Führung ohne Angst: Was wirklich zählt
Shownotes
Herz, Hirn & Humor – warum echte Unternehmenskultur kein Zufall ist
In dieser Folge spreche ich mit Manuela Siegel, Head of People & Culture bei Vossen. Ein Gespräch, das mir wieder einmal gezeigt hat, wie viel möglich ist, wenn Menschen im Unternehmen wirklich zählen.
Wir reden über Führung mit Haltung, über Vertrauen statt Angst, über Arbeiten am Land, Frauenkarrieren, Karenz ohne Stillstand und darüber, warum über 50 % Frauen – auch in Führungspositionen – kein Zufall sind. Manuela lebt HR nicht als Job, sondern als Haltung. Mit Herz, mit Hirn und mit Humor.
Diese Folge ist eine Erinnerung daran, dass Unternehmenskultur nichts mit Buzzwords zu tun hat. Sondern mit Respekt, Zuhören, Verantwortung – und dem Mut, Dinge anders zu machen. Und ja: Auch ein Handtuch kann emotional sein.
Anzeige Diese Folge ist in bezahlter Zusammenarbeit mit Vossen entstanden.
Kapitelübersicht
00:00:00 – Warum mich dieses Unternehmen und seine Menschen sofort berührt haben 00:03:40 – Herz, Hirn & Humor: Die drei H als gelebte Haltung 00:06:00 – Führung ohne Angst: Warum Vertrauen im Unternehmen alles ist 00:09:50 – Arbeiten am Land vs. Stadt – meine ehrliche Beobachtung 00:14:40 – Mitarbeitende als Menschen, nicht als Nummern 00:23:50 – Frauen, Karriere & Karenz: Wie Weiterentwicklung trotzdem gelingt 00:31:00 – Generationen im Unternehmen: voneinander lernen statt urteilen 00:36:55 – Recruiting ohne Bullshit: reden, zuhören, ehrlich sein 00:41:15 – Warum Unternehmenskultur immer Chefsache ist 00:48:05 – Was ich aus diesem Gespräch persönlich mitnehme
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00:00:00: Wir haben über 50 Prozent Frauen sogar in Führungspositionen bei uns beschäftigt. Mutter werden ist dann wirklich entspannt. Sie weiß, was sie macht, wenn sie wieder zurückkommt. Das Schlimmste, Was gibt es in einem Unternehmen, wenn die Mitarbeiter Angst haben?
00:00:27: Herzlich willkommen zu einer neuen Podcast Folge Constantly changing Constantly Kids. Alle, die mich kennen und mir folgen, wissen, dass mir meistens oder eigentlich immer Menschen gegenübersitzen, die ich richtig, richtig cool finde. Die Manuela, meine heutige Gästin, habe ich noch nicht gekannt, aber das Unternehmen, für das die Manuela arbeitet, habe ich kennenlernen dürfen.
00:00:47: Und zwar dieses Jahr anlässlich der Jahr Feier. Das ist ja schon einmal ein Wunder für sich, dass es eine österreichische Firma gibt. Das freut mich ganz besonders, die wirklich schon seit so vielen Jahren besteht. War nicht immer leicht. Sie haben dann einmal eine richtige Krise gehabt, den Turnaround geschafft und entstanden ist was ganz großartiges in einer Region, die jetzt nicht unbedingt die Drehscheibe Europas ist, nämlich Jennersdorf.
00:01:12: Wir sind da hingefahren, da fährst du schon Seidl von Wien im tiefsten Burgenland und das war so cool. Und mit der Geschichte möchte ich jetzt gleich starten. Wie wir dort angekommen sind, haben wir eine Führung bekommen durchs Werk. Da haben wir wirklich gesehen, wie diese Handtücher entstehen, weil für das ist Fassen ja bekannt für die Handtü Und da hat uns Josef herumgeführt und der Josef ist und das ist richtig arg, hat dort, also der geht jetzt dann in Pension irgendwann einmal baldigst hat er mir erklärt, aber der hat dort begonnen seine Lehre.
00:01:41: So jetzt kann man sich ausrechnen, wie lange der schon im Unternehmen ist. Und das hat sich so ein bisschen durchgezogen, weil ich rede dann immer mit ganz vielen Leuten, mit ganz vielen Mitarbeitenden vor Ort. Es gibt so viele Leute, die schon so lange im Unternehmen sind und du hast die Freude gespürt. Und das möchte ich jetzt ein bisschen verstehen, warum das so ist vor Ort.
00:01:59: Und ich hab sehr, sehr viel Dozige, die dann auch eben von der Region dort arbeiten. Die ein oder anderen Ungarn, Ich weiß auch, dass die bei euch Es ist ja wirklich so eine Drehscheibe oder Schnittstelle von vielen Regionen, aber über das kannst du dann gleich noch mal was erzählen. Und heute freut es mich irrsinnig, dass ich die Manuela Siegel bei mir sitzen habe und die Manuela ist Head of People und Culture bei Vossen.
00:02:21: Herzlich willkommen, liebe Manuela. Dankeschön gern. Ich weiß, du bist ein bisschen nervös, brauchst gar nicht sein. Wir können einfach so reden, wie wir reden, weil wir reden ja, wie uns der Schnabel gewachsen ist. Absolut, so machen wir das. Die Manuela gesagt normal ist die Situation ein bisschen was anderes, weil du bist HR. Was ist jetzt genau dein Titel?
00:02:36: Weil ich muss immer sagen People and Culture, das klingt schon wieder so übergescheuert. Können wir das verteidigen? Ja, normalerweise, da gibt es einen österreichischen Ausdruck Personalleiterin, aber das erinnert mich immer so an Leitung und ich bin ja nicht von der Elektronik, Elektrizitätsfirma oder sonstiges.
00:02:52: Also ich mag am liebsten, wenn man sagt zu Ich sage immer, ich bin die Mutter der Nation und die Nation ist die Fasen Community. Das ist in Jennersdorf und das ist halt mitten im Dreiländereck, wo man wirklich Österreicher, Ungarn, Slowenen, wo wir alle beschäftigt haben.
00:03:08: Sogar einen Brasilianer haben wir dabei bei uns und das macht mich besonders stolz, dass ich dort sein darf und dass ich auch letztendlich angekommen bin, weil ich war früher weltweit unterwegs Und dann seit 2020 pünktlichst habe ich dann einen Anruf gekriegt, bin ich gerade von Südafrika gelandet und seitdem bin ich bei Vossen.
00:03:32: Wahnsinn. Also das sind jetzt mittlerweile fünf Jahr und du hast und das hat mir ganz besonders imponiert. Ich hab mir das ein bisschen durchgelesen. Du hast eine, wie sagt man, einen Leitfaden, nachdem du arbeitest und das sind die drei H und die finde ich ganz wichtig in einem Unternehmen.
00:03:49: Ich bin jetzt nicht HR oder ich bin ja nicht People in Culture, aber ich lebe die sehr ähnlich wie du Vielleicht kannst uns ganz kurz über die drei HS abholen. Genau. Also es gibt ja viele Firmen, die haben das alles raufgeschrieben, getextet und wie viele Fründen sie haben und Charter und was man alles durchleben muss.
00:04:08: Und ich sage immer so beim Bewerber fängt es ja schon an bei mir. Ich sag du brauchst nur eins merken bei uns drei HS und dann schauen sie mich alle an und was hast denn jetzt drei H? Ja, mit Herz, mit Hirn und mit Humor, weil Spaß muss sein und Herz sage mit einem Herz dabei sein bei der Arbeit, dass du gern zur Arbeit gehst.
00:04:31: Mit Hirn immer mitdenken bei der Arbeit. Wir sind alle Menschen, wir machen Fehler, irgendwas passiert Einfach sagen schaut, da ist mir was passiert. Einfach, dass man qualitativ auch hochwertig arbeiten können. Die fängt bei jedem Einzelnen an und das Beste halt dann Humor, weil wenn du keine Gaude hast bei der Arbeit, dann geht ja keiner hin und das wird von jedem Bewerber angenommen.
