Wie hat das passieren können? Ich hatte alles und dann doch nichts mehr.
Shownotes
Diese Folge hat mich sehr beschäftigt.
Max sitzt bei mir und erzählt von einer Zeit, in der sein Leben komplett aus der Balance geraten ist. Von Momenten, in denen nach außen alles funktioniert hat – und innerlich trotzdem alles zerbrochen ist. Von Sucht, von Depression und von einem Punkt, an dem er selbst nicht mehr weiterwusste.
Was mich an diesem Gespräch besonders berührt hat, war seine Ehrlichkeit. Dieses Aussprechen von Dingen, über die viele lieber schweigen. Und die Erkenntnis, dass Sucht oft nicht dort beginnt, wo wir sie vermuten – sondern viel früher, viel leiser. Mir war wichtig, diesem Thema Raum zu geben. Ohne Verurteilung. Ohne erhobenen Zeigefinger. Einfach mit Offenheit.
Falls dich dieses Thema selbst betrifft oder gerade etwas in dir auslöst, bitte bleib damit nicht alleine. Sprich mit jemandem, dem du vertraust, oder hol dir professionelle Unterstützung. Es ist kein Zeichen von Schwäche, sich Hilfe zu holen.
Du musst da nicht alleine durch.
Kapitel: 00:00:00 Trigger Warning & Verantwortung 00:01:41 Einstieg ins Thema: Drogen, Depression & mentale Gesundheit 00:02:16 „Ich bin Max und ich bin süchtig“ – Warum er heute spricht 00:03:47 Kindheit zwischen Sonnenschein und innerer Traurigkeit 00:16:16 Erste Erfahrungen mit Alkohol & Drogen 00:20:41 Wann wird Konsum zur Abhängigkeit? 00:30:27 „Bitte ist die Kreditkarte gesperrt“ – Kontrollverlust 00:35:08 Suizidversuch & Zwangseinweisung 00:41:42 Rückfall in der Klinik & die Realität von Sucht 00:46:57 Therapie, Trigger & Leben mit der Sucht
Links: Karin Teigl Podcast Depression, Rückfälle & Neubeginn Max Obauer Instagram
Transkript anzeigen
00:00:00: Eine kurze Trigger Warning, sagt man das so? Vorab, und das meine ich jetzt wirklich ernst: In dieser Podcast-Folge sprechen wir offen über Themen wie Drogenabhängigkeit, Depressionen, Suizidgedanken, Suizidversuche, Mobbing und psychische Krisen.
00:00:15: Und die Inhalte können wirklich für Menschen extrem belastend sein. Und deshalb achte bitte gut auf dich und entscheide jetzt wirklich selber, bevor wir loslegen mit der Folge, ob und wann du diese Folge hören möchtest. Und wenn du merkst, dass dich irgendwas triggert und das sage ich immer wieder, dann schalt auf Stopp und am besten wende dich an jemanden, dem du vertraust oder idealerweise und noch viel besser, an eine professionelle Anlaufstelle.
00:00:40: Ich würde noch eins mitgeben und das soll halt auch die Bottomline sein von dem Podcast: Du bist definitiv nicht allein. In Ibiza, aus den Clubs, da tragen sie einfach hinten bei, bei der Hintertür die Leute raus, weil die einfach sterben. Und das ist a ganz a präsente G'schicht.
00:00:57: Das habe ich zu oft mitgekriegt in einer zu kurzen Zeit, dass, dass ich jetzt sagen könnte: 'Nein, das ist manchmal passiert.' Nein, das passiert andauernd! Warum bin ich an dem Punkt? Wie hat das passieren können? Mir hat's an nichts gefehlt. Ich hab die, also super Ausbildung.
00:01:14: Ich hab immer einen guten Job gehabt und, und hab da immer gut performt. Also war das, hat mir immer getaugt. Und dann hat mir die Droge oder halt die Depression wirklich alles genommen.
00:01:41: Willkommen, herzlich willkommen, so muss ich anfangen, zu einer neuen Podcast-Folge Constantly Changing, Constantly Kay. Heute geht's ein Thema, das ganz, ganz viel betrifft, aber wie so oft viel zu wenig drüber geredet wird. Und mir es einfach auch wichtig, weil ich finde, dass gewisse Dinge in der heutigen Zeit, im Jahr 2025, schon auch normalisiert werden.
00:02:00: Und es ist eh alles eh nicht mehr so schlimm. So kommt mir vor, wird das uns auch verkauft. Und deshalb geht's heute ein wichtiges Thema, nämlich Drogen, Depressionen und mentale Gesundheit. Und ich habe einen ganz, ganz tollen Gast bei mir, nämlich der Max Oberauer.
00:02:16: Der Max ist mir untergekommen auf Instagram, weil ich bin ja, und Facebook auch tatsächlich, muss ich sagen, muss mich outen, ich bin, ja, noch Facebooknutzer. Und dann spielt's mir da manchmal so Videos aus und dann habe ich ein Video gekriegt. Das hat, äh, sinngemäß so angefangen: "Ich bin der Max und ich bin süchtig." Da habe ich mir gedacht: Okay, wow, das ist schon mal ein Statement.
00:02:33: Muss ich jetzt weiter horchen. Und in dem Video hat der Max dann gesprochen über seine Kokainabhängigkeit, über Depressionen, Entzug, Klinikaufenthalte und darüber und warum er auch sagt: "Auch wenn ich clean bin, ich bin süchtig." Und das ist ein Wahnsinns-Statement und ich freue mich narrisch, dass du heute gekommen bist.
00:02:51: Von mir daheim quasi. Das heißt, wir können heute so reden, wie reden. Das enjoy am meisten. Herzlich willkommen, Max. Schön, dass du da bist. Danke, dass ich da sein darf. Du bist der Hit! Erstens einmal, du bist quasi von mir. Also wir können halt wirklich innergebirglerisch fachsimpeln, aber ernsthaft einfach auch reden, ähm, über ganz, ganz wichtige Themen, die du erfahren hast.
00:03:12: Und deshalb bin ich jetzt schon dankbar für deine Offenheit. Und ich weiß, dass wir vielen Leuten heute was mitgeben können und eventuell auch der einen oder anderen Person helfen können, vielleicht wieder auf Schiene zu, zu kommen oder generell einfach, ja, vielleicht Na zu sagen, bei ganz, ganz vielen Dingen, über die wir heute reden werden.
00:03:30: Ähm, Max, vielleicht ganz kurz zu deiner Person, damit wir ein bisschen spüren, wie du bist. Ich hab's gleich gespürt, wir sind, wir verstehen uns. Ähm, aber das sind wahrscheinlich unsere Wurzeln, die uns vereinen. Wenn du an deine Kindheit denkst, äh, wie warst du als Kind? Wie, wie, beschreib einmal kurz dein Upbringing.
00:03:47: Ja, ich glaube, da gibt's so zwei Wahrnehmungen. Das ist einmal meine und einmal die vom Rest, vom Rest, von der Familie und von der Umgebung. Ich habe meine Kindheit eigentlich prinzipiell schon schön Erinnerung. Also ich habe eine gute Kindheit gehabt, aber für mich war das immer verbunden mit sehr viel Traurigkeit.
00:04:04: Also ich habe von mir selbst immer ein Bild gehabt, dass ich sehr viel geweint habe und das auch ganz, ganz lang. Bis ich nachher, ich glaube, erst vor ein paar Jahren, noch mit meiner Mutter mal drüber gesprochen habe und auch mit meiner Ärztin. Die ist auch gut befreundet mit uns. Und die haben dann eigentlich gesagt, bei denen bin ich ja aufgewachsen, und die haben gesagt: "Nein, das stimmt eigentlich überhaupt nicht.
00:04:23: Du warst ein total fröhliches und glückliches Kind und warst immer Sonnenschein und hast überall immer so eine Happiness reingebracht." Und da habe ich noch zum ersten Mal gedacht: So, krass, ähm, wie unterschiedlich die Wahrnehmungen sein können.
00:04:39: Und mittlerweile oder in der Therapie, glaube ich, hat sich das dann ein bisschen so herausgestellt, dass ich oft einfach auch viel innerlich geweint habe oder mir einfach unwohl gefühlt habe und nach außen hin halt immer dann doch dieses eher, ja, Glückliche gespielt habe.
00:04:56: Das, was sich nachher eigentlich bei mir sehr durchgezogen hat. Wie, also warst du wirklich ein Kind, hat's bei dir so einen, einen Punkt gegeben, wo du gesagt hast: Hör, oha, jetzt vielleicht im Nachhinein betrachtet, wo du das erste Mal gecheckt hast: Nein, das ist nicht so, wie mir jetzt suggeriert wird. Ich bin nicht das Happy Child. Ich habe, weil du ja gesagt hast, jetzt auch innerlich geweint.
00:05:14: Wann ist dir das bewusst geworden? Kann man da irgendein Alter fassen? Weil meine Erinnerungen, jetzt bin ich ein bisschen älter wie du, aber die gehen zurück bis, keine Ahnung, fünf, sechs Jahre, irgend so was. Ähm, da habe ich auch so Phasen gehabt, wo es ein bisschen so auf und ab gegangen ist. Aber gibt's da irgendwie so, wo du sagst: Okay, da hast du das erste Mal gecheckt: Nein, das ist nicht so, wie, wie es mir eigentlich gesagt wird von außen.
00:05:32: Na ich kann mich an große Teile meiner Kindheit gar nicht erinnern. Und an die Teile, an die ich mich erinnern kann, die waren eher für mich eben so, wie ich's beschrieben habe. Aber ich weiß schon, dass ich es nachher aktiv wahrgenommen habe, vor allem in der Schulzeit, weil ich halt da in der Schulzeit immer auch was vorgespielt habe.
00:05:50: Es ist mir nachher immer so vorgekommen, wenn ich nach, also heimgekommen bin am Abend oder am späten Nachmittag von der Schule, dass ich dachte: Boah, jetzt kann ich endlich mal meine Maske runternehmen. Und das war dann immer wirklich so sehr-... anstrengend.
