person bist.
00:42:46: Und wir zahlen dafür, dass wir das sehen, dass wir die anderen oder wenn die so einen Half Swipe reinmachen, wenn die nur so, also das sieht man nicht, dass die es gelesen haben, sondern die swipen nur so, machen so einen Half Swipe rein, da muss man zahlen. Das ist eigentlich voll gestört, aber es ist eigentlich, es ist so. Ja, das sind drei Euro im Monat.
00:43:04: Drei Euro neunundneunzig. Vier Euro im Monat, damit ihr seht, auf welchem Planeten ihr seid. Ja, und, und für die Flammen, weil die kann man wieder herstellen, die kann man wieder kaufen. Wenn man es verloren kriegt, dann kann man es wieder herstellen. Und ja. Ist das wirklich cool? Jetzt sagen wir uns mal, also das ist ja wieder a Pressure zusätzlich mehr, aber ihr kommt raus, weil jeder macht oder wie habe ich das zu verstehen?
00:43:24: Also wenn ich zum Beispiel bei mir schaue, glaube, die meisten Flammen, was ich habe, sind jetzt bei tausendvierhundert irgendwas. Also seit tausendvierhundert Tagen snipe mit der Person. Aber wenn zum Beispiel eine Freundin habe, die was eben jetzt gerade in Amerika ist und Aupair Jahr macht und bei der habe ich zum Beispiel gar keinen Druck, weil klar wegen der Zeitverschiebung, aber da ist ja oft, wie zum Beispiel wir haben jetzt gerade gar keine Flammen.
00:43:41: Wir haben oft auch mal zwanzig Flammen, dann gehen sie mal weg. Also es kommt bei mir halt auf die Leute drauf an und bei ein paar Leuten habe ich gar keinen Druck. Oder wie zum Beispiel der Antonia aus unserer Klasse, mit der snipe ich zwei, drei Mal die Woche und da habe ich keinen Druck. Aber wenn ich zum Beispiel bei euch schaue, weil da sind die Flammen alle voll weit oben.
00:43:58: Es kommt halt auch, es ist nicht auf die Leute drauf an, weil ich verstehe mich mit allen. Aber ich glaube, wenn du das von Anfang an angefangen hast mit die Flammen, dann kannst du nicht mehr aufhören. Also für mich ist das so weit weg von allem. Also ich, das ist, am liebsten, am liebsten.
00:44:15: Aber bitte fangt das nicht an, weil ich glaube, ihr sitzt ja da, ihr seid so lieb alle vier miteinander. Jetzt klinge ich wie meine Oma, aber. Und, und, und dann definiert man eine Freundschaft über Flammen. Also so einen Scheiß habe ich noch nie gehört. Ich dann wieder nicht. Freundschaft. Nein, das weiß ich, dass ihr das nicht tut. Aber ich sage nur. Was? Ach so, wie lange haben wir noch?
00:44:32: Werden nicht mehr gefilmt. Okay. Letzte Bild von uns. Okay. Ja, ja, passt schon. Wie lange haben wir noch? Ich glaube Minute. Okay, scheiße. War das so geile Unterhaltung. Vierundvierzig Minuten.
00:44:48: Ähm, weil es müssen, das ist, das ist cool, dann höre halt auf, dann reden wir halt weiter. Ist ja wurscht. Podcast ohne Video. Ja, ist ja wurscht jetzt, aber das, okay. Also ich glaube, nur dass ich ehrlich bin, ich würde, das ist sowieso Kuddelmuddel. Also die, da zuhören und immer noch dabei sind, Hut ab. Aber ich finde das trotzdem, es ist so ehrlich und so ungeplant, weil wir haben überhaupt nicht über das geplant zu reden.
00:45:10: Aber ich finde, es ist schon wichtig, dass man das auch versteht und einen Druck, einen Pressure, den ihr habt, so untereinander. Und ich glaube, das ist für Eltern nicht greifbar. Und ich glaube, das, was ihr jetzt auch alles gesagt habt, dieses FOMO, dieses, ähm, dieses Flammen schicken, dieser Druck, ihr seid auf einem Planeten und das wird dann bestätigt, eure Freundschaft und so weiter.