00:04:54: Und ich schau auch, dass ich das weitertrage, weil das ist leicht zu merken. Das stimmt. Die drei Haars, die vergisst man nicht so schnell. Jetzt ist es aber schon so, bei mir kann ich die drei Haars ja ganz gut leben, sage ich einmal, weil wir sind ein kleines Team. Wie viel Mitarbeiterinnen gibt es insgesamt bei Fassen?
00:05:11: Insgesamt die 250. Jennersdorf oder generell Bö In Jennersdorf haben wir, da schwankt es immer so die 160 herum und du kannst wirklich sagen, dass die drei Haus gelebt. Also mein Gefühl war es auch, sage ich dir ganz ehrlich, wie ich dort war, das war auch nicht gespült, weil ich merke schon, wenn man mir was vormacht und ich muss sagen, von Josef angefangen bis über der Robin, wir haben dann verschiedene Leute kennenlernen dürfen oder auch die Geschäftsführung, weißt auch die beiden, die haben sich den Ball so geil hin und her gespült.
00:05:39: Das war so schön zum Sägen. Das war wirklich wirklich besonders, muss ich echt sagen. Das ist eine tolle Konstellation, weil das sind jetzt einmal zwei Burgenländer am Werk, also aus zwei verschiedenen Gebieten vom Burgenland. Aber das ist so eine Bereicherung für uns, weil es harmoniert, das hat man gespürt.
00:06:00: Und wenn das bei der Geschäftsführung harmoniert, dann geht das auf uns, auf die Mitarbeiter auch auf alle über bis zum Lehrling. Ich glaube, da können sich viele Scheiben abschneiden, weil ich glaube schon, dass es in vielen Corporate Welten da draußen total verloren geht. Ist das glaubst du auch, warum dann Fossen damals nach dem Konkurs diesen Turnaround geschafft haben, dass sie sagen, okay, es geht nur miteinander Und glaubst du, dass das ein bisschen der USB ist von Fossen, dass sich das in die Richtung entwickelt hat mitunter vielleicht?
00:06:31: Absolut. Es muss an der Führung müssen Leute der Herzlichkeit ausstrahlen, wie schon die drei H besitzen und nachher noch die Leute dazu aus der Region Made in Austria, made in Burgenland, made in der Region, vom Lehrling bis zum Pensionisten und die arbeiten ja immer noch bei uns.
00:06:53: Das heißt, die gehen in Pension und dann sagen, ne, wir bieten uns an, wir machen Führungen und der Josef zum Beispiel macht die ganzen Führungen für Pensionistenbusse, wenn sie kommen. Wahnsinn, wie wichtig, weil du jetzt auch die Region angesprochen hast und auch das, was getan wird für den ganzen Standort, also Umkreis muss man sagen, wie wichtig ist oder welche Rolle spielt das Unternehmen für die Region rund Jennersdorf eine wichtige Rolle, weil es gibt ja solche Unternehmen wie Fassen gibt es in der Umgebung nicht einige große Konzerne, aber da merkt man, denen geht es nicht gut, die sperren zu und wir haben so eine Wertschöpfung und wir sind alle so motiviert und wir freuen uns, dass wir dort sein dürfen, dass wir gemeinsam, jetzt war die Weihnachtsfeier am Wochenende auch regional in der Gernot Arena und alle halten zusammen und wir haben eine Riesenshow Tombola und wir machen halt von den Gesundheitsthemen auch sehr viel in der Region.
00:07:57: Und noch dazu muss ich sagen, wir haben ja eine Frauenbeschäftigungsquote von über 50 Prozent. Und du musst dir vorstellen, Karin, wenn man bei uns in die Region geht, da wird man Verkäuferin, Friseurin, sonstige Berufe, aber bei uns als Frau, da kannst du eine Weiterbildung machen, du kannst ein Baby kriegen, du kommst wieder zurück und du wirst auch weitergebildet während der Karenz.
00:08:26: Da müssen wir dann unbedingt noch mal drüber reden, weil das finde ich, da kennen sich viele Firmen, die jetzt vielleicht auch zuhören oder viele Mitarbeitende vielleicht nochmal die Motivation holen, dass es noch ein Licht gibt, weil das ist oft einmal wirklich nicht so leicht in der heutigen Zeit. Aber was ich zuvor wissen will, wenn wir jetzt über den Josef gesprochen haben, das ist jetzt für mich das beste Beispiel.
00:08:42: Ich weiß auch, dass die durchschnittliche Zeit der Menschen, die im Unternehmen arbeitet, wie lange ist die? Wie Viele Jahre? Über 30 Jahre haben wir gehabt Im Durchschnitt? Im Durchschnitt, ja. Ich hab jetzt wirklich jemanden verabschiedet in die Pension, 47 Jahre, der hat bei uns gelernt.
00:08:59: Also ich weiß noch, dass ich mit dem Robin damals geredet habe, der ist ja heute mit, für mich ist immer das Paradebeispiel Wirlong ist der schon im Unternehmen auch schon ein paar Jahr seit Beginn und jetzt Rookie of the Year ist er geworden. Ja, ist er geworden. Das habt ihr auch als die Verleihung total spitzenmäßig.
00:09:17: Sind das regelmäßig so Verleihungen für Mitarbeiterinnen immer wieder, Wir sind immer dabei und wir werden immer wieder ausgezeichnet, auch die Lehrlinge werden ausgezeichnet, dann die Mitarbeiter allgemein, wenn sie irgendwelche Weiterbildungen machen, Aber ganz große Klasse, muss ich ehrlich gesagt sagen.
00:09:34: Ja, weil das ist mir aufgefallen, weil ich finde schon, dass diese Fluktuationen in die Unternehmen heutzutage allgemein mit der jüngeren Generation, die jetzt nachkommt, die ja so viele Möglichkeiten haben. Jetzt weiß ich nicht, vielleicht auch da der Vergleich Land vs. Stadt. Hast du auch diese Erfahrung, dass wenn junge Leute jetzt aus der Uni rauskommen oder aus der Lehr also keine Ahnung, wenn sie fertig gelernt haben oder wenn sie 18 wären und mit der Schule fertig sind, Poly von mir aus noch gemacht haben oder was auch immer oder Gymnasium, ist ja wurscht, dass die dann teilweise so überfordert sind.
00:10:03: Wohin geht die Reise? Ist es bei euch am Land auch so? Weil in der Stadt fällt mir das extrem auf. Jetzt würde es mich interessieren, wie das ist. Stadt versus Land in dem Fall, Ich kann dir sagen, wer bei Fassen eine Lehre beginnt und sie sind meistens 15, 16 bei mir.
00:10:19: Ich habe jetzt gar keine Studenten oder von der Universität, Die machen die Lehre bei uns und dann bleiben sie bei uns. Und Bernie hast du auch kennengelernt bei uns ist ein super Beispiel. Dann werden sie Teamleader, dann werden sie Supervisor und dann leiten sie die ganze Abteilung.
00:10:39: Und ich muss sagen, ich nehme im Schnitt jedes Jahr zwei bis drei Lehrlinge, aber bei mir ist das total flexibel. Ich sage nur im Herbst können jetzt die Lehrlinge anfangen. Nein, das bin ich nicht, weil wir produzieren das ganze Jahr und wir sind das ganze Jahr mit Herz, Hirn und Humor dabei.
00:10:59: Und warum soll nicht jetzt zu Weihnachten zum Beispiel voriges Jahr habe ich mein Lehrling Bürokauffrau, habe ich die Dame vor Weihnachten aufgenommen. Aber Manuela, jetzt muss ich nochmal fragen, wenn jetzt zum Beispiel ein junger Mensch jetzt keine Lehre macht, sondern er bewirbt sich jetzt bei euch für normale Stelle, was auch immer das sein kann, die ist 20 Jahre alt, kommen die zu dir ins Büro und die wollen das?
00:11:19: Oder kommen die zu dir ins Büro? Und mein Eindruck ist, dass so viele Leute in der Stadt, ich rede immer nur von dem, was ich da jetzt mitmache, wenn ich im Bewerbungsprozess drinnen bin, dass Leute oft zu mir kommen und ich möchte schon, aber irgendwie möchte ich reisen, irgendwie möchte ich ja vielleicht doch noch studieren oder keine Ahnung, dass die so viele Möglichkeiten haben oder auch bei Vorträgen her, wenn ich zu Leute sage, hast du Ziele, dass die Leute sagen, ich bin überfordert, weil TikTok in der Früh, TikTok am Abend, es geht alles so schnell, ich kann das machen, das kann ich werden und alles ist möglich, aber dann ist auch nichts möglich, weil jeder unsicher wird.