00:06:07: Und meine Mom hat da dann manchmal gesagt, also gar nicht bös, glaube ich, sie hat dann gesagt: „Wahnsinn, du bist bei alle anderen immer so ein glückliches Kind bei uns daheim bist so arg." Ja, arg im Sinne von traurig und wahrscheinlich auch ruhiger, oder schätze ich mich, oder wie?
00:06:22: Wie waren die zwei Max? Aggressiver, glaube ich. Aha, okay, so hat sich das ausgewirkt. Leicht gereizt? gereizt, ja. Leicht gereizt, bisschen aggressiv und einfach halt immer dagegen. So ein bisschen Revoluzzer.
00:06:38: Ja, ein bisschen. Und wie ist das dann so eher abgetan worden, aus wie: Du bist ein bisschen der Schwierige versus, oder hättest du dir vielleicht anders formuliert, mehr gewünscht, dass gesagt hätten: Geht's dir gut? Geht's wirklich gut? Weil da muss ich jetzt ganz kurz ausholen, weil ich finde schon, dass auch in unserer Gesellschaft, in dem Jetzt, wo wir leben, es ist alles so schnelllebig.
00:06:57: Jetzt hören natürlich viele Eltern zu, die schon Kinder haben. Hättest du dir vielleicht damals gewünscht, und man kann ja, was früher war, auch die Zeit anders, muss man dazu sagen, ja, ähm, dass du wirklich gefragt wirst: Hey, was ist, wie geht's dir wirklich? Weil ich wünsche mir das auch für einen Freund. Ich bin auch so eine.
00:07:13: sage immer: Ja, passt schon. Aber wie es mir wirklich geht, wissen ganz wenig Leute nur. Aber denen sage ich dann schon auch, weil das habe ich gelernt im Alter, dass man sagt, man muss drüber reden. Das warst aber du ein Kind. Jetzt, im Nachhinein betrachtet, ist das was, wo du gesagt hättest: Ma, das wäre schon wichtig gewesen? Oder hättest du es eh nicht beantwortet?
00:07:29: Na ja, ja eben. Ich glaube, das ich hätte nicht wirklich beantwortet, beziehungsweise meine Mutter war ja schon immer die Person, die, was mir am engsten war und, und die hat das schon gewusst. Die weiß ja ganz genau, wie drauf bin. Aber ich glaube, dass es halt in der Situation von der Mutter einfach auch schwierig ist, weil was willst du denn da?
00:07:47: Du, sie, was ich alles an Unterstützung gekriegt. Sie hat immer mit mir gelernt, sie hat immer mit durchgepusht, sie hat mich immer verteidigt, auch bei den Lehrern. Also ich habe mir immer den Rücken, äh, freigehalten. Freigehalten. Ja, aber- Trotzdem hat aber was gefehlt wahrscheinlich, weil das ist dir abgegangen, oder?
00:08:05: Weil du warst ja trotzdem, du warst ja diese zwei Max. Und ich denke mal, wenn jetzt eine Mama zuschaut und sie hat ein Kind daheim und sagt: Ich tue eh alles. Vielleicht können wir die inspirieren oder motivieren, dass man sagt: Okay, vielleicht schaue noch mal anders hin, mit einem anderen Blickwinkel. Ja, ich glaube, dass es schon auf jeden Fall Sinn macht, dass wenn man merkt, dass was nicht passt, ob bei einem gewissen Alter oder egal wann, dass man sich vielleicht einfach einmal Hilfe holt.
00:08:31: Dass man da vielleicht ein bisschen über den Stolz steht und, und sich denkt: Okay, wie, was, wie sieht das jetzt eine Fachperson zum Beispiel? Kann man sich da irgendwie Tipps einholen? Das heißt jetzt nicht gleich, dass man in der Kinderpsycho, äh, Psychiatrie muss, aber einfach einen Austausch mit einer Fachperson und nicht mit irgendwelchen anderen Müttern, was ich auch von Tutt und Blasen oftmals- -keine Ahnung haben oder gar nicht die Realität, Realität schildern.
00:08:54: Weil ich glaube, wir wissen alle, wir leben in einer Welt oder in einer Society, wo es halt die Realität gibt und dann das, was wirklich abläuft daheim. Und ich glaube, da muss man ein bisschen zurücktreten und sich nicht denken: Ma, was denken jetzt die anderen von uns?
00:09:09: Sondern: Hey, das ist meine Familie. Und das zählt. Und das zählt. Ist mir doch egal, ob da jetzt irgendwer weiß, dass der ein bisschen schwierig ist oder- Voll. -schwierig. Vielleicht auch einfach anders. Vielleicht gibt es auch andere, einfach andere Arten, wie man Kind unterstützen kann.
00:09:25: Und eine Mutter ist halt auch nur ein Mensch. So ist es. Also, die kann nicht alles wissen. Die kann nicht wissen, wie es mit drei Kindern, alle drei komplett unterschiedlich. Wie soll sie die auskennen? Voll. Und ich glaube, man darf da jetzt nicht sagen, das oder das ist richtig oder falsch. In der Situation machst du immer das Bestmögliche für dein Kind.
00:09:43: Das möchte ja ganz klar sagen. Ähm, und das ist mir auch wichtig, weil die Mamas sind die Besten- Ja. -am Ende des Tages und die können das Bestmögliche machen. Also wir würden da überhaupt nicht irgendwie, weißt du, das ist, it takes a village. Ja. Ähm, generell, die Erziehung und alles. Da kommen auch Lehrer hinzu.
00:09:59: Ich bin ja immer gesagt worden oder zu mir ist immer gesagt worden: "Du bist die Laute, die Vorlaute, die Unfähige, die kann nichts." Deshalb werde ich auch immer oft emotional in meine Podcasts, wenn ich darüber spreche. Aber das ist wirklich sowieso auch was mit mir gemacht und ich glaube schon, dass man so viele Personen im Upbringing, in seinem Leben hat, die wichtig sind.
00:10:16: Aber oft denke ich mir: Fuck, die haben wirklich auch was zerstört bei mir. Ja. Unterbewusst, weil sie es gar nicht so wollten. Ja. Und da waren Lehrer bei mir ganz arg. Ja, ich bin mir oft nicht sicher, ob sie es, ob sie es wirklich nicht wollen, die Leute, weil ich denke mir schon, gerade bei Lehrern: Wie scheiße muss dein Leben sein, dass du auf ein Kind losgehst, nur weil du was gegen die Familie hast oder nur weil das irgendwas triggert in dir?
00:10:44: Dann werde doch einfach kein Lehrer. Dann hast du einfach den falschen Beruf. Das ist überhaupt nicht schlimm, aber du musst es halt eingestehen. Hast du so was erfahren bei dir auch? Ja, ich glaube, ja. Also sicher habe es auch erfahren. Ähm, ich habe total gute Lehrer gehabt, die mich unterstützt haben, aber ich habe auch Lehrer gehabt, die was die wirklich aktiv fertig machen.
00:11:03: Und das Arge war eigentlich, bei uns war es halt, gerade in-- äh, das darf ich nicht sagen. In der Schule, in, in, in Behofen, war es so, dass die, die sind auf was losgegangen, zu einem Zeitpunkt, wo ich das noch gar nicht gecheckt habe, was es ist.
00:11:20: Nämlich auf die Familie. Und dann bin ich immer bloßgestellt worden vor die, vor die ganzen, äh, Schüler und die, die, die Klassen im Unterricht, dass ich einfach Angst gehabt habe, schon vom Unterricht, weil ich mir gedacht habe: Was kommt jetzt wieder? Weißt du, schaue ihm ja nicht in die Augen, weil wenn er die sieht, dann sagt er wieder was.
00:11:35: Der Lehrer? Ja. Okay. Und das ist, ich habe mir gedacht: Warum sagt er immer: "Du kriegst nur Scheiß daheim zum Essen. Bah, der Obauer muss eh daheim, kriegt nur Biomüll zum Essen." Ich habe das nicht verstanden. Weil für mich, ich bin in der Familie großgewachsen und ich glaube, das geht vielen Kindern so und die denken sich: Ja, der geht halt in die Arbeit.
00:11:56: Du denkst ja nicht als Kind den ganzen Tag drüber nach, was deine Eltern arbeiten. Das ist ja ganz normal für die. Voll. Ja, die haben eine Macht, das muss man wirklich sagen. Ähm, und das ist einfach beschämend. Da gibt's ja keine Entschuldigung. Nein. Weil-... Es macht was mit dir, automatisch.
00:12:13: I bin halt immer, versuche ich immer, Dinge positiv zu sehen und die Leute, wo ich jetzt in meinem Podcast gehabt habe oder die Leute, was uns immer schreiben, mit denen ich in Austausch gebe. Es ist zum Glück a Change da. Weißt, warum? Weil Leute drüber reden. Weil du drüber redest. Weil ich drüber rede, über meine Issues, wie das war und ich, wie du auch, voll coole Lehrer gehabt, die genau gewusst haben: Hey, sie ist anders.
00:12:32: Nämlich nicht schwierig. Du hast dich vorher nämlich auch geil kom, ähm, ähm, korrigiert, weil das ist nicht schwierig, wir sind anders. Und ob, mit was auch immer das zusammenhängt. Und ich hab so geile Lehrerinnen gehabt, die gesagt haben: und genau das fördert dich. Weißt, in der Musik habe ich, über das habe ich auch in meinem Buch geschrieben, habe ich einen Lehrer gehabt, der gesagt: "Okay, dann lernst du in der vierten Musikabscheid kein Instrument, weil das wird eh nichts," weil ich habe mich einfach nicht konzentrieren können und mich mit alles gelangweilt.
00:12:54: Deine, ähm, äh, dein, dein Instrument ist deine Stimme. Und dann hat er gewusst: Okay, das ist genau ihr USP und ich stehe sie am, am Sankt Johanner Dom und sie darf singen vor einem vollen fetten Dom. Weiß nicht, wie viele Leute da hineingehen und das war dann meine Bestimmung. Aber das war ein Lehrer, der nicht gesagt hat: "Du musst jetzt hier sitzen, du musst das Schlagzeug lernen," was ich angefangen habe und aufgehört.