00:45:27: Dieses, wir sind auf einem Event, das ist eigentlich viel cooler ohne, aber wir müssen es trotzdem tun, weil das wird von uns erwartet. Ich glaube, das müssen alles so Wakeup-Zeichen sein, auch für Eltern. Und deshalb reden wir da auch so ehrlich, dass das eine Verantwortung ist von den Eltern, von allen, die euch herum sind und natürlich auch von irgendjemandem, der dieses Social Media Verbot bestimmt, weil das kann euch nur zugute kommen.
00:45:48: Weil wenn ich mit sechzehn, siebzehn, achtzehn solche Sorgen habe, dass meine Sorgen ist, Flammen, Planet, äh, privates Account versus ein öffentliches Account, weil ich will ja wahrgenommen werden als die Perfekte, was auch immer. Das ist falsch und das ist einfach ganz klar so. Was ich so schlimm finde, das ist zum Beispiel, wenn ich mit meinen Eltern auf Urlaub bin, sieht man dann die Kinder, die jetzt zehn sind oder so, die sitzen mit dem Tablet am Tisch und schauen Serie, während die Eltern essen und der Mann schaut daneben TikTok oder was denn.
00:46:15: Ich finde, das ist so schrecklich. Aber Elena, weißt du, darfst nicht vergessen, du hast auch sechs Stunden TikTok Zeit. Ich weiß, das ist brutal. Jetzt überlege mal, deine Eltern, ähm, du siehst das jetzt als Außenstehender, aber deine Eltern sehen dich sechs Stunden auf der Liege nebenbei am Handy. Wie unsexy ist das?
00:46:31: Ist ja nicht cool. Na ja, oder? Also das ist ja für Eltern genauso. Du sagst es ja schon und du lachst jetzt drüber, logischerweise, aber es ist ein Teufelskreis, weil du ja drinnen bist. Das stimmt. Aber das ist für deine Eltern genauso uncool, wenn sie dann beim Essen sind oder auf der Liege, weil irgendwie wäre es cool. Vielleicht spielst, ich sage jetzt irgendwas, mit deinem Papa Fußball.
00:46:48: Wird nicht passieren, aber irgendwas. Doch. Oder zum Beispiel, nein, aber das sind so Dinge. Ich habe das gehabt. Weißt, wir sind auf Urlaub gefahren. Nicht oft, weil da waren nicht viel Geld da, aber wenn, dann war ich im Moment und war so dankbar. Dann habe ich mit sechzehn noch Sandburgen gebaut, weil da war mein Handy, ich habe das ja nicht gehabt. Und das ist das, was ich euch wieder wünsche oder auch der jungen, jüngeren Generation.
00:47:06: Aber da müssen wir uns alle am Riemen reißen, vor allem auch Erziehungsberechtigte. Weil wo es immer wieder her ist, wenn ich sage, ich hätte es gern, dass das kann und Social Media Verbot und so weiter. Eben aus diesen besagten Gründen, die ihr uns jetzt gesagt habt, dieser ganze Pressure. Ich meine, das ist ja, ihr seid noch Kinder.
00:47:21: Jetzt werdet ihr zu jungen Erwachsenen. Ist ja nicht lustig. Nein. Unsere Generation war so die erste, wo das so richtig gekommen ist, weil ich glaube, unsere Eltern haben das ja auch nicht wirklich, meine Eltern checken Snapchat immer noch nicht richtig oder die wissen, haben das ja auch alles nicht gewusst.
00:47:38: Ich glaube, jetzt wissen es die Leute halt richtig, was damit, wie das funktioniert und wie das abhängig macht. Ja, voll. Und deshalb ist es aber wichtig, dass man das unterbindet. Weißt, weil ich glaube, du schenkst jedem ein Stückchen mehr Freiheit und mehr, ähm, jugendlich sein oder Kind sein, weil du musst nicht mit zwölf, dreizehn auf Instagram sein.
00:47:56: Das ist einfach meine Meinung. Jetzt überlegt mal zurück, wenn ich mit zwölf da reingehe, ich komme in die wildesten Algorithmen hinein, wenn ich das will. Weil stell dir vor, ich gehe hinein und, und, und schaue mir einmal irgendeinen Krieg an. So, dann bin ich zwölf Jahre alt und sehe die ganze Zeit, wo es Leute herumtragen, eine Schießerei und, und das, das ist ja so depressiv und bedrückend.