00:11:49: Wie ist das am Land? Jetzt sagst du, die ziehen dich schon durch, die kommen schon mit einer Vorstellung, aber in der Stadt sind sie ein bisschen fast schon lost verloren. Wie ist es am Land? Das würde mich interessieren. Aber was Karin bei uns kommen sie noch mit den Eltern auch, aber auch mit ganz Jungen.
00:12:04: Ja, aber wenn ich sage, ich bin mit Güm fertig und dann will jetzt bei euch, weil ihr habt eine Assistentenposition draußen, wie ist das dann? Kommen die selbstbewusst oder sind die auch so ein bisschen verloren? Die haben sie zuerst bei mir natürlich online und dann kriegen sie sofort einen Termin und die meisten sind dann schockiert, weil ich anrufe.
00:12:22: Dann sagen sich die Firmen, die möten sich nicht, ach so, wir kriegen auch noch was, wir sind jetzt eingeladen bei Fasni, sag ich, wir machen es ganz gut, wir haben ein Outlet draußen, da könnt ihr euch schon einmal umschauen, ein bisschen wie die Detektive ein bisschen schauen, dann verlieren sie eh die Angst und dann auf einmal sagen sie super cooles Unternehmen und dann machen wir einen Schnuppertag aus.
00:12:44: So läuft es halt bei uns am Land. Es ist halt alles viel familiärer. Ich frage deshalb so blöd und auch so genau nach, weil das halt teilweise, ich bin auch so groß geworden. Ich bin damals auch, wie ich mich bei Red Bull beworben habe, habe einen Anruf bekommen und das war für mich ein Highlight, wie ich schon gesehen habe, Fuschel ruft an 0, ich weiß jetzt nicht, was da die Vorwahl war, 0 53 oder 0 662 sogar, weil es nur Salzburg, ich weiß nicht, wurscht.
00:13:07: Also Fuschl ist nicht Salzburg, aber es war halt irgendwie die Red Bull Nummer, die hat viel Nullen drinnen, das weiß ich noch. Und ich hab mir dann gedacht so, boah, die rufen mir jetzt echt an und dann hab ich gewusst, jetzt ist es soweit, weil wenn sie da absagen, sagen sie ab. Ich hab 1000 Absagen vorher schon gekriegt per E Mail und ich war so nervös Und was ich auch cool finde bei euch, bei uns ist es halt schon so, das auch wieder, was ich höre von Bewerberinnen dass die teilweise nicht einmal Rückmeldung kriegen.
00:13:30: Ich bemühe mich auch voll, dass ich immer jedem antworte. Das geht nicht immer. Und ich weiß auch, dass es sicher Leute gibt, die ich mich schon dreimal beworben und ich hab nie was gehört, Dann ist das sicher untergegangen und dann entschuldigt ich mich auch dafür, weil du bist nicht perfekt. Aber mir ist es schon im Anliegen, dass ich mich auch bedank. Oberste Prio. Und das wird so geschätzt.
00:13:46: Und auch wenn ich jemanden absage, dann schreiben die mir noch zurück und dann bedanken sie sich. Und wenn ich einen anderen Job hab, ich kann den gerne anbieten. Und das ist das Schöne. Oder wenn man dann telefoniert und die sie haben mich wirklich angerufen, schau, ich würde jeden so behandeln, wie ich auch selbst behandelt werden möchte.
00:14:10: Und weißt du, der hat sich vorbereitet, der schickt mir seinen Lebenslauf, der schickt mir das Bewerbungsschreiben und dann lass ich den daheim sitzen und am Freitag sitzt er schon auf Nadel da, die auch auf Nadel sitzen und dann ruf ihn an, ich schreibe ihm und dann haben wir halt unsere Bewerber, die kommen dann her, die schnuppern nachher bei uns und dann kriegen sie den Job.
00:14:31: Ja cool. Ich glaube, das ist alles anders bei uns. Naja, und ich glaube, es ist aber trotzdem anders. Aber es ist wieder eine schöne Erinnerung für alle, die jetzt zuhören, die sagen halt das vielleicht ja, das hat ja was mit Respekt und Wertschätzung auch dem Gegenüber zu tun. Und du hast es gerade gesagt, sie nehmen sich ja auch die Zeit und bewerben, sie investieren Und wenn man sich dann gar nicht möchte das Unternehmen, das ist halt schon keine Wertschätzung.
00:14:54: So ist es. Und deshalb sage ich, das zeichnet ja euch aus. Das habe ich auch wirklich gespürt, das muss ich echt sagen. Und der Mitarbeiter, ich habe das so gelernt. Der Mitarbeiter ist mein höchstes Gut, was ich hab. Warum glaubst du, ist das so? Manuela, du bist ja durchschau auf der ganzen Welt herumgereist und jetzt bist du in Jennersdorf.
00:15:11: Warum ist es so, dass das bisschen verloren geht, dass das so. Wir geben dem zum Glück, muss ich auch dazu sagen, ist der Trend schon wieder fast der andere, dass man sagt, man ist wirklich dankbar, aber ich kriege das immer noch mit, dass Leute einfach eben nicht so wertschätzend behandelt werden und ich sogar ohne mein Team bin ich gar nichts.
00:15:27: Ich bin gar nichts, weil die kennen Sachen, die kann ich gar nicht. Ich kann ja nicht alles kennen und das ist auch vollkommen okay. Aber warum glaubst du, ist das so, dass das ein bisschen verloren gegangen ist die letzten Jahre? Dass dass das eben nicht jeder Chefs oder jeder vorgesetzt Philosophie ist, dass man OK, der Mitarbeiter ist das höchste Gut im Unternehmen.
00:15:46: Warum ist das so? Glaubst Zahlen, Daten, Fakten, schnelle Zeit, schnelllebig, alles schnell organisieren, sich keine Zeit mehr nehmen für eine Person, mit der Person sprechen. Wir sind ja alle Menschen und deswegen bin ich so froh, dass ich den Job machen darf, weil das ist jetzt nicht ein Job, das ist eine Lebenseinstellung, sag ich mal dazu.
00:16:09: Die hat halt nicht jeder. Und schau, das sind alle Manager, Aufsichtsräte etc. Die sind natürlich alle Zahlen getrieben, ist klar. Und dass nachher das verloren geht und dann braucht man halt auch dann Leute.
00:16:27: Du bist ein Jackpot mit Herz auf dem rechten Fleck. Also ja, die das vorantreibt und dass du auch noch die Mitarbeiter motivierst und nicht Hallo, guten Morgen. Ich sag zum Beispiel immer Alo, wenn ich durch die Abteilungen durchgehe, weil das ist wie in Hawaii der Gruß.
00:16:46: Ich war halt auf der ganzen Welt unterwegs und dann suchst du dir natürlich von den Erfahrungen, holst dir alles Gute zusammen und denkst Mei, das kann ich alles toll verwerten und auch die Mitarbeiter aus der Region da mitreißen, weil die meisten, die waren ja wirklich in Jennersdorf und Umgebung und die sollen ruhig ein bisschen Einfluss auch kriegen.
00:17:08: Und da denke ich heute gehen wir mal spazieren. Wir sind ja mitten im Naturpark. Ich sag machen wir heute unsere Mittagspause und gehen wir da hinten aus. Ich mach mal ein bisschen Brainstorming. Wenn die Leute gehen beim Spazieren, so wie bei den Mönchen, dann kommen da viele Ideen und dann gehen wir durch die Gegend draußen spazieren einmal und dann kommen Dinge auf und dann denke ich okay, die haben Bedürfnisse, was brauchen sie?