00:13:12: Äh, Querflöten, hat er gleich gesagt: "Brauchst gar nicht anfangen." Habe ich dann auch nicht. Gitarre, Klavier, alles. Aber es hat einfach, es hat mich gelangweilt. Das war nicht meins. Aber wie cool ist das? Und deshalb würde ich das immer ins Positive tun. Aber ich finde schon, es hören ja Personen zu, die in Direktionen arbeiten, die vielleicht in der Funktion sind.
00:13:30: Ich finde schon, dass man da zusehen muss, dass wenn da Schindluder getrieben wird, dass Konsequenzen gibt, weil das am Ende des Tages haben wir alles Kinder, die da drinnen sind. Weißt, und das ist halt schon krass, wenn ich dann als Lehrer sage, beleidigend bin deinen Eltern gegenüber, deinen Erbringen gegenüber, dann denke mir so: Hol den Ranzen.
00:13:47: Weil und oft einmal, das ist ja so, wir wissen es als erwachsene Menschen, ist die eigene Unzufriedenheit. Weißt, du bist ja nicht das Problem, sondern sie sind's. Aber das kannst du dann einem zehnjährigen Burschen auch nicht sagen, weil der kennt sich hinten und vorne nicht aus. Ja, die Menschen mitten in der Entwicklung- -und in der schwierigen Phase, wo sich dein Körper und dein, dein Geist so verändert und dann noch der Druck ist unter die Schüler.
00:14:11: Voll. Kriegst du dann auf den Deckel von einem Lehrer und dann finde ich es Geilste, dass die Leute sich wundern, warum die Leute noch, warum die Kinder noch rebellieren. Ja, voll. Ja, was tust du denn, wenn du einen Mensch die ganze Zeit tyrannisierst, gehst irgendwann in die Abwehr. Natürlich. verteidigst du Und ich kann nur jeden dazu raten, dass er sich verteidigt, weil ein Lehrer soll niemals diese Macht haben an Menschen gegenüber.
00:14:31: Umso cooler ist es wieder, wenn einer da ist, der was dich unterstützt. Immer schau mal, wie geil das ist für deinen Lehrer. Der denkt sich: Oida, schau, die, die Karin, die hab, die hab ich unterrichtet, der hab ich helfen können. Das ist doch so cool! Ist viel cooler. Was bringt's ihm auch, die habe ich fertig gemacht mit vierzehn.
00:14:47: Na, da ist ja richtig geil. Na, da fühle ich mich so stark in meiner Männlichkeit. Denke immer, wahrscheinlich sind das meistens Typen, die, was daheim nichts zu möten haben. Ja, ist mir sicher. Wie du, wie du sagst, das Problem bist nicht du, sondern immer die Person oder zu achtundneunzig Prozent, die dir gegenübersitzt. Jetzt hast du gesprochen von der schweren Schulzeit, ähm, und wir können das ja nicht außen vor lassen.
00:15:07: Heute geht's das. Drogen, großes Thema und das ist schon was, wo man überhaupt nicht drüber redet. Deshalb hat's mir dein Video ausgespielt, wo mir gedacht habe: Wie geil ist der Hawara, dass er drüber redet, weil es ist wirklich ein Problem. Und ich glaube, dass ganz viele Eltern, die zuhören, glauben, das betrifft mein Kind nicht.
00:15:23: Aber ich kann euch mit einer tausendprozentiger Sicherheit sagen, dass eure Kinder, wenn die zum Fortgehen anfangen, mindestens schon einmal gefragt worden sind, wenn nicht jedes Mal, wenn sie fortgehen, weil mir selber jetzt wieder passiert, ob irgendwer irgendwas will. Und ich höre das ja von meinen Mädels im Büro, wenn die fortgehen, dass sie sagen: "Hey, das ist das Normalste auf der Welt." Und ich meine, wo sind wir jetzt angekommen?
00:15:41: Also bitte, jetzt müssen wir mal alle ein bisschen wachrütteln und sagen, wir müssen mehr drüber reden, weil das ist ein Problem. Und gerade vor ein paar Wochen war, ähm, habe ich zur Zeit im Bild, oder weiß nicht, wo das war, der Standard, einen Artikel gesehen, dass das Kokain so rein ist wie überhaupt noch nie zuvor. Und das ist aber das Problem, dass das halt, wenn es reiner ist, wirst du halt auch gar einmal abhängig.
00:15:59: Und das sollte nicht einfach so verfügbar sein und einfach logisch, es soll gar nicht... Also da fängt's ja schon mal an und wir lesen da oft drüber, so wie eh, alles, was jetzt gerade in Amerika passiert, das ist alles irgendwie so normal geworden. Wie war das bei dir? Wann bist du das erste Mal in Berührung mit Drogen gekommen? Wie alt warst du da? Wie kann man sich das vorstellen?
00:16:16: Ich war ja am Anfang eigentlich immer totale Anti-Drugs. Also ich war so: Oh mein Gott, alle... Wie alt warst du aber, wenn du sagst, am Anfang? Siebzehn oder so. Echt, zu spät? Sechzehn, ja. Aber reden wir jetzt von Drogen, Drogen oder Alkohol und Chicken und so? Nein, von Weed. Aha, Zum Beispiel. Okay, aber wann hast du erste Mal Alkohol getrunken, zum Beispiel?
00:16:33: Ach so, das erste Mal Alkohol. Keine Ahnung, zwölf oder dreizehn. Ja, ist ein Flügerl, gell? Ja. Oder irgend so was Lustiges. Klopfer. Eresdorfer Eis oder Schmirnorfer Eis. Das, aber eh arg- -weil das ist ein Kracherl gewesen in Wahrheit und das war das Erste, was getrunken habe, war auch schon Alkohol.
00:16:49: Das war irgendwie so normal, weil es ist so bei uns in den Skigebieten, Ja, das stimmt. wir groß werden, da trinken sie dir das gar mal die Hand. Und da muss man sagen: Hey, das ist trotzdem Alkohol, also, äh, ist trotzdem eine Droge. Aber ja, geht Alkohol so in dem Öter- -und dann Weed, Anti bis siebzehn. Wann war der Knackpunkt oder was war da?
00:17:05: Ja, weil ich mich immer so drüber aufgeregt habe und nachher hat einfach mal Freund gesagt: "Hey, Max, ich halte das nicht mehr aus. Jetzt hole dich ab und nachher, ähm, rauchen wir einen." Und das war natürlich nachher total lustig für mich. weißt, das erste Mal Weed und dann hast du, ja, eigentlich ist das eh schon...
00:17:21: Ich glaube, das erste Mal, wenn man konsumiert, ist leider oft so, dass das mit einer positiven, mit einem positiven Gefühl verbunden ist und dann hast du irgendwie so den Need, dass du das noch einmal machst. Eventuell. Viele haben's ja nicht. Viele denken sich nach einmal: Hey, ich will das nie wieder machen.
00:17:37: Oder sie speiben die ganze Zeit. Das ist das Beste, was da passieren kann, dass du auch speibst von dem ganzen Zeugs und das gar nicht verträgst. Aber bei mir war es nachher wirklich, ich glaube, es war achtzehn, ja, achtzehn oder neunzehn. Und das war's. Das war bei dir eher nicht irgendwie Gruppendruck, ab Party, Nein. sondern er gesagt, das machen jetzt einfach und das probieren wir.
00:17:53: Ja, aber nicht im bösen Sinne. Also das war schon meine eigene Entscheidung. Sowieso. Ja. Das ist eh, am Ende des Tages stecken sie es dir ja nicht hinein. Du nimmst das in die Hand und tust das. Ja. Und wann ist das von diesem saloppen, es eh lustig, wir lachen eine Runde und essen dann im Kühlschrank, klar, ähm, zu mehr worden? Beziehungsweise wann war...
00:18:09: Also das war natürlich das Einstiegsding, da warst du schon mal drin. Aber wann ist dann, wann hat es dann den Lauf angenommen, dass man sagt: "Okay, dann ist halt aus dem mehr geworden," oder wie war das? Ja, gekifft habe ich nachher eigentlich-... relativ schnell ziemlich viel.
00:18:24: Aber ich hab' dann immer wieder Wochen drinnen gehabt, wo ich gar nicht geraucht hab, also wieder Monat oder so. Aber das heißt auch wieder nicht, dass man noch 'n, dass man da keine Abhängigkeit hat. Aber bei Kiffen hab ich irgendwie nie diese Abhängigkeit verspürt. Also das hab ich gewusst, dass ich sofort lassen kann und das hab ich auch gemacht.
00:18:41: Und dann hab ich eigentlich lang nicht zu was anderem gegriffen, weil ich a bissl Angst gehabt hab davor, also Respekt. Aber wie's halt ist, ja, dann geht man halt einmal fort und ist mal betrunken und dann hast eh die Hemmschwelle schon, also ist die Hemmschwelle niedriger und dann kommt's halt zum Nächsten. Aber ich könnte jetzt nicht sagen, wann das war.
00:18:57: Okay. sicher mit zwanzig. Und dann war's Kokain? Oder was, was hatten dann schon? war's... nein. Dann hab ich das erste Mal Speed probiert. Aber- Wie nimmt man Speed? Ja, auch ziehen.
00:19:13: Aha. Oder es gibt, gibt verschiedene Formen, aber das hab ich überhaupt nicht vertragen. Okay. Da hab ich am ganzen Körper 'n Ausschlag gekriegt. Schaut richtig grausig aus. Ähm, weil da so viel Gift drinnen ist, da ist ja auch Ratzengift drin. Und dann bin ich, ja, und dann halt mal so ein bissl Tabletten und dann Kokain.