00:48:13: nicht nur das, mit zwölf seid ihr junge Dirndln, ihr entwickelt euch. Ja, ich habe dann gekriegt einen Arsch, also einen Hintern, Hüften. Haben mir gedacht, mmh, dann haben sie immer gesagt: „Die hat keinen Busen, aber so einen Arsch." Und dann siehst du, dann gehe mit zwölf auf Instagram und sehe dann diese ganzen perfekten Körper. Das Erste, was ich tue: Warum schauen die so aus und ich nicht?
00:48:30: Jetzt, ich das nicht gehabt. Ich habe in der Hotelbergschule, wir haben alle Schuluniform gehabt, jeder hat gleich ausgeschaut. Danke, lieber Gott, dass das so war, weil wir haben nicht viel Geld gehabt und ich mir nicht einen Army Pulli leisten können oder einen Ralph Lauren Pulli, sondern ich bin gekommen mit irgendeinem Fetzen, weil wir kein Geld gehabt haben. Aber ich war so dankbar, dass das gegeben hat, weil ich mir gedacht habe, da wird kein Unterschied gemacht.
00:48:46: Natürlich hast du es dann gesehen, wenn wir privat rausgegangen sind. Aber das will ich nur sagen, das war für mich das Beste. Und jetzt komme auf Social Media dazu. So, und ich hätte nicht mithalten können, weil wir sind nicht nach Tuberg gefahren. Ich war nicht Ski fahren. Ich bin Ski fahren gegangen zu Hause und da habe ich schon, weißt du, das ist so, und das ist das, was ich so schade finde und was ich einfach den jungen Leuten wünsche, dass sie einfach wieder so sein dürfen, wie sie sind, ohne diese Vergleiche.Weil mit zwölf, wenn ich zum Glück hat es nicht gegeben, weil ich habe mich deppert gemacht, weil auf einmal habe ich verändert.
00:49:12: Weißt eh, dann kriegst du Busen, kriegst einen Hintern, alles wird anders. Und, und da rede ich nicht einmal von Statussymbolen. Da rede ich nicht von Cartier und was weiß was es da nicht alles gibt. Oder Chanel-Taschen oder Longchamp oder was auch immer jetzt gerade modern ist. Goyard. Wisst ihr, was ich meine? Ja. Und das ist das, das wünsche ich mir wieder.
00:49:29: Und deshalb ist es wichtig, dass wir so offen reden über das, weil vielleicht hört die eine oder andere Mama zu und sagt dann: „Ich gebe meinem Kind das vielleicht noch nicht so bald, aber dann kommt halt dieser Pressure dazu. Alle haben es und ich habe es nicht. Ja. muss man ein einführen, weil sonst führt das zu gar nichts. Ja. Entfernen das immer weg. Entschuldigung.
00:49:44: Bitte red. Ich würde halt, ich glaube halt, was ich noch sagen will zu den Vergleichen: Ich sage, wir alle tun das. Also wenn ich zum Beispiel auf, auf TikTok bin und dann sehe, ich bought dir gerade genau das Gleiche an, was ich mir bestelle, wie zum Beispiel jetzt das, was ich heute anhabe, habe ich auf TikTok gesehen, habe ich mir nachgekauft.
00:50:01: Dann ist angekommen und dann denke ich mir: „Ja, okay, aber bei der auf TikTok hat das jetzt schon besser ausgeschaut. Was kann ich da jetzt anders machen? Ist mein Körper jetzt nicht gemacht für das?" Also ich glaube, das ist schon ein sehr, sehr, sehr großer Vergleich. Aber glaubst du, dass du mit sechzehn zum Beispiel dann, wenn du das jetzt, wenn du es nicht so lange gehabt hättest und dann auf einmal hast du es, glaubst, könntest du besser damit umgehen?
00:50:20: Weil du bist ja doch mit zwölf schon damit in Berührung gekommen. Glaubst, hast du dann ein anders Selbstbewusstsein? Oder denkst du dann so: „Ja, ich bin trotzdem eine geile Oide und ich kann es auch anziehen", weil es halt, weil das ja viel später war und du bist ja dann ein bisschen gefestigter in deinem Charakter. Ich frage nur, weil das ist das, wo ich mir immer kläre in meinem Kopf.