00:17:33: Und die sagen mir das dann und nachher baue ich das gleich im Gesundheitsförderungsprogramm ein bei uns. Das ist echt cool. Spreche ich mich sogar mit unserer Arbeitsmedizinerin ab, mit der Geschäftsführung, sage Darf ich dir eine Stunde von der Abteilung jetzt einmal, nehmen wir an, von der Logistik oder von der Färberei darf ich jetzt einmal fünf Leute entführen und das wird da genehmigt.
00:17:53: Ja voll. Das muss ich schon sagen. Ist schon cool. Ich finde das schon klasse und er würde was sagen, Manuela, da bist du schon ein Unikat und da kannst du so stolz sein auf das, dass du das durchziehst, weil ich glaube, da muss alles zusammenstimmen. So realistisch muss man jetzt auch sein, weil da werden jetzt sicher viel zuwachen und sagen, naja, eh, das geht halt auch nicht überall.
00:18:09: Ich glaube, das ist ein Konstrukt. Ich sage immer, der Fisch fängt ganz oben zum Stinken an, aber ebenso kann er ganz oben zum zum Evolven, sagt man im Englischen, zum sich weiterentwickeln, zum Öffnen, zum Empfänglichsein, keine Ahnung, wie man das nennen will, kann so wahr sein.
00:18:24: Also es ist nicht immer alles negativ. Und wenn die Geschäftsführung sagt, hey Manuela, du kannst walten, wie du magst, weil wir stehen hinter dir und du darfst mit einer spazieren gehen, du darfst eine Stunde abzwacken, dann kann das ebenso positiv sein. Und ich glaube auch, dass es wichtig ist und ich finde heute mehr denn je, wir haben auf meiner Podcast Tour über das gesprochen, ist dieses Menschliche darf nicht verloren gehen und dieser Trust oder dieses Vertrauen, warum rede ich jetzt auf Englisch in Mitarbeitern, so wie die?
00:18:51: Und ich finde das großartig. Man spürt, du lebst das und die können sich wirklich alle zehn Finger abschlecken, aber eben auch, weil sie es zulassen und dann können wir eher auf die Schulter klopfen in dem Fall. Und hey, Geschäftsführung sehr viel richtig gemacht, weil ich glaube, nur so geht's. Die lassen mir diese Freiheit und ich denk mir, ich kann nichts falsch machen, ich mach das jetzt alles richtig, meine ganze Erfahrung und ich muss das weitertransportieren, die Motivation.
00:19:16: Und wir haben ja ein Produkt, dieses Handtuch, das ist so eine emotionale Geschichte. Und auch was wir jetzt haben, die Generationen, das Baby braucht ein Handtierchel, einen Waschhandschuh und der ältere Mensch, der braucht es auch.
00:19:32: Also berührt alle Generationen jeden Tag ein Leben lang. Aber schau, wie schön du emotional du das auch mir jetzt da pitcht oder präsentierst, weil in Wahrheit ein anderer kann der beruhigte manuell, es ist nur eine Hand durch, aber es geht genau, aber es ist so. Aber schau mal, du lebst das und das ist so wichtig, weil ich könnte jetzt auch sagen, social Media, Instagram, meine Modefetzen, jetzt irgendwie ein bunter.
00:19:53: Ich lebe das. Ich will, dass die Leute mutig werden. Ich will, dass die Leute aus sich herausgehen. Ich will, dass die Leute groß träumen. Wenn jeder macht, dann gibt es keine Manuelas, es gibt keine Karins. Und ein Handtuch ist was Emotionales. Ich bin voll bei dir. Ich glaube, du kannst mir einen Kuli verkaufen. Würde ich dir so abkaufen.
00:20:09: Sicher alles. Ich hab's im Sack. Alles verkauf. Aber am besten mit Herz, Humor und Hirn. Hirn und Humor, genau. Immer mitdenken bei der Arbeit, weil das ist wichtig. Und ich gebe jedem Mitarbeiter, der kommt, ein Onboarding Sackerl.
00:20:24: Was ist da drin? Naja, da ist drinnen, das tue ich so schön in das Fasensackerl rein, Dann ist drinnen ein Handtuch oder Gesicht. Hast du das eingeführt? Ja, genau, weil das muss sein. Der Mitarbeiter muss wissen, wenn er arbeitet, was machen die in der Firma?
00:20:42: Das gibt nichts Schlimmeres, als wenn Leute in einer Fabrik arbeiten und sie wissen nicht einmal, was sie produzieren. Und dann habe ich noch dabei die Gebrauchsanweisung, was ich pflege, wie man das Handtuch pflegt, weil der Mitarbeiter oder der zukünftige Mitarbeiter, der muss ja wissen, wie behandelst Wie machst du das weich?
00:21:01: Wie machst du das? Wie mache ich es weich? Das mache ich sicher auch falsch. Wie machst du es weich? Trockner rein, Pillottechnologie, dass sie sich aufstellen, dann wird es ganz weich. Du kannst das hart da warm machen, dazuhauen und nachher tust du Heizkörper drüber hängen, dann biegt alles zusammen.
00:21:19: Weil es gibt ja. Ich frage immer beim Typ kratzig oder Typ kuschelweich, das ist total cool. Und dann sagen Na Typ kratzig passt so besser, finde ich. Ja, sagt der Typ kratzig.
00:21:35: Ja, und weißt, wenn ich schon allein, wenn ich von dem erzähle, weil jeder ist am ersten Tag nervös, wenn er arbeiten kommt, dann sind sie schon gelockert. Dann haben sie Na sowas haben sie aber noch nie erlebt. Naja, hab ich gesagt, jetzt machen wir dann eine Fotosession draußen, dann schicken wir mal das Willkommensmail aus und dann sind sie alle entspannt.
00:21:56: Ich glaube, was ich viel mitnehmen können, ist einfach diese extra Meile gehen und dieses Willkommen heißen. Es ist witzig, dass du das sagst, weil wir haben auch eine neue Mitarbeiterin und Dann haben wir gleich auf dem Blog fett aufgeschrieben, Willkommen im Team, haben ein paar Nagellack hingestellt, Augenpads.
00:22:11: Und das ist aber mir so wichtig, weil ich gehe immer, und das ist meine Philosophie an. Ich glaube, da können Sie auch wieder ein paar Leute was mitnehmen. Behandle dein Umfeld so, wie du behandelt werden willst, Ob das jetzt im Personalwesen ist, ob das im Leadership ist oder ob das auch im normalen Leben ist. Weil ich kann nicht irgendwen ankäufen und unsympathisch sein.
00:22:28: Glauben, der ist dann nett zu mir. Wird nicht passieren, wenn wer zu mir unsympathisch ist und den Mund nicht aufkriegt, wenn ich nicht da schau am Stirnhäusle, dann wird es umgekehrt. Aber wenn ich im Stirnhaus rausgehe und meine Nachbarn grüße und Hallo, guten Morgen, wie geht es Ihnen? Das ist ja anders. Weder. Und ich glaube, das ist das, was man sich mitnehmen kann von dir, Manuela, dass man einfach OK, sind wir doch einfach wieder einen Ticken freundlicher, einen Ticken bemühter.
00:22:50: Und es ist nicht nur im HR Wesen so, sondern generell. Und ich finde immer, dass die Leute sich was mitnehmen können. Deshalb wird es von dir in den ersten Minuten ausgehört, dass du das lebst. Und ich finde, was bei dir auch voll schön ist, man muss nicht immer gründen und man muss nicht immer ein Unternehmer sein, sondern auch das ist so so wichtig, Wenn du wo angestellt bist, kannst immer einen Unterschied machen.
00:23:11: Am Ende des Tages liegt es an dir, was du daraus machst. Und das spüre ich bei dir so, dass du das lebst, dass du dein Warum gefunden hast. Und das Warum muss nicht gründen sein und das Warum muss nicht das 100. Startup sein, sondern dein Warum ist, dass du jeden Tag reingehst und das Leben von den Mitarbeiterinnen bei Fassen ein Stück weit lebenswerter machst oder halt cooler oder nahbarer und unkomplizierter.
00:23:34: Und das ist wirklich total schön, dass du das machst. Du hast zuerst was angesprochen, über das möchte ich jetzt kurz reden, ist eben auch die Karriere für Frauen, weil ich finde schon, dass es von Haus aus schon schwierig ist, auch in der Stadt, aber am Land glaube ich nochmal einen Ticken schwieriger, weil du hast halt nur so und so viele Möglichkeiten.