00:19:31: Wie, und das ist, ja gut, das ist so arg, weil ich will jetzt auch ganz klar sagen, wir reden da jetzt so drüber und du sitzt da und, und erzählst das so, aber das ist schon wachs. Also das ist schon... Und das Arge ist halt, und das möchte ich ganz, ganz klar sagen: Das ist nicht normal, dass wir da jetzt-- sondern der tut, tut, und wir wollen auf keinen Fall suggerieren, dass: 'Eh, komm her, alles probieren,' weil dann sitzt man da und ist der Max und sagt: 'Okay, hab ich alles probiert.' Und ja, weil das hat dann eine Ausmaß, also ein Ausmaß genommen, da scheißt du in die Hosen, wenn ich das so sagen darf, weil dann hast du's einmal nicht mehr im Griff.
00:20:02: Und wann ist dieser Punkt gekommen, wo du gesagt hast, so: Es geht gar nicht mehr ohne? Weil ich glaub, das ist auch schleichend, oder? Ist ja nicht so, dass du sagst- Das geht gar nicht. Vielleicht kannst du das auch beschreiben, weil ich glaub, wir müssen die Ernsthaftigkeit reinbringen, dass vielleicht sich Leute hinterfragen und sagen: 'Hey, vielleicht muss ich einmal ein bisschen mein Konsumverhalten hinterfragen, was ich da so mach.' Am besten gar nicht anfangen.
00:20:25: Ich glaub, das so ein schwieriges Thema. Ich finde, es- weiß! Es ist so- Richtig schwierig. weil wir wollen... Ja, bitte red. Ich glaub einfach, dass es echt wichtig ist, so wie du jetzt gesagt hast, dass man sich selbst mal hinsetzt und drüber nachdenkt: Wie oft trinke ich Alkohol? Also trinke ich's jeden Tag?
00:20:41: Trinke ich's fünfmal der Woche? Keine Ahnung. Einfach den Konsum zu hinterfragen oder auch beim Shoppen, komm her, ist genauso ein Konsum. Ähm, bei mir war's so, dass es total schleichend gekommen ist. Es war eben dieses ganz normale Wochenendzeugs und dann irgendwann, ähm, kommst, kommt's mal unter die Woche rein und, und dann konsumierst das erste Mal allein.
00:21:03: Weil am Anfang sagen sowieso alle: Nein, aber ich hab sowieso... Oder das Beste ist immer: Ich kaufe mir nie was selber. Das hat überhaupt nichts zu tun mit deinem Konsum, weißt du? Auch wenn du rauchst, wenn du nie selber Zigaretten kaufst, bist trotzdem einfach ein Schnorrer. Aber das hat nichts damit zu tun, dass du kein Suchtproblem hast, weil sonst tatst du's ja nicht brauchen.
00:21:23: Und ich bin dann ehrlich gesagt nur drauf gekommen, weil mich mein Bruder angerufen hat und gesagt hat: 'Hey, weißt du was? Jetzt machen wir einen Dry January.' Weil, weil es mir nicht gut gegangen ist und er gesagt, er macht das mit mir gemeinsam dann können wir das machen.
00:21:41: Und ich hab zu der Zeit aber gar nicht daheim gewohnt. Dann hab ich gesagt: 'Du, ich muss ganz ehrlich sagen, ich glaub, der Alkohol,' weil da hab ich nie eine Abhängigkeit gehabt, 'der Alkohol ist für mich gar nicht das Problem, sondern für mich ist halt das Koks.' Das heißt, du warst voll transparent deiner Familie oder deinem Bruder in dem Fall gegenüber? Ja, nur meinem Bruder. Okay.
00:21:56: In der Situation. Aber das ist so ein Gespräch rausgekommen. Aber voll geil, dass du das kannst, oder? Dass, dass, also dass du dann auch so ehrlich warst zu dir selber, dass du Aber da war ich schon am End-, da war ich schon... Okay. Da war ich schon- Fünf vor zwölf. Da war's wirklich schon fünf vor zwölf. Ja. Da war's schon ganz arg.
00:22:12: Wie, beschreib ganz arg. Was, was, wie kann man sich das vorstellen? Jeden Tag, fünfmal am Tag? Jeden Tag. Jeden Tag. Dann, ich hab nichts mehr geschlafen. Ich war tagelang wach. Ich hab teilweise vier, fünf Tage nichts gegessen.
00:22:30: Ich, also dann ist man manchmal auch beim Krankenstand oder man ist halt immer in der Arbeit Hangover. Aber wann war dieser Punkt, wo du gesagt hast, so... oder beziehungsweise anders gefragt: Was hat's dir gegeben, wenn du gesagt hast, du hast es jeden Tag gemacht?
00:22:50: Weil du hast eh nicht schlafen können. Also was war so die, was hat das mit dir gemacht, wenn du das gemacht hast? Na ja, am Anfang ist es total, ist es total, es, es hypt dich, oder? Du bist total- Aber wenn du alleine daheim bist. motiviert. Na ja, am Anfang konsumierst du ja nicht selber. Okay. Am Anfang konsumierst du meistens in Gesellschaft.
00:23:06: Du hast so diese typischen lauten Menschen, die, was noch und sehr offen sind, viel trinken und viel unter die Leute sind. Und dann kommst du, oder bei mir war's noch so, dass das, dass die Droge noch eine sehr beruhigende Wirkung gehabt hat.
00:23:22: Sprich, ich bin runtergekommen und bin entspannt worden dadurch. Und du hast vielleicht diese Gedanken auch nicht gehabt. Also diese Depression, die hast du nicht weggezaubert. Die war immer noch da, oder? Dass du dich alleine fühlst und dass du traurig bist. Na die Depression ist ja die Basis davon. Ja. Hey, und ich glaube, es ist so wichtig, auch einfach noch mal zu sagen, dass die, dass auch wenn wir jetzt drüber reden und wenn ich sage, dass so was beruhigend ist, dann hat das meistens einen Hintergrund.
00:23:44: Und dieses, äh, äh, depressiver Hintergrund, das sind viele Krankheiten, was da im Hintergrund stehen und einfach nicht behandelt werden, weil dann eben diese Droge sie umschwenkt. Zum Beispiel ADS oder ADHS kann oft einmal eine Basis davon sein, warum man zu Koks greift. Weil die meisten, die was zu Koks greifen, haben ADHS, weil's dann beruhigend ist.
00:24:02: Und du bist bissl, wie soll ich sagen, strukturiert und fokussierter wahrscheinlich. Und nicht all over the place. Ja, das ist einfach ein Blödsinn. Ja. Das stimmt einfach nicht. Du kannst, bist ja einfach wach im Hirn. Das ist bei, wenn du da, wenn du da Beruhigungstabletten nimmst, bist du ja auch nicht fokussiert.
00:24:18: Du bist einfach wach. Wenn du Ritalin nimmst, weil du ADHS hast, ja, dann kannst du konzentrieren, aber eigentlich nur, weil es die gleiche-... die gleiche Grund, ähm, Dings hat, Wirkung hat wie Koks am Anfang. Ich fordere die Presse aber raus, weil das ist ja das, was uns suggeriert wird.
00:24:34: Wir schauen Filme von Amerika, meistens schaut das von drüben rüber und dann siehst du, diese ganzen Supermanager ziehen sie allein und dann gehen sie hinein und verhandeln. Das ist ja ein Blödsinn! Habe ich nie verstanden. Genau. Hätte nicht eine Sekunde machen können. Vor allem, du wirst ja total paranoid. Also ich habe ja voll die Paranoia gekriegt.
00:24:51: Kokain macht ja paranoid oder die Drogen generell. Inwiefern hat sich das ausgewirkt? Wieso? Na ja, du gehst auf der Straße und denkst dir die ganze Zeit, dass die alle verfolgen. Oder wenn du noch in den Klub, in den Klub reingehst, denkst dir: Alle, was da sind, schauen dich an und, und- Judgen oder was auch immer, ja. Und gehen auf dich los.
00:25:07: Also das ist ja, ist ja nicht lustig. Und nachher muss man das auch weiterspinnen im Sinne von: Du hast, irgendwann reicht dir das ja auch nicht mehr. Irgendwann reicht der Koks nicht mehr, weil du keinen Rausch mehr hast. Du hast ja nicht mehr dieses High-Gefühl.
00:25:24: Jede Droge vergeht und nachher muss entweder mehr konsumieren, dann steigen für und dann Kokain anders konsumieren, dass sie es, ähm, ähm, rauchen können oder, oder stärkere Drogen.
00:25:39: Und ich meine, bei mir, das war der erste. Ich glaube, das war der Moment. Genau da, weil du vorher gefragt hast. Ich kann das gar nicht so in Worte fassen, aber jetzt ist mir eingefallen: Das erste Mal, wo ich wirklich gemerkt habe, dass ich ein richtiges Problem habe, war, wie in einem Klub war. Es ist eh alles so abgefuckt.
00:25:56: Bei mir sind ja auch, wir sind, ich habe das oft in den Klub mitgekriegt, weil du bist ja nun in diesen Klubs unterwegs irgendwo. Da, ich war es halt. Ich meine, vor mir sind Leute einfach zusammengebrochen, gestorben an Überdosen. Also das sind ja richtig arge Sachen, was da passieren.
00:26:12: Aber über die kriegen wir ja fast oft einmal nichts mit, weil ich denke mir, das ja bei jedem Ibiza-Urlaub. Du kannst jetzt zehnmal googeln, was passiert auf der Insel, wird ja alles vertuscht. Ja, ist ein Wahnsinn. Ist das so? Ja, sicher. Eine Ibiza, aus den Klubs, da tragen sie ja einfach hinten bei, bei der Hintertür die Leute raus, weil die einfach sterben.
00:26:30: Da ist so viel Adrenalin in dir, so viel Droge, zu wenig Wasser, zu wenig Schlaf. Die, die Leute, also in den Klubs sterben die Leute und das ist eine ganz präsente Geschichte. Das habe ich zu oft mitgekriegt in einer zu kurzen Zeit, dass, dass ich jetzt sagen könnte: 'Nein, das ist manchmal passiert." Nein, das passiert andauernd.