00:50:37: Nein, ich glaube, bei mir ist mein Selbstbewusstsein eben in dem Alter von vierzehn, fünfzehn eigentlich so wirklich gekommen, also eben gerade da, wo ich in Klessheim, wo ich nach Klessheim gekommen bin. Das heißt, ich glaube, mir persönlich hätte es schon geholfen, weil wenn ich dann wirklich mit vierzehn, Später, meinst du? Also wenn ich erst später das Social Media wäre, weil mit vierzehn, fünfzehn, da habe ich ein Selbstbewusstsein gehabt, aber ich war trotzdem eingeschränkt, oder mein Selbstbewusstsein war trotzdem eingeschränkt von Social Media.
00:50:59: Aber wenn ich jetzt sage, ich kriege erst, wenn jetzt bis sechzehn das verboten ist und ich kriege es dann mit siebzehn erst, dann finde ich, für mich habe ich diesen Druck und diesen Vergleich nicht so, weil es jetzt sechzehn Jahre von meinem Leben schon-- mit sechzehn, ich gehe schon fort und da kann ich dann nicht schauen, was dann die auf Social Media... Da denke ich mir: „Ja, das, was ich mache, ist richtig.
00:51:17: So wie ich ausschaue, passt. Und da glaube ich, habe dann, wenn ich dann auf einmal Social Media komme, jetzt nicht so den Vergleich, weil ich es bis jetzt nicht anders gekannt habe. Wir waren eher lustig immer unterwegs auf Social Media in der Unterstufen. Oh Gott, ja. Ja. War peinlich.
00:51:32: Ja, schon. Was sagst du? Wir waren, wir waren schon, also wir waren sehr extrovertiert eigentlich in der Unterstufe immer und haben eigentlich, wir haben einen Klassenaccount sogar gehabt mit Social Media. Okay, als Klasse an sich? Ja. Okay. Ja, ich glaube, es ist halt immer, wie es praktizierst, aber ich glaube, ich bleibe dabei- Ja.
00:51:51: dass du – und du hast jetzt eigentlich voll gut auf den Punkt gebracht. Du hast eigentlich alles gesagt, wie ich auch sehe, dass ich mir denke, du bist gefestigter. Es gibt da, und ich finde auch vierzehn ist jung, ehrlicherweise, weil ich glaube, es gibt da noch mal zwei Jahre, wo du noch mal reifen kannst, wo du noch mal mehr du wirst und noch mal mehr im Leben stehst.
00:52:07: Und dann, glaube ich, kannst wahrscheinlich ein bisschen besser damit umgehen. Und ich glaube, all diese Sorgen und Dinge, was ihr jetzt angesprochen habt, vielleicht können wir, weil ich glaube, es ist, es muss ein Kollektiv sein, es muss ein Miteinander sein. Es liegt nicht nur an euch Kindern, unter Anführungszeichen, jetzt seid keine Kinder mehr, aber halt jungen Erwachsenen, wie auch immer man das nennt, Teenagern, ähm, sondern auch ganz viel an den Eltern.
00:52:25: Weil viele Leute sagen zu mir: „Aber was soll ich denn mit meinem Kind tun, wenn ich ihm das Handy nicht geben kann?" Ich glaube, es ist Unterschied, Handy geben oder Social Media, jemanden einfach darauf loslaufen. Weil bei TikTok finde ich es ja noch viel ärger. Du schaust dir einmal irgendwas an und du bist in diesem Algorithmus drinnen. Boah, ja, aber ich schaue ja sogar schon, wenn ich auf Urlaub fahre, auf TikTok. Also ich suche auf TikTok Sachen, weil ich finde, ich finde Sachen bei TikTok besser, wenn ich jetzt sage, ähm, was man machen kann in irgendeinem Land oder so, finde ich das bei TikTok.
00:52:48: Also besser wie Google, finde ich. Findest du es aber irgendwie-- Ja, und da habe ich halt alles bildlich und gleich ein Video dazu oder irgendwelche Leute, die da hingehen und sagen: „Ja, wie es ist." Deswegen, ich schaue meistens auf TikTok nach, sogar wenn ich fahre. Auch Restaurants oder Hotels. Ja, aber findet nicht, dass das voll gefährlich ist? Weil es gibt ja Menschen, die wissen das, dass ihr das sucht und die können euch eigentlich ziemlich gut belügen und du weißt ja nicht genau: Findet die das gut oder sagt sie es nur, weil sie es gut findet?