00:23:50: Wie erlebst du das in deiner täglichen Arbeit am Land für Frauen generell Karriere und Frauen? Der beste Weg ist fassen, aber nicht überall gibt es Fassen Jetzt vielleicht können wir nochmal ganz allgemein, also dass bei euch natürlich cool ist, logisch, weil du sitzt schon da, wenn ich schon einen Sackerl kriege bei meinen gehen und du einfach sagst, hey, du kümmerst dich darum, da weiß ich, dass die gut aufgekommen sind, aber jetzt wacht vielleicht irgendwer zu von mir aus dem Pongau und es ist nicht so leicht.
00:24:16: Also was sind so deine Erfahrungen? Schau, das ist bei uns halt ein bisschen anders gelebt als in anderen Firmen. Wie wird es bei euch gelebt? Also wenn wir die Nachricht kriegen, natürlich im HR oder im Personalwesen, sag ich jetzt einmal dieses Wort, dann musst du natürlich einmal ausrechnen, wie lang ist die Dame jetzt noch da, wie lange ist sie vor Ort, wenn sie schwanger werden oder was.
00:24:40: Aber generell reden wir, bevor wir vom Schwanger werden allgemein an über Frauenkarriere am Land, weil das ist ja auch so, du hast es ja vorher kurz angesprochen, du hast die Option natürlich. Es gibt, also bei mir war es halt so daheim, wir sind dann ins Hotel gegangen, an die Rezeption, Koch, Kellner in und so weiter.
00:24:57: Das waren also meine Berufe. Ich war zum Beispiel nie vom Land auf die Idee gekommen, dass ich gleich in einen Riesenkonzern gehe, wie Vossen als Beispiel. Aber vielleicht kannst du ein bisschen abholen in der Region Jennersdorf oder generell einfach deine Einschätzung, wie das am Land ist in der Region.
00:25:13: Bei uns, wie schon angesprochen, Friseur, Verkäuferin, Pampillafahren an der Kasse bei wirklich anders, weil Wir haben über 50 Prozent früher sogar in Führungspositionen bei uns beschäftigt. Das ist richtig cool, Das finde ich extrem geil.
00:25:29: Atelier Frau, Marketing Frau HR Frau, QS Frau, Qualität, Sicherung, Qualität, Management, technische Produktentwicklung wieder Frau, Logistik Frau cool.
00:25:45: Das hat sich aber alles so formiert und ergeben und auch jetzt junge Frau dazugekriegt im QS Bereich, hat vorher in einem Konzern gearbeitet, hat sich ganz normal beworben, hat sich die Möglichkeit gegeben, bist du neu?
00:26:03: Schon gedacht, die hat was drauf, die Frau, da ist echt super Potenzial vorhanden. Auf alle Fälle schulen wir und dann bieten wir natürlich die Weiterbildungsmöglichkeiten an im Bereich von Qualitätssicherung, Umweltmanagement etc. Das Ganze.
00:26:18: Und die haben wir richtig jetzt als junge Nachwuchskraft aufgebaut. Cool, Aber das ist auch wieder so was. Ich glaube, das geht nur dann Wenn wirklich alle an einem Strang sind, alle an einem Strand, nicht irgendwelche Ego Probleme, dann entstehen in höheren Führungspositionen, die halt oft einmal in normalen Corporates sehr männerlastig sind und die das vielleicht auch gar nicht so zulassen wollen.
00:26:38: Ich will da jetzt niemandem was unterstellen, aber ich glaube schon, dass das oft ein bisschen ein Thema ist. Und natürlich, wir Frauen sind oft einmal selber schuld, das ich auch immer wieder in Vorträgen, weil wir halt dann oft ein bisschen Drama machen und dann ist immer alles über und dann sind wir übersensibel. Das ist halt auch sowas. Aber das ist halt einfach unser Naturell. Und deshalb ist es umso cooler, dass bei euch einfach auch heiß Hey, wir geben die Sichtbarkeit ist da, wir unterstützen das, wir supporten das, wir machen Weiterbildung.
00:27:00: Vertrauen ist da. Das ist noch ein ganz wichtiges Thema und das Vertrauen auch von der Geschäftsführung, dass die Wir sind die Geschäftsführer, macht ihr das. Was glaubst du braucht es, dass sie mehr Frauen das zutrauen, dass du sagst, du gehst ins Umweltmanagement, dass du sagst, du gehst vielleicht auch in technische Berufe, dass du sagst, hey, ich gehe in die Logistik, weil das ist jetzt nicht unbedingt Frauendomäne.
00:27:25: Was glaubst du braucht es? Du musst als Frau, weil am Land ist das unterschiedlich als in der Stadt. Die werden ja nicht so erzogen wie in der Stadt. Ich bin ja selber auch eine Landmaus. Da hast du die Glaubenssätze mitgekriegt von der Heim, naja, schön einmal brav hinter ihm und du Scheinkochen ziemlich lieber da und der Papa ist eh dort und so weiter und so fort.
00:27:48: Da ist es wirklich bei uns. Du musst in die Firma kommen, du musst es sehen und du musst dann selber, du musst das Blut lecken und dann hey, die geben mir die Möglichkeit, dass ich mich weiterentwickeln kann. Ich mach das jetzt, ich will das, ich ziehe das durch und dann haben wir das Mitarbeitergespräche.
00:28:05: Natürlich habe ich dann auch ein Budget vorhanden, wo ich die Mitarbeiter weiterentwickeln kann. Und dann ist es so wunderschön, wenn sie von selber, dann kommen die Frauen und sagen, mich würde jetzt zum Beispiel der und der Kurs interessieren. Und wenn sie aber selber noch nicht so weit sind, wenn ich sie oder der Vorgesetzte sie abholen muss, dann habe ich immer offenes Ohr und dann sagen wir, was will die gute Dagmar, was will sie weitermachen in Zukunft und was setzen wir an?
00:28:36: Und dann setzen wir alle Hebel in Bewegung, dass wir sie fördern und ausbilden. Und ich glaube allgemein gesprochen, man sagt, man ist jetzt zum Beispiel nicht bei euch in der Firma, was man glaube ich auch jungen Mädels mitgeben kann, sich einfach Sachen zutrauen, zutrauen und Vertrauen zu haben und sich wertvoll fühlen, weil die meisten fühlen sich gut.
00:28:59: Sagen wir jetzt mal so die ganz Jungen bis 20, ich find bei denen ist so das Wertvolle oder das Liebenswerte. Und dann muss man oft auch Aufbauarbeit machen, dass man es motiviert und abholt und dann werden sie dann so ein halbes Jahr bei uns sind und da haben wir das erste Mitarbeiterfestel und dann kommt der Papa oder die Mutter und ich bin so froh, dass meine Hannah bei euch ist und sie fühlt sich da so wohl und so abgeholt.
00:29:32: Und auch die Älteren, die in Pension gehen, die zeigen die Jungen was. Das ist halt so familiär, das ist das Schöne. Aber man muss das, wie schon vorher gesagt, man muss das durchleben von oben bis unten und man muss sich einfach trauen.
00:29:49: Ich glaube als junger Mensch, das Allerwichtigste, du hast es jetzt auch angesprochen, dieser Selbstwert, diese Selbstliebe, es gibt Social Media, sie sind alle, sie sehen alle nur mehr das perfekte Leben und dieser Selbstwert ist irgendwo im Keller, weil wenn du jeden Tag die war schon beim Sport, die ist super geschminkt, die hat schöne lange Haare, alles ist perfekt.
00:30:09: Natürlich als junger Mensch zweifelt man daran, weil du weißt ja gar nicht, was ist echt und was ist nicht echt. Und ich kann euch sagen, 99, 95, 90 Prozent sind einmal nicht so mehr, was man da auf Social Media jeden Tag sieht. Das heißt, das, was du gerade gesagt hast, finde ich richtig, richtig schön, dass du dir die Zeit nimmst und sagst, okay, diesen Selbstwert wieder aufbauen.