00:26:50: Und das ist, glaube ich, das, was wirklich jetzt mal sacken muss. Und da können wir jetzt mal ganz kurz drüber nachdenken, was du jetzt gerade gesagt hast, weil das ist was, das habe ich der Deutlichkeit auch noch nicht gehört. Weißt, ich glaube, immer oft einmal kommt mir vor, wenn ich so Sachen mitkriege, auch wenn mir die Mädels das erzählen bei mir, das ist wie im Film. Das ist, das kann nicht echt sein.
00:27:06: Und ich glaube, das muss in die Köpfe rein von uns allen. Egal, ob ich eine Mama bin, ein Papa bin, die Schwester bin, die Tante bin oder die Cousine, die beste Freundin, was auch immer. Dass diese, diese Awareness, das ist schon da ist. Das ist echt, das passiert wirklich und es ist kein Film.
00:27:22: Und das ist halt schon krass. Deshalb ist die Deutlichkeit von dir so wichtig, dass du das jetzt ansprichst, weil das ist zum Ernst nehmen. Und wenn ich als Elternteil wieder, egal inwiefern ich in der Beziehung stelle, mit der Person in der Kindheit schon einen Unterschied machen kann, dass ich sage: 'Okay, ich höre hin, ich schaue doppelt und dreifach so hin und du kannst nur soundso viel machen, aber vielleicht halt einmal mehr, dann kann ich vielleicht ein bisschen was abfedern, dass das eben nicht in die Richtung geht, ja.
00:27:44: Dass das nicht... Ich war immer so, ich habe immer gesagt: 'Nein." Ich habe mir immer gedacht, so für mich selber: Ich bin die Geilste, ich brauche das nicht. So, ich war voll stark und das ist so geil, weil das war so ein bisschen mein Upbringing und das habe ich mir dann gedacht: Fleiß. Ich tue es nicht. Und ich habe in London an der Rezeption gearbeitet, damals in einem Fünf-Sterne-Boutique-Hotel, wo alle Menschen aus- und eingegangen sind.
00:28:02: Und wir sind oft in Zimmer gegangen, haben wir zusammengekramt. Oder die Amy Winehouse hat bei uns geschlafen, da war das Koks, alles, die Steine, alles, jeder Scheiß, alles herum. Und aber ich wäre nicht auf die Idee gekommen. Die haben das gezeigt und haben das dann halt hinter der Rezeption tun und ich bin da zugeschaut. Und dann dachte ich so: Nein, ich tue das nicht. Weißt du, ich habe halt dieses geile Selbstvertrauen gehabt, dass ich mir gedacht habe so: Nein, aber wenn du da nur einmal, dann bist du halt drei.
00:28:21: Und das wünsche ich jedem, dass man sagt: Okay, seid doch die Geileren, dass ihr sagt: 'Nein, das brauche ich nicht." Als wie, dass ich sage: 'Okay, jetzt tue ich es halt einmal. Weil dieses einmal, das ist, wie wenn du mir einmal Chick gibst und ich habe jahrelang geraucht und letztes Jahr oder vor meinem vierziger wieder eine Packe am Tag, weil ich kann ja dann nicht normal sein.
00:28:37: Und das ist das, das kippt dann, weil dann ist Chicken, so was bei mir Rauchen, halt immer so dieses: Ich gönne mir jetzt eine Pause. Ich gehe jetzt schnell durch das Gar, weil ich habe das verdient, weil ich arbeite zu hart. Du findest ja für alles eine Ausrede. Ja, voll. Du findest ja für alles eine Ausrede. Weißt, zuerst, also total dämlich. Und das ist das, was ich wirklich euch wünsche, auch den jungen Menschen, die zuhören: Sagt doch Nein, ist ja viel geiler, Alter.
00:28:57: Als wie, du bist jetzt auch dabei, nur dass du dabei bist. Ja, aber das ist, wie du gesagt hast, eben diese Dazugehörigkeit und oft vielleicht gar nicht zu einer Gruppe von Menschen, sondern auch zu einem Lifestyle. Weißt du, diese Filme- Suggerieren halt auch.
00:29:14: Eh, du hast vollkommen recht. Das arg. Ja. Oder nachher vielleicht auch, ich muss das Fleiß tun. Und ich finde auch, was ich, was du nämlich vorhin auch gesagt hast, mit die Eltern, mit Freundeskreise, egal, wie gut, dass du dein Kind erziehst oder wie richtig du glaubst, dass du dein Kind erziehst, es kann Mutter was gegen einen Freundeskreis machen.
00:29:35: Ja, ist voll schwierig. Weil du wirst niemals gegen dein Kind oder gegen die Freunde von deinem Kind ankämpfen können. Weil wie machst du es denn richtig? Und das war bei meiner Mom noch am Ende schon auch so, also ganz am Ende, wie sie es dann gewusst hat, weil der Berti, glaube ich, hat sie gesagt, ähm, die hat sie gedacht...
00:29:58: Weil das war so ein bissl, das war schon ein bissl so a Zwiespalt, weil ich habe mir immer gedacht, es war ja total abhängig natürlich auch, weil ich habe Unmassen an Geld gebraucht. Ähm, ich habe da in Zürich gewohnt dann am Ende und da kommst du gar nicht hin. Ähm, und dann haben wir jedes Mal, wenn ich zum Bankautomat gegangen bin und habe was abgehoben habe von meiner Kreditkarte, jedes Mal insgeheim gedacht: Bitte, also am Ende hin, bitte ist gesperrt.
00:30:27: Wahnsinn!... Weil wie ich gewusst hab, mich muss dabei rausholen, weil ich's selber gar nicht kann. Und meine Mom hat sich natürlich gedacht, und das war voll, völlig richtig, das hat sie mir auch Nachhinein erst gesagt.
00:30:44: Die hat gesagt: "Na ja, was wäre die Alternative gewesen? Was hätte ich tun sollen, wenn du nicht mehr zu Geld kommst? Wie beschaffst du dann noch das Geld?" Und ich war ganz am Ende wirklich an einem Punkt, wo ich- Aber hättest du auf deine Mama gehört? Entschuldigung, wenn ich unterbreche, in der Situation, wenn sie gesagt hätte: sperre das." Was hättest du dann tun?
00:31:05: Das ist eben die Frage. Ja. Natürlich hätte ich nicht darauf gehört. Ja. Aber ich hab zu dieser Zeit noch nur noch gestritten mit meiner, mit meiner Mom. Ist so schwierig, weil was, was macht man in so einer Situation? Also ich glaub, das ist so schwierig und ich glaub, da muss man jetzt ganz vorsichtig sein, wenn man zuhört, dass man da nicht irgendwie sagt: "Ja, ich hätte das so da." Ich glaub, du musst-- und dann wir wirklich plädieren an alle, weil es gibt schon immer so Leute, die warten ja nur drauf, bis dann i oder irgendwer irgendwie Stellung bezieht.
00:31:29: Das ist bei Kindererziehung so. Generell, wenn ich sage, ich würde mein Kind nicht so erziehen: "Ja, du hast keine Kinder, du hast das und du hast das nicht." Und in dem Fall jetzt, wenn man sagt: "Hey, du hast die Kreditkarten gehabt, du hast immer Geld gehabt. Ja, da hätte ich sie eben halt gesperrt." Ja, aber deshalb hab ich jetzt die Frage so deppert gestellt, unter Anführungszeichen deppert: Was hättest du denn da?
00:31:45: Du hättest es anders besorgt. Das heißt, es gibt eine Situation und deshalb würde ich wirklich gleich mal euch sagen, ihr braucht's nicht judgen. Wir tun halt zuhören und nicht verurteilen und auch nicht beurteilen, weil keiner von uns, hoffentlich, war jemals in der Situation. Ist mir ganz klar und wichtig zu erwähnen, weil es gibt kein Richtig und kein Falsch.
00:32:03: Und vor allem weißt du, darfst du nicht vergessen, meine Mutter oder jede Mutter kennt ja ihr Kind und wir haben halt ganz, eine ganz enge Beziehung und die weiß ganz genau, wie ich tick. Und die weiß, wenn dich mal was cuttet, dann dreh erst recht durch.
00:32:20: Oder halt zu dem Zeitpunkt damals, weil du bist ja wie kleines Kind. Ein Süchtiger ist ja, das kannst du nicht ernst nehmen. Das ist ja, der hat ja seine eigene Realität, der lebt ja ganz woanders. Aber das ist kein-- also bei mir war's jetzt nicht so, wie du sagst, man weiß nicht, was wäre gewesen, wenn ich...
00:32:39: Ich hab mich ja selbst auf der Straße schon gesehen. Also zu dem Zeitpunkt war für mich so, ich bin nachher wirklich auch immer, ich hab so, äh, Sachen geholt, also im Supermarkt, Lebensmittel und Zeug und hab das nachher an Obdachlose verteilt, weil mir gedacht hab: Schau, Max, du wirst jetzt nachher auch bald sein, wenn's jetzt nachher eben final dir den Geldhahn zudreht und dann wirst du auch auf der Straße wohnen, weil du wirst, musst, du musst ja deine Sucht finanzieren können.
00:33:08: Ich hab meinen Wohnplatz oder meine, meine Wohnung über mes, also- Die Sucht war über der Wohnung. Die Die Sucht war über alle meine Bedürfnisse. Das kann man sich vorstellen.
00:33:25: Das ist- Crazy. Also das, ich, wirklich, deshalb muss ich ja manchmal ein bisschen nachdenken, was du jetzt gerade gesagt hast, weil das ist einfach, ich finde das so arg, wie brutal ehrlich du bist und es ist unglaublich. Also du kannst echt stolz sein, auch dass du jetzt da sitzt und so reden kannst, weil du warst echt tief in der Scheiße.
00:33:42: Das muss man einfach ganz klar so sagen. Wann ist dieser, dann hat, du hast jetzt erzählt zuerst vom Dry January. War das dann schon in der Phase? Wann hat's bei dir so doch-- weil das ja das, ich denke mir das oft, wenn ich durch die Stadt spaziere. Jetzt war ich vorgestern mal laufen, dann laufe ich da so, ich laufe immer dieselbe Runde, weil ich bin ein bisschen in dem Fall einfaltig.