00:53:12: Ist das Gleiche auch mit Politik und Meinungen. Weißt, wie ich meine? Ja. Der kann das ja auch so verkaufen. Ja, Und du denkst dir: „Stimmt eigentlich, hat er recht", aber im Endeffekt führt eigentlich nicht das im Schilde, was, was er eigentlich vorgibt zu sein, gell? Ja. Man kann so viel, man kann so viele Sachen mittlerweile auf, auf Social Media schon faken.
00:53:28: Vor allem, ich finde auch ganz problematisch finde ich das mit dem Vergleichen, was die Lea auch schon angesprochen hat, mit wenn man dann zum Beispiel was bestellt und bei dem hat das voll gut ausgeschaut oder wie der Körper ist. Das, finde ich, ist das Problematischste. Wenn du das schon als Jung tust, dann bildet sich das in deinem Kopf schon so ein, wie du sein musst, dass das dein einziges Ziel ist eigentlich, was du verfolgst, dass du so ausschaust wie die, dass du so bist wie die, dass du dich selber eigentlich gar nicht entwickeln kannst, so wie du bist.
00:53:55: Was mir halt immer wieder auffällt, ist dieses Ganze, wir schauen alle gleich aus. Also wenn man jetzt sinnbildlich, habe in meinem Buch wollte ich eigentlich ein Bild bringen, aber das habe ich dann nicht gemacht. Aber es schauen ja alle Jung oder viele Junge aus mit schwarzer Hose, weißes Leiberl, langer beiger Trenchcoat und vielleicht noch irgend, jetzt sind gerade Tücher in, und der zieht-- und, und genau die schmale Brille oder wie in Kapschtdt jetzt waren wir immer bei, ich habe immer so Workhard-Klassen gemacht und dann, ich, da bin ich mir wirklich vorgekommen wie eine Oma, darf nicht mehr so viel über meine Öter reden, haben sie mir mal erklärt, aber es war so.
00:54:23: Und da waren halt viele, auch eurem Öter, aber halt Anfang zwanzig, alle schon gleich, alle ein Matching Set. Also eine Leggin, das Oberteil, die schmale Brille, ähm, einen Slick Bun, nach dem Sport sowieso, geschminkt, eh klar. Und dann komme da her, öh, öh, öh, rote Birnen, irgendwelche Haare und, ähm, aber ich scheiße mich halt einfach an nichts.
00:54:41: Und das ist das, was ich euch wieder wünsche, dass man sagt – und deshalb habe ich mein Buch geschrieben. Das war wirklich ihr, ihr seid für mich das Paradebeispiel für dieses Buch, warum mir das so am Herzen liegt. WeilDa werd ich auch sehr emotional, wenn ich über das rede, weil ich find, das geht so verloren. Es geht verloren, dass, dass man individuell ist.
00:54:57: Es geht verloren, dass man sich traut, irgendwie einen orangen Pulli anzuziehen oder vielleicht einmal ohne Make-up oder mit fettige Haare. Oder halt einfach mal anders sein, laut sein, mutig sein. Ich weiß, ihr seid das alle, aber ihr hinterfragt alles hundertfünfundvierzig Mal, bevor ihr's tut. Und deshalb hab ich das Buch geschrieben, weil ich einfach will, dass man das wieder ist.
00:55:14: Und das heißt nicht, dass man rebellisch sein muss oder aufmüpfig, sondern mir geht's einfach einfache Dinge wie: Ich scheiß mir einfach nichts und ich zieh grad das an, mir wurscht, was Social Media sagt, mir wurscht, was die Nachbarin denkt. Es spielt einfach keine Rolle. Und das wünsche euch in der Generation wieder, da, dass man sich das wieder traut, weil das spielt sich durch dann auch ins Erwachsenenleben.
00:55:31: Weil wenn ihr immer nur kuscht und wenn ihr immer nur sagt, ich darf nicht laut sein, weil oder ich darf keine Meinung haben, politisch und so weiter. Jetzt mehr denn je müsst ihr Meinung haben. Ihr müsst für was stehen und ihr müsst euch weiterbilden und ihr müsst euren Mund aufmachen, weil sonst geht die Welt in eine ganz arge Richtung. Und das finde ich problematisch.
00:55:48: Und deshalb ist mir das so wichtig. Ich finde das voll geil, dass wir da so offen und ehrlich reden können, weil wir lernen von euch, ihr lernt's hoffentlich von uns oder nehmt irgendwas mit, keine Ahnung. Aber das ist das, worum's, worum's geht. Es ist ein fuchsteures Video-Podcast, aber irgendwie war es so erfrischend schön, anders, mit viel Lachen zwischendurch.