00:30:27: Und ich glaube, das ist auch wieder was für Führungskräfte, die da draußen zuhören oder auch für Kolleginnen, vor allem, wenn junge Menschen da sind. Wir können nicht immer schimpfen und sagen, die Generation ist so oder so, wir müssen es einfach ein bisschen an der Hand nehmen. Du musst es anders nehmen, weil ich habe die Lehrlingsakademie gegründet und da habe ich jetzt gerade acht Lehrlinge in Ausbildung und die haben unterschiedliche Charaktere, teilweise sehr introvertiert, dann auch Mädchen dabei, die sich trauen, jetzt einen Burschenberuf zu erlernen oder umgekehrt.
00:30:59: Und in der Lehrlingsakademie, klar, wir machen fachliche Dinge auch, aber mir ist persönlich wichtig, dass ihnen auch Werte weitergeben kann und Wertschätzung weitergeben kann, die sie vom Elternhaus nicht kriegen. Weil wenn wir zum Beispiel zusammensitzen bei dieser Lehrlingsakademie, dann sage Was essen ihr, Was herzen ihr für Musik?
00:31:20: Du musst auch Interesse zeigen als erwachsener Mensch, als Vorbild, Weil auf Social Media, das scrollen sie durch die Gegend, die wachen auf in der Früh, nehmen das Handy, scrollen, singen nur die schöne bunte heile Welt, aber die fragt kein Mensch mehr daheim.
00:31:36: Du wie geht's dir denn? Hast gut geschlafen, Kochen wir zusammen irgendwas? Und das schaue ich, dass ich allen was fürs Leben auch mitgebe. Und dann machen wir natürlich, dann sagen die langjährigen Mitarbeiter sagen Ma bei der Lehrlingsakademie, jetzt habt ihr wieder das gemacht oder seid auf der Raab bis nach Ungarn runtergefahren mit dem Kanu Teambuilding, können wir nicht sowas auch machen?
00:32:02: Und dann schaue ich, dann sage ich ihr Jungmann, ihr seid die Vorreiter, Ihr müsst jetzt die alten Bäume zeigen, wo der Hammer hängt. Wir müssen jetzt das und dann machen wir es publik und Marketing, postet dann schöne Dinge im Intranet und dann machen wir ein bisschen aufmerksam drauf Und jetzt kommen aber dann alle Generationen und dann kommen sie und können wir nicht das und das machen Und das ist das Schönste.
00:32:28: Dann weiß Es hat gefruchtet, es ist angekommen und es ist halt sehr viel bei uns am Land. Nicht ein Inserat schalten, nicht online irgendwelche Geschichten machen. Es ist alles mit Reden mit Mundpropaganda.
00:32:44: Die Tante aber hat gesehen, da hat der Neffe angefangen und der ist jetzt bei Fassen, könnte man nicht die Tante auch noch einstellen und so weiter und so fort. Also das ist halt, es wird Gott sei Dank noch miteinander geredet. Das ist am Land definitiv noch ein bisschen was anderes.
00:33:01: Ich glaube, es geht immer mehr verloren. Aber ich glaube trotzdem, ich bin immer ein positiver Mensch, dass wieder in die Richtung zurückgeht, dass man wieder mehr miteinander reden. Deshalb sind Podcasts für diese so wichtig, weil ich finde das alles, egal wer mir gegenüber sitzt, jeder gibt immer irgendeinen Impuls und du Hast jetzt schon 148 verschiedene Impulse gegeben, Aber es ist so, dass man einfach OK, vielleicht gehe ich das anders an.
00:33:21: Du hast jetzt ganz kurz das Wort Vorbilder angesprochen. Wie macht ihr zum Beispiel Vorbilder sichtbar in der Firma? Wir haben ein Intranet. Firmeninternes. Genau, Intranet.
00:33:38: Und das haben wir jetzt sehr optimiert. Das gleich nur mit einem Klick oder bei News, dass gleich alles aufpoppt. Und ich sage jeden Mitarbeiter in der Produktion, die Mitarbeiter haben ja nur im Terminal. Also der Arbeiter kann in der Pause anschauen, aber ich schaue auch, dass wir es verbreiten.
00:33:58: Und klickt das jeden Tag. Schaltet es ein wie die Bibel, Macht es auf. Ihr müsst wissen, was bei uns los ist. Robin Rookie of The Year oder Vossen 100 Jahr Gala oder Lehrling mit ausgezeichnetem Erfolg, jetzt die Lab bestanden oder Trainee of the Year und die ganzen, Das steht alles da drin und das sind schon große Motivatoren und die ganzen Neuigkeiten.
00:34:26: Das passiert alles über dieses Intranet auch. Natürlich hänge ich es dann auch aus, probiere es geduldig. Aber wenn du es herumerzählst, das sind dann die Vorbilder. Denken der Junge, der ist aber gut drauf, wird jetzt Rookie of the Year.
00:34:43: Jetzt hat er vor einem Jahr die Ausbildung angefangen und jetzt ist er schon, ist er schon aufgestiegen. Motiviert? Ja sicher motiviert. Vor allem die Jungen auch im Unternehmen. Ich glaube, die Alten unter Anführungszeichen haben dann Respekt dem Jungen gegenüber. Also ich glaube, dass es alles in allem eine runde Geschichte ist. Wir haben vorher ganz kurz eingangs erwähnt, das Thema Frauen und Karenz, auch ein ganz schwieriges leider heutzutage.
00:35:04: Wir haben schon Männer in Karenz gehabt versus Frauen in Karenz. Und ich muss da ganz ehrlich sagen, da ist noch ganz, ganz viel Luft nach oben, auch vor allem in der Selbstständigkeit. Aber da werden wir irgendwann einmal herholen, der selbstständig ist, weil es ist so schwierig. Was macht Vossen als Firma vielleicht wieder in Vorbildwirkung oder aus Inspiration für andere Unternehmen da draußen, damit Frauen nach der Karenz nicht stehen bleiben und eben diese Weiterentwicklung gegeben ist.
00:35:31: Vielleicht kannst du uns da kurz noch ein bisschen abholen, weil das finde ich auch richtig schön, was ihr da macht. Ganz toll. Es freut sich bei fast jeder, wenn die Dame ein Baby erwartet. Das ist ja nicht immer so. Ich habe auch für Konzerne gearbeitet, das ist nicht immer so.
00:35:51: Und wir holen die werdende Mama holen wir schon ab dem Zeitpunkt ab und machen schon da ihre Karriereplanung, ihre Nachfolgeplanung, wie sie die Einarbeitung macht mit der Nachfolgerin und natürlich, sie ist ja bis zum siebten Lebensjahr des Kindes bei uns und dann vielleicht kommt nur dazwischen das zweite Baby.
00:36:14: Dann haben wir solche motivierten Damen bei uns, die naja, in der Karenzzeit oder Mutterschutz, ich möchte eigentlich dann schon was machen. Und da gibt es auch die Möglichkeit, der österreichische Staat fördert das noch und da muss die Firma natürlich auch Zustimmung geben, dass man während der Karenzzeit die Mitarbeiterin weiterbildet in einem Bereich, zum Beispiel Social Media.
00:36:40: Sie kommt dann zurück und will sich spezialisieren jetzt dann auf Social Media. Dann wird schon ein Arbeitsmodell erstellt, die kommt Elternteilzeit zurück, dann will sie zum Beispiel von Montag bis Mittwoch arbeiten. Sie arbeitet dreimal fünf Stunden, weil von der Anreise her, wir sind alles im regionalen Bereich, das passt perfekt und so dreimal fünf Stunden von Montag bis Mittag, dann wird das schon alles festgelegt und dann ist ja die werdende Mutter auch schon gleich entspannt und dann kriegt sie, wenn das Baby auf die Welt kommt, nachher das Fassen Babypaket, das ist super, da ist alles drin, was ein Neugeborenes braucht, bestickt mit Namen.
00:37:19: Ganz lustig ist, wenn komische Namen, wo man nicht weiß, ist ein Mantel oder Weibel und nachher tut man statt blau, dann tut man halt einen rosa Namen drauf und dabei ist es ein Buberl und so weiter und so fort. Ja, ist auch schon vorgekommen, aber das sind halt nur so Kleinigkeiten, sind alle nur Menschen.