00:33:59: Ich laufe immer dieselbe, liege immer auf derselben Liege. Also ich bin ein bisschen deppert. Und dann bin ich da gelaufen und dann ist da ein junger Bursch, der muss gewesen sein, Mitte, Ende zwanzig, hätte geschätzt. In der früh tags schon acht, ich weiß, voll auf Drogen. Das habe ich gesehen. Eine Flasche, also ein, also eine Billo-Flasche Wein in der Hand und hat mich angeschaut, eh so in alle Richtungen, links, rechts.
00:34:17: Und dann denke ich mir immer: Hey, fuck, was muss da passieren, dass das... Und dann, weißt du, oft, wenn der Georg und ich durch die Stadt gehen, dann sagen wir: "Wo sind die Eltern da? Oder was muss da passieren, dass das so ist?" Aber in Wahrheit, so wie du das jetzt beschreibst, dir kann ja dann auch keiner mehr helfen, weil wenn du dein Ding, wenn die Sucht immer dieses zentrale Ding ist und alles andere ist drunter, weil das ist das Ding.
00:34:34: Da ko-- wie hast du das geschafft? Wann hat's, warst du da schon so drinnen? Was war dieser Knackpunkt, dass du gesagt hast: "Okay, fuck, so kann das nicht mehr weitergehen. sehe Leute sterben in Clubs, ähm, es kostet Haufen Geld, ich sehe mich schon auf der Straße. Ähm, ich setze die Sucht über alles andere." Das ist ja...
00:34:50: Danke, lieber Gott, dass das passiert ist. Also ich weiß ja nicht. Du hast ja echt keine Perspektive mehr. Du siehst einfach keine Zukunft mehr und vor allem in so einer Sucht. Oder bei mir war's halt so, dass ich in der Sucht mir so ein Feindbild aufgebaut hab. Von alle anderen Leuten, oder wie? Alle Leute mich herum wollten nur gegen mich arbeiten.
00:35:08: Und dann war es bei mir leider wirklich so, dass mein Knackpunkt mein Suizid war. Weil ich mir gedacht hab: So kann ich nicht weiterleben. Ich bin total am Arsch und alle finden mich schei-- also, also ich hab alle verletzt und- Keiner verzeiht dir, du, du plätterst die dann eh, logisch, ja.
00:35:25: Und dann war, ja, dann ist zum Suizid gekommen und das war nachher auch, glaube ich, dann, dann bin ich ja zwangseingewiesen worden in die Geschlossene. Und das war- Kannst du das noch erinnern? Weil da bist du wahrscheinlich auch wie im Film, oder?
00:35:40: Ja, es war schon wie ein Film. Gerade nachher in der Geschlossenen, da bist du halt schon einmal weg. Aber wie stellt man sich das vor? muss da jetzt nachfragen, weil ich möchte, dass die Leute, die da irgendwie noch drinnen sind oder am Weg dorthin sind, echt sehen: Hey, fuck, das ist die Wahrheit und das passiert, weil wenn du nicht irgendwas änderst, dann passiert genau das.
00:36:02: Wie, wie, wie, wie war das? Wie kann man sich das vorstellen? Ja, also es ist ganz schrecklich natürlich, weil man hat ja nur noch so eine unfassbare Leere in sich. Also du spürst ja nichts mehr.
00:36:17: Du bist einfach... Also wie, bei mir war es so, wie wenn, wie wenn meine Seele meinen Körper schon verlassen hat und einfach- bist einfach... nur die Schale da war. Ja. und dann habe ich in der Klinik gelernt, dass-...
00:36:33: die Depression die Grundlage ist von einer Sucht. Das heißt, in der Klinik hat man nachher einmal die Depression behandelt und vorerst gar nicht die Sucht. Ich habe ja lustigerweise am Anfang die ersten zwei Wochen nicht einmal über Drogen nachgedacht. Wirklich? Nein. Hast du nie sowas, weil schau, da wieder: Oberklischee.
00:36:51: Schaust du irgendeinen Film, dann weisen sie ein und dann hängt der mal einen Monat her, weil halt dieser kalte Entzug, was man immer hat. Wie war das bei dir? Weil wenn du sagst, du hast nicht noch mal daran gedacht, weil viel beidelt es ja daher und weiß ich nicht. Na ja, das kommen wir auf die Droge drauf. Aha. Aber bei Koks ist es so, es, bei Drogen ist es ganz schirch.
00:37:11: Auch bei Weed. Ähm, Alkohol ist ganz schlimm, der Entzug, weil die ganzen Emotionen, also die Depressionen, auf die, was die Sucht aufbaut ist, hast, hast du ja betäubt. Also du hast dir deine Emotionen betäubt mit der Droge und mit dem, dass du diese Droge, dieses Werkzeug, deinem Körper wegnimmst, kommt natürlich da alles hoch.
00:37:34: Deswegen ist es extremst wichtig, dass man-- ich habe meinen ersten Entzug, genau, ich habe meinen ersten kalten Entzug allein gemacht, weil ich nicht gewusst habe, dass das was ist, wo man Hilfe braucht. Weil ich hab mir gedacht: Mache ich schon, schon viel allein, Alter. Und- Wann war das?
00:37:49: Wie viel, wie viel Jahre davor? Nein, der kalte Entzug war halt- Bevor du eingewiesen worden bist. Sechs Wochen waren das. Aha! Bevor ich, bevor am Suizid. Okay. Sechs Wochen, ja. Und wie war das? Ähm, ich hab voll viel Sport gemacht und ich hab das wirklich gut durchgezogen und ich wollte das nachher dann richtig, weil ich gesehen habe, wie, wie ich am Arsch bin.
00:38:07: Aber ich habe nicht damit gerechnet, was da alles auftaucht. Und dann- ist diese Alleinphase gekommen, dieses Leere, dass du dann gesagt hast, das hat dich dann dazu geführt? Na ja, das, ja, ja. Wahrscheinlich, oder? Die Reise quasi. Diese Traurigkeit, dieses ganz Arge. Und dann habe ich...
00:38:26: und ja, und dann habe ich eben war in der Klinik. Das, okay. Und okay, Wahnsinn. Also das, ich finde, das, das ist die, das ist, das ist so wichtig, dass du darüber redest. Auch mich macht das sprachlos, weil ich bin normal schon so, dass ich sage: "Okay, aber das musst du echt sacken lassen." Ja, ist heavy.
00:38:44: Das ist wirklich heavy. Ist wirklich heavy. Und das Arge ist, es ist keiner davor gefeilt und schon gar nicht in der heutigen Gesellschaft, wo man sagt, das tun wir gar mal, weil gar mal hast du auch mal angefangen. Und dann mal gar mal und dann mal gar mal am Wochenende und auf einmal tust du es daheim, weil du glaubst, du betäubst alles.
00:39:01: Das heißt, und das ist ja oft so, dass die Wurzel von dem Ganzen halt dann eine ganz andere ist. Warum mache ich das? Ich, ich frage mich dann immer: Was, was, warum? Mein Leben ist eh geil. Das frage ich mich als Außenstehender. Weißt, ich jetzt als Karin, persönlich, privat. Aber viele Leute tun's dann einfach, wie du sagst: Zugehörigkeit, Lifestyle.
00:39:21: Schau mal, aber das habe ich mir ja auch gedacht und das hat mich nachher noch wahnsinniger gemacht, weil ich mir gedacht habe: Warum bin ich an dem Punkt? Wie hat das passieren können? Mir hat's an nichts gefehlt. Ich habe die, also super Ausbildung. Ich habe halt immer einen guten Job gehabt und, und habe da immer gut performt.
00:39:40: Also war das, hat mir immer getaugt. Und dann hat mir die Droge oder halt die Depression wirklich alles genommen. Wie war das dann, wie du eingewiesen warst? Wo du jetzt wieder das Wort Depression auch angesprochen hast, wie du dann das erste Mal, wo es geschnackelt hat, also gedacht hast so: Oh, das ist eigentlich das Übel, die Depression, weil das ist ja auch noch mal richtig.
00:39:59: Das ist ja nicht so, dass du sagst: "Okay, passt, das ist dann erledigt." Das ist ja eine extreme Arbeit. Wie lange warst du da in dieser, in dieser Anstalt, in der Geschlossen--? Drei Monate. Drei Monate? Ich war zwei Wochen oder vier Wochen war ich in der Geschlossenen. Geschlossen heißt, du darfst niemanden sehen?
00:40:15: Nein, also bei mir war nur mein Bruder da und der Andi, sein Partner. Ich habe aber, muss ich sagen, am Anfang allen den Kontakt verwehrt. Also ganz am Anfang und der Bert hat sowieso alles abgefangen. Der Bert hat sich alles gekümmert. Der hat, der hat wirklich wie so ein Schutzschild, also ich mich gar keinen ...
00:40:33: Weil nie mehr Telefon anschauen können, ohne dass ich Panikattacken gekriegt habe. Ähm, aber dann- Und den hast du gesehen? Der war immer da. Jeden Tag oder ist zurückgefahren und war, war sechs Wochen lang durchgehend bei mir jeden Tag und hat jeden Tag Essen gebracht und gekocht und ist mit mir spazieren gegangen.
00:40:51: Das heißt, du bist da nicht, also warst da ambulant. Da geht man hin und dann geht man wieder heim. Nein, ich war daheim. Äh, ich war- Dort. du bist stationär. Verstehe. Ja, genau. Okay, nichts ambulant, stationär. Du bist wirklich sechs Wochen da drinnen einmal. Also da war er der bei dir und du warst insgesamt drei Monate. Drei Monate war ich insgesamt drinnen und dann tust du ja Stationen wechseln.
00:41:11: Was heißt das? Also, ich bin nachher von der Geschlossenen auf die Therapiestation gekommen. Dann war aber das Problem, dass man in der Geschlossenen, dass ich in der Geschlossenen rückfällig geworden bin. Wie geht das? Habe ich auch nicht gewusst, dass so was geht, aber es ist so arg, weil die, die Drogendealer wissen, dass das, ähm, a Anst, also Klinik ist für Drogenabhängige und die warten dann wirklich also vor die Fenster.