00:56:06: Ich hoffe, alle, die jetzt so lange zugehorcht haben, jetzt haben wir eine Stunde gesprochen, sind immer noch dabei. Und ja, da steht's, sechsundfünfzig Minuten. Nix drücken. Nix drücken. Aber wir, aber wir werden das, wir werden das jetzt, wir werden das jetzt beenden.
00:56:23: Darf man einen machen? Mach mal so biep. Warte, warte einmal. Jetzt müssen wir noch mal das Wichtige. Leute, Leute, beruhigt euch einmal runter. Ich bin jetzt auch eine Lehrerin. Wir sind ja da für etwas, weil eigentlich war das ja geplant, dass wir nur reden und, ähm, Herz und Herd, Omas Lieblings-Re, Rezepte vorstellen.
00:56:41: Jetzt habe ich eine Stunde mit den vier Mädels reden dürfen, aber der Grund des Wien-Besuchs war nicht nur Top Golf und ein paar Aperol Spritzer, sondern auch das Buch Herz und Herd. Und wie gesagt, es ist eine großartige Sache entstanden aus einem richtig coolen Schulprojekt, was ich sehr feier, weil du lernst einfach Hands on übers Leben und, ähm, über Unternehmertum.
00:57:03: Und das ist ja das, was mir immer wieder fehlt und das finde ich so cool, dass die Praxis da so, ähm, ja wichtig ist, auch, ähm, in den Hotelfachschulen oder Tourismusschulen. Deshalb, Ostern steht an, es gibt eine tolle Aktion, zwei plus ein Buch gratis. Es steht Muttertag an. Schenkt das, ehrt unsere Omas, ähm, die sind die Geilsten mit den geilsten Kochkünsten und stützt das Buch, unterstützt die Mädels.
00:57:25: Hundertfünfzig kommen noch. Also lasst uns gemeinsam Gutes tun. Schreibt ihnen auf Instagram, sie verpacken alles selber, sie schicken alles selber. Und, ähm, ja, eine großartige Sache, die ich so nur unterstützen kann. Und wir tun die, ähm, den Link oder die Instagram-Seiten in die Show Notes und dann vielleicht seid ihr bald im Besitz eines großartigen Buches, das nämlich auch noch richtig geil gestaltet ist.
00:57:45: Ich weiß ob das Video noch funktioniert. Ich habe keine Ahnung. Es, das Video, das Video ist ausgefallen. Gibt's abschließend noch irgendwas, was ihr sagen möchtet, was euch am Herzen liegt? Entweder aufs Buch bezogen oder aufs Leben bezogen, was ihr euch wünscht. Jetzt hören ganz viele Leute zu. Ähm, könnts, könnts ihr jetzt was sagen?
00:58:02: Kann alles sein. schön an unsere Omas, dass sie uns immer so gut bekocht haben und dass wir so viel gelernt haben davon. Und an unsere Eltern glaube ich auch. Also glaube ich, quasi. Ein großes Dankeschön an alle unsere Eltern. CEO Lea, du hast das letzte Wort.
00:58:17: Wahrscheinlich möchte Elena auch was sagen wie's Kind. Ich will da auch noch mal Danke an unsere Lehrer auch sagen, die weil wirklich die Lehrer, was uns bei der Junior Company unterstützen, die waren von erster Sekunde da auch schon letztes Schuljahr, wo's noch nicht einmal eigentlich Thema war. Genau, also auch an unsere Lehrer ein großes Dankeschön.
00:58:32: Ich glaub's auch. Elena, willst du auch was sagen? Du, du kriegst das letzte Wort, hast du jetzt dann. Du redst also gern. Ja, das stimmt auch. Ja, steh dazu. Zum Sagen. Das passt schon. Wir machen alle gerne. Danke, dass wir da sein dürfen.
00:58:49: Sehr, sehr gerne. Sehr gerne. Ich sage Danke und jetzt lassen wir das. Jetzt haben wir genau eine Stunde gesprochen.
00:59:01: Was ist das? Was habt's jetzt gemacht? Alle werden jetzt auflegen. Keiner wird weiter machen. Tschüss. Also tschüss. Tschüss. Danke.
00:59:17: Peace out. Grüß den Papa, genau.
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