00:37:38: Es gibt sehr neumoderne Namen heutzutage, da kann man euch gar nicht besser. Aber es glaube ich geht auch da wieder Ich glaube, dass ganz viel Stress da, wenn ich mit Mamas rede, die in Konzernen arbeiten, dass sie einfach nie wissen, wenn sie zurückkommen, was Wort auf sie.
00:37:56: Ich hab selber schon mit ein paar Mädels geredet, die dann auch gesagt haben, ich werde schon wieder zurückkehren. Man weiß genau, was ich und da sagt dann auch der Arbeitgeber weiß auch eh noch nicht, was ich dir gibt. Und ich glaube, es ist nichts besser oder nichts cooler, als du hast einen Plan, nachdem du wieder zurückkommst. Deswegen bei der Opposition, ich kriege jetzt die Weiterbildung bezahlt im Bereich Social Media, was auch immer das ist.
00:38:15: Wie cool ist das, Weil ich weiß schon, dass meine Elise zum Beispiel auch liebe Mama, eine Zweifache, die immer wieder gesagt hat, sie war halt dann unter Anführungszeichen nur Mama, eine Normalfunk bis überfordert vor allem mit dem ersten Kind, wo du nicht schon recht weißt. Aber trotzdem kommt irgendwann der Zeitpunkt, wo es denkst manchmal vielleicht wenn das Kind schläft, auch wenn ich Haushalt und so machen will oder wenn ich eine Stunde mal was anderes mache, was für mich mache, wo ich mich als Mama dann auch wieder fühle, dass ich mehr bin als Mama, weil der Papa geht ja meistens arbeiten.
00:38:43: Das ist nicht immer so, aber du weißt, was ich meine, finde ich das großartig. Und ich glaube, das ist auch wichtig und das hat sie mir damals auch gesagt, so wie sie dann da wieder angefangen hat zu arbeiten, dass ich das so wichtig ist, dass ich ihr das Gefühl gegeben habe, dass sie mehr ist als nur Mama. Deshalb sage ich das auch so, weil sie mir das gesagt hat und mich das damals extrem gerührt. Umso schöner ist es, dass Unternehmen gibt, die das erleben und hey, wir arbeiten dann am Plan und wir da arbeiten wir ein.
00:39:05: Da kommt die neue Person, da bist du dann weg Und auch, dass du sagst, sieben Jahre ist im Unternehmen und wahrscheinlich kommen die sieben Jahre auch noch das zweite, das sagt auch kein Mensch und haben wir ja aber auch schon einen Plan. Du hast auch schon die Einarbeitungszeit und Mutter werden ist dann wirklich entspannt und die Dame, was sie weiß, was sie macht, wenn sie wieder zurückkommt.
00:39:28: Die Damen werden nicht im Ungewissen gelassen und das trägt auch sehr viel zur Harmonie, was man hat auch im Unternehmen. Und da muss sich keiner fürchten, weil das Schlimmste, was es gibt in einem Unternehmen, wenn die Mitarbeiter Angst haben und ich will nicht, dass er Angst regiert.
00:39:47: Ich möchte, dass Liebe, Herz und Harmonie ist und dass man da, man muss rechtzeitig drüber reden. Die Oma hat immer gesagt zu mir beim Reden kommen die Leute zusammen und das habe ich auch als Leitsatz und du musst einfach miteinander kommunizieren und reden und fragen die Bedürfnisse.
00:40:07: Jede Mutter ist ja nicht gleich, vielleicht will eine gar nicht dann als große Managerin zukommen oder du ich gebe mich jetzt zufrieden. Ich fange einmal, ich starte mal nur mit 10 Stunden, weil wir müssen schauen, wie sich das alles einpendelt und dann wirklich, dann schauen wir wirklich, wie geht sich das aus und wie kann man das machen.
00:40:28: Also die drei HS ziehen sich durch, egal ob für Frauen im Unternehmen, im Leadership, bei Führungspositionen, bei Lehrlingen. Du hast gesagt, die eigene Lehrlingsakademie, da war es ja das erste E Commerce Lehrlings gibt schon im Burgenland, habe ich gelesen, so ein zentrales Thema.
00:40:44: Aber euch ihr arbeitet mit jungen Menschen, ihr legt auch Wert, dass man sagt, okay, du lernst den Menschen dahinter kennen und das, obwohl wir über 100 Mitarbeiter sind. Und ich glaube, das sind alles so Dinge, das sind so Bausteine, die dann wirklich zu diesem Konstrukt führen, dass das alles so besonders ist, was ich auch gespürt habe.
00:41:02: Und ich kann mich noch erinnern damals, ich habe wirklich die Story gemacht nach dem Event und gesagt, das ist nicht normal. Also ich habe sowas noch nie erlebt. Ich habe es erleben müssen, weil ich vor Ort war. Und ich glaube, das ist wirklich das, was die Firma auszeichnet, warum die schon so lange bestehen und warum das so gut funktioniert, weil das hat sich durchgezogen wie ein roter Faden und es gibt ja oft Firmen, die da viel Blabla machen, aber das war bei euch überhaupt nicht.
00:41:23: Die drei HS lebt ihr. Was ich jetzt schon noch wissen will, ist Recruiting und das haben wir gerade selbst erfahren. Super schwierig im Moment die richtigen Arbeitskräfte zu finden, dass einfach wirklich alles passt, was die dann sagen und so weiter. Was sind aktuell, glaubst du, die größten Herausforderungen oder vor allem für euch, wenn ihr neue Mitarbeiter sucht?
00:41:41: Die größte Herausforderung ist mit Sicherheit, dass die Leute, die ich rekrutiere, aus der Region kommen, weil wenn jetzt aus dem Westen Österreichs jemand kommt, da bleibt keiner bei uns. Das ist die Herausforderung. Das ist die größte Herausforderung.
00:41:57: Alles andere, ich krieg wirklich, wenn ich Ausschreibungen mache, sehr viele. Ich bin jetzt auf Chiffre, Ausschreibungen, Chiffre, also verdeckte Anzeige, da steht zum Beispiel österreichische Unternehmen im Grenzgebiet Steiermark, Burgenland, Lifestyle Accessoires, weil ein Haundtichel ist ja schon ein Lifestyle Accessoire worden.
00:42:29: Und wenn ich da verdeckt dann ausschreibe, einfach diese fachlichen Punkte, was man mitbringen sollte, die Benefits, die es bei uns gibt, Aber es ist noch nichts. Die Firma, die ist noch verdeckt. Und da habe ich jetzt in der letzten Zeit so tolle Erfahrungen gemacht und wahnsinnig tolle Bewerber bekommen, weil woran liegt das?
00:42:56: Aber glaubst, weil die noch nicht wissen genau wo oder weil die nicht wissen wer, weil in Wahrheit sagst du es. Es ist oft so bei uns, da gibt es solche Trittbrettfahrer im Bewerberbereich, die sehen, es ist eine Ausschreibung, dann kommt es irgendwie in Social Media und nachher gehen solche komischen Posts los oder die schreiben dann auch Gehaltsgefüge und hin und her.
00:43:19: Also drunter muss quasi die Teller kommentieren. Ja genau. Und wenn sie wissen, wer die Firma ist, es gibt ja natürlich viele Neider. Also dass du glaubst so schon. Ja gut, das ist kein schlechter Punkt. Wir haben zum Beispiel auch ausgeschrieben Stelle und du musst dein Gehalt anführen und bei mir sind ja alle überbezahlt von Haus aus, weil ich zahl einfach auch, weil ich und vor allem, das wird in der Regel auch angepasst.
00:43:41: Also sowieso, wenn die kommen, kriegt keiner, kriegt bei mir kollektiv niemand alle drüber. Das ist so. Aber du musst halt kollektiv ausschreiben. Ich schreibe auch nicht gleich drüber, du kannst 45 Millionen Euro verdienen. Nein. Und dann hat auch ein Mensch angefangen zu kommentieren und dann haben ein paar dazu kommentiert und denke ich mir so, was ist denn das jetzt für ein Scheiß? Dann denke ich mir, das ärgert mich.