00:41:42: Und geben dir das Zeug, verkaufen es verkaufen das Zeug rein und mir hat's dann leider Gottes, weil mir das auch Wie gibt's ...? Also für, ich habe gar nicht mit dem Gedanken gespielt und dann hat's mir wer angeboten und das war dann- Koks oder was? Ja. Servus! Und dann, ja, und dann war ich auch wieder so an dem Punkt, wo ich mir gedacht habe: What the fuck?
00:42:05: Aber hast du's dann einmal getan und du warst gleich wieder hooked? Ja. Oder war das öfters? Nein, einmal und ich war wieder voll in der Sucht drinnen. Das ist ja das. Deshalb sagst du ja auch in deinen Videos und in allem, was du sagst- ich war zu dem Zeitpunkt ja nie hier draußen. Eh, aber auch jetzt, das ist ja, ein Alkoholiker ist immer Alkoholiker. Ja. Ob er jetzt dry ist oder nicht.
00:42:21: Du bist es ja. Du, ich weiß auch, ich hab geschickt und ich weiß genau, in der Sekunde, wo es mir jetzt wieder daneben geht und ich ziehe einmal hoch, bin ich auch wieder drinnen. Ja. Das ist so. Das kann man jetzt vergleichen. Ist viel schlimmer bei dir, aber ich sage nur, wenn du dieses Suchtding in dir hast, so sagt mir, ich habe mich dann hypnotisieren lassen und der hat mir das so erklärt, dass wenn ...
00:42:36: das ist so, das hast du einfach in dir drinnen. Das merkt sich dein was auch immer. Okay, und noch wirklich, jetzt ist es arg, also wirklich, wirklich? Also das, ja. Das ist ja jetzt so arg, weil jetzt bin ich seit fünf Monaten clean und ich habe trotzdem, manchmal kommt einfach, kommt mir vor, wie ein Koksgeschmack im Mund.
00:42:58: Und was du das Zittern und so, das hast ja trotzdem immer noch. Also ist jetzt nicht so, dass man sich denkt: Ja, passt, schaffe nachher schon. also wenn du mal süchtig warst oder bist, dann begleitet dich das dein ganzes Leben. Ich war mit Leuten in der Klinik, die waren zehn Jahre clean und dann sind wieder rückfällig geworden.
00:43:15: Ja, du hast halt jetzt eine andere Awareness wie damals, offensichtlich, aber das, du bist vor nichts, dich schützt nichts. Nein. Einzig und allein du dich selber. Ja. Das ist, glaube ich, das ist das Schwierige, das, was die Leute unterschätzen. Und das ist auch was, was ich jetzt auch wieder ganz klar rauspointen will: Das ist ja nie vorbei. Nein. Weißt, ich glaube, die Leute glauben dann immer: Ja, jetzt habe ich es geschafft und du warst halt sechs Wochen drinnen.
00:43:34: Also drei Monate. Sorry, ich gehe mal aus, weil der Bert jetzt bei dir war, sechs Wochen. Das war's drei Monate und dann, das ist jetzt wie lange her? Dass wir jetzt wieder auf die Timeline zurückkommen. Bis Oktober war das letztes Jahr. Glaubst du, dass du das mit Social Media deshalb gemacht hast, auch so ein bisschen als Commitment?
00:43:52: Also ich könnte mir- Ja, ja! lustig. Habe ich schon ein paar Mal drüber nachgedacht. Nicht bewusst. Nein, unterbewusst. Aber mir kommt es schon vor, ja. Ja, und du, wenn das dein Ding ist, dass du sagst: Okay, das kommunizierst du raus, das ist so dein Versprechen an alle und jetzt können uns alle hören, damit du, ja.
00:44:07: Also dieses deppertes Beispiel, das kann man überhaupt nicht vergleichen, aber wenn ich zum Beispiel sage, renne einen Halbmarathon und ich mache es öffentlich, dann muss ich es durchziehen, Ja. weil da bin ich schon so stolz genug, dass ich mir denke, kann dann nicht sagen, ich bin krank oder irgend so ein Scheiß, weil dann mache ich es gescheidt. Und aber das ist eh, weißt eh, schau, wenn das das Ventil ist, Social Media, sage Bitte, dann nutze das, weil das macht einmal Sinn.
00:44:24: Weißt, das ist jetzt nicht irgendwie, dass du sagst: Okay, ich gehe jetzt Nägel machen und lasse mich massieren und so, sondern das sind Dinge, die wichtig sind. Dann gibt es kein geileres Commitment. Aber wahrscheinlich unterbewusst, denke ich. Unterbewusst, glaube ich, mittlerweile auch, dass das so war, ja. Super, das ist ja in dem Fall, in dem Fall nicht blöd.
00:44:40: Okay, das heißt, Oktober war das letzte Jahr und jetzt seitdem? Ja, also fünf Monate. Was ist jetzt? Februar. Ja, irgendwie so zehnter September oder so. Und dann bist du aber heim, heim, heim oder wie war das? Wo wohnst du jetzt überhaupt?
00:44:57: In- Wo bist du jetzt zu Hause? Salzburg. ja daheim, okay. Ich, bin halt immer extremst an Zürich gehängt und, und war richtig sparen, noch einmal wieder zurückgehen. habe ja gewusst, dass das einfach- Kein gutes Pflaster ist. Kein gutes Pflaster ist für mich, weil ich diese...
00:45:16: Ich finde ja, was in der Stadt schon noch dazu kommt, ist dieses Alleinsein. Und da bist du nicht-- ich bin ja wahnsinnig gern alleine, aber also Unterschied, ob du alleine alleine bist oder ob du daheim alleine bist und denkst: Okay, ich könnte jetzt auch am Sonntag Mittagessen mit der Familie.
00:45:35: Keine Ahnung. Weißt, was ich meine? Ja, ja, sicher. Diese Leere. Und ich glaube, mit dem habe ich oft auch nicht umgehen können, mit der, mit der viel, mit der Freizeit. Ich weiß nicht, ja. Keine Ahnung. Aber sind das Dinge, an die du jetzt gearbeitet hast, zum Beispiel auch dann in die drei Monate?
00:45:51: Weil du hast ja dann gesagt, dann ist das gekommen mit der-- du musst dich irgendwie vorbereiten auf draußen wieder. So, dann ist das behandelt worden, dass du gewusst hast, die Wurzel des Übels ist diese Depression, dieses traurige Sein, dieses ich weiß gar nicht, was man in der Freizeit tun muss, weil dann Gedankenkarussell, so stelle mir das vor. Und was ist eigentlich mein Leben? Und alles ist komisch so.
00:46:08: Wie schafft man das dann, dass man sagt: Okay, auch das wieder, diese Transition von: Ich bin jetzt in einer, in drei Mon-- also ich bin jetzt in dieser, in dieser Anstalt, wo ich weiß, okay, idealerweise steht kein Dealer vor der Tür und sagt oder vorm Fenster und sagt: "Da, nimm!" Weil du musst ja dann trotzdem heim. Back to reality.
00:46:23: Ja. Wie war diese Transition? Wie kann man sich das vorstellen? Oder gehst du jetzt in Therapie immer noch? Ja, sicher. Ja, gut. Ich frage, ich gehe davon aus, ja. Na, ganz sicher. Ja, logisch, logisch. Äh, also nicht, ja, keine Ahnung. Auf jeden Fall- Ja, finde ich schon logisch Ja.
00:46:39: für unser eins, aber glaube, viele sagen dann: Auch da wieder, das ist ja nicht vorbei. Nein, und bei der Depression auch. Weißt du, nur weil es dir jetzt mal ein paar Tage besser geht oder du denkst: Ma, jetzt bin ich mal nicht, bin nicht traurig, heißt es ja nicht, dass die Depression wieder weg ist. Ähm, und die Leute glauben dann auch oft, jetzt brauchen sie keine Therapie mehr.
00:46:57: Aber ich kann nur von der, aus der Erfahrung sagen, dass man die Therapie vor allem braucht, wo es einem besser geht, weil dann kannst du wie an wirklich inten, also an intensivere Themen arbeiten. Und das war halt in der Klinik bei mir zum Beispiel auch so: Du kannst jetzt nicht mit einem Suizidalen oder einem Abhängigen sofort die großen Themen anbrechen, weil dann haut es ihn ja gleich wieder zurück.
00:47:21: Das ist wirklich, du musst dich da Step by Step herantasten. Und dann habe ich so Wochenende freigekriegt, sprich, dass ich nach einem Wochenende daheim schlafen habe dürfen oder am Wochenende mal nach, ähm, Salzburg fahren dürfen habe und dann wieder zurück, weil nachher kann man das alles, was dich da triggert, wieder, Wieder aufarbeiten.
00:47:40: Und ich glaube, dass es extremst wichtig ist, dass die Leute herausfinden, wo es die Wurzel ist von ihren Problemen, wo das herkommt und das professionell, also mit einer Fachperson aufarbeiten und was ihre Trigger sind. Weil wenn ich, ich kenne halt jetzt meine Trigger oder alle wahrscheinlich nicht, aber halt einen Großteil und weiß, okay, diese Situationen vermeide ich, damit ich da nicht irgendwie- Mit rein.
00:48:07: Ja, weil es ist ja oft gar nicht so, dass man jetzt sagt: Okay, du musst jetzt aufpassen, dass du nicht in eine Situation kommst, wo dir wer was anbietet, weil das ist dann eh schon sehr brutal. Aber du kannst ja auch einfach wo sein, wo viel über Konsum gesprochen wird und das triggert die im Unterbewusstsein und dann eine Wochen drauf bestehst du was.
00:48:31: Also ich glaube, dass man da diese frühen Anzeichen von, ja, Depressionen und Trigger und Sucht einfach erkennt. Es ist witzig, was du zuerst gesagt hast, mit, ähm, du solltest es machen, wenn es dir gut geht, weil, ähm, ich habe bin auch das erste Mal in Therapie gegangen.
00:48:46: Da hat der Georg und ich ganz schwieriges Jahr gehabt und, und ich war nicht mal ich. Das ist aber, hängt mit dem Kinderthema zusammen, mit Hormonen, mit Spritzen und was auch immer.... Und ich war jetzt tatsächlich, weil wir halt einen Monat weg waren, jetzt sicher seit zwei Monaten nicht mehr. Und ich habe nicht lockerlassen. Ich habe jetzt gesagt, muss jetzt wieder gehen, weil nur weil jetzt alles gut ist, heißt nicht, dass es gut ist und dass meine Themen, die ich vierzig Jahre lang über die nicht geredet habe, dass die jetzt erledigt sind.
00:49:09: Und ich glaube, das ist ein ganz, ganz schöner und wichtiger Satz von dir und eine gute Erinnerung, glaube ich, an alle, die jetzt zuhören. Wo man sagt: Hey, holt euch Hilfe! Und man hat immer was, an dem man arbeiten kann. Und oft einmal, und also diese Triggerpunkte, und ich sage das ja oft, was Social Media an, anbelangt, wenn das irgendwen triggert, dass ich das oder das mache, jetzt in meinem Fall auf meinem Kanal, dann ist mir zehnmal lieber, meine Follower:innen schauen sich das nicht mehr an, schalten auf stumm, entfolgen mir und viele schreiben auch: Ich habe dich jetzt mal unfolgt zwei Jahre, weil du bist mir einfach am Nerv gegangen und das hat mich getriggert.
00:49:38: Aber ich muss schon auch sagen: Wegschalten ist mal das Allererste. Ich glaube, das Allerwichtigste: selektiv sein. Es können Leute sein, die dich triggern, es kann Social Media sein. Oft ist Social Media heutzutage, weil es halt einfach so leicht ist. Aber ich glaube trotzdem, du musst dich hinterfragen, wenn du es wegtust, warum triggert mich das? Und das bedarf manchmal ein bisschen Reflektieren und Arbeit.
00:49:56: Voll. Und das ist halt das Unangenehme. Aber es ist so wichtig, weil ich glaube, du kannst nur dann a verfüllt, fulfilling Life haben, muss ich jetzt auf Englisch sagen, wenn du an dir arbeitest und die Muße hast und sagst: 'Okay, ich frage, ich frage mich einfach selber: Warum tut mir das jetzt nicht gut?'.
00:50:14: Ich kann das nicht oft genug sagen. Es ist eigentlich nicht so schwierig, aber dann schon wieder, weil es eine Arbeit ist. Voll. Reflektieren, in sich gehen, Dinge hinterfragen ist nicht geil. Nein. Aber umso schöner, oh, der Georg tickt schon, der tickt mir die Zeiten. Umso schöner ist, dass du jetzt da sitzt und einfach sagen kannst: 'Hey, es ist ein langer Weg.
00:50:32: Es sind jetzt fünf Monate. Ähm, ich arbeite an mir und ich mache weiter.' Zach! Also Max, ich muss dir ganz ehrlich sagen, ich habe, ich war selten, dass ich sage: ruhig, aber da fühle mich immer so schlecht, wenn du dann da sitzt und mir denkst, ich sage nichts. Aber ich glaube, ich muss es manchmal auf mich wirken lassen und einmal nie kommentieren, weil normal gebe ich immer meinen Senf dazu, aber bei vielen Sachen kann ich meinen Senf nicht dazu geben.
00:50:52: Zum Glück, ähm, in meinem Fall jetzt dann, weil ich das noch nie erlebt habe und auch, und wirklich plädieren alle, die zuhören, dass das gar nicht so weit kommt. Hast du abschließend noch, wir wollten über so viele andere Sachen reden, Ja. aber es haben natürlich, wir müssen eine zweite Runde irgendwann einmal machen. Hast du abschließend irgendwas, wo du sagst, okay, du willst die Plattform jetzt nutzen, ähm, und da hören extrem viele Leute zu.
00:51:15: Willst du noch irgendwas loswerden, wo du sagst: 'Okay, da kannst du vielleicht den Unterschied machen, egal wie lange?' Ich glaube, dass es extremst wichtig ist, dass man einfach in seinem, also sein Umfeld aktiv wahrnimmt, dass man schaut oder Menschen zuhört und aussprechen lässt in seinem engen Umfeld, also sprich Freunde, Partner oder Familie.
00:51:37: Und dass man sie versucht, da in die Situation des anderen reinzuversetzen und die Person zu verstehen und deren Handeln zu verstehen. Wirklich zu verstehen. Wirklich zu verstehen. Und wenn es einem Menschen schlecht geht, soll man ihm den Raum geben.
00:51:54: Und nur weil man, weil einem mal schlecht geht, heißt es aber auch nicht, dass man depressiv ist, sondern ist, jeder hat's verdient, einmal Tage zu haben, wo man traurig sein darf. Aber a bewusstes Leben ist vielleicht doch, vielleicht sehr, sehr, ja, wichtig.
00:52:12: Und erstrebenswert. Und erstrebenswert, ja. Und ich habe ja-- Darf ich über meinen Podcast sprechen? Natürlich! Ich habe meinen Podcast. Ich habe meinen Podcast gestartet über Depression und Rückfälle und Neubeginn.
00:52:29: Wie heißt der? So heißt der. So heißt der? Ja, genau. Und da arbeite ich immer verschiedene Themen auf, ähm, wo ich über, also das bereite immer mit einem Coach vor- Cool. und das ist dann auch, vielleicht ist da für den einen oder anderen was dabei. Und jetzt übrigens, Karin, haben wir, es stehen dann auch paar Projekte mit Schulen- Im Raume.
00:52:51: Also kann ich noch nicht drüber sprechen, aber vielleicht können wir da was machen, weil du, das finde ich echt geil, dass du da immer so auf die Lehrer gehst, Weil ich glaube, da kann man, kann man einiges noch verändern und vielleicht können wir da noch gemeinsam auch irgendein Projekt machen. Jetzt haben wir es ausgesprochen, jetzt müssen wir es fast tun, gell?
00:53:06: Ja. Wir haben uns wieder committed. Ja. Voll gern. Stimmt. Voll gern. Jetzt wissen es die Leute. Ja, absolut. Also ich muss dir wirklich sagen, das ist, du bist eine Bereicherung. Und zwar das meine ich im absolut positivsten Sinne, weil du musst auch mal die Eier haben, mit der wir meinem Podcast zu reden, wie er redet.
00:53:21: Dass man sagt, man setzt sich da hin, redet da drüber und, ähm, versucht, so zu inspirieren, nämlich mit Ehrlichkeit. Ich finde, das ist in der heutigen Zeit geht das so verloren, weil jeder versucht, sich diese Realität aufzu, aufzulegen und auch sich zu erschaffen, die es keine Realität ist, weil das ist eine Bubble.
00:53:39: Und da ist ganz viel drunter. Und das ist immer wieder der Hinweis von mir: Alles, was ihr seht, ist nicht so, wie ihr es seht. Man muss halt einfach manchmal ein bisschen genauer hinschauen, weil jeder struggelt und das Leben ist nicht immer geil. Und ich glaube, wenn wir das wieder ein bisschen in unsere Köpfe reinkriegen, dass wir einfach ein bisschen proaktiver sind mit allem.
00:53:56: Ähm, und mal das Handy aus dem Kopf hebt, in der U-Bahn einmal bewusst schaut: Hey, was passiert mich herum? So arg! Wenn die Airpods mal leer sind- und du kriegst Sachen mit in deinem Umfeld. Voll. Und das ist aber, das ist eigentlich eine gute Metapher fürs Leben allgemein. Nehmen wir die mal raus und schauen wir wieder mehr raus in die Welt, was wirklich uns passiert.
00:54:15: Nicht nur in der U-Bahn, sondern im engeren Umfeld. Und ihr wärt sehr erstaunt, wenn ihr doch dann seht, wie viele Leute das gemobbt werden. Das ist mir jetzt so oft passiert, echt, dass ich noch mit dem Auto stehen bleibe und denke und, und frage, ob alles passt. Weil so viele Kinder da draußen gemobbt werden oder irgendwie von anderen Jugendlichen eingeengt werden.
00:54:33: Und ich glaube, wir müssen wieder besser auf uns aufeinander schauen. Voll. Das ist, wir sind total, wir leben am, einfach anun, aneinander vorbei. Das ist das, ja. Aber danke, dass du dem Ganzen eine Plattform gibst. Na, danke, dass du dich machst, du wie der Hund. Ähm, wir machen das, wir hören nicht auf, wir kämpfen weiter, unter Anführungszeichen, für das, dass man sagt, wir öffnen Augen und ich bin unglaublich dankbar.
00:54:53: Ich freue mich auf alles, was kommt. Das machen wir. Ja. FZ, fix zusammen, in dem Fall, ohne Schmusen. Ähm, und- Ein bisschen fummeln. Ja, du darfst gern. Du, ja, Georg, der Georg schüttelt den Schell. Er ist nicht einker mit uns. Aber das macht nichts. Das ist egal. Ähm, ziehen wir durch.
00:55:09: Vielen Dank euch fürs Zuhören. Danke auch schon im Vorfeld. Ihr könnt das teilen, ihr könnt es rausschnalzen in die Welt. Je mehr darüber geredet wird, umso wichtiger. Es ist kein Tabuthema. Es muss ein Thema werden, über das man redet. Und das ist unser Anliegen. Und deshalb ist das erst der Anfang, hoffentlich, von, ähm, vielen weiteren Folgen, die wir vielleicht gemeinsam aufnehmen.
00:55:26: ich komme auch jetzt gern zu dir. Ich lade mich jetzt selber ein. Ja, gern. Peace. Gerne. Ähm, und dann machen wir was Cooles. Danke dir, ähm, für deine Zeit und danke euch fürs Zuhören. Danke sehr. Tschüss! Tschüss.
Neuer Kommentar