00:43:59: Ja, das verstehe ich mich auch, weil Unrecht mir tun Unrecht oder dann kommen welche und naja, ist eh klar, ihr schreibt das jetzt aus und dann habe ich mir gedacht, nein, ich muss jetzt einen anderen Weg. Diese Hater kannst du nicht ausschalten, weil wenn die zum Kommentieren anfangen und dann habe ich mir gedacht, na ich ruf jetzt meine Beraterin an bei der Agentur und sage ihr, wir machen jetzt eine Chiffre Ausstellung, passt.
00:44:28: Manuela sagt, dann schicke ich dir direkt die Bewerber zu und ich habe jetzt zwei wunderbare Stellen besetzt über Chiffre. Super. Aber deshalb sage ich, ich glaube, du musst manchmal auch den Weitblick haben oder auch dieses offene Dinge mal anders zu machen. Ich glaube, das können wir den Menschen jetzt auch noch mitgeben, dass man sagt, okay, es muss nicht immer alles Dienst nach Vorschrift sein.
00:44:48: Du musst nicht immer das so machen, sind wir jetzt auch draufgekommen, sondern oft einmal ist es so richtig ein guter Tipp, finde ich, wo wir alle was mitnehmen können. Chiffre schauen, Chiffre, das musst du merken, das ist wirklich spitze. Und auch wenn die Gespräche stattfinden, ich mach kein einziges Bewerbungsgespräch nach irgendeinem Fragenkatalog.
00:45:10: Ich schau mir meistens gar nichts. Stärken, schwächen. Ich bin ja nicht wahnsinnig, dass ich frage, stell der ist ja fertig, wenn der da kommt und ich frage, was sind deine Stärken, was ist deine größte Schwäche? Nein, wir reden übers Hobby. Wo bist du aufgewachsen, bist bei deiner Oma groß geworden, da weiß ich sowieso schon alles, was spielt.
00:45:30: Die Kunst ist einfach die Menschen, einen Schlüssel zum Menschen zu finden und die Begeisterung von dem Produkt für die Firma, für die Arbeit, dass das weiter. Das ist auch Verkauf indirekt, subtil.
00:45:46: Ich bin so, weil wir die Schwierigkeit angesprochen haben wegen Recruiting und die richtigen, die passenden Leute zu finden. Ich verkaufe Fossen an meinen Bewerber, die kommen nicht mehr und stehen draußen und kann jetzt bei euch zum Arbeiten anfangen, teilweise im Produktionsbereich schon, da kommen sie ins Outlet und geben den Lebenslauf direkt ab.
00:46:11: Das ist wunderbar. Aber im Managementbereich spitzt es natürlich nicht. Was glaubst du muss passieren oder was wünschst du dir für die Arbeitswelt, wenn man jetzt speziell am ländlichen Raum schaut für die Zukunft, weil du jetzt gerade diesen Bewerbungsprozess und so diese Eigeninitiative und dass du einfach schauen musst, was wünschst du, wenn man jetzt nach vorne blickt für die Arbeitswelt, speziell bei euch am Land, das Team, Leute, die meinen Job machen, HR Manager, dass die ein Mensch als Mensch sehen und nicht als Nummer, dass sie die Zeit nehmen, ein Vertrauen schaffen und ordentliche Gespräche führen.
00:46:52: Ist das das, was dich jeden Tag motiviert, wenn du sagst, du stehst auf und davor? Ja, absolut. Ich nehme mir alles mit heim. Ich weiß, das soll man natürlich nicht machen, aber wenn ich halt mit meinem ganzen Herz dabei bin bei der Geschichte, kann ich nicht jetzt heimkommen und jetzt fällt der Hammer und jetzt denk ich da nicht mehr drüber nach und dann fallen mir oft ganz tolle Dinge ein und dann denke ich, OK, jetzt satteln wir das Pferd einmal anders auf.
00:47:20: Vielleicht hilft das was, weil es ist ja nicht immer nur im HR ist ja nicht immer nur als Friede, Freude, Eierkuchen. Du, da geht es einem schlecht und du, du checkst zum Beispiel gar nicht, dass ihm schlecht geht. Sein Vorgesetzter checkt das auch nicht und da musst du feine Antennen haben und dann überlegst, okay, wie könnte man das jetzt angehen?
00:47:40: Und das überlege ich mir schon daheim. Und dann stehe ich auf in der Früh und ich denke mir, heute machen wir es einmal auf die Tour, jetzt probieren wir das aus. Man muss sich einfach trauen, Dinge durchzuziehen, motiviert zu bleiben und positiv zu denken. Du musst das Gute, du musst dir das wünschen.
00:47:59: Ich glaube, besser kann man das Gespräch nicht beenden. Wir haben jetzt 45 Minuten geredet oder fast 50 Minuten. Du hast so viele tolle Sachen angesprochen. Du hast gesagt, hey, und die Bottomline ist ein Mensch ist immer noch ein Mensch und man muss durchs Reden kommen, die Leute zu haben.
00:48:14: Das ist eigentlich so das Haupt und dass der Mensch zählt. Ich glaube keine Nummer. Und vor allem in einem Unternehmen mit über 100 Mitarbeiterinnen vor Ort und 250 glaube ich, weltweit. Das ist schon dieses Gefüge oder diese Grundphilosophie oder diese Grundstimmung, die kannst du nur dann leben, wenn das alle leben.
00:48:33: Und das spürt man. Und ich glaube mitunter, weil der Mensch der Mensch ist oder der Mensch wichtig ist und im Vordergrund steht. Und ich glaube, das ist das Allerschönste. Und das ist wirklich was, was ich aber nicht nur in der Arbeitswelt die Leute mitgeben kann. Generell generell bitte verbreitet das. Verbreitet die Botschaft einfach mit Herz, Hirn und Humor, weil durchs Leben gehen, durchs Leben gehen, das ist das Beste.
00:48:57: Und steckt die anderen an. Du hast mich auf jeden Fall angesteckt. Hab ich dich angesteckt? Ja, du hast mich gefixt. Influencer, genau wie du bist ein Fass, ein Influencer, ein Interner. Also wirklich, ich glaube, und das wissen alle, die dich herum sind, wie wertvoll du bist für das Unternehmen.
00:49:13: Und da kannst du unter unfassbar Stolz, dass du das so durchziehst. Und man spürt das. Und ich finde das großartig. Und nicht eben nur fürs Unternehmertum, sondern du hast halt so viele Sachen gesagt, die man im Alltag mitnehmen kann. Und das finde ich großartig. Deshalb danke für deine Zeit, dass ihr extra angereist seid und danke für dich.
00:49:30: Du bist großartig und mach weiter so. Ich freue mich schon, wenn wir uns einmal live und in Farbe da unten sehen und dass ich mal sehe, wie du da so mal dumm Herrlich, schisst durch die Firma. Ich würde dich so gern zum persönlichen Onboarding einladen. Da hätte man eine richtig. Kriegst dann einen Spezialsackerl.
00:49:48: Cool, ich nehme dich beim Wort. Vielen Dank. Ich freue mich, wenn wir uns ganz bald wieder hören und ich hoffe, dir hat es auch Spaß gemacht. Absolut, danke. Ich bin jetzt so befreit. Herrlich, Sie war so nervös. Zwischendurch war es einmal im Klo, das habt ihr jetzt gar nicht mitgekriegt. Haben wir mal gestoppt. Also ich sage immer wieder, die Leute glauben, ich bin da.
00:50:04: Weiß ich nicht, hat auch normal frag sie und heute Abfrage, aber ich sie. Das ist natürlich oft einmal eine andere Situation. Aber ich finde es immer so schön, wenn es dann so tolle Gespräche werden und dass ihr jetzt auch so lange dran geblieben seid. Ihr kennt das Spiel. Wenn euch der Podcast gefallen hat, bitte bewertet uns.
00:50:20: Hinterlasst Manuela, liebes Kommentar. Ich finde, sie ist immer mit sehr viel Mut verbunden, dass man sich da her sitzt und redet und ich weiß einfach auch, dass man immer was mitnehmen kann. Und in diesem Sinne danke fürs Zuhören und ich freue mich, wenn wir uns schon ganz bald wieder hören. Bis bald. Tschüss.